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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2018

Ein Spiel von Lügen und Intrigen

Das Mätressenspiel
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Helena von Minnigerode ist im heiratsfähigen Alter und schon einem jungen Mann versprochen. Doch als ihr Bruder stirbt und damit alle Rechte am Gut und den Ländereien auf Helenas Onkel übergehen, nimmt ...

Helena von Minnigerode ist im heiratsfähigen Alter und schon einem jungen Mann versprochen. Doch als ihr Bruder stirbt und damit alle Rechte am Gut und den Ländereien auf Helenas Onkel übergehen, nimmt die Familie von Adrian das Verlobungsangebot zurück.
Um ihre Mutter und ihre kleinen Schwestern vor Armut zu bewahren, muss Helena schnellstmöglich einen wohlhabenden Mann finden, der bereit ist, sie zu heiraten. Und wo fände man so einen besser, als am Hof der Herzogin.

Mutig und mit einem beflügelnden Charme stürzt sie sich ins Geschehen am Hof und wird Teil von Intrigen und Lügen – wo ihr so etwas doch gar nicht liegt. Viel lieber würde sie etwas bescheidener leben, dafür mit einem Mann an ihrer Seite, der sie liebt und den sie liebt.

Martha Sophie Marcus hat es geschafft, mich mitten ins 17. Jahrhundert hineinzuziehen. Ich konnte mir jede gepuderte Perrücke, jeden in Form geschnittenen Strauch und jedes Festmahl genau vorstellen, als wäre ich selbst dabei gewesen. Helena war zudem so eine tolle Person, mit der ich sehr mitgefiebert habe.

Ich hoffe auf weitere mitreißende historische Romane von dieser wundervollen Autorin.

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Veröffentlicht am 07.06.2018

Ein historischer Roman, der mich komplett in seinen Bann gezogen hat

Victorian Rebels - Mein schwarzes Herz
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„Liebe und Angst sind die stärksten Gefühle, die das Menschenherz kennt.“
Bei diesem Buch handelt es sich um einen historischen Liebesroman mit erotischen Einflüssen (die bei LYX einfach dazugehören), ...

„Liebe und Angst sind die stärksten Gefühle, die das Menschenherz kennt.“
Bei diesem Buch handelt es sich um einen historischen Liebesroman mit erotischen Einflüssen (die bei LYX einfach dazugehören), was ich auf den ersten Blick dem Cover nicht entnehmen konnte.

Zu Anfang des Buches lernt man Dougan Mackenzie und Farah Leig kennen, die zu diesem Zeitpunkt 11 und 8 Jahre alt sind und sich im Waisenhaus Applecross begegnen. Dort verbringen sie 2 Jahre sehr eng miteinander und schwören sich immer währende Liebe. Doch das Schicksal trennt die beiden.
17 Jahre später arbeitet Farah als Sekretärin bei Scotland Yard. Chief Inspektor Carlton Morley ist es gerade gelungen, den berühmtberüchtigten und mächtigsten Verbrecher der Stadt einzufangen – Dorian Blackwell, genannt das schwarze Herz von Ben More, zu dem Farah sich unerklärlicher Weise hingezogen fühlt.

Kerrigan Byrnes Schreibstil hat mich aber der ersten Seite fasziniert und komplett in die Szenerie hineingezogen. Die erotischen Szenen empfand ich als authentisch, jedoch hätte ich sie für die Handlung nicht unbedingt gebraucht, da es auch so sehr spannend war.

Farahs Geschichte wird in diesem Buch „abgeschlossen“. Von Victorian Rebels wird es aber noch 2 weitere Bände geben, deren Protagonisten Personen sind, die man in Band 1 am Rande schon kennenlernt.

Ich liebe historische Romane, vor allem, wenn sie in den Highlands spielen. Vieles hat mich auch an die Outlander-Saga erinnert.
Die Leserunde bei der Lesejury hat unglaublich viel Spaß gemacht, weil die Handlung sehr viel Raum für Spekulationen bot. Ich freue mich daher schon jetzt auf die Folgebände und kann es kaum erwarten, bis diese erscheinen.

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Veröffentlicht am 12.05.2018

Erschreckend, aufklärend und absolut wahr.

Die Rotzlöffel-Republik
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Der Titel „Die Rotzlöffel-Republik“ hat mich sofort angesprochen, denn wer kennt sie nicht? Die quengelnden Kinder im Supermarkt und die Muttis die danebenstehen und seelenruhig auf das Kind einreden „Na ...

