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Veröffentlicht am 16.04.2018

Eine wunderschöne, Herz erwärmende Geschichte

Der Duft von Flieder
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Eine wunderschöne, Herz erwärmende Geschichte

„Der Hund sah aus wie eine Mischung aus Schäferhund und Beagle, keine besonders attraktive Kombination. Ihm war es egal, ob er hässlich war. Er war ein Hund ...

Eine wunderschöne, Herz erwärmende Geschichte

„Der Hund sah aus wie eine Mischung aus Schäferhund und Beagle, keine besonders attraktive Kombination. Ihm war es egal, ob er hässlich war. Er war ein Hund und ein Hund brauchte einen Menschen. Seine schwarzbraunen Augen ließen Jocie wissen, dass sie dieser Mensch war.“

Jocie Brookes inbrünstige Gebete zu Gott, ihr einen Hund zu schenken, scheinen endlich erhört, als das dreizehnjährige Mädchen aus Hollyhill im Wald auf einen herrenlosen Streuner trifft. Er erobert sofort Jocies Herz. Jocies Vater David ist zwar Herausgeber einer örtlichen Zeitung, predigt jedoch auch in der Baptisten-Gemeinde von Mt. Pleasant. Er steht einer derart deutlichen Gebetserhörung seiner innig geliebten Tochter machtlos gegenüber. Und so zieht ein anhänglicher Vierbeiner namens Zebedäus bei den Brookes ein. Jocie hat jedoch noch ein weiteres Anliegen, einen zweiten Herzenswunsch, den sie ebenfalls täglich im Gebet vor Gott bringt: sie wünscht sich, dass ihre Schwester Tabitha wieder nach Hause zurückkehrt. Tabitha verschwand in jener Nacht, als Adrienne Brooke ihren Ehemann und ihre kleine Tochter Jocie verlassen hatte und dabei auch ihre ältere Tochter mitgenommen hatte. Jocie kann es kaum fassen, als Gott innerhalb kürzester Zeit auch ihr zweites Gebetsanliegen erhört und nur wenig später eine zwanzigjährige hübsche Frau auf der Veranda der Familie auftaucht. Tabitha war nach sieben langen Jahren zurückgekommen, aber ein dunkles Geheimnis scheint sie zu bedrücken. Weder die spontane Herzlichkeit, mit der ihr Vater David die schmerzlich vermisste ältere Tochter wieder in seine Arme zieht, noch die überschwängliche Freude der glückstrahlenden kleinen Schwester scheinen Tabitha wirklich aus der Reserve locken zu können. Sogar die exzentrische Tante Love, die mit David und Jocie unter einem Dach lebt, verzichtet auf ihre üblichen Belehrungen in Form von Bibelzitaten und ist ungewöhnlich schweigsam. Das bislang beschauliche und ruhige Leben der Brookes wird durch diese Ereignisse durcheinandergebracht, nichts scheint mehr, wie es war.

Ann H. Gabhart erzählt im vorliegenden Buch auf charmante und humorvolle Art und Weise die Geschichte der Familie Brooke. Eine Familie, die unter der Gleichgültigkeit und Lieblosigkeit der Mutter sehr gelitten hatte und sich von deren nächtlichen Verschwinden vor sieben Jahren immer noch nicht ganz erholt hat.

Die handelnden Personen dieses Buches sind akribisch und sehr liebenswert gezeichnet, man kann nicht umhin, sich in sie hinein zu versetzen. David Brooke wird als sanfter, gefühlvoller und herzlicher Vater beschrieben, dessen große Berufung das Predigen darstellt. Er betrachtet seine Funktion als Herausgeber der Zeitung „Hollyhill Banner“ als Nebenjob und träumt von einer festen Anstellung als Pastor. Er trägt seinen Kopf aber oftmals in den Wolken oder in der Bibel. Durch den Einzug von Davids alter unverheirateter Tante Lovella wurde der kleinen Jocie nach dem Verlust der Mutter eine Frau zur Seite gestellt, die ihr durch die Lektüre der Bibel und dem Zitieren von Bibelversen in all den Jahren christliche Werte nahegebracht hat. In Wesley Green, einem Angestellten seines Vaters, fand Jocie einen großväterlichen Freund und Seelentröster. Doch sowohl Tante Love, als auch Wes hüten böse Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit, die sie bedrücken und traurig machen. Die Autorin hat neben diesen Hauptpersonen auch noch einige interessante Nebenfiguren geschaffen, die diese Geschichte bereichern.

Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir vermutlich ein falsches Bild von dem angekündigten „Überschlagen von Ereignissen“ gemacht. „Der Duft von Flieder“ ist vielmehr eine ruhige, gemächliche Erzählung, die von liebevollen Details in der Beschreibung von Personen und Handlung lebt. Christliche Werte nehmen einen hohen Stellenwert im Buch ein, die Liebe zwischen den handelnden Personen ist aus den Dialogen deutlich spürbar. Ann H. Gabhart verstand es, einen sehr berührenden Roman zu schreiben, der mir nicht nur ausnehmend gut gefallen hat, sondern den ich auch gerne weiterempfehlen möchte. Leser, die eine sanft dahin plätschernde Handlung schätzen, die niemals oberflächlich wird, sondern neben den humoristischen Szenen auch viel Tiefe aufweist, werden diese Lektüre ebenso genießen, wie es bei mir der Fall war. Ich werde mir den Namen Ann H. Gabhart auf jeden Fall merken und würde sehr gerne weitere Bücher dieser Autorin lesen.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Die Hirten von Bethlehem

Das Gebet der Hirten
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Die Hirten von Bethlehem

„Ein Adler zog am fast wolkenlosen Himmel über ihm seine Kreise. Dieses stolze Lebewesen verherrlichte Gott durch seine Kraft und Anmut. Ja, jedes der Tiere besaß einen einzigartigen ...

Die Hirten von Bethlehem

„Ein Adler zog am fast wolkenlosen Himmel über ihm seine Kreise. Dieses stolze Lebewesen verherrlichte Gott durch seine Kraft und Anmut. Ja, jedes der Tiere besaß einen einzigartigen Platz in der Schöpfung. Im Gegensatz zu ihm. In stillen Momenten wie diesem fühlte sich Anam noch mehr allein und fehl am Platz.“

Bereits der Name des jungen Mannes Anam ist aussagekräftig – er bedeutet „namenlos“. Anam wurde von einem liebevollen Mann namens Micha und seiner Ehefrau Miriam adoptiert, fühlt sich jedoch im Kreise seiner Adoptivgeschwister stets fehl am Platz. Im Alter von dreißig Jahren macht er sich auf die Suche nach seiner Herkunft, als einziger Hinweis dient ihm eine Lammfelldecke, in die er als Baby gewickelt war. In Bethlehem erfährt der junge Mann von der abweisenden Bevölkerung über eine Verkündigung der Geburt des Messias durch zwölf Hirten vor dreißig Jahren, die einen brutalen Massenmord an allen männlichen Babys in Bethlehem zur Folge hatte. Anam findet tatsächlich das Lager der Hirten, und diese erzählen von dieser ganz besonderen Nacht, als ein heller Lichtstrahl vom Himmel zu fallen schien und ein Engel zu ihnen gesprochen hatte. Anam löst durch seine Begegnung mit diesen Hirten nicht nur das Rätsel um seine Herkunft, sie verändert vielmehr sein gesamtes Leben…

Richard M. Barry hat in seiner Weihnachtserzählung die Geschichte der Geburt Jesu auf interessante Art und Weise wieder gegeben. Er bedient sich seines Protagonisten Anam, der durch seine Begegnung mit den Hirten von der lange verheißenen Ankunft des Messias erfahren darf.

