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Veröffentlicht am 19.06.2018

Spannender Überlebenskampf

Cat & Cole 1: Die letzte Generation
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Ein schreckliches Virus ist ausgebrochen und bedroht die gesamte Menschheit. Während ihr Vater entführt wird, um einen Impfstoff zu entwickeln, versucht Cat, in der tödlichen Welt zu überleben. Eines Tages ...

Ein schreckliches Virus ist ausgebrochen und bedroht die gesamte Menschheit. Während ihr Vater entführt wird, um einen Impfstoff zu entwickeln, versucht Cat, in der tödlichen Welt zu überleben. Eines Tages trifft sie auf Cole und erkennt, dass nichts so ist, wie es scheint.

Nachdem ihr bester Freund und ihr Vater entführt werden, ist Cat ganz auf sich allein gestellt. Sie ist sehr mutig und entschlossen, in dem was sie tut. Cat ist eine begabte Programmiererin und sehr schlau. Das hilft ihr enorm weiter, denn nur so kann sie in dieser feindlichen Welt überleben. Anfangs hat sie ein klares Bild von Feind und Freund, das sie aber spätestens nach der Begegnung mit Cole in Frage stellen muss. Von da an gibt es in der Geschichte unzählige Wendungen und Geheimnisse, die der Story ein hohes Tempo und viel Spannung bescheren.

Zwischendurch gibt es immer wieder technische Details, die ausführlich beschrieben werden. Man sollte schon ein bißchen Interesse an Biologie/Medizin und Informatik haben, um der Geschichte folgen zu können. Ich finde das großartig, denn es verpasst der Dystopie einen ganz individuellen Anstrich, der sehr erfrischend ist. Emily Suvada kann diese Dinge wunderbar einfach erklären und schafft es, dass es nicht zu kompliziert ist oder den Leser aus dem Lesefluss holt. Alles greift perfekt ineinander.

Das Setting ist auch gar nicht so weit hergeholt: In unserer Welt dreht sich immer mehr um Informationstechnologie und die Menschen werden immer abhängiger davon. Bei „Cat & Cole“ wird dieses Szenario auf die Spitze getrieben, wobei die meisten es gar nicht bemerken, wie ferngesteuert sie eigentlich sind. Dieses Thema finde ich sehr interessant und hat mich beim Lesen immer wieder nachdenklich gemacht. Wer der mordernen Technologie skeptisch gegenüber steht, sollte auf jeden Fall einen Blick in dieses Buch riskieren.

„Die letzte Generation“ endet – leider – mit einem dicken Cliffhanger, der wirklich gemein ist. Jetzt heißt es warten, bis der zweite Teil erscheint. Denn für mich ist es klar, dass ich hier auf jeden Fall weiterlesen muss!

Veröffentlicht am 09.06.2018

Großartiger Abschluss der Trilogie

Das Jahrhundertversprechen (Jahrhundertsturm-Serie 3)
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Die Familie von Briest kämpft in den Zeiten der Weimarer Republik ums Überleben. In den Jahren zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg müssen die Deutschen gegen Inflation, Hungersnot und den aufkommenden ...

Die Familie von Briest kämpft in den Zeiten der Weimarer Republik ums Überleben. In den Jahren zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg müssen die Deutschen gegen Inflation, Hungersnot und den aufkommenden Nationalsozialismus kämpfen. Otto und Hermine lassen sich davon aber nicht unterkriegen.
„Das Jahrhundertversprechen“ ist der dritte Teil der Reihe von Richard Dübells historischen Romanen rund um die Familie von Briest. Trotzdem lässt er sich auch wunderbar lesen, ohne die Vorgängerbände zu kennen. Otto und Hermine von Briest sind die neue Generation auf Gut Briest, und obwohl wir sie schon im zweiten Band kennen gelernt haben, werden ihre Charakterzüge im dritten Band ausreichend deutlich. Ich mag die beiden besonders gern, weil die Beziehung, die sie zueinander haben, so wunderbar ist. Gemeinsam versuchen sie, Gut Briest vor dem Untergang zu bewahren und ihrer Tochter eine Zukunft zu geben.
Richard Dübell ist einer meiner Lieblingsautoren im Bereich der historischen Romane. Trotz der über 600 Seiten war es wieder keine Sekunde langweilig. Die Seiten fliegen nur so dahin, wenn Max auf der Rennstrecke mit dem Dino sein Bestes gibt oder Luisa versucht, das Vorsprechen im Theater zu meistern. Die Geschichte hat auch viele tolle Nebencharaktere zu bieten, allen voran die verfeindete Familie von Cramm, deren Sohn man so richtig schön fies finden kann.
Auch die Handlung schreitet stetig voran und bringt neue Wendungen. Besonders schön finde ich bei diesem Roman, dass ich mich so richtig in die Zeit der Weimarer Republik hineinversetzt gefühlt habe. Dübell vermittelt hier sehr viel Hintergrundwissen und lässt auch immer wieder historische Personen zu Wort kommen, die diese Zeit geprägt haben. Das finde ich total interessant, vor allem gerade in dieser Zeit, wenn man besser verstehen möchte, wie sich der Nationalsozialismus überhaupt erst so weit entwickeln konnte.
Zum Schluss gibt es noch einen sehr spannenden Showdown, bei dem ich das Buch dann gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Für alle, die gerne historische Romane lesen, kann ich „Das Jahrhundertversprechen“ sowie überhaupt die ganze Reihe sehr empfehlen. Sehr schade, dass dies nun der letzte Band der Trilogie ist, ich hätte die nächste Generation noch sehr gerne weiterverfolgt!

