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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2017

Gewohnt gut, äußerst spannend, nur kleinere Schwächen

Origin
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Robert Langdon ist zu Gast in Spanien. Edmond Kirsch, einer seiner ehemaligen Studenten, hat ihn und zahlreiche andere ausgewählte Personen zu einer Präsentation eingeladen, die - und davon ist er überzeugt ...

Robert Langdon ist zu Gast in Spanien. Edmond Kirsch, einer seiner ehemaligen Studenten, hat ihn und zahlreiche andere ausgewählte Personen zu einer Präsentation eingeladen, die - und davon ist er überzeugt - die Welt und insbesondere die Religionen verändern wird.
Dass davon nicht jeder begeistert ist, liegt auf der Hand, so verläuft auch die Präsentation nicht reibungslos.
Schließlich ist es an Langdon, zu recherchieren. Tatkräftige Unterstützung erhält er dabei von einer künstlichen Intelligenz sowie der Direktorin des Museums, in dem Kirsch seine Präsentation gehalten hat.

Mir hat das Buch ziemlich gut gefallen, wozu vor allem der aus meiner Sicht sehr gelungene Spannungsbogen von Anfang bis Ende sowie die zahlreichen anschaulichen Darstellungen historischer Gebäude beigetragen haben.
Selbstverständlich findet man auch in diesem Buch das Spannungsfeld von kirchlichem Glauben und Wissenschaft sowie Symbole und Rätsel, wie man es von den Büchern um Langdon gewohnt ist.
Als spannend empfunden habe ich außerdem die Darstellung der künstlichen Intelligenz, welche aus meiner Sicht eine Bereicherung für das Buch darstellt.
Bemerkenswert ist auch, dass es Dan Brown gelingt, zahlreiche sich abwechselnde Perspektiven zu verwenden, ohne dass man als Leser dabei den Überblick verliert.

Auf der negativen Seite muss ich anmerken, dass Kirschs Entdeckung mich eher kalt gelassen und keineswegs überrumpelt hat. Natürlich kann man nicht erwarten, dass es sich um eine bahnbrechende Neuigkeit handelt, da es schließlich nur Fiktion ist, aber durch die zahlreichen Ankündigungen durch Kirsch kann man eine gewisse Erwartungshaltung nur schwer vermeiden.
Ferner gibt es die ein oder andere Stelle, welche nicht sonderlich realistisch ist und zum Teil auch einfacher gelöst werden könnte.
Auch hatte ich den Eindruck, dass Origin etwas weniger Rätsel enthält als andere Bücher der Reihe. Dies hat mich allerdings weniger gestört, da ich das Buch auch so als abwechslungsreich empfunden habe.

Insgesamt erachte ich das Buch als durchaus lesenswert. Aufgrund der gelungenen Spannungskurve fliegen die Seiten nur so dahin und die Stärken des Buches lassen die Schwächen nebensächlich erscheinen.
Ich kann das Buch daher jedem empfehlen, dem die anderen Bücher der Reihe gefallen haben und/oder der sich für die Themen Glauben und Wissenschaft interessiert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Tempo
  • Atmosphäre
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 15.09.2016

Bietet Abwechslung zu herkömmlichen Liebesromanen

Glück ist, wenn man trotzdem liebt
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Isabelles Leben verläuft geordnet, folgt einem festen Plan. Veränderungen sind absolut nicht ihr Fall, doch der Blumenladen, in dem sie arbeitet, wirft immer weniger Gewinn ab und ihr Lieblingsrestaurant, ...

Isabelles Leben verläuft geordnet, folgt einem festen Plan. Veränderungen sind absolut nicht ihr Fall, doch der Blumenladen, in dem sie arbeitet, wirft immer weniger Gewinn ab und ihr Lieblingsrestaurant, wo sie seit Jahren Nudelsuppe ist, schließt. Daher ist sie gezwungen, ein neues Restaurant aufzusuchen, dessen Koch sich jedoch vehement weigert, Isas Sonderwünsche umzusetzen. Neben diesem und seiner Tochter mischen ferner auch ihre umziehenden Freunde sowie ein Insolvenzanwalt Isas Leben auf und wirbeln es ordentlich durcheinander ...

Vor "Glück ist, wenn man trotzdem liebt" wurden bereits zwei weitere Bücher der Autorin veröffentlicht, welche mir beide sehr gut gefallen haben. Daher habe ich auch von diesem Buch einiges erwartet - und durchaus bekommen, weswegen das Buch meines Erachtens mit seinen Vorgängern definitiv mithalten kann: Gelungene, authentische Dialoge, Situationskomik, ein paar überraschende Wendungen und liebenswerte, sich entwickelnde Charaktere.
Zwar erschienen mir persönlich die ersten Seiten etwas zu klischeehaft und teilweise hätte ich die Protagonistin aufgrund mancher Entscheidungen schütteln können, aber aufgrund oben genannter positiver Aspekte sowie der Tatsache, dass dieser Roman durch Schauplätze, Charaktere etc. kein gewöhnlicher Liebesroman ist, treten diese wenig gewichtigen Kritikpunkte klar in den Hintergrund.
Insgesamt handelt es sich bei "Glück ist, wenn man trotzdem liebt" also um einen gelungenen Liebesroman, der hervorragend geeignet ist, wenn man ein wenig Abwechslung von herkömmlichen Liebesromanen sucht.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein interessanter Genre-Mix

Wenn du mich siehst
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Für Maria fühlt es sich an, als wäre ihr schlimmster Alptraum wahr geworden: Mitten in der Nacht hat ihr Auto eine Reifenpanne, es regnet in Strömen, der Ersatzreifen ist furchtbar schwer und dann hält ...

Für Maria fühlt es sich an, als wäre ihr schlimmster Alptraum wahr geworden: Mitten in der Nacht hat ihr Auto eine Reifenpanne, es regnet in Strömen, der Ersatzreifen ist furchtbar schwer und dann hält auch noch ein Auto an, aus dem ein Typ aussteigt, dessen Äußeres nichts Gutes verheißt.
Doch entgegen ihrer Erwartungen will Colin ihr tatsächlich nur helfen.
Später sorgt Marias Schwester Serena, die gemeinsam mit Colin studiert, für ein erneutes Treffen. Dabei kommen sich der frühere Schlägertyp und noch immer vom Kampfsport begeisterte Colin und die ehemalige Staatsanwältin sowie Einwanderertochter Maria näher.
Eigentlich hat letztere damit schon genug Sorgen - denn Colin ist äußerst ehrlich und gibt damit nicht nur seine besten Seiten preis -, doch zusätzlich lässt ein Stalker ihr keine Ruhe.

"Wenn du mich siehst" ist nach "Mit dir an meiner Seite" erst das zweite Buch von Nicholas Sparks, welches ich gelesen habe. Daher kann ich nicht beurteilen, inwiefern dieses Buch besser oder schlechter ist als man es von dem Autor gewohnt ist.

Bezüglich des Anfangs muss ich sagen, dass schon der Prolog Spannung aufgebaut hat, es aber dennoch einige Seiten dauerte, bis ich in die Geschichte hinein gefunden habe. Doch sobald dies geschehen war, fiel es unheimlich schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Dies war wohl auch der Tatsache geschuldet, dass die Spannung gegenüber der Liebesgeschichte insgesamt im Vordergrund steht. Natürlich fehlt letztere nicht gänzlich; stattdessen überwiegt sie zu Beginn und man kann als Leser mehrere Kapitel lang die Protagonisten kennenlernen. Nichtsdestotrotz sollte man sich bewusst sein, dass es sich bei "Wenn du mich siehst" nicht um einen reinen Liebesroman handelt, da man sonst sehr wahrscheinlich eher enttäuscht wird.

Überzeugt hat mich das Buch vor allem aufgrund des angenehmen Schreibstils sowie der liebevoll gestalteten Charaktere. Neben den Protagonisten sind da insbesondere Lilly und Evan, ein mit Colin befreundetes Pärchen, das zuweilen fast Ersatzeltern ähnelt, Serena, die sich gern auf Instagram über ihre Schwester lustig macht sowie Margolis, der nur darauf wartet, dass Colin ein weiterer, folgenschwerer Fehltritt unterläuft.

Neben der Anlaufzeit am Anfang kann ich auf der negativen Seite lediglich vermerken, dass ein bis zwei mal erst spät kombiniert wurde, sodass das, was für den Leser längst offensichtlich war, den Protagonisten erst mehrere Seiten später bewusst geworden ist.
Auch das Ende entsprach nicht meinem Geschmack, aber um nicht zu spoilern, werde ich nicht näher darauf eingehen.

Insgesamt hat mir das Buch also ziemlich gut gefallen und wird hoffentlich nicht das letzte Buch des Autors sein, das ich lese.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, den die Kombination aus Spannung und Liebesgeschichte reizt und dem Nicholas Sparks´ Schreibstil zusagt.