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Veröffentlicht am 29.04.2018

DEZEMBERMANN

Die Gaben des Todes
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"Dezembermann", so nennt sich der Serienmörder, der die Frankfurter Polizei in Atem hält.
Eine kunstvoll drapierte Leiche im Schaufenster eines großen Kaufhauses - eine mit Blut gerschriebene Nachricht:
"Holt ...

"Dezembermann", so nennt sich der Serienmörder, der die Frankfurter Polizei in Atem hält.
Eine kunstvoll drapierte Leiche im Schaufenster eines großen Kaufhauses - eine mit Blut gerschriebene Nachricht:
"Holt Daniel Parkov".
Das ist ein ehemaliger BKA Hauptkommissar, milliardenschwer und sehr exentrisch....
Der "Dezembermann", wie sich der Täter selbst nennt, hinterlässt Parkov und der Oberkommissarin Marie Winter mysteiöse Botschaften....
Lange tappen die beiden Ermittler, die beide ein schweres Trauma und Marie Winter zudem noch ein totkrankes Kind haben im Dunkeln.
Erst nach und nach erkennen sie den perfiden Plan des psychopatischen Mörders, dem es immer wieder gelingt seine fiesen Botschaften tief in die Psyche der Beteiligten eindringen zu lassen.
Was führt der Mann im Schilde, der es schafft Menschen so zu beinflussen, dass sie blind seinen Willen tun und wird es gelingen den Mann, der vor nichts zurückschreckt (und das im wahrsten Sinne des Wortes) dingfest zu machen.
Fazit und Meinung:
Ein wahrhaft sehr spannender und rasanter Thriller, der mich zugleich fasziniert und abgestoßen hat. Vorallem die Person Daniel Parkov, ein Ermittler, dem auf Grund seines Reichtums alle Mittel zur Verfügung stehen und die er auch nutzt. Sein Haus gleicht einer Festung im James-Bond-Stil, etwas unglaubwürdig, aber sehr faszinierend.....
Marie Winter hat mir trotz ihrer massiven Vorgeschichte und ihrer Probleme ganz gut gefallen, allerdings konnte ich kaum nachvollziehen, dass sie ihr schwerkrankes Kind so alleine lies.....
Der Thriller ist von der ersten bis zur letzten Seite extrem spannend und man kann das Buch kaum aus der Hand legen, allerdings fand ich einiges auch etwas sehr übertrieben und unglaubwürdig.
Auch kann ich das Buch nur hartgesottenen Thrillerlesern empfehlen, und es gibt gute 4 Sterne.

Veröffentlicht am 26.03.2018

Abenteuer im Höllental

Tod im Höllental
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Das ist nun schon der vierte Band um die Beginin Serafina Stadlerin. Sie wird die Gemeinschaft der Beginen bald verlassen und endlich ihre große Liebe den Medicus und Stadtarzt von Freiburg Adalbert Achaz ...

Das ist nun schon der vierte Band um die Beginin Serafina Stadlerin. Sie wird die Gemeinschaft der Beginen bald verlassen und endlich ihre große Liebe den Medicus und Stadtarzt von Freiburg Adalbert Achaz zu ehelichen.
Trotzdem wird sie dem Orden verbunden bleiben.
Doch bis es soweit ist müssen sie und ihre Freunde noch ein gefährliches Abenteuer bestehen, dass sie in Lebensgefahr bringt.
In Freiburg treibt ein ominöser Wanderprediger sein Unwesen, der dem Beginenorden große Sorgen macht.
Der Mann hetzt ganz offen gegen die Schwesternschaft mit fatalen Folgen.
Es bleibt nicht bei bösen Schmierereien, bei denen den Beginen Ketzerei vorgeworfen wird....
eine junge Schwester, der Lämmleingruppe verliert ihr Leben.....
Dann spitzt sich die Situation zu, eine Begine wird schwer verletzt in der Nähe des Höllentals gefunden, sie zusammen mit einer Mitschwester auf dem Weg zum Konstanzer Fürstbischof.....
Von der anderen Schwester, der Leiterein der gruppierung, fehlt jede Spur.....
entschlossen macht sich Serafina auf den Weg, um der Sache auf den Grund zu gehen - doch dazu muss sie auch durchs Höllental.
Ein Unternehmen, dass nicht nur sie in höchste Gefahr bringt.
Fazit und Meinung:
Mir hat auch deiser Band um Serfaina wieder gut gefallen. Das Buch hat einen hohen Spanungsbogen, der sich am Ende des Buches auch noch zuspitzt.
Die Protagonisten sind durchweg sehr sympyhtisch und kommen glaubwürdig rüber.
Hilfreich und wichtig ist das die Hauptpersonen am Anfang vorgestellt, so dass man immer mal schnell nachschlagen kann, welche Rolle der Betreffende spielt. Das ist bei der Menge der Mitspieler auch bitter nötig.
Gut sind auch die Begriffserklärungen am Ende, denn im Mittelalter gab es doch gänzlich andere Bezeichnungen.
Von mir gibt es gute vier Sterne für dieses Buch.
Und ich hoffe auf eine Fortsetzung.

Veröffentlicht am 04.03.2018

Shirins Tod

Todesbraut
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Community

Warum musste Shirin sterben?
Todesbraut

Todesbraut
Shirin Talabani ist eine interessante