Veröffentlicht am 06.06.2018

Tolles Burgerbuch

33 x Burger
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Mein Mann und ich sind große Burger-Fans und deshalb musste dieses tolle Kochbuch natürlich bei uns einziehen. Schon beim Durchblättern läuft einem das Wasser im Mund zusammen, wenn man die tollen Burger-Kreationen ...

Mein Mann und ich sind große Burger-Fans und deshalb musste dieses tolle Kochbuch natürlich bei uns einziehen. Schon beim Durchblättern läuft einem das Wasser im Mund zusammen, wenn man die tollen Burger-Kreationen sieht. Insgesamt 33 verschiedene Varianten vom Klassiker über vegetarische Burger, bis hin zu Geflügel-, Wild- und Fischburger gibt es genug Auswahl für jeden.

In einer Einführung lernt man zunächst, wie man Pattys und Soßen zubereitet, welche Brötchen passen und was für Beilagen man reichen kann. Die Rezepte sind sehr übersichtlich gestaltet, so dass man Soßen, Brötchen und Beläge gut auseinander halten kann. Ich habe mich z. B. einfach um die Zubereitung der Brötchen gedrückt und fertige genommen. Neben einem großen Bild auf der rechten Seite findet man am unteren Rand noch verschiedene Tipps zu Alternativen oder Beilagenvorschläge. Das fand ich wirklich super.

Die Bilder haben eine sehr gute Qualität und man kann genau darauf sehen, wie der Burger geschichtet ist. Ich habe mich gern davon inspirieren lassen und gleich losgelegt. Die Rezepte sind nicht zu schwierig und können von jedem bewältigt werden. Ob Pulled Pork-, Chili- oder der klassische Cheeseburger – alles war megalecker und leicht gemacht.

Am Ende des Buches gibt es noch ein kleines Küchenlexikon und – sehr praktisch – eine kleine Übersetzungshilfe für südtiroler Begriffe ins Deutsche. So wird allen Missverständnissen über Chili, Paprika, Pepperoni und Pepperoncini vorgebeugt. Super!

Ich bin wirklich super zufrieden mit diesem Kochbuch. Es stehen noch viele leckere Burger darin, die ich alle noch ausprobieren möchte. Es lohnt sich für jeden, dieses Kochbuch auszuprobieren.

Veröffentlicht am 18.04.2018

Verträumte, abenteuerliche Geschichte

Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert
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Stella wohnt mit ihren drei Tanten im Hotel Majestic am Meer. Ihr Leben ist von Regeln und Anstand geprägt, bis eines nachts etwas passiert, das ihr Leben verändert: Sie beobachtet einen Mord. Kurz bevor ...

Stella wohnt mit ihren drei Tanten im Hotel Majestic am Meer. Ihr Leben ist von Regeln und Anstand geprägt, bis eines nachts etwas passiert, das ihr Leben verändert: Sie beobachtet einen Mord. Kurz bevor das Opfer stirbt, ringt es Stella das Versprechen ab, auf ein kleines Fläschchen aufzupassen, das niemals geöffnet werden darf. Doch zu Stellas Pech entdecken die Mörder sie und wollen die Mitwisserin zu fassen kriegen.


Dieses Buch hat ein wunderschönes Cover, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Ich kann es mir immer wieder anschauen und neue Details wie den Papagei, die Katze und den Käfer entdecken. Im Innenteil schmücken den Band viele schwarz-weiß Illustrationen, die von Nina Dullek mit viel Liebe gezeichnet wurden und die Atmosphäre toll unterstützen. Ein echtes Schmuckstück fürs Regal.

Die Geschichte von Judith Rossell steht der tollen Aufmachung in nichts nach. Gleich zu Beginn geht es ziemlich unheimlich zur Sache, es gibt schwarzmagische Gegenstände, Blut und Tote. Nicht ohne Grund ist das Buch erst ab 10 Jahren empfohlen. Das zeigt sich auch im weiteren Verlauf der Geschichte, bei dem Stella eine Menge durchmachen muss. Es passiert viel und es passiert schnell. Ich stand beim Lesen ständig „unter Strom“, weil die Story so nervenaufreibend war. Immer dann, wenn man denkt, Stella ist endlich in Sicherheit, passiert die nächste Katastrophe. Ich fand es total spannend und fesselnd.

