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Veröffentlicht am 19.04.2018

Einmal Indien und zurück

Die Magnolienfrau
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Sabrina wächst bei ihrer Oma auf. Wegen einer Wirbelsäulenverkrümmung, verbringt sie die ersten Lebensjahre starr in einem Gipskorsett. Als sie davon befreit wird, muss sie erst mühsam lernen zu laufen ...

Sabrina wächst bei ihrer Oma auf. Wegen einer Wirbelsäulenverkrümmung, verbringt sie die ersten Lebensjahre starr in einem Gipskorsett. Als sie davon befreit wird, muss sie erst mühsam lernen zu laufen und Berührungen zu ertragen. Ihre Mutter sieht sie nur selten, bis sie mit sieben Jahren die geliebte Oma verlassen muss, um bei ihrer Mutter und ihrem neuen Mann zu leben.

Später geht sie in ein katholisches Internat, und leidet dort unter der strengen Erziehung. Als Erwachsene entschließt sie sich die Welt zu bereisen. Sie verbringt mehrere Jahre in asiatische Länder. Ihren Lebensunterhalt verdient sie mit der Herstellung von Schmuck. Aber obwohl sie sich an den Stränden Thailands sehr wohl fühlt, fehlt etwas in ihrem Leben. Sie entschließt sich nach Indien zu gehen.

Auf einsamen Gebirgswegen, in hinduistischen Klöstern, und bei gastfreundlichen Familien ist Sabrina immer auf der Suche. Sie wandert bis ihre Füße voller Schrunden sind. Sie ist immer wieder in Lebensgefahr, weil sie alleine ist und schwerkrank wird. Sie findet verschiedene Ruhepole in der Geschäftigkeit Indiens. Aber etwas treibt sie immer weiter an.

In einem kleinen Dorf am Rande des Himalajas findet sie ihren Seelenverwandten. Obwohl dieser Mann sich der Askese verschworen hat, und damit auch auf Sex verzichtet, fühlt sich Sabrina schnell bei ihm daheim. Sie entschließt sich selbst hinduistische Priesterin zu werden, damit sie als Jüngerin bei ihm bleiben kann. Aber es gibt in der Umgebung auch Neider. Ist das der Grund, dass sie schließlich unschuldig im Gefängnis landet?

Diese Lebensgeschichte lässt den Leser nicht los. Auch wenn die Autorin Entscheidungen trifft, die nicht so leicht nachzuvollziehen sind, ist es beeindruckend, wie sie sich auf die Lebensweise in Indien einlässt. Sie scheut Entbehrungen nicht, in ihrer stetigen Suche nach der Erfüllung ihrer Sehnsüchte. Dabei beschreibt sie auch ganz offen ihre Zweifel angesichts mancher religiösen Rituale und der Unterdrückung der Frauen in ihrer Umgebung.

An der Seite der Autorin kann der Leser in die exotische, faszinierende Welt Indiens reisen. Dabei sind Seiten des Landes zu sehen, die sich dem Touristen normalerweise nicht erschließen. Spannend geschrieben, leidet der Leser mit der Autorin mit und fragt sich zum Schluss, wie es wohl nach der Freilassung weitergegangen ist.

Veröffentlicht am 19.04.2018

Sich selbst annehmen

Love your body und schließe Frieden mit dir selbst!
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Das bunt gestaltete Cover ist schon ein guter Hinweis auf die Art dieses Buchs. Morena Diaz, die durch ihren Blog zu dem Thema "Body Positivity" (den Körper positiv sehen) sicher schon einigen ...

Das bunt gestaltete Cover ist schon ein guter Hinweis auf die Art dieses Buchs. Morena Diaz, die durch ihren Blog zu dem Thema "Body Positivity" (den Körper positiv sehen) sicher schon einigen Lesern bekannt ist, ist eine kunterbunte Gestaltung dieses Buchs gelungen.

Ihre eigene, berührende Geschichte zieht sich durch das Buch. Sie selbst hatte schon früh Probleme damit sich anzunehmen. Ergänzend erzählen auch andere, die aus ganz unterschiedlichen Gründen, erst lernen mussten sich anzunehmen. Auch Platz für Einträge des Lesers kommen vor.

Das Hauptanliegen dieses Buchs ist eine gesunde Annahme des eigenen Körpers. Morena Diaz begegnet dem Leser wie eine Freundin, spricht Mut zu, und erzählt ungeschont aus ihrem eigenen Erleben.

Ich denke, dass jüngere Leser am ehesten von den Erfahrungen dieser noch jungen Frau profitieren werden. Ihnen ist auch der Blogstil vertrauter. Reifere Leser werden sich vielleicht etwas mehr Tiefe wünschen, und einen vertrauteren Schreibstil.