Der Autor schildert die Ereignisse in lebendiger Sprache. Die Gedanken des Protagonisten sowie die Dialoge zwischen den handelnden Personen werden in kursiver Schrift wiedergegeben. Das kleinformatige dünne Büchlein findet in jeder Handtasche Platz, neben einem ansprechenden Buchcover wurde auch das Innenleben aufwändig gestaltet. Jedes der insgesamt acht Buchkapitel wird von einem einseitigen Schwarz-Weiß-Foto eingeleitet, das stets das gleiche Motiv zeigt: einen kleinen, unscheinbaren gemauerten Stall mit einem großen Baum davor, der schwarze Nachthimmel übersät mit funkelnden Sternen. Unter jeder in römischen Ziffern geschriebenen Seitenanzahl dieses Buches befindet sich ein kleines Ornament, das jeweilige Kapitel wird in Fettdruck und Schreibschrift angeführt.

Anam ist als Protagonist auf der Suche nach seinen Wurzeln. Im Verlauf von Anams Nachforschungen erfährt der Leser dann auch den richtigen Namen dieses jungen Mannes, der eine bedeutende Rolle unter den ersten Christen einnahm. Alle weiteren handelnden Figuren - die Adoptivfamilie des Anam, die Bewohner von Bethlehem sowie die Hirten - werden nur spärlich charakterisiert und spielen eine untergeordnete Rolle.

Fazit: Bei diesem Büchlein handelt es sich um eine interessante und einnehmende Art, die Weihnachtsgeschichte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Die Lektüre hat mir sehr gut gefallen, ich hätte mir zudem noch viele weitere Seiten und Erzählungen von dem Wirken Jesu gewünscht.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Jede Veränderung beginnt mit einem ersten Schritt

Veränderung - Wenn aus Lebenswenden Neues wächst
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Jede Veränderung beginnt mit einem ersten Schritt

„Wir werden nicht aus dem Netz der Sicherheiten geworfen, damit wir abstürzen, sondern damit wir das Fliegen lernen! Veränderungen sind herausfordernd, ...

Jede Veränderung beginnt mit einem ersten Schritt

„Wir werden nicht aus dem Netz der Sicherheiten geworfen, damit wir abstürzen, sondern damit wir das Fliegen lernen! Veränderungen sind herausfordernd, manchmal hart und unangenehm. Aber sie tragen die Chance in sich weiterzukommen, Neues kennenzulernen und den eigenen Horizont zu erweitern. Äußere und innere Veränderungen bedeuten Wandel, Bewegung, Perspektivenwechsel und vieles mehr. Aber sie können und werden meine Identität als Kind Gottes niemals ändern.“

Wie bereits Buchtitel, Klappentext und die angeführten Zitate aus diesem Buch andeuten ist das zentrale Thema dieses Buches die Veränderung. Christiane Rösel konfrontiert ihre Leser anfangs mit der Frage nach der Identität, die Menschen sich immer wieder stellen. „Wer bin ich – und möchte ich das auch sein?“ Sie rät dazu, neugierig und beweglich zu bleiben und gibt in dieser Abhandlung viel über ihre eigene Person preis. Sie erzählt von den verschiedenen Stationen ihres Lebens und den Gedanken und Gefühlen, die jede Veränderung darin begleitet hatten. Die Autorin spricht offen über positive, aber auch weniger schöne Erfahrungen, stellt Fragen, beleuchtet die verschiedenen Situationen und weist darauf hin, was ihr auf ihrem Lebensweg bislang zu schaffen machte. Sie thematisiert schwierige Entscheidungen und die Ungewissheit, die ein Richtungswechsel im Leben eines Menschen mit sich bringt. Veränderungen prägen – und dies lässt sich aus dem Inhalt dieses Buches auch ganz klar erkennen. Veränderungen als Chance zu betrachten und daran zu wachsen ist unter anderem Inhalt dieses Buches. Christiane Rösel lässt darin auch andere Frauen zu Wort kommen, die von den Veränderungen in ihrem Leben und dem Umgang damit berichten.