Stella selber ist ein ganz tolles Mädchen. Sie versucht immer, das Richtige zu tun und sich an ihr Versprechen zu halten. Besonders sympathisch fand ich ihre Liebe zu einem alten Atlas, den sie immer mit sich herumschleppt. Sie ist offen und freundlich, so dass sie schnell Bekanntschaften schließt und Freunde findet. Man möchte sie so gerne vor dem bösen Zauberer beschützen, der hinter ihr her ist, um das Fläschchen zu bekommen! Doch selbst in ausweglosen Situationen verzweifelt Stella nicht, sondern bleibt gefasst, handelt klug und mutig. Auch die Nebencharaktere in diesem Buch konnten mich begeistern. Es gibt hier wirklich so viel zu entdecken, von singenden Katzen über Dryaden und Feenmagie bis hin zu einem tollen Theaterensemble. Das Buch ist voller verträumter Menschen und Magie, aber ich möchte hier nicht alles verraten.

Ich war rundum begeistert sowohl von der Idee als auch der Umsetzung. Das Setting in dem alten Hotel als auch im Theater oder auf der kleinen Insel mitten im Meer war durchweg stimmig und fantasievoll. Am Ende werden jedoch nicht alle offenen Fragen gelöst, da es noch eine Fortsetzung geben wird: Stella Montgomery und der schaurige See von Wormwood Mire erscheint am 17. Juli 2018. Darauf freue ich mich jetzt schon sehr, denn ich möchte unheimlich gerne nochmal in die Welt von Stella eintauchen und herausfinden, was es mit dem Geheimnis ihrer Herkunft auf sich hat.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Kinder (und Erwachsenen), die sich gerne in eine spannende Traumwelt entführen lassen wollen.

Veröffentlicht am 14.04.2018

Spannende Flucht quer durch Amerika

Nur wenn ich fliehe
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Casey ist auf der Flucht vor dem Gesetz, denn sie ist eine gesuchte Mörderin. Aber ist sie wirklich schuldig? Und wenn nicht, wer ist dann der Täter? Das werden wir in diesem Buch herausfinden!

Eigentlich ...

Casey ist auf der Flucht vor dem Gesetz, denn sie ist eine gesuchte Mörderin. Aber ist sie wirklich schuldig? Und wenn nicht, wer ist dann der Täter? Das werden wir in diesem Buch herausfinden!

Eigentlich bin ich ja nicht so der Krimi oder Thriller-Fan. Aber das Buch wurde mir sehr empfohlen und da wollte ich mich gerne auf den Versuch einlassen. Zumal mich auch der Klappentext sehr angesprochen hat und mir das Cover gefiel.

Nun bin ich sehr froh, mich an "Nur wenn ich fliehe" herangetraut zu haben. Die Geschichte beginnt sehr spannend und anfangs war ich mir nicht sicher, ob Casey schuldig oder unschuldig ist. Dafür, dass sie Hals über Kopf flüchten muss, geht sie sehr schlau und überlegt vor. An was man auf einer Flucht nicht alles denken muss! Mir wäre da nicht die Hälfte von eingefallen und mich hätte man vermutlich auch schon im ersten Hotel gefasst.
Casey aber weiß genau, was sie tut. Da ihr Vater früher Polizist war, hat sie wahrscheinlich von dort einiges aufgeschnappt.

Mir hat der Spannungsaufbau in dem Roman sehr gefallen. Nach und nach erfährt man immer mehr Details zum Geschehen. Dabei erleben wir die Geschichte aus zwei Perspektiven: einmal Casey, die sich auf der Flucht befindet und Dylan, der sie als Privatdetektiv fassen soll. Sowohl Casey als auch Dylan sind tolle Protagonisten, die nicht perfekt sind, aber jeder auf seine Weise sehr sympathisch. Obwohl sie Gegenspieler sind, ergänzen sie sich prima. Ich wäre mit beiden gern befreundet.

Im Verlauf wird der Fall immer komplexer und es tun sich immer mehr Abgründe auf.
Ich bin froh, dass es keine grausamen, überzogenen Mordszenen in diesem Buch gibt. So etwas mag ich gar nicht lesen. Stattdessen konnte ich richtig schön mitfiebern und miträtseln. Terri Blackstock versteht es hervorragend, den Leser durchweg zu fesseln. Ebenso schafft sie es aber auch, ruhige und nachdenkliche Töne anzuschlagen. Hier haben mir die Begegnung und Gespräche mit Miss Lucy sehr gefallen, die ebenfalls schon viel Schreckliches erlebt hat, aber ihren Halt im Glauben gefunden hat. Dank ihr öffnet sich auch Casey immer mehr dafür.

Gegen Ende ist die Spannung kaum mehr auszuhalten und schließt mit einem großartigen Showdown. Ich hätte so gerne noch weitergelesen und kann es kaum erwarten, die Fortsetzung "Wenn sie mich finden" in die Finger zu bekommen.
Wer spannende Unterhaltung sucht, ist hier genau richtig!