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Veröffentlicht am 22.03.2019

Ungeheuerlich ungewöhnlich

Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer
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Inhalt
Pandrumdroochit ist eine sehr ungewöhnliche Stadt - mit ungewöhnlichen Menschen, sprechenden Lamas und einem tanzenden Dachs. Dr. P‘Krall hasst Ungewöhnlichkeit und möchte all diese Ungewöhnlichkeit ...

Inhalt
Pandrumdroochit ist eine sehr ungewöhnliche Stadt - mit ungewöhnlichen Menschen, sprechenden Lamas und einem tanzenden Dachs. Dr. P‘Krall hasst Ungewöhnlichkeit und möchte all diese Ungewöhnlichkeit in seinem Institut für Hochsicherheit und Heilung von Ungewöhnlichkeit aus der Stadt herausquetschen. Ob Onkel Stan und Dan einen Plan haben der das verhindern kann?

Gestaltung
Die Gestaltung vom Buch ist wirklich klasse. Es gibt witzige und beschreibende Zeichnungen zum Text auf denen die Kinder viel entdecken können.

Sprache
Ich finde das Buch ist nicht ganz leicht zu lesen. Es gibt viele lange, schwierige und erfundene Wörter und Namen. Selbst für mich als erwachsene Leserin waren einige der Wörter schwierig. Wie spricht man beispielsweise„Pandrumdroochit“ aus? Und kann ein kleiner Leser problemlos „Ginalollobrigida“ lesen? Ich finde Fantasiewörter in Kinderbüchern toll, aber ich denke ein wenig einfacher könnten sie sein. Warum nicht einfach mehr witzige Namen wie Wärter „Winterhintern“? Ich fand die Geschichte wirklich sehr lustig und unterhaltsam, aber eben auch ein wenig anstrengend vorzulesen.

Charaktere
Onkel Stan ist eine ganz ungewöhnliche Person. Er kümmert sich nicht darum was andere von ihm denken, er ist fröhlich, wollte nie erwachsen werden und so benimmt er sich auch. Er hat eine Farm mit sprechenden Lamas und sein bester Freund ist ein Dachs. Es macht wirklich grossen Spass in bei seinem Abenteuer zu begleiten.
Dr. P‘Krall ist das krasse Gegenteil. Er hasst Ungewöhnlichkeit und Fröhlichkeit. Lachen und fröhliche Menschen bereiten ihm körperliche Schmerzen und deshalb möchte er diese Menschen ausquetschen bis sie nicht mehr fröhlich sind. So jemandem möchte ich bitte niemals begegnen.

Fazit
Ich finde die Geschichte witzig und sehr unterhaltsam. Allerdings ist sie nicht ganz einfach zu lesen und im Mittelteil zieht sich die Erzählung ziemlich und schweift in einige Nebenhandlungen ab. Die Gestaltung des ganzen Buches ist super. Die Message des Buches, „Ungewöhnlichkeit ist toll“, finde ich persönlich ja super, aber ich bin nicht ganz überzeugt, dass sie bei allen Kindern sofort eindeutig ankommt.

Veröffentlicht am 24.11.2018

Zu wenig Romantik, zu viel Erotik...

Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss
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Inhalt
Gabby und Flynn kennen sich schon seit der Grundschule und seit der Grundschule sind sie schon beste Freunde. Doch plötzlich schleichen sich andere Gefühle ein, eine Anziehung die da vorher nicht ...

Inhalt
Gabby und Flynn kennen sich schon seit der Grundschule und seit der Grundschule sind sie schon beste Freunde. Doch plötzlich schleichen sich andere Gefühle ein, eine Anziehung die da vorher nicht war. Kann aus Freundschaft Liebe werden oder riskieren sie alles?