Veröffentlicht am 14.04.2018

Nur langsam vorwärts

Weil du mit mir gehst
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Vier Frauen sind gemeinsam im Leben unterwegs. Im ersten Band dieser vierteiligen Serie konnte der Leser diese Frauen, mit ihren Erfolgen und ihren Schwierigkeiten, schon gut kennenlernen. In diesem zweiten ...

Vier Frauen sind gemeinsam im Leben unterwegs. Im ersten Band dieser vierteiligen Serie konnte der Leser diese Frauen, mit ihren Erfolgen und ihren Schwierigkeiten, schon gut kennenlernen. In diesem zweiten Band wird ihre Geschichte jeweils weitererzählt, dabei sind die Leben dieser Freundinnen inzwischen miteinander verwoben, und sie unterstützen sich gegenseitig.

Die gutaussehende, intelligente Charissa erwartet ihr erstes Kind, aber es fällt ihr schwer die Freude ihres liebevollen Ehemannes zu teilen. Und als sie eine wichtige Prüfung verschläft, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie muss weiterhin gegen ihren übertriebenen Perfektionismus kämpfen, und herausfinden ob sie sich wirklich nur über ihre guten Noten definieren will.

Meg nimmt ihren ganzen Mut zusammen und unternimmt die weite Reise nach England, um ihre Tochter zu besuchen. Aber ihre Tochter hat kaum Zeit für sie. Es fällt Meg schwer mit dieser großen Enttäuschung umzugehen, hat sie sich doch so sehr auf die Zeit mit ihrer Tochter gefreut. Dann entdeckt sie, warum ihre Tochter so wenig Zeit hat, und das macht alles für sie noch viel schlimmer.

Der zermürbende Alltag einer ungeliebten Ehefrau ist das Los von Mara. Die Entfremdung in ihrer Ehe nimmt nur noch zu, und auch von ihren beiden jüngeren Kindern wird sie nicht respektiert. Dafür ist sie aber umso erfreuter zu hören, dass sie bald Oma sein wird. Aber auch da kämpft sie um ihren Platz.

Hannah findet sich langsam mit der erzwungenen Pause von der Arbeit ab. Sie lernt ihren Jugendfreund besser kennen und ist bei den vier Freundinnen der ruhende Pol.

Im Gegensatz zum ersten Band, werden geistliche Übungen in dieser Geschichte nur am Rande erwähnt. Es geht eher darum, wie das Erkannte im Leben dieser Frauen umgesetzt wird. Dabei geht es meistens nur langsam vorwärts, und immer wieder fallen die Frauen in ihre gewohnten, zerstörerischen Verhaltensmuster zurück.

Es ist interessant zu sehen, wie diese Frauen sich entwickeln, und dabei mit ganz normalen Problemen zu kämpfen haben. Auf überzeugende Weise lässt die Autorin auch an ihre Gefühlswelt teilnehmen, z.B. Maras Neid auf die andere Großmutter der neuen Enkelin, die vielleicht mehr geliebt werden wird. Dabei wachsen diese Frauen über ihre Probleme hinaus, nicht zuletzt auch weil sie sich gegenseitig unterstützen. Ihre geistliche Beraterin, Katherine, spielt in diesem Buch nur eine kleine Rolle, und das, was die Frauen in ihrem Kurs gelernt haben, geht oft im Alltag unter. Gerade da ist es hilfreich, dass sie gemeinsam unterwegs sind und sich gegenseitig an das Gelernte erinnern können.

Dieses Buch ist eine lesenswerte Fortsetzung, die über den Alltag von vier ganz normalen Frauen erzählt; gespickt mit einigen guten, geistlichen Wahrheiten. Der Leser kann mitverfolgen wie der Glaube auch in schwierigen Situationen gelebt werden kann.

Veröffentlicht am 20.03.2018

Zeitreise reloaded

Liebe ist stärker als Raum und Zeit – 2018
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Die Zeitreise geht weiter! Am Ende des ersten Buchs dieser dreiteiligen Serie, ist nicht klar was Lisa am Ende ihrer Zeitreise erwartet. Umso sehnsüchtiger wurde dieser Jugendroman erwartet. Und es gibt ...

Die Zeitreise geht weiter! Am Ende des ersten Buchs dieser dreiteiligen Serie, ist nicht klar was Lisa am Ende ihrer Zeitreise erwartet. Umso sehnsüchtiger wurde dieser Jugendroman erwartet. Und es gibt viel zum Erzählen auf den 558 Seiten dieses dicken Schmökers.

Vom Jahr 1989 aus, ist Lisa ins Jahr 2018 gereist. Sie wird erwartet von ihrem Jugendfreund Zac, der genau wusste wann sie eintreffen würde. Vieles hat sich geändert, am erstaunlichsten für Lisa ist aber wie alle gealtert sind. Sie selbst sieht noch genauso aus, wie das 16jährige Mädchen, das diese ungewöhnliche Reise angetreten hat.

