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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2018

Nachbarin

Ein halbes Jahr zum Glück
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Der Roman „Ein halbes Jahr zum Glück“ von Julie Lawson Timmer ist wunderbar und warmherzig.
Markie Bryant ist frisch geschieden. Mit ihrem jährigen Sohn Jesse zieht sie in einen ärmeren Vorort und will ...

Der Roman „Ein halbes Jahr zum Glück“ von Julie Lawson Timmer ist wunderbar und warmherzig.
Markie Bryant ist frisch geschieden. Mit ihrem jährigen Sohn Jesse zieht sie in einen ärmeren Vorort und will nur in Ruhe gelassen werden. Sie will nur 6 Monate bleiben. Aber als sie mit ihrem Umzugswagen ankommt, ist da Mrs. Saint, die gleich ihre Angestellten zum Auspacken organisiert. Markie empfindet die Aufdringlichkeit ihrer Nachbarin ärgerlich. Jesse war bis jetzt in einer Privatschule, ein schwieriges Einleben beginnt. Mutter und Sohn machen wenig miteinander, jeder lebt wie er will.
Mrs. Saint sieht es als ihre Aufgabe zu helfen, obwohl Markie sich vehement sträubt.
Die Autorin hat alle Personen bildhaft dargestellt. Ich las mit Interesse über die amerikanische Situation. Wie schnell das Ansehen bei den privilegierten Leuten leiden kann. Plötzlich gehört man nicht mehr dazu.
Markies Eltern gehören auch zu dieser Sorte.
Die weitere Entwicklung der Nachbarschaft gefällt mir.
Der Roman ist interessant und mit einigen Überraschungen. Teilweise nicht ganz realistisch, aber gut zu lesen. Julie Lawson Timmer hat einen guten Schreibstil.
Es war eine schöne Lesezeit und von mir gibt es eine Leseempfehlung.



Veröffentlicht am 26.04.2018

Was für ein Drama

Sommernachtstod
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Anders de la Motte hat mehrere Jahre in Stockholm als Polizist gearbeitet. So ist er als Schriftsteller in dem Genre Krimi privilegiert.
Der Krimi Sommernachtstod behandelt das spurlose Verschwinden des ...

Anders de la Motte hat mehrere Jahre in Stockholm als Polizist gearbeitet. So ist er als Schriftsteller in dem Genre Krimi privilegiert.
Der Krimi Sommernachtstod behandelt das spurlose Verschwinden des 5jährige Billy Lindh 1983 in einem kleinen Dorf in Südschweden. Seine Familie zerbricht daran. Der Ermittler Manson ist gut dargestellt.
Dann geht es 20 Jahre später weiter, wir lernen seine Schwester, die Therapeutin Veronika, oft Vera genannt, kennen.
Sie fährt nach langer Zeit zu ihrem Vater ins Dorf. Sie sucht nach Zeichen ihres Bruders Billy. Dabei begibt sie sich in gefährliche Aktionen.
Der Autor hat einen ruhigen Schreibstil mit Spannung. Er hat die Emotionen der Familie besonders gut beschrieben. Ich war von dieser Geschichte vom Anfang bis zum Ende gefesselt.
Dieser Roman ist der beste schwedische Krimi den ich bis jetzt gelesen habe.





Veröffentlicht am 25.04.2018

Italienische Tage

Die Lichter unter uns
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Verena Carl Beschreibt in ihrem Roman „Die Lichter unter uns“ die Empfindungen ihrer Protagonisten. Die Autorin hat ihnen ganz verschiedene Charakter gegeben. Alle haben ziemlich viele, aber meist alltägliche ...