Meinung
Wie beim ersten Band der Redwood Love - Reihe hüllte mich der Einstieg der Geschichte in wohlige Wärme. Die Atmosphäre in Redwood, Cade und Avery wieder zu treffen, der Arbeitsalltag zwischen Gabby und Flynn, ihre Vertrautheit... all das gefiel mir sehr gut. Ich lehnte mich schon in Erwartung einer süßen Liebesgeschichte zurück, da ging es schon wieder nur noch um das Eine. Die beiden brechen ständig in „heilige Hitze“ (ja, wirklich! Keine Ahnung was das für ein Begriff sein soll?! So was sagt doch im Deutschen keiner, oder??) und brennende Begierde und heisses Verlangen aus, wenn der Andere auch nur den Raum betritt. Das ist mir einfach zu schnell, zu viel für eine Liebesgeschichte.
Dabei hätte die Story, die Charaktere und das Setting so viel Potenzial für ein echtes Wohlfühlbuch. Ich mag Redwood, den Zusammenhalt der Gemeinde, die Veranstaltungen. Ich mag Gabby, ich mag Flynn und ihre Freunde und Familie. Aber ich hätte mir eine langsamere Annäherung gewünscht und mehr Szenen zum Dahinschmelzen - mehr Romantik, weniger Erotik.
Das Ende der Geschichte war dann immerhin wieder sehr süß und hat mir dementsprechend gut gefallen.

Veröffentlicht am 30.08.2018

Zauberhafte Stimmung, die leider nachlässt

Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
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Fakten
Autor: Kelly Moran
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 19.09.2018
Genre: Liebesroman
Seiten: 365

Inhalt
Avery hat eine lieblose Ehe hinter sich und sucht nun mit ihrer Tochter Hailey in der Kleinstadt ...

Fakten
Autor: Kelly Moran
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 19.09.2018
Genre: Liebesroman
Seiten: 365

Inhalt
Avery hat eine lieblose Ehe hinter sich und sucht nun mit ihrer Tochter Hailey in der Kleinstadt Redwood einen Neuanfang - ohne Mann. Würde sie da nicht direkt am ersten Tag mit dem attraktiven Tierarzt Cade zusammenprallen.

Gestaltung
Das Cover ist wirklich toll gemacht. Im Hintergrund diese Holzoptik und darauf verteilt verträumte Polaroidschnappschüsse. Passt perfekt zur Story. Vermittelt genau die Stimmung des Buches.

Sprache
Die Geschichte lässt sich prima lesen. Am Anfang hüllt Redwood einen richtig in gemütlicher Stimmung ein. Das verschneite Städtchen, die schrulligen, aber liebenswerten Bewohner, der Zusammenhalt - man fühlt sich genau wie Avery etwas überrumpelt aber sehr willkommen.

Charaktere
Avery hat eine lieblos Ehe hinter sich und gibt alles für Ihre autistische Tochter Hailey. Sie ist unsicher und es fällt ihr schwer anderen zu vertrauen und Hilfe von anderen anzunehmen.
Cade ist der Traummann schlechthin - attraktiv, hilfsbereit, humorvoll, charmant, kann mit Kindern und Tieren. Die einzige Kante ist sein Ruf als Playboy.

Fazit
Die Geschichte hat mich zu Anfang richtig gefangen genommen. Die süße Kleinstadt, die hilfsbereiten Menschen, die überrumpelte Avery, ihre süße Tochter Hailey und der charmante Cade, die Tierarztpraxis und die interessanten O‘Grady Brüder haben mich begeistert und mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Allerdings ließ die anfängliche Begeisterung im Laufe der Geschichte nach. Nachdem die Personen eingeführt, die Kleinstadt beschrieben und das Paar sich gefunden hatte, ging es nur noch um die Annäherung (hauptsächlich sexuelle Natur) der beiden. Es gab kaum Handlung, die schrulligen Bewohner, die Brüder und Hailey spielten nur noch unbedeutende Nebenrollen. Kleinstadtalltag gab es kaum noch. Zum Ende hin wurde es wieder etwas bewegender, aber völlig überzeugen konnte mich die Story leider nicht mehr.

Veröffentlicht am 26.05.2018

Ein schwäbisches Liebesmärchen

Fräulein Schläpples fabelhafte Steuererklärung
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Fakten
Autor: Catrin Barnsteiner
Verlag: Berlin Verlag
Erscheinungsdatum: 13.08.2013
Genre: Liebesroman
Seiten: 224
 
Inhalt
Fred Eisenbogen ist mit Leib und Seele Finanzbeamter bis die völlig chaotische ...

Fakten
Autor: Catrin Barnsteiner
Verlag: Berlin Verlag
Erscheinungsdatum: 13.08.2013
Genre: Liebesroman
Seiten: 224
 
Inhalt
Fred Eisenbogen ist mit Leib und Seele Finanzbeamter bis die völlig chaotische Sandra Schläpple sein Leben auf den Kopf stellt.
 