Dieses Buch wird durch viele Zitate in kursiver Schrift aufgelockert und ist in einfachem und leicht lesbarem Schreibstil verfasst. Die Botschaft ist jedoch eindringlich und wird von den beteiligten Erzählern authentisch vermittelt: Veränderungen sind nicht immer willkommen, oft sogar unbequem, beinhalten aber durchaus positive Aspekte. Diese zu entdecken, einen vernünftigen Umgang mit Veränderungen zu pflegen und den Lesern Mut zu machen ist Ziel dieses Buches.

„Veränderung“ von Christiane Rösel punktet mit einer schlichten, eleganten Optik. Das Cover beschränkt sich auf einen weißen Hintergrund, Buchtitel und Autorin werden in grünen und schwarzen Lettern angeführt. Die Abbildung eines Baumstumpfes, aus dem ein neuer Ast mit grünen Blättern sprießt, steht im Zentrum. Diese kleine, aber äußerst aussagekräftige Zeichnung ziert viele kursiv gedruckte Zitate und begleitet den Leser durch das ganze Buch hindurch.

Fazit: Ein interessanter, in lebendiger Erzählform verfasster christlicher Ratgeber über das Thema „Veränderung“, leicht verständlich und überzeugend dargestellt. Empfehlenswert!

Veröffentlicht am 16.04.2018

WEIHNACHTEN – Geborgenheit, Licht, Sinn, Wärme, Liebe, Heimat

Weihnachts-Sehnsucht
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WEIHNACHTEN – Geborgenheit, Licht, Sinn, Wärme, Liebe, Heimat

In diesem nur wenig mehr als sechzig Seiten zählenden Büchlein im Kleinformat verleiht Bernhard Meuser seiner tiefen Sehnsucht nach dem „echten ...

WEIHNACHTEN – Geborgenheit, Licht, Sinn, Wärme, Liebe, Heimat

In diesem nur wenig mehr als sechzig Seiten zählenden Büchlein im Kleinformat verleiht Bernhard Meuser seiner tiefen Sehnsucht nach dem „echten Weihnachten“ jenseits von inszenierten Gefühlen Ausdruck. Der Autor begibt sich auf eine innere Reise, auf die Suche nach der Weihnachtsfreude. Und er lässt seine Leser an dieser Entdeckungsreise teilhaben. Er stößt sich an „zu viel Arbeit, zu vielen Projekten, die unbedingt noch vor Jahresende über die Bühne gebracht werden müssen, zu viel Verkehr, zu viel Staus, zu viele Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern, zu viele Jingle Bells, zu viel Alkohol und Süßkram, zu viel Sodbrennen, zu viel Depressionen und zu viel Beziehungsknatsch.“ Er stellt dabei die Frage in den Raum, ob Weihnachten wahr, oder lediglich ein sentimentaler Betrug ist.

In dreizehn Buchkapiteln erinnert er sich an die Zeit seiner eigenen Kindheit, an einen der glücklichsten Momente seines Lebens, an die Freude eines Weihnachtsfestes, die über alles Begreifen hinausging. Bernhard Meuser schreibt über Errettung, erzählt von Sartre, Benedikt XVI, Friedrich von Spee und Nikolaus Herman, und schließt mit einer wundervollen Anregung zum weihnachtlichen Schenken. Zwar handelt es sich hierbei um ein ziemlich dünnes Buch mit wenigen Seiten und in einfachem Schreibstil verfasst, der Inhalt ist jedoch tiefsinnig und regt zum Nachdenken an.

„Weihnachtssehnsucht“ besticht zudem durch ein sehr schönes Cover, das eine malerische, in Abendrot versinkende Schneelandschaft zeigt. Im Buchinneren entdeckt man auf die einzelnen Kapitel verteilt insgesamt vierzehn einseitige Farbfotos mit weihnachtlichen Motiven. Zusätzlich wurde jede einzelne Buchseite mit einem blassblauen Ornament versehen, das sich jeweils am oberen Rand befindet.

