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Veröffentlicht am 16.04.2018

Bitte gib, dass mein Leben etwas bewirkt hat!

Das Lied des Hirten
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„Bitte gib, dass mein Leben etwas bewirkt hat“

„Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er ...

„Bitte gib, dass mein Leben etwas bewirkt hat“

„Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“

Ich habe bis zum aktuellen Zeitpunkt noch nie zuvor von den so genannten „Writing Sisters“ gehört bzw. gelesen. Die beiden Schwestern Betsy Duffey und Laurie Myers stammen aus einer Schriftstellerfamilie und veröffentlichten in einem Zeitraum von etwa zwanzig Jahren bereits fünfunddreißig Kinderbücher, die sie teilweise sogar gemeinsam verfassten. Ihren eigenen Aussagen zufolge ist es ihr vorrangiges Ziel, „mit ihren Büchern Menschen den liebenden Vater Gott vorzustellen und sein Wirken in der Welt deutlich zu machen.“ Ein großes Ziel, das die beiden sich gesetzt haben. Durch den dreiundzwanzigsten Psalm als Hauptthema ihres Buches stand den beiden Autorinnen eine Fülle von Inhalten zur Verfügung, die sie auf exzellente Art und Weise umzusetzen verstanden.

„Das Lied des Hirten“ beginnt mit der Geschichte der überzeugten Christin Kate McConnell, Ehefrau von John McConell, und „Mega-Mama“ ihres Sohnes Matt, der sich vom Glauben abgewandt hat. Kate liebt es unter anderem, wunderschöne Bibelverse aufzuschreiben und sie anschließend zu verschenken. Begleitet von innigem Gebet und mit großer liebevoller Zuwendung verfasste Kate einen kleinen Notizzettel, auf den sie mit wunderschönen Lettern den dreiundzwanzigsten Psalm schrieb, um ihn ihrem Sohn zu schenken. Mitten im fürchterlichsten Schneesturm in der Geschichte Baltimores entdeckt Kate plötzlich, dass der kostbare Zettel gemeinsam mit der Wolljacke ihres Sohnes Matt in der Reinigung abgegeben wurde. Kate kehrt um und wird in einen schlimmen Unfall mit vielen Toten und Verletzten verwickelt…

Das Autorenduo erzählt in Folge den langen, teilweise recht abenteuerlichen Weg, den dieser kleine Zettel mit der wichtigen Botschaft zurücklegt und von dem Guten, das der dreiundzwanzigste Psalm zu bewirken vermag. Beginnend mit Chris Benett, einem Angestellten der Reinigung, gelangt Kates handschriftlicher Schatz in viele verschiedene Hände, wobei die erstaunlichen Zufälle bei der Weitergabe, aber auch die jeweilige Lebensgeschichte der betreffenden Personen, in äußerst einnehmendem Schreibstil erzählt werden. Dieser winzige kleine weiße Zettel spendet einem Sterbenden im Krieg Trost und Zuversicht, bringt eine Familie von Kriegsflüchtlingen den Glauben an den Gott der Christen nahe, weist einem rebellischen jungen Sohn den Weg nach Hause zu seinem Vater – um nur einige Beispiele zu nennen. Die jeweiligen Empfänger des Zettels sind die Protagonisten des entsprechenden Buchkapitels, die ihrerseits eher kurzgehalten sind, aber dennoch sehr einprägsam eine Geschichte erzählen.

Die optische Aufmachung dieses Buches ist atemberaubend schön! Mit der Gestaltung des Buchcovers hat der Verlag ganze Arbeit geleistet. Die überwältigende Farbgebung und der in goldenes Licht getauchte Himmel sowie die im Abendrot leuchtende Felder links und rechts scheinen einen Wanderer regelrecht zu „umrahmen“. Die weißen, in geschwungener Zierschrift gehaltenen und erhobenen Lettern mit dem Buchtitel stellen einen eleganten Blickfang dar, der durch ein Ornament am Buchrand zusätzlich aufgewertet wird. Einzig der für meinen persönlichen Geschmack zu moderne Rucksack des einsamen Reisenden verkörpert einen winzigen Störfaktor, der nicht so ganz ins Gesamtbild passt.