Gestaltung
Das Cover gefällt mir ja gar nicht, aber der Titel ist so herrlich, dass ich das Buch gerne lesen wollte.
 
Sprache
Es macht Spaß die Geschichte zu lesen. Gut, die Liebesgeschichte ist vorhersehbar - es gibt die konträren Charaktere, die sich trotzdem verlieben und das unerlässliche Missverständnis, dass sich zu einer dicken Lüge mausert. Aber sie ist auch lustig und zuckersüß! Und der Humor in diesem Buch ist einfach herrlich - wohl vor allem für Schwaben oder alle die den schwäbischen Humor mögen.

Charaktere
Fred Eisenbogen ist penibel, völlig durchstrukturiert, verhält sich immer regelkonform und liebt Formulare, Listen und Papierkram.
Das genaue Gegenteil ist Sandra Schläpple. Sie liebt es sich dreckig zu machen, Ordnung oder Buchhaltung sind ein Fremdwort für sie - sie ist das absolute Chaos.
Trotzdem sind beide total liebenswert in ihrer Schrulligkeit.

Fazit
Eine sehr lustige Geschichte über das schwäbische Völkchen und eine nette Liebesgeschichte.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Ergreifende Rückblenden

Bis ans Ende der Geschichte
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Fakten
Autor: Jodi Picoult
Verlag: C.Bertelsmann
Erscheinungsdatum: 31.08.2015
Genre: Roman
Seiten: 576
 
Inhalt
Sage Singer stammt aus einer jüdischen Familie hat jedoch bereits beide Elternteile verloren ...

Fakten
Autor: Jodi Picoult
Verlag: C.Bertelsmann
Erscheinungsdatum: 31.08.2015
Genre: Roman
Seiten: 576
 
Inhalt
Sage Singer stammt aus einer jüdischen Familie hat jedoch bereits beide Elternteile verloren und verkriecht sich in ihrer Backstube. Bis sie Josef Weber trifft. Der über 90-jährige vertraut ihr ein lang gehütetes Geheimnis an und erbittet ihre Hilfe.
  
Sprache
Ich habe mir das Buch blind auf den Wunschzettel gepackt, denn Jodi Picoult schreibt einfach großartig. Ich liebe ihre eigenständigen Geschichten, immer mit speziellen Themen und speziellen Charakteren. Das trifft auch wieder auf dieses Buch zu. Allerdings war ich am Anfang etwas erschlagen. Es startet wirklich mit vielen einzelnen Erzählsträngen, die ich zu Anfang absolut nicht zuordnen konnte. Das besserte sich aber im Laufe des Buches, als ich verstand welcher Erzählstrang wo hin gehört, welcher Charakter welche Rolle einnimmt und in welcher Zeit und an welchem Ort jede Erzählung spielt. Im Mittelteil konnte mich das Buch dann vollends packen!

Charaktere
Hier möchte ich eigentlich nur zu Sage Singer etwas schreiben. Denn alles, was ich zu den anderen Charakteren schreiben könnte, würde einfach die Story spoilern, deshalb lasse ich das sein.
Und da ist auch schon eines meiner Probleme mit dieser Geschichte: Sage ist mir leider von Anfang an nicht sympathisch. Sie hat sich von der kompletten Welt zurückgezogen, verkriecht sich in ihrer Backstube, lässt ihre Familie nicht an sich heran, gibt sich selbst die Schuld an allem - irgendwie weltentrückt und unerreichbar für mich. Auch ihre Gedankengänge und Handlungen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.

Fazit
Dieses Buch enthält eine ergreifende Geschichte der NS-Zeit, die mich absolut fesseln konnte. Es ist schrecklich zu lesen, was diesen Menschen widerfahren ist und noch schrecklicher zu sehen, wie wenig die Menschheit daraus gelernt hat. Diese ausführlichen und bedrückenden Rückblenden in die Vergangenheit haben für mich diese Geschichte ausgemacht.
Die Story in der Gegenwart allerdings konnte mich nicht begeistern. Sage war mir zu fahrig und unnahbar, Josef nicht greifbar und Sages beste Freundin und Ex-Nonne Mary? Echt total schräg.
Deshalb lege ich dieses Buch mit gemischten Gefühlen beiseite. Die Geschichte, die der Klappentext verspricht, konnte mich leider nicht überzeugen. Der Blick in die deutsche Vergangenheit hat mich aber tief getroffen.