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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2018

Im Schatten der Zypressen

Im Schatten der Zypressen
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Die Schriftstellerin Alexandra Hüttenstätter wird beim Einkaufen entführt. Bald melden sich die Entführer und fordern für ihre Freilassung einen Austausch mit Alexandras Exfreund Angelo, einem bekannten ...

Die Schriftstellerin Alexandra Hüttenstätter wird beim Einkaufen entführt. Bald melden sich die Entführer und fordern für ihre Freilassung einen Austausch mit Alexandras Exfreund Angelo, einem bekannten Kunstfälscher. Alexandra gelingt allerdings vor dem Austausch die Flucht. Sie beginnt gemeinsam mit Angelo und Kommissar Medeot nach den Entführern zu suchen. Dabei kommen sie nicht nur der Schattenwelt der italienischen Kunstszene sondern auch einem Phantom au die Spur.

Andrea Süssenbachers Schreibstil ist fesselnd und flüssig. Als Leser kann man sofort in die Handlung einsteigen und ihr ohne Probleme bis zum Ende folgen. Besonders gelungen finde ich, dass die Autorin in ihrem Kriminalroman komplett auf brutale und blutige Beschreibungen verzichtet. Dennoch leiden die Spannung und der Lesefluss in keinster Weise darunter. Ganz im Gegenteil konnte Andrea Süssenbacher mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und mitreißen. Dies lag nicht zuletzt an einigen sehr gelungenen und unerwarteten Wendungen. Die Autorin kann unnötige Wiederholungen und Längen komplett vermeiden, was das Buch sehr kurzweilig erscheinen lässt. Dadurch fiel es mir schwer den Kriminalroman aus der Hand zu legen.

Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende. Mir persönlich war es zum Teil etwas zu holprig und schnell. Ich hätte mir zu einigen Punkten eine genauere Erklärung gewünscht. Zudem blieben mir persönlich zu viele Fragen offen.

Die einzelnen Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben. Als Leser kann man schnell Sympathie oder Antipathie für die Charaktere entwickeln. Vor allem Alexandra und Angelo konnten mich erneut überzeugen.

„Im Schatten der Zypressen“ ist bereits der zweite Teil rund um Alexandra und Angelo. Ich kenne bereits den wirklich gelungenen Vorgänger und finde, dass der aktuelle teil diesem in nichts nachsteht. Ich denke, dass es für das Verständnis der Handlung allerdings nicht notwendig ist den Vorgänger zu kennen. Ich hoffe auf einen weiteren Teil der Reihe und werde auch in Zukunft gerne Bücher der Autorin lesen.

FAZIT:
„Im Schatten der Zypressen“ ist ein wirklich gelungener Kriminalroman, der sowohl durch eine fesselnde Handlung und liebenswerte Protagonisten sowie einigen unerwarteten Wendungen überzeugen kann. Einzig das Ende und ein Teil der Auflösung des Falls konnten mich nicht komplett überzeugen. Daher vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 10.04.2018

zu nah

Zu nah
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Eine sehr bekannte und angesehene Wissenschaftlerin wird erhängt in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Die leitende Ermittlerin Frankie Sheehan denkt, dass die Tote ermordet wurde und findet Hinweise, die ...

Eine sehr bekannte und angesehene Wissenschaftlerin wird erhängt in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Die leitende Ermittlerin Frankie Sheehan denkt, dass die Tote ermordet wurde und findet Hinweise, die darauf hindeuten, dass die Wissenschaftlerin kurz vor ihrem Tod nicht alleine war. Als eine weitere Leiche einer Frau gefunden wird beginnt für die Polizei ein Wettlauf gegen die Zeit.



Olivia Kiernans ist es mit ihrem fesselnden und flüssigen Schreibstil gelungen einen wirklich lesenswerten Thriller zu verfassen. Die Handlung ist sehr logisch und gut durchdacht. Anfangs hatte ich Probleme in die Handlung einzusteigen, dies hat sich allerdings bereits nach wenigen Kapiteln gelegt. Von da an konnte ich der restlichen Handlung problemlos folgen. Die Autorin kann schnell Spannung aufbauen und durch geschickte Wendungen bis zum Ende aufrecht erhalten. Als Leser kann man sehr lange miträtseln wer der Täter ist, da immer wieder falsche Spuren gelegt werden. Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende. Es wirkte auf mich sehr abrupt und abgehackt.



Die einzelnen Charaktere sind sehr authentisch beschrieben. Als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Vor allem Frankie Sheehan war mir wirklich sympathisch, wodurch ich die gesamte Handlung über mit ihr mitfiebern konnte.



„Zu nah“ ist mein erstes Buch der Autorin. Da mich die Handlung fesseln, die Protagonisten überzeugen konnten und der Schreibstil sehr flüssig war, werde ich auch in Zukunft gerne zu Büchern von Olivia Kiernan greifen.