Fazit: „Das Lied des Hirten“ ist ein beeindruckender Roman, in der von der Kraft des Glaubens und den Auswirkungen dieses berühmten Bibelverses auf so viele verschiedene Leben erzählt wird. Eine wunderschöne Lektüre, die mir großen Lesegenuss bereitet hat und nicht nur die Protagonisten dieses Buches, sondern auch das Herz des Lesers zu berühren vermag.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Alles ist Gnade

Die Feuerprobe
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Alles ist Gnade

„Gott braucht deine Fähigkeiten nicht, um dich zu führen. Aber du musst seiner Macht vertrauen, um seine Führung zu erkennen.“

Der Pastor Ed Underwood hat mit seinem bemerkenswerten Roman ...

Alles ist Gnade

„Gott braucht deine Fähigkeiten nicht, um dich zu führen. Aber du musst seiner Macht vertrauen, um seine Führung zu erkennen.“

Der Pastor Ed Underwood hat mit seinem bemerkenswerten Roman „Die Feuerprobe“ eine faszinierende Erzählung über das Wirken von Gottes Willen im Leben eines Menschen verfasst. Der Buchautor und ehemalige Lehrer an Bibelschulen und theologischen Seminaren liebt Rucksacktouren in der Wildnis, und hat als Schauplatz seines aktuellen Buches den malerischen Sequoia-Nationalpark in der kalifornischen Sierra Nevada im Westen der USA gewählt. Seine beiden Protagonisten Christopher und Susan stehen vor einer großen Entscheidung. Der Wirtschaftsprüfer Chris erhält ein Jobangebot von einem Unternehmen in Pasadena, das einen großen Karrieresprung sowie finanzielle Verbesserung für ihn verheißt. Die Familie ist jedoch mit ihrer Heimat Claremont fest verwurzelt, ein Umzug würde einen Schulwechsel für die beiden Kinder, eine räumliche Trennung von ihren Bekannten und Freunden, aber auch einen Wechsel in eine neue christliche Glaubensgemeinde mit sich bringen. In dieser schwierigen Situation empfehlen ihnen ihre beiden Freunde Mark und Victoria, sich für ihre Entscheidungsfindung an den alten Pastor Peter Lewis zu wenden, der als ehemaliger Feuerkämpfer eine Art lebende Legende darstellt. Peter erklärt sich dazu bereit, Susan und Christopher während einer gemeinsamen Wanderung durch den Nationalpark ein paar Grundsätze zu zeigen, nach denen das gläubige Ehepaar den Willen Gottes für ihr Leben erkennen kann. Wird das junge Paar eine konkrete Antwort auf die Frage erhalten, ob es nach Pasadena gehen soll?


Dieses Buch ist im Grunde ein Bericht über eine Wanderung dreier Menschen, darüber hinaus aber auch sehr viel mehr. Gottes Willen und Zeichen zu erkennen, sich damit auseinander zu setzen und sich letztendlich auch danach zu richten, ist das zentrale Thema der Handlung. Der Autor beschränkt sich im Großen und Ganzen auf seine drei Protagonisten, die er hervorragend charakterisiert und deren Entwicklung auf beeindruckende Art und Weise wiedergegeben wird. Ed Underwood schildert, wie Gottes Geist in Christopher, Susan, aber auch Peter wirkt. Er legt großes Augenmerk auf die Weisheit der Bibel und zitiert Bibelstellen und Psalmen. Da dieses Buch in Romanform und sehr flüssigem Schreibstil verfasst wurde, ist es weit davon entfernt, trocken oder langweilig zu werden. Die Ereignisse und vor allem die inneren Kämpfe der handelnden Figuren zogen mich als Leser vollends in den Bann. Aufgewertet durch den biblischen Inhalt stellte „Die Feuerprobe“ eine äußerst wertvolle Lektüre für mich dar, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen möchte!