Fazit: eine Reflektion über Weihnachten, die auf das Fest der Geburt Christi einstimmt. Es ist sowohl als Lektüre für sich selber, wie auch als Geschenk geeignet.

Veröffentlicht am 16.04.2018

WÜSTENZEITEN – OASENZEITEN

Oasenzeiten
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WÜSTENZEITEN – OASENZEITEN

„Gott weiß, dass wir alle hin und wieder in die Wüste hinausgeführt werden müssen, um uns von unserer bequemen Selbstgenügsamkeit zu befreien. Wenn er uns aller unserer Ressourcen ...

WÜSTENZEITEN – OASENZEITEN

„Gott weiß, dass wir alle hin und wieder in die Wüste hinausgeführt werden müssen, um uns von unserer bequemen Selbstgenügsamkeit zu befreien. Wenn er uns aller unserer Ressourcen beraubt, lernen wir vielleicht, uns auf ihn zu verlassen, und wir fangen wieder an zu beten.“

Lynn Austin, die Bestsellerautorin und meistgelesene Autorin im christlichen Romanbereich, nimmt in ihrem Buch „Oasenzeiten“ ihre Leser mit auf ihre Pilgerreise nach Jerusalem und lässt sie durch die bildhaften Beschreibungen tief ins Geschehen eintauchen. Bereits in der Einleitung erzählt sie von einem Umbruch in ihrem Leben und der ungewohnten Leere, die entsteht, nachdem ihre Kinder flügge wurden und ihre eigenen Wege beschritten. Sie bezeichnet geistliche Umbrüche, die mit Zweifel einhergehen und in denen wir ausgedörrt sind, unsere Seele welkt und Gott uns weit entfernt scheint, als „Wüstenzeiten“. Lynn Austin sehnt sich nach Erneuerung, als sie zu dieser zweiwöchigen Reise aufbrach.

Die Landschaft Israels wird durch die lebendigen Schilderungen der Autorin hautnah erlebbar, Hunger und Durst, sengende Hitze und Trockenheit beinahe spürbar. Stets zieht sie Vergleiche zur Heiligen Schrift und flicht biblische Geschehen in ihren Reisebericht mit ein. Das gesamte Buch ist durchzogen von unzähligen Bibelzitaten, und die einzelnen Stationen ihrer Reise werden in jeweils einem eigenen Kapitel erzählt. Jedes dieser Kapitel wird von einem Bibelwort eingeleitet, und im Anschluss an ihren Bericht über die entsprechenden Etappen ihrer Reise, der voller tiefgründiger Gedanken der Autorin ist, stellt sie Fragen zum Gelesenen. Sie sinniert über den Glauben in unserem Alltag, stellt einen Bezug unseres Lebens zum Leben zur Zeit Christi her, reflektiert über ihr eigenes, persönliches Glaubensleben und über die Umsetzung biblischer Gebote in ihrem Leben.

Das Coverfoto dieses Taschenbuches lässt bereits Rückschlüsse auf den Inhalt zu. Mitten im endlosen Sand der Wüste und dem weiten Horizont im Hintergrund befindet sich eine kleine, begrünte Fläche – ein Sinnbild für eine „Oase in der Wüste“. Das Bild weist eine harmonische Farbgestaltung auf, der Buchtitel befindet sich genau im Zentrum und wurde in sehr großen, geschwungenen weißen Lettern gedruckt. Besonders einprägsame Zitate aus dem Inhalt wurden in „Merkkästen“ ein zweites Mal abgedruckt, leider wurde hierfür eine schwarze Schrift mit dunkelgrauem Hintergrund gewählt, was meinen Lesefluss ein wenig störte.

Fazit: Obgleich Lynn Austin in der Kombination von Präsens und Ich-Form einen für mich sehr unangenehmen und unliebsamen Schreibstil verwendet, fand ich das Buch inhaltlich derart gelungen, dass ich nicht umhin kann, es jedem weiter zu empfehlen, der Lust darauf verspürt, an der Seite einer christlichen Bestsellerautorin auf den Spuren der Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten zu wandeln.