Verena Carl Beschreibt in ihrem Roman „Die Lichter unter uns“ die Empfindungen ihrer Protagonisten. Die Autorin hat ihnen ganz verschiedene Charakter gegeben. Alle haben ziemlich viele, aber meist alltägliche Probleme.
Anna ist mit Mann Jo und Kindern Judith und Bruno in einem Urlaubsort in Italien. Sie scheint ziemlich unzufrieden mit ihrem Leben zu sein. Gut ihre Familie muss aufs Geld sehen, aber hat keine große Lust, in ihrem Beruf richtig zu arbeiten.
In einem besseren Hotel wohnen Alexander, sein erwachsener Sohn Florian und seine schwangere junge Frau Zoe.
Zwischen ihnen geht es hin und her.
Der Schreibstil hat eine ruhige Erzählweise, die genau, detailliert und und am Ende mit leichten Aufregungen erscheint. Der Roman umfasst die 2 Wochen Urlaub, mit einigen Erinnerungen.
Alles in allem war der Roman gute Literatur und eine gute Unterhaltung.

Veröffentlicht am 24.04.2018

Eine Lebensgeschichte

Das einfache Leben
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Das einfache Leben ist der erste Roman von Marie Brunntaler. Sie ist wie ihre Protagonistinnen aus dem Südschwarzwald. Dieser Roman ist gut geschrieben. Man kann super in diese Zeit eintauchen. Die Schwestern ...

Das einfache Leben ist der erste Roman von Marie Brunntaler. Sie ist wie ihre Protagonistinnen aus dem Südschwarzwald. Dieser Roman ist gut geschrieben. Man kann super in diese Zeit eintauchen. Die Schwestern Elisabeth und Adele Kohlbrenner sind in ihrer Jugend aus Dachsberg in die Stadt gezogen um mehr aus ihrem Leben machen.
Sie kommen nach über 20 Jahren wieder zurück. Elisabeth war in Bonn, dort hatte sie, genau wie die Autorin, Willy Brand kennengelernt. Sie will den Hof wieder aufbauen. Adele erscheint auch und wir können die verschiedenen Charaktere der Schwestern kennen lernen.
Diese Geschichte ist interessant, wie man das einfache Leben auf dem Dachsberg, miterleben kann. Trotz allen Abraten pflanzt Elisabeth auf einer Anhöhe einen Rosengarten. Es gibt Rückschläge, aber Elisabeth macht weiter. Das braucht die ganze Arbeitskraft und viel Energie.

Marie Brunntaler hat diese Lebensgeschichte mit Höhen und Tiefen geschrieben. So wie das Leben eben spielt. Ich habe die Lesestunden genossen. Im Schwarzwald fühle ich mich als Leserin wohl und lerne ihn kennen.
Ein beeindruckender Roman, den ich gerne weiter empfehlen möchte.

Veröffentlicht am 17.04.2018

Nora Sand

Das Meer löscht alle Spuren
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Lone Theils Roman „Das Meer löscht alle Spuren“ist ein Krimi, mit aktuellem Thema. Nur der Titel passte meiner Meinung nach nicht. 
Ein berühmter iranischer Dichter Manash Ishmail flieht mit seiner Frau ...

Lone Theils Roman „Das Meer löscht alle Spuren“ist ein Krimi, mit aktuellem Thema. Nur der Titel passte meiner Meinung nach nicht. 
Ein berühmter iranischer Dichter Manash Ishmail flieht mit seiner Frau aus ihrem Heimatland. Unterwegs werden sie getrennt. Er landet in einem Flüchtlingsheim in Dänemark. Seine Frau Aminas letztes Lebenszeichen kommt aus London und dann verliert sich ihre Spur. 
Manash bittet die Journalistin Nora Sand die für eine dänische Zeitung in London schreibt um Hilfe. Ich habe allerdings nicht so richtig verstanden, wie eine Journalistin etwas ausrichten kann. Ich hätte eher an einen Privatdetektiv gedacht. 
Erschreckend was sie da aufdeckt, aber es werden ihr viele Steine in den Weg gelegt. Man fiebert bei der Such mit und gefährlich ist es auch. 
Die Autorin hat mit Nora eine sympathische Person erschaffen. Ihr privates Liebesleben läuft auch nicht ganz rund. 
Es gab vorher schon einen Roman mit der Protagonistin Nora Sand. Da hätte man vielleicht mehr über ihren Freund Andreas erfahren, das mir jetzt etwas fehlte. 
Der Krimi ist leicht zu lesen.