Der Titel „Die Rotzlöffel-Republik“ hat mich sofort angesprochen, denn wer kennt sie nicht? Die quengelnden Kinder im Supermarkt und die Muttis die danebenstehen und seelenruhig auf das Kind einreden „Na Charlotte, was möchtest du lieber? Pastinaken oder Quinoa?“
Dass es in unserer Gesellschaft einige Bewegungen/Veränderungen gibt, merkt man nicht nur in der Politik und Wirtschaft. Schon im Kindergarten geht es los. Das ist schließlich eine prägende Zeit.
Kinder lernen in den ersten Jahren sehr viel – vor allem auch, was Wertevorstellungen betrifft. Dass da die Eltern eine große Verantwortung haben, ist einigen wohl nicht (mehr) bewusst …

„Kindergärtnerin sagt heute allerdings fast niemand mehr, dafür ist meistens von Erzieherinnen die Rede […].Das ist zum einen sinnvoll, weil es eben die gängige Bezeichnung ist, zum anderen kommt damit aber auch sprachlich bereits gut zum Ausdruck, dass immer mehr Eltern heute ihre Verantwortung als Erziehende mehr oder weniger an uns abgegeben haben.“ (Zitat: Die Rotzlöffel-Republik, Ecowin, Susanne Schnieder, Tanja Leitsch, Carsten Tergast)

Zwei Frauen erzählen aus ihrem Arbeitsalltag in KiTas, beschreiben, was sich dort zuträgt und welche Verhaltensweisen bei Kindern zu beobachten sind.

„Kitas stehen im Zentrum der öffentlichen Diskussion um frühkindliche Bildung und Betreuung. Letzteres trifft leider nicht zu. Denn Personal, das sind Menschen. Und Menschen haben zwei Nachteile: sie haben eine Meinung und sie kosten Geld. Aus diesem Grund versucht man, möglichst viele Betreuungseinrichtungen mit möglichst wenig Personal zu führen und dem vorhandenen Personal so viele Pistolen auf die Brust zu setzen, dass eine sinnvolle Kita-Arbeit fast nicht mehr möglich ist.“ (Zitat: Die Rotzlöffel-Republik, Ecowin, Susanne Schnieder, Tanja Leitsch, Carsten Tergast)

Ich persönlich finde, dass Kindererziehung unglaublich wichtig ist und wer dafür keine Zeit und Mühe aufwenden möchte, sollte sich wirklich überlegen, ob ein Kind dann das Richtige ist. So hart das auch klingen mag …
Kindererziehung ist nicht damit getan, das Kind per Glotze und Smartphone ruhig zu stellen … es geht um vieles mehr. Das Kind soll sich entwickeln, es soll toben dürfen, aber auch lernen, sich zu benehmen etc. Einem 3-jährigen Kind die Entscheidung zu überlassen, was Mutti kochen und was angezogen werden soll ist eher weniger sinnvoll.

“ […]diese Art der Individualpädagogikg […] die allerdings genauso schnell wieder abgeschafft worden war, da die Amerikaner nach einer relativ kurzen Zeit des Ausprobierens merkten, dass die Möglichkeit für Kinder, jederzeit tun und lassen zu können, was sie wollen, zu keiner guten gesellschaftlichen Entwicklung führte.“ (Zitat: Die Rotzlöffel-Republik, Ecowin, Susanne Schnieder, Tanja Leitsch, Carsten Tergast)

Im Arbeitsalltag begegnen mir schon ausreichend Arschlöcher, Tyrannen, Choleriker und Narzissten. Da müssen wir doch nicht direkt die nächste Generation von sich selbst überschätzenden Nichtstuern großziehen.

„Die Zwei- oder Dreijährigen können das natürlich noch nicht reflektieren, sie reagieren nur so, wie es ihnen von ihrem Umfeld vorgegeben wird. Leider werden sich auf diese Weise jedoch eine ganze Menge Nervenzellen nicht bilden, die dafür zuständig sind, dass dieser Mensch als Erwachsener auf angemessene Weise mit seinen Mitmenschen umgeht. Da sind sowohl der Egoismus wie auch eine verringerte Leistungsfähigkeit aufgrund des Nichteinhaltens von Widerspruch vorprogrammiert, wenn nicht im weiteren Verlauf der Kindheit Menschen da sind, die diese Kinder ihre Grenzen spüren lassen.“ (Zitat: Die Rotzlöffel-Republik, Ecowin, Susanne Schnieder, Tanja Leitsch, Carsten Tergast)

Viel wichtiger sind mutige Menschen mit positiven Eigenschaften wie Mitleid, Herzensgüte, Ideenreichtum … wir brauchen schließlich tolle Führungskräfte, mit denen man gerne arbeitet, die einen fördern und ermutigen; mutige Politiker, die etwas bewegen und nicht nur auf ihren eigenen Vorteil aus sind. Und wir sollten anfangen, andere Menschen zu schätzen, die ihre Arbeit gut machen –> vor allem in den Pflege- und Dienstleistungsberufen. Auf diese sind wir schließlich alle angewiesen.
Jeder sollte wertgeschätzt werden, der auf der Arbeit sein bestes gibt, sich in der Gesellschaft einbringt und unsere Kinder sollten Kind sein dürfen und von den Eltern wichtige Werte vermittelt bekommen.
Die im Buch aufgeführten Beispiele klingen im ersten Moment urkomisch und haben mich sehr amüsiert … aber es ist eine schreckliche Wahrheit und daher überhaupt nicht zum Lachen.