Abschließend möchte ich zwei Zitate hervorheben, die mich ganz besonders angesprochen und bewegt haben:

„Bleib im Kreis der Nähe zu Gott, und vertraue darauf, dass du damit punktgenau da bist, wo Gott dich nach seinem guten, vollkommenen Willen haben will.“

„Gott ist verantwortlich für den Zeitplan, nach dem sich die Dinge in der Geschichte der Menschheit vollziehen. Was in unserem Leben geschieht, geschieht nicht aus Zufall oder aufs Geratewohl; Gott verfolgt damit eine Absicht. Auch wenn wir die nicht immer und vollständig erkennen können, können wir doch wissen, dass er einen Plan verfolgt. Wir sollten also davon ausgehen, dass alles, was in unserem Leben geschieht, eine Bedeutung hat. Es gilt also: Lebe erwartungsvoll. Gottes Handschrift in dem, was uns geschieht, ist der Zeitpunkt.“

Veröffentlicht am 16.04.2018

Echte und dauerhafte Veränderung ist möglich!

Von innen nach außen
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„Echte und dauerhafte Veränderung ist möglich!“

„Ich glaube, dass ein Blick nach innen nötig ist, wenn wir auf lange Sicht ein Leben in der Verantwortung vor Gott führen wollen, dass es dabei primär aber ...

„Echte und dauerhafte Veränderung ist möglich!“

„Ich glaube, dass ein Blick nach innen nötig ist, wenn wir auf lange Sicht ein Leben in der Verantwortung vor Gott führen wollen, dass es dabei primär aber nicht darum geht, unsere Selbstannahme zu fördern. Ziel einer Veränderung von innen nach außen ist weder die Anpassung an vorgegebene christliche Normen noch die Mehrung unseres Glücks. Beides sind vielmehr Nebenprodukte. Echte Veränderung dagegen führt zu Reife – jenem seltenen Wesensmerkmal, das allein zu wahrer Liebe befähigt.“


Lawrence J. Crabb weist im einleitenden Teil dieses Buches in sehr klaren, direkten Worten auf die „Heuchelei des modernen Christentums“ hin, bei dem bereits für die Zeit, die wir auf dieser Erde leben, vollkommene Freude und völlige Befriedigung verheißen wird. Der Ruf, Schweres zu ertragen, wird überhört, der Glaube soll dazu dienen, unser Wohlergehen zu sichern. Die Führung des eigenen Lebens wird oft nicht mehr in Gottes Hand gelegt, es wird vielmehr versucht, dies selbst in die Hand zu nehmen. In seinem Buch „Von innen nach außen“ schreibt Crabb sehr deutlich, dass es darin nicht um Linderung, sondern vielmehr um die Veränderung des eigenen Wesens geht. Er rät zu einem Blick „hinter die Kulissen, ins Innere, und zwar in Form einer schonungslosen Betrachtung auch unangenehmer Dinge in unserem Leben.“ Und genau dieser Blick kann zu einer echten Veränderung führen. Der Autor bietet in seinem Buch Ansätze bzw. stellt Konzepte zu einer Veränderung in biblischem Sinne vor. Er zeigt Wege auf, sich mit seinen Ängsten, seinem Schmerz und seinem Groll auseinander zu setzen. Und er legt hierbei besonders ab der zweiten Hälfte des Buches großes Augenmerk auf die Schutzmechanismen des Menschen – wie sie funktionieren, wie schwer es ist, sie zu erkennen, aber auch wie außerordentlich wichtig es ist, sich ihrer bewusst zu werden.

Crabb stellt sehr gezielte Fragen und bringt seine Leser dazu, sich diesen anschließend auch zu stellen, sich intensiv mit dem eigenen Innersten zu beschäftigen. Anhand von Beispielen zeigt er unter anderem auch auf, wie die Mitglieder einer christlichen Gemeinschaft sich gegenseitig auf konkrete Dinge hinweisen können, an denen sie noch arbeiten sollten. Zudem meint der Autor: „Wollen wir ein bequemes Leben (innerlich und äußerlich – vor allem aber innerlich), oder wollen wir in unserem Leben Gott erfahren? Beides zusammen geht nicht!“

Crabb konzentriert sich niemals ausschließlich auf den theoretischen Part, vielmehr bereichern zahlreiche Praxisbeispiele seine Ausführungen. Viele Fragen, die er stellt, sind zugegebenermaßen unbequem, fordern heraus und regen sehr viel zum Nachdanken an. Man beginnt als Leser unweigerlich, sich und seine eigenen Schutzmechanismen zu erforschen. Ein exzellentes Buch mit hervorragendem Inhalt, das für meinen Geschmack lediglich einen einzigen Kritikpunkt aufweist: die sehr kleinen Lettern und der ebenfalls sehr geringe Zeilenabstand tragen leider nicht gerade dazu bei, ein flüssiges Lesen zu gewährleisten. Die Lektüre war aus diesem Grund etwas mühsam für mich und ich hätte mir hier eine etwas lesefreundlichere Gestaltung gewünscht. Nichtsdestotrotz möchte ich dieses Buch jedem Christen ans Herz legen und kann es uneingeschränkt weiter empfehlen.