FAZIT:

„Zu nah“ ist ein gelungener Thriller, der schnell Spannung aufbauen und diese bis zum Ende aufrecht erhalten kann. Leider konnte mich das Ende nicht komplett überzeugen, daher vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 10.04.2018

Friesenguru

Friesenguru
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Reent Reents, seines Zeichens Hafendetektiv, wird von einer besorgten Mutter beauftragt deren Tochter Sassi zu finden. Die Mutter vermutet ihre Tochter in den Händen der Sekte „Ebbe und Flut“. Anfangs ...

Reent Reents, seines Zeichens Hafendetektiv, wird von einer besorgten Mutter beauftragt deren Tochter Sassi zu finden. Die Mutter vermutet ihre Tochter in den Händen der Sekte „Ebbe und Flut“. Anfangs ziert sich Reent, nimmt aber letzendlich den Fall an. Als er sich bei der Sekte umsieht entdeckt er eine Leiche im Pool, die aber kurz darauf spurlos verschwindet. Reent Reents und sein bunt gemischtes Team beginnen undercover in der Sekte zu ermitteln und versuchen sowohl die vermisste Frau zu finden als auch den vermeintlichen Mord zu lösen.

Olaf Büttner ist es erneut mit seinen außergewöhnlichen Schreibstil gelungen und spannenden und humorvollen Kriminalroman zu verfassen. Die Spannung kann zwar nicht gleich zu Beginn aufgebaut werden, aber dies ist aufgrund der flüssigen und humorvollen Handlung nicht schlimm, da das Buch dennoch sehr kurzweilig erscheint. Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch angeordnet, wodurch sich unnötige Längen und Wiederholungen komplett vermeiden lassen.

Wie auch schon im Vorgänger finden sich im Buch immer wieder Aussagen von Reent Reents innerer Stimme, die sich häufig in das Geschehen einmischt. Da diese in Kursivschrift hervorgehoben ist, beeinträchtigt sie in keinster Weise den Lesefluss. Ganz im Gegenteil brachten mich die Aussagen und Reents Reaktionen darauf immer wieder zum Schmunzeln. Reent Reents ist ziemlich verplant und chaotisch. Dass er seine Gedankengänge häufig nicht richtig ordnen kann, findet sich auch im Buch wieder. Alles in allem schafft es Olaf Büttner eine gelungene Mischung aus Reents chaotischer Art und der neunmalklugen inneren Stimme zu verfassen.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und zum Teil sehr liebenswürdig. Als Leser kann man schnell Sympathie oder Antipathie entwickeln und mit Reent und seiner Stimme mitermitteln. Ubbo wirkt besonders authentisch, da er im Dialekt spricht. Mir persönlich war dies zum Teil allerdings etwas zu viel Dialekt, was sowohl mein Verständnis als auch meinen Lesefluss hin und wieder etwas beeinträchtigt hat.

„Friesenguru“ ist bereits der zweite Teil rund um Reent, die Stimme und Ricky. Das aktuelle Buch steht seinem Vorgänger in nichts nach und hat mir erneut sehr gut gefallen. Allerdings ist es für das Verständnis des aktuellen Buches nicht notwendig den Vorgänger zu kennen. Auch ohne dieses Vorwissen kann ein Leser sofort in die Handlung einsteigen und ihr problemlos bis zum Ende folgen. Ich hoffe auf weitere Fälle für Reent und seine Chaos-Truppe!

FAZIT:
„Friesenguru“ ist erneut ein wirklich gelungener Kriminalroman, der vor allem durch einen äußerst sympathischen Ermittler überzeugen kann. Die ausgefallene Schreibweise macht das Buch zusätzlich sehr lesenswert. Da die Spannung leider nicht von Anfang an aufgebaut wird und ich hin und wieder Probleme mit Ubbos Dialekt hatte, vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 08.04.2018

Dominotod

Dominotod
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In einem Wald in Nordschweden wird die Leiche eines Arztes gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass der Tote mehrere Tage gefangen gehalten und gefoltert wurde. Zudem ist ein Arbeitskollege des toten ...

In einem Wald in Nordschweden wird die Leiche eines Arztes gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass der Tote mehrere Tage gefangen gehalten und gefoltert wurde. Zudem ist ein Arbeitskollege des toten Arztes spurlos verschwunden. Nur sein Namensschild und ein Dominostein deuten auf eine Entführung durch denselben Täter hin. Die Ermittlerin Nathalie Svensson findet heraus, dass ihre Schwester den Vermissten als Letzte gesehen hat. Steckt sie hinter den Taten?

Jonas Moström hat einen lesenswerten und gelungenen Kriminalroman verfasst, der nicht zuletzt durch seinen bildlichen Schreibstil überzeugen kann. Der Autor schafft es die Spannung kontinuierlich aufzubauen und beinahe durchgehend aufrecht zu erhalten. Im Buch findet sich die ein oder andere geschickt eingearbeitete Wendung, die den Leser immer wieder auf eine falsche Spur bringen. Das Ende und die Auflösung waren mir persönlich leider etwas zu vorhersehbar. Der Autor schafft es zudem unnötige Wiederholungen und Längen komplett zu vermeiden.

Besonders gelungen finde ich, dass der Autor auf blutige und grausige Szenen beinahe komplett verzichtet aber dennoch die Spannung aufrechterhalten kann.

Die einzelnen Protagonisten sind Großteils sehr authentisch beschrieben, wodurch sich der Leser schnell ein Bild machen und Sympathie, beziehungsweise Antipathie entwickeln kann. Etwas gestört hat mich, dass immer wieder Bezug auf den Vorgängerband genommen wird. Dies beeinträchtigt den Lesefluss allerdings nicht.

„Dominotod“ ist bereits der zweite Teil rund um Nathalie Svenson. Ich kannte den Vorgänger nicht und hatte dennoch keine Probleme in die Handlung einzusteigen. Ich konnte ihr ohne Probleme bis zum Ende folgen und werde auch in Zukunft gerne zu Büchern des Autors geifen.

FAZIT:
„Dominotod“ ist ein gelungener Kriminalroman, der mich im Großen und Ganzen überzeugen konnte. Allerdings war mir persönlich die Auflösung etwas zu offensichtlich und vorhersehbar. Aus diesem Grund vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 04.04.2018

Spreewaldrache

Spreewaldrache (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 3)
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Ein junger Mann wird schwer verletzt auf einer Spreewald Insel entdeckt. Obwohl es Anfangs nicht danach aussieht überlebt er knapp. Kurze Zeit später wird ein toter Obdachloser aufgefunden. Alle Indizien ...

Ein junger Mann wird schwer verletzt auf einer Spreewald Insel entdeckt. Obwohl es Anfangs nicht danach aussieht überlebt er knapp. Kurze Zeit später wird ein toter Obdachloser aufgefunden. Alle Indizien deuten darauf hin, dass die beiden Fälle zusammenhängen, obwohl es keine offensichtliche Verbindung zwischen den beiden Opfern gibt. Die Polizistin Klaudia Wagner beginnt in dem Fall zu ermitteln und eckt Erschreckendes auf: Eine alte Fehde zwischen den Fährleuten von Lübbenau führte schon zwanzig Jahre zuvor zu einem tödlichen Unfall. Da der Streit erneut aus den Rudern zu laufen droht muss Klaudia ihre Ermittlungen rasch voran treiben.

Christiane Dieckerhoff ist es mit einem wirklich bildlichen Schreibstil und einer sehr durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Die Autorin schafft es die Spannung schnell aufzubauen und durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Allerdings hat mich das Ende sehr unzufrieden zurück gelassen. Ich persönlich finde dieses im Gegensatz zur restlichen Handlung nicht wirklich authentisch und gelungen. Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut und erzeugen keine unnötigen Längen. Zudem kann die Autorin Wiederholungen komplett vermeiden.

„Spreewaldrache“ ist bereits der dritte Teil rund um aus der Reihe. Auch ohne die vorherigen Teile zu kennen, kann der aktuelle Teil meiner Ansicht nach gelesen werden. Ich kannte bereits beide Vorgänger und konnte auch beim aktuellen Band sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen.

Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, was zur Folge hat, dass sie einem schnell mal mehr mal weniger sympathisch werden und der Leser mit ihnen mitzufiebern beginnt. Vor allem die Polizistin Klaudia konnte mich, wie auch schon in den vorherigen Büchern, komplett überzeugen. Besonders gelungen finde ich die Beschreibungen und Darstellungen der Atmosphäre im Spreewald. Stellenweise fühlte ich mich direkt dorthin versetzt.

„Spreewaldrache“ ist bereits der dritte Teil rund um die Polizistin Klaudia Wagner. Mir persönlich haben die Vorgänger etwas besser gefallen, dennoch ist der aktuelle Teil ebenfalls spannend und fesselnd. Auch in Zukunft werde ich gerne zu Büchern der Autorin greifen und würde mich freuen, falls Klaudia in einem neuen Fall ermittelt.

FAZIT:
„Spreewaldrache“ ist ein gelungener und lesenswerter Kriminalroman, der sowohl durch eine spannende Handlung als auch liebenswerte Charaktere überzeugen kann. Da ich persönlich mit dem Ende sehr unzufrieden bin und mir die Vorgänger etwas besser gefallen, vergebe ich 4 Sterne!