Sie geht in ihre alte Schule, in der sie einige vertraute Gesichter entdeckt. Manche davon sind die Kinder ihrer früheren Klassenkameraden, die zum Teil ähnliche Verhaltensweisen haben wie ihre Eltern. Sie staunt über das Internet und die allgegenwärtigen Medien. Wegen ihrer Unwissenheit im Umgang mit WhatsApp und Co bekommt sie den Spitznamen Retro-Girl. Im gleichaltrigen Kyle findet sie einen Seelenverwandten, und doch fühlt sie sich immer noch zu ihrer Jugendliebe Momo hingezogen, auch wenn er inzwischen erwachsen ist. Wird es ihr gelingen sein Leben zu retten?

Und dann gerät Lisa selbst in eine lebensgefährliche Situation. Außerdem muss sie sich entscheiden ob sie überhaupt in ihre eigentliche Zeit zurückkehren will. Bei allen Fragen und Gefahren hat Lisa das Glück gute Freunde zu haben, die alles einsetzen, um sie zu schützen, beraten und retten.

Dieses Buch verbindet in gelungener Weise die Genres Science-Fiction und Jugendroman. Es wird ebenso vor manche Ausuferungen des technischen Fortschritts gewarnt, als auch Faszination für seine Möglichkeiten geweckt. Am Rande der Geschichte taucht immer wieder ein Hinweis auf den Schöpfer und Erhalter der Welt auf, aber im Mittelpunkt des Buchs stehen andere Themen.

Trotz aller Spannung ist das Ende des Buchs vorhersehbar und dem ersten Band zu ähnlich, und darum etwas enttäuschend. Und doch bleiben am Ende wieder viele Fragen offen, sodass es sich sicher lohnt auch den dritten Band zu lesen.

Alles in allem eine unterhaltsame Geschichte, die interessante Fragen über Zeit und Ewigkeit aufwirft.

Veröffentlicht am 20.03.2018

Was ist normal?

Der Genderwahn
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In diesem Buch klärt der Autor Eberhard Kleina, ein evangelischer Pfarrer im Ruhestand, über die Hintergründe und Gefahren der gegenwärtigen Gender-Mainstreaming-Ideologie auf.

Die vier Kapitel erstrecken ...

In diesem Buch klärt der Autor Eberhard Kleina, ein evangelischer Pfarrer im Ruhestand, über die Hintergründe und Gefahren der gegenwärtigen Gender-Mainstreaming-Ideologie auf.

Die vier Kapitel erstrecken sich auf etwas über 100 Seiten in diesem kleinen Buch im Postkartenformat.

In einem kurzen, einführenden, ersten Kapitel erzählt der Autor von seinen persönlichen Erfahrungen mit Vorläufern dieser Bewegung, in der es vor allem um die Emanzipation der Frau ging.

Im zweiten Kapitel klärt er über die Hintergründe und Ziele der Gender-Mainstreaming-Ideologie auf, und warum sie so große Verbreitung finden konnte. Interessant ist die Denkvoraussetzung dieser Ideologie. Es wird davon ausgegangen, dass ein Mensch neutral zur Welt kommt, und erst seine Erziehung ihn weiblich oder männlich machen. Geschlechtsunterschiede sollen abgeschafft werden, und auch das klassische Familienmodell von Vater, Mutter und Kind. Für einige Vertreter dieser Richtung bedeutet die Aufhebung der traditionellen Familie auch die Aufhebung vom Inzesttabu und dem Verbot von Sex mit Kindern.

Im dritten Kapitel wird gezeigt wie diese Ideologie in verschiedene Bereiche der Gesellschaft bewusst vorangetrieben wird. Angefangen mit einer „gerechten“ Sprache, über die Medien, bis hin zur Frühsexualisierung im Kindergarten, sollen Werte dieser Bewegung nach und nach allen aufgezwungen werden.

Im vierten Kapitel wird eine traurige Bilanz über das Verhalten der Kirche gezogen. Etwas verzögert, folgt sie größtenteils dem Vorbild der Meinungsmacher. Biblische Aussagen werden so interpretiert, dass sie zur gegenwärtigen Denkweise passen.

Mit vielen Informationen und Quellenangaben, ist dieses kleine Buch eine wertvolle Hilfe um die aktuelle Genderdiskussion zu verstehen. Manchmal ist leider in der Schreibweise ein zynischer Unterton zu spüren, was nicht nötig gewesen wäre, denn die aufgeführten Fakten sind deutlich genug. Dieses Buch ist ein wichtiger und fundierter Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion um Gender und „Ehe für alle“.