„Wir müssen aber erkennen, dass tiefgreifende Veränderung nicht so sehr dadurch zustande kommt, was wir tun und wieviel Mühe wir uns dabei geben, als vielmehr durch die Bereitschaft, sich den Realitäten des eigenen Innenlebens zu stellen. Persönliche Integrität, der feste Entschluss, sich nichts vorzumachen, sind Grundvoraussetzungen für die Veränderung von innen nach außen.“

Veröffentlicht am 16.04.2018

Die biblische Sicht des Schlafes und das biblische Heilmittel gegen Schlaflosigkeit

Selig schlafen
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Die biblische Sicht des Schlafes und das biblische Heilmittel gegen Schlaflosigkeit

„Ein Buch für Genießer und Schlafverweigerer, welche die Weisheit der Bibel kennenlernen möchten.“

Adrian Reynolds ...

Die biblische Sicht des Schlafes und das biblische Heilmittel gegen Schlaflosigkeit

„Ein Buch für Genießer und Schlafverweigerer, welche die Weisheit der Bibel kennenlernen möchten.“


Adrian Reynolds eröffnet seinen Lesern in insgesamt sechs Kapiteln dieses Buches eine biblische Perspektive auf den Schlaf und gibt wertvolle Hinweise darauf, diesen „mit Genuss zu praktizieren“.

Seine zentralen Gedanken zu diesem Thema fasst er in achtundzwanzig Wörtern zusammen: „Schlaf gehört zu unserer Beschaffenheit als Menschen. Er ist eine gute Gabe Gottes, die wir schätzen und genießen sollten. Und er ist das irdische Bild einer geistlichen Wirklichkeit.“ Auf den nachfolgenden Seiten erläutert der Autor diese Aussage und möchte seinen Lesern nach einer allgemeinen Einführung zum Thema Schlaf diese Gedanken nahe bringen. Er präsentiert dabei viele verschiedene Bibelstellen, in denen der Schlaf thematisiert wird, und geht näher darauf ein.

Der Schlaf als Geschenk Gottes, das wir schätzen und dankbar genießen dürfen – erst die Lektüre dieses Buches hat mich dazu gebracht, über etwas nachzudenken, das ich bislang als Selbstverständlichkeit betrachtet hatte: tiefen, erholsamen Schlaf. Und es hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass der Schlaf keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eine Gabe Gottes, für die man durchaus auch seine Dankbarkeit zeigen sollte.

Das dünne Büchlein mit einhundertzwanzig Seiten und mit großen Zeilen- und Randabständen ist in leicht verständlichem und einnehmendem Schreibstil gehalten. Die Lektüre brachte für meine Person eine ganz andere, neue Perspektive auf den Schlaf, forderte Achtsamkeit und erweckte in mir auch eine große Dankbarkeit für den erholsamen, tiefen Schlaf, der mir Nacht für Nacht geschenkt wird.

Fazit: Das Buch „Selig schlafen“ mit dem äußerst aussagekräftigen Cover hat mir interessante Lesestunden bereitet. Die schlummernde Frau auf dem Bucheinband hat ihren Kopf auf ein weiches Kissen gebettet und strahlt Entspannung und Zufriedenheit aus. Die farbliche Gestaltung ist dezent gehalten, Titel und Autor in braunen bzw. weißen Lettern wurden optimal platziert. Das Buch lädt bereits durch seine Optik dazu ein, es zur Hand zu nehmen und den Klappentext zu lesen. Eine wunderschöne Gestaltung eines Buches, dessen Inhalt meine Erwartungen erfüllt hat.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Einfacher zu leben meint mehr, als nur weniger zu tun

Einfach.
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Einfacher zu leben meint mehr, als nur weniger zu tun

„Einfacher zu leben meint mehr, als nur weniger zu tun. Es bedeutet, das zu sein, wozu Gott uns berufen hat, und zwar von ganzem Herzen und zielstrebig. ...

