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Veröffentlicht am 21.05.2018

Tiefgehendes Thema

Und wenn es kein Morgen gibt
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Als ein neues Buch von Jennifer L. Armentrout war es schon von vornherein klar: Ich muss dieses Buch lesen! Bisher hat mich die Autorin noch nie enttäuscht und mich immer eine neue Welt geboten, in die ...

Als ein neues Buch von Jennifer L. Armentrout war es schon von vornherein klar: Ich muss dieses Buch lesen! Bisher hat mich die Autorin noch nie enttäuscht und mich immer eine neue Welt geboten, in die ich problemlos eintauchen konnte. So sollte es daher auch nun bei diesen Buch sein.

Das Grundgerüst schein ziemlich simpel. Es läuft nach einem altbekannten und doch erfolgreichen Schema ab - Zwei Freunde, die sich von Kindesbein an kennen und ineinander verliebt sind, ohne, dass der andere davon weiß. Lena ist ein unscheinbares Mädchen, während Sebastian als gutaussehend beschrieben wird. Nicht einzigartig, aber dafür wirklich gut umgesetzt! Die Freundschaft und Vertrautheit der beiden ist greifbar und ziemlich schnell klar geworden. Die Geschichte ließ sich bequem und flüssig lesen, wobei ich jedoch am Anfang nur Happenweise mit dem Buch vorankam, was sich aber schnell legte.
Dennoch muss ich dabei auch sagen, dass vieles vorhersehbar und typisch für das Grundgerüst war. Es gibt einige Klischees, die mich auch etwas gestört haben. Eine Freundschaft, aus der mehr wird, ein alles veränderndes Ereignis. Alles hat man schon einmal irgendwo gelesen. Angenehm zu lesen, aber nichts Neues.

Doch spätestens ab der Hälfte wurde mir klar, dass es nicht diese "Folie" ist, die mich am Weiterlesen hält, sondern die Botschaft dahinter. Die Geschichte vermittelte mir eine Nachricht und die Leser sollten dadurch wachgerüttelt werden. Es geht um die sorgenlose Art und Weise, mit der Jugendliche gefährlichen Situationen begegnen, das Verarbeiten von Schuldgefühlen und des Todes. All dies durchleben die Buchfiguren - und das sehr intensiv. Es ist bekanntlich kein leichtes Thema und man muss auch sehr sensibel damit umgehen, was die Autorin meisterhaft gemacht hat. Sie hat es vorsichtig behandelt, aber auch gleichzeitig mit dem nackten Finger darauf gezeigt, um darauf aufmerksam zu machen. Es lässt einen emotional werden und einige Dinge in seinen eigenen Leben überdenken.

FAZIT

Auch wenn die Geschichte auf dem ersten Blick wie eine 08/15-Highschool-Story erscheint, verbirgt sie weitaus mehr in sich. Wichtige Themen wie Risikobereitschaft, Trauerverarbeitung und Schulgefühle werden thematisiert und wunderbar in Szene gesetzt. Diese Kombination ließ den Lesefluss bei mir nie versiegen, nur am Anfang hatte ich winzige Einstiegsschwierigkeiten. Emotional, dennoch locker und romantisch - Was will man mehr?

Veröffentlicht am 12.05.2018

Sogwirkung, jedoch noch nicht ganzes Potential erreicht

Immerwelt - Der Anfang
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Allein die Tatsache, dass dieses Buch von Gena Showalter, der Autorin der Alice im Zombieland - Reihe verfasst wurde, einer Reihe, die ich geliebt habe, hat es für mich interessant gemacht. Zudem klang ...

Allein die Tatsache, dass dieses Buch von Gena Showalter, der Autorin der Alice im Zombieland - Reihe verfasst wurde, einer Reihe, die ich geliebt habe, hat es für mich interessant gemacht. Zudem klang es vom Inhalt her nach einem Buch, dass sehr viel Potential hat, sodass ich mir sehr viel von diesem Buch versprochen habe.