„Das sind nur ein paar Beispiele dafür, dass wir alle bereits heute erahnen können, was in den kommenden Jahren auf uns zukommt. Wir haben es mit einer stetigen Abnahme des Anteils an normal funktionierenden Familien zu tun, dafür auf der anderen Seite mit immer absurderen und bedrohlicheren Szenarien, in denen deutlich wird, dass einem steigenden Anteil an Menschen Gesellschaftsfähigkeit weitestgehend abgeht.“ (Zitat: Die Rotzlöffel-Republik, Ecowin, Susanne Schnieder, Tanja Leitsch, Carsten Tergast)

Veröffentlicht am 14.04.2018

Band 3 der sieben Schwestern Reihe

Die Schattenschwester
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Cover:
Auf dem Cover des dritten Bandes ist ein typisches englisches Landhaus abgebildet. Am Himmel bewegen sich zwar einige Wolken, doch die Sonne zeigt sich dazwischen, was perfekt die Stimmung der Handlung ...

Cover:
Auf dem Cover des dritten Bandes ist ein typisches englisches Landhaus abgebildet. Am Himmel bewegen sich zwar einige Wolken, doch die Sonne zeigt sich dazwischen, was perfekt die Stimmung der Handlung wiederspiegelt.

Durchreiste Länder:
Schweiz, Norwegen, England

Asterope – Star
Von den ersten beiden Teilen war ich restlos begeistert. Star ist von der Persönlichkeit nun ganz anders, als Maia und Ally. Asterope, genannt Star, ist sehr ruhig und macht sich über vieles Gedanken. Gleichzeitig fühlt man sich in ihrer Gegenwart total wohl. Zudem hat sie 3 Eigenschaften, die ich sehr an ihr schätze: sie liebt Literatur, sie kocht leidenschaftlich gerne und sie hat eine Vorliebe für Gärten.
Star und CeCe sind wie Zwillingsschwestern. Sie haben eine sehr enge Verbindung und gehen kaum ohne die andere aus dem Haus. Da Star wenig spricht, kommunizieren sie schon seit ihrer Kindheit auch in Gebärdensprache.
Als PaSalt noch lebte und sie noch in Atlantis wohnte, hat sie sich mit ihm um die Gartenanlage gekümmert.
Auch ihr hinterlässt er nach seinem Tod einen Brief mit Hinweisen zu ihrer Herkunft.
Als sie beginnt, in dem Buchladen zu arbeiten, den sie über die Informationen von PaSalt findet, ahnt sie noch nicht, dass sie bald alle ihre Talente einbringen muss.

Gemeinsam mit Orlando, dem Buchhändler, und dessen Bruder, der von allen Mouse genannt wird, recherchiert sie, um mehr über ihre Vergangenheit und Herkunft herauszufinden.

Dass in diesem Buch die Thematik der Gebärdensprache eine Rolle spielt, fand ich äußerst faszinierend. Die Tage, die Star auf dem Landsitz High Weald verbringt, waren sehr inspirierend. Habe richtig Lust bekommen, einen Urlaub in Großbritannien zu machen und für ein paar Tage in einem engliscchen Landhaus zu wohnen, zum Kochen Früchte aus dem Garten zu verwenden und in einem großen Himmelbett auszuschlafen.

Veröffentlicht am 16.02.2018

Jugendfantasy mit einem Schuss Romantik

Silberschwingen 1: Silberschwingen
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Thorn ist ein junges Mädchen, das bald 16 wird und mit ihren Freundinnen kurz davor steht, die Schulmeisterschaft im Staffellauf zu gewinnen. Doch dann verändert sich alles.
Ohne ersichtlichen Grund bekommt ...

Thorn ist ein junges Mädchen, das bald 16 wird und mit ihren Freundinnen kurz davor steht, die Schulmeisterschaft im Staffellauf zu gewinnen. Doch dann verändert sich alles.
Ohne ersichtlichen Grund bekommt sie Rückenschmerzen – so schlimm, dass sie es kaum aushalten kann.
Ganz unerwartet kommt ihr Riley zur Hilfe – der Anführer der „Shades“ – wie sie sich selbst nennen. Ein Gruppe möchtegerncooler Jungs, die mit Thorn zur Schule gehen.
Dabei stellt sich heraus, dass Thorn kein Mensch ist, sondern zur Hälfte eine Silberschwinge.
Das widerum ruft den Clan der Silberschwingen auf den Plan – Halbwesen sollte es nämlich nicht geben, bzw. spätestens nach der Geburt getötet werden – und damit Lucien, den Sohn des Clanoberhaupts.

Ich liebe Jugend-Fantasy-Romane und Emily Bolds Schreibstil, den ich schon aus ihren Liebesromanen kenne. Hier kommen also zwei Vorlieben zusammen ?
Ab der Hälfte habe ich das Buch bis zum Schluss an einem Stück gelesen.

Das Cover finde ich von dem, was es an Verbindungen zum Buch birgt toll, aber grafisch irgendwie nicht so ganz ansprechend umgesetzt (sind das ihre Haare oder schon die Schwingenansätze?).

Es war auf jeden Fall sehr spannend, nervenaufreibend und zugleich romantisch. Ich freue mich schon jetzt auf Band 2 und kann diese Reihe Lesern, die Jugend-Fantasy mit einem Schuss Romantik mögen, nur empfehlen.