Einfacher zu leben meint mehr, als nur weniger zu tun

„Einfacher zu leben meint mehr, als nur weniger zu tun. Es bedeutet, das zu sein, wozu Gott uns berufen hat, und zwar von ganzem Herzen und zielstrebig. Es bedeutet, dass wir die unzähligen weniger wichtigen Gelegenheiten verstreichen lassen, um uns auf die zu konzentrieren, zu denen wir wirklich berufen und erschaffen wurden. Wenn wir es tun, erlaubt uns das, am Ende des Tages mit Dankbarkeit zurückzuschauen und zu erkennen, dass wir unser Leben gut gelebt haben und dass die unterschiedlichen Verantwortungsbereiche in unserem Leben „aufgeräumt“ sind.“

Pastor Bill Hybels schreibt in moderner Sprache offen und ehrlich, praxisbezogen und Mut machend über Erschöpfung, Überforderung, Verplanung, Besorgnis, Einsamkeit und Unzufriedenheit. Er stellt die Frage nach einem einfacheren Leben, zeigt die Möglichkeiten auf, befreit von dem, was unser immer komplexer werdendes Leben belastet, zu werden und ein „aufgeräumtes Leben“ zu führen.

In jedem der insgesamt zehn Kapitel dieses Buches leitet der Autor seine Leser dazu an, ihre Gewohnheiten zu betrachten und zu überprüfen, was die Bibel dazu sagt – das eigene Leben unter die Lupe zu nehmen. Er gibt unzählige praktische Tipps, um die eigenen Energiereserven wieder aufzufüllen, konzentriert sich auf Beziehungen, auf Zeitplanung und schreibt über den Umgang mit Finanzen.

Das Kapitel über die Arbeitswelt, dessen Herausforderungen und den Umgang damit fand ich außergewöhnlich hilfreich und die Umsetzung vieler wertvoller gedanklicher Anregungen aus diesem Kapitel sehe ich durchaus im Bereich des Möglichen. Seine persönliche Leidenschaft zu finden und seine Arbeit zu lieben, sie als großen Segen zu betrachten – ist dies in der heutigen Zeit tatsächlich möglich? Bill Hybels macht wirklich Lust darauf, es herauszufinden!

Als sehr großes und wichtiges Kapitel empfand ich jenes über die Vergebung, auch das Thema „Ängste“ verbunden mit all dem Unheil, das sie im Leben eines Menschen anrichten können, besaß für mich einen hohen Stellenwert bei dieser Lektüre. Ängste werden aus der Sicht des Betroffenen geschildert, und es wird auf Strategien zu deren Bewältigung eingegangen.

Man kann von diesem Buch sehr viel profitieren und lernen. „Einfach“ von Bill Hybels stellt für mich einen Mut machenden und enorm motivierenden Ratgeber zum Thema „Veränderung“ dar, dessen Lektüre ich keinesfalls missen möchte. Ein Buch, das ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch oft zur Hand nehmen werde.

Abschließend zu den zehn Buchkapiteln gibt der Autor am Ende noch eine übersichtliche, kurze Zusammenfassung der sieben Methoden, unser Leben „einfacher, aufgeräumter und zufriedener“ zu machen – zusammen mit wichtigen Hinweisen, seinen persönlichen Leitvers zu finden. Auch dazu gibt es viele Beispiele.

Fazit: Ein wundervolles Buch, ein toller Ratgeber, der nicht nur theoretische, sondern auch praktische Hilfe zur Umsetzung bietet. Lesen!

„Welches Vermächtnis hinterlassen Sie? Wenn Sie an Ihrem letzten Tag auf dieser Erde in den Rückspiegel Ihres Lebens schauen, werden Sie dann ein Vermächtnis sehen, das Ihnen ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit gibt? Oder werden Sie eine lange Reihe von Tagen sehen, die mit Dingen vollgestopft waren, die letzten Endes nicht wirklich wichtig waren? – Tun Sie, was immer Sie tun müssen, um zutiefst „entrümpelt“ zu leben. Das ist die einzige Möglichkeit, um am letzten Tag auf dieser Erde sagen zu können: „Ich bin zufrieden.“