Das zentrale Thema von diesem Buch ist der Konflikt der beiden Gegenspieler Myriad und Troika, zwei sogenannten Sphären, die so etwas wie ein Nachleben sind und um Seelen konkurrieren. Jeder Mensch wird vor die Wahl gestellt, welcher Sphäre er sich nach seinem Erstleben anschließen möchte und wessen Vertrag sie unterschreiben - den ehrgeizigen Myriadern, die je nach dem, was sie sind und was sie leisten eine Belohnung erhalten und an das Schicksal glauben oder den erleuchteten Troikaner, welche jedem das Gleiche bieten, Schutz, Bezahlung usw., und alles als Ergebnis von Entscheidungen sehen und nicht als vorherbestimmtes Schicksal. Tenley, die Protagonistin dieses Buches, stammt aus einer Myriader-Familie und wird von ihnen vor die Wahl gestellt. Sie wehrt sich jedoch, ihren Drängen nachzugeben und schiebt ihre Entscheidung auf, sodass sie von ihnen schließlich in eine Anstalt geschickt wird. Dort trifft sie auf zwei Gesandte der beiden Seiten, Seelen in Hüllen, die sie für sich gewinnen wollen, da sie jemand ganz besonderes im Zweitleben sein wird.

Allein das Grundgerüst auf dem das Buch aufbaut und mich fasziniert. Beide Seiten werden zwar unterschiedlich dargestellt, jedoch ist eine davon nicht schlechter, sodass es mir selber als Leser schwergefallen ist, zu sagen, welche die bessere ist. Daher konnte ich schnell nachvollziehen, in welchem Dilemma Ten steckt und mich in sie hineinversetzen. Generell hat mir Ten als Protagonistin sehr gut gefallen, da sie nicht ein 08/15 Charakter ist und ich ihre Entscheidungen gut nahvollziehen kann. Sie hat liebenswerte Ticks, wie zum Beispiel, dass sie zahlenverrückt ist und bei jeder Erwähnung einer Zahl ihre Assoziationen aufzählt. Sie hat auch ein Talent für Gedichte, sodass auch diese hin und wieder in die Story mit einfließen und sie aufpeppen.
Trotzdem ist sie oft erfüllt von Zweifel, da sie sich nie sicher sein kann, ob jemand sie nur mag, weil sie sie beeinflussen und auf eine Seite ziehen möchte (da oftmals Agenten der Sphären in menschlichen Hüllen umherwandeln) oder ob sie wirklich Interesse an ihr haben. Auch mir ist es schwer gefallen, dies abzuwägen und durch die Intentionen der anderen Figuren zu blicken, sodass es dazu führte, dass ich sie - ähnlich wie bezüglich der Entscheidung zwischen den Seiten - gut verstehen konnte.

Den Schreibstil der Autorin kannte ich bereits von ihrer anderen Reihe, Alice im Zombieland, was einer der Gründe war, weshalb ich diese Reihe so gemacht habe. Auch hier ist er erfüllt von Ironie, Sarkasmus und lässt sich federleicht und mit einem Lächeln auf den Lippen lesen. Gena Showalter ist wegen ihrem Schreibstils, der in dieser Reihe sogar noch einen Tacken besser ist, eine meiner Lieblingsautorinnen. Es gab kaum eine Stelle, an der nicht weiterlesen wollte, denn es war ein ständiger Reiz da.

Dennoch muss ich auch ein bisschen negative Kritik loswerden. Wobei negativ ein zu starkes Wort ist und ich es besser "Verbesserungswürdig" nennen würde. Anfangs hatte ich zwar nicht wirklich Probleme, mich in die Geschichte hineinzufinden, aber dafür fiel es mir anfänglich schwer, die beiden Seiten auseinanderzuhalten. Sie wurden zwar vorgestellt und auch ihre Eigenheiten gegenübergestellt, aber ich lernte sie erst wirklich mit Fortschreiten der Geschichte kennen. Daher wäre es schön gewesen, wenn am Anfang oder am Ende eine knappe Zusammenfassung gewesen wäre.
Ein weiterer Punkt ist das Potential. Das Buch an sich hat mir wunderbar gefallen und es ist ein gutes Beispiel für einen Reihenauftakt, dennoch habe ich das Gefühl, dass nach oben noch ordentlich Platz ist, welcher jedoch sicherlich mit den Folgebänden ausgefüllt wird.



Auch wenn das volle Potential, das die luftig geschriebene Geschichte haben könnte, noch nicht erreicht ist, ist dieses Buch ein wunderbarere Auftakt einer ganz besonderen Reihe. Das Grundgerüst der Geschichte ist außergewöhnlich und die Protagonistin habe ich schnell liebgewonnen und ich konnte mich gut in ihre Lage hineinversetzen, da selbst mir die Wahl zwischen den ausgewogenen Gegenspielern Myriad und Trioka nicht leicht fallen würde. Ich bin schon sehr gespannt auf die Folgebände und frage mich, was sie mit sich bringen mögen.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Wunderbare Buchwelt

Fallende Stadt
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Schon nach wenigen Seiten ist mir klar geworden, wie komplex die Buchwelt ist, die die Autorin konstruiert hat. Internment hat mich schlichtweg fasziniert. Was für Morgan als Protagonistin selbstverständlich ...

Schon nach wenigen Seiten ist mir klar geworden, wie komplex die Buchwelt ist, die die Autorin konstruiert hat. Internment hat mich schlichtweg fasziniert. Was für Morgan als Protagonistin selbstverständlich ist und nicht hinterfragt wird, kam mir äußerst dystopisch vor. Internment ist ein Stadt, die ehemals auf der Erde war und nun im All schwebt. Der "Himmelsgott" hatte Internment dorthin gebracht. Es gibt dort keine Kriminalität, kein Leid und keinen Hunger. Obwohl die Ressourcen knapp sind und alles recycelt wird, bleibt jedem selbst überlassen, wie er sein Leben lebt. Trotzdem gibt es strenge Regeln, alles wird genauestens geplant und so wird jedem ein Partner zugeordnet, Medikamente verteilt und um ein Kind bekommen zu können, muss man auf eine Warteliste, da der Platz begrenzt ist. Und am aller wichtigsten: Nähere dich nicht dem Rand!
Es hat mir wirklich Spaß gemacht, immer mehr über diese schwebende Stadt herauszufinden und ich habe mich ständig gefragt, wie es dazu gekommen ist, dass Internment im All und abgeschieden vom Rest ist. Es muss bestimmt mehr hinter der Geschichte des großen Himmelgotts sein!

Umso schockierender ist es für Morgan, als sich ein Mord in der Stadt ereignet und eine Lawine an Ereignissen auslöst. Wer ist der Mörder? Welche Motive hatte er/sie, zumal es seit Generationen nicht mehr vorgekommen ist? Langsam fängt Morgan an, Dinge zu hinterfragen, sodass die Entwicklung flüssig vonstatten geht. Sie ist zwar schon von Anfang an eine starke Protagonistin, doch wird es mit der Zeit immer deutlicher. Ein weiterer Auslöser dafür sind die Ausschnitte aus einem Essay einer wichtigen Nebenfigur, die nach und nach auftauchen und die man auch am Anfang eines jeden Kapitels finden kann. Man merkt , wie sich etwas kontinuierlich anbahnt.

Doch trotz des wunderbaren Settings und der weichen Entwicklung erschien mir die Geschichte nicht ganz rund. Es gab immer wieder Stellen, bei denen ich die Lust verloren habe, weiterzulesen. An manchen Stellen fehlte einfach die Spannung, um mich bei Laune zu halten. Dabei muss ich jedoch sagen, dass es jetzt schärfer und härter klingt als es eigentlich ist. Ich hatte durchaus Spaß am Lesen, doch es gab auch einige Momente, die eine Priese mehr Spannung nötig hätten.



Als Fazit lässt sich also zusammenfassen, dass ich mich sehr wohl im dem Buchsetting gefühlt habe. Es ist eine komplexe und vielschichtige Welt, die einige Fragen bei mir aufgeworfen hat und die mir hoffentlich noch im Laufe der Reihe beantwortet werden. An manchen Stellen habe ich aufgrund mangelnder Spannung das Buch zur Seite legen müssen, sodass ich einen Stern abziehen muss.

Veröffentlicht am 05.04.2018

Nach anfänglichen Schwierigkeiten wunderbar flüssig zu lesen

Die Legende der vier Königreiche - Vereint
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Kurz zuvor hatte ich den ersten Band gelesen und konnte somit direkt weiterlesen. Doch unglücklicherweise fiel mir der Einstieg in den zweiten Band zunächst gar nicht so leicht. Die neuen Erzählperspektiven ...

Kurz zuvor hatte ich den ersten Band gelesen und konnte somit direkt weiterlesen. Doch unglücklicherweise fiel mir der Einstieg in den zweiten Band zunächst gar nicht so leicht. Die neuen Erzählperspektiven weiterer Figuren machten mir zu schaffen und sorgten dafür, dass ich zu Beginn das Buch immer wieder zur Seite legen musste.

Dennoch habe ich weitergelesen und bin zu dem überraschenden Ergebnis gekommen, dass mit voranschreitender Seitenanzahl ich wieder völlig ins Geschehen eingetaucht bin und wieder gepackt wurde. Nach anfänglicher Startschwierigkeit war ich demnach erneut fasziniert wie auch schon bei dem erste Band.

Da in diesem Band durch die Befreiung von Ems Schwester Olivia nun eine neue Figur dazu stößt, wurde frischer Wind in die Geschichte hineingebracht. Es war erstaunlich, wie sie sich von den anderen Figuren unterscheidet, denn sie hat sehr markante Charakterzüge. Sie ist gnadenlos, impulsiv und teilweise schon brutal und herzlos was normale Menschen angeht. Dies bildet einen schönen Kontrast zu Em, die langsam Zweifel bekommt und lieber eine andere Lösung finden möchte, um die Konflikte der Königreiche zu klären.
Aber nicht nur Olivia wird als neue Figur eingeführt, sondern auch zahlreiche andere Nebenfiguren wie Augustus, einem Prinzen aus Oslo.

Dieser Band wechselt zudem noch die Kulisse und er spielt sich hauptsächlich in Ruina ab, dem Königreich aus dem Em stammt, aber das in dem ersten Band nicht unbedingt im Mittelpunkt stand. Es war interessant, endlich mehr über die Lebensweise und Einstellung dieser Seite zu erfahren.

Vom Inhalt her kann ich verraten, dass sowohl actionreich als auch politisch zugeht. Der Konflikt der Königreiche spitzt sich zu, Cas muss sich als neuer König behaupten, denn sein Platz wird ihm streitig gemacht und da nun Olivia frei ist, ist die Frage der Herrschaftsform von Ruina auch zentral. Sie ist zwar die rechtmäßige Erbin, da sie die mächtigere der beiden Schwestern ist, doch ihre Qualifikationen sprechen nicht unbedingt dafür. Folglich kommt es zu einigen Problemen für die Buchfiguren, die gelöst werden müssen.



Nachdem ich meine sehr großen Anfangsschwierigkeiten überwunden hatte, konnte ich mich ähnlich wie schon bei dem ersten Band in die Geschichte wieder einfinden. Es kommt zu vielen Erweiterungen, sowohl für die Anzahl an Nebenfiguren, als auch die Handlungsorte. Leider war das Buch für meinen Geschmack viel zu kurz und der Band viel zu schnell vorbei, sodass es nun angespanntes Warten bis zu dem Erscheinen des letzten Bandes heißt.

Veröffentlicht am 11.03.2018

Rezension

Die schwarze Zauberin
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Mit einer Bandbreite an ganz verschiedenen Kreaturen lädt uns die Autorin Laurie Forest in ihre Buchwelt ein. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Gardenierin Elloren, an die hohe Erwartungen gestellt ...

Mit einer Bandbreite an ganz verschiedenen Kreaturen lädt uns die Autorin Laurie Forest in ihre Buchwelt ein. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Gardenierin Elloren, an die hohe Erwartungen gestellt werden, was aber auch viele Privilegien enthält, auch wenn sie bei weitem nicht so viel Magie wie sie besitzt. Denn ihre Großmutter war die mächtigste Hexe ihres Volkes und hat sie von der Unterjochung der anderen Völker befreit. Als ihr genaues Ebenbild wird sie sowohl beneidet, gehasst, als auch verehrt. Sie wünscht sich zudem, eine angesehene Universität zu besuchen, doch diese besuchen auch Angehörige anderer Völker - Elben, Lykaner, Icrale und viele mehr, aber allesamt Feinde ihres Volkes.

Die Geschichte hat mich direkt angesprochen, nicht zuletzt wegen dem bunten Mix an verschiedenen Spezies. Trotzdem musste ich zu Beginn feststellen, dass mir der Einstieg in die Geschichte gar nicht so leicht viel. Die Welt ist sehr durchdacht worden und ist äußerst ausgereift. Diese Komplexität wusste ich erst im späteren Verlauf zu schätzen, da es ein Gefühl von Tiefe vermittelt, doch zu Beginn war ich schlichtweg etwas überfordert. Selten habe ich eine so plastische Buchwelt bzw. Atmosphäre gesehen. Jedes kleine Detail zur Struktur wurde erwähnt, sodass ich mich nach ein paar Startschwierigkeiten wunderbar in die Geschichte vertiefen konnte. Es gibt nicht nur die obengenannten Völker wie Elben usw., sondern auch viele Unterarten, sodass ich oftmals den Überblick verloren habe, mir aber der Eindruck von einer tiefgehenden Welt gegeben wurde.

Der Schreibstil der Autorin hat mir auf Anhieb gefallen, sodass ich auch viele Seiten am Stück lesen konnte ohne auf die Zeit zu achten. Ich habe mich manchmal regelrecht in der Geschichte verloren. Dennoch finde ich, dass die Handlungen selber etwas zu ruhig sind. Es gibt durchaus einige Überraschungen, aber für meinen Geschmack war alles etwas zu sacht. Trotzdem soll es nicht so klingen, als wäre das Buch uninteressant - das auf keinen Fall. Ich würde vielmehr sagen, dass es zwar äußerst interessant, aber nur gelegentlich aufregend war. Ich war neugierig, wie die Geschichte ihren Lauf nehmen würde, dennoch findet kaum Action statt, was zum Teil auch daran liegen mag, dass die Protagonistin im Gegensatz zu anderen Figuren kaum magische Fähigkeiten hat.

In diesem Buch tauchen viele Nebencharaktere auf, die sich allesamt voneinander unterscheiden und liebevoll konstruiert wurden. Viele davon habe ich direkt ins Herz geschlossen, doch dazu zählte die Protagonistin nicht auf Anhieb. Da die verschiedenen Völker getrennt voneinander leben und verfeindet sind, jedoch bei der Universität geradezu gezwungen sind, miteinander zu leben, sind Konflikte zwischen den Völkern garantiert. Jeder hat ein eigenes Bild von den anderen, was oftmals nicht der Wahrheit entspricht - Kurzum es trieft nur so vor Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus, einem tiefgehenden Thema. Dabei ist Elloren auch keine Ausnahme. Zu Beginn ist sie sehr eingenommen von ihren Vorurteilen und ich wurde nicht so recht warm mit ihr, ich war ihr sogar etwas abgeneigt. Dafür war die Entwicklung, die sie durchlebt hat, umso schöner. Mit der Zeit werden andere Ansichten beleuchtet und auch die Protagonistin merkt, dass die Wirklichkeit oftmals ganz anders ist.



Auch wenn ich die Geschichte als etwas ruhig empfunden habe, habe ich sie sehr lieb gewonnen. Die Welt ist sehr ausgereift und lädt zum Abtauchen ein. Mit eine Vielzahl an magischen Völkern und einer gewissen Detailverliebtheit erschuf die Autorin eine wunderbare Leseatmosphäre. Dennoch ist mit dem Handlungsort - einer gemischten Universität - ein Knotenpunkt für Konflikte unter den verschiedenen Spezies garantiert, was mich persönlich sehr fasziniert hat. Dennoch muss ich gestehen, dass die Protagonistin mir zu Beginn sehr missfallen hat, da sie sehr voreingenommen war, sich aber mit der Zeit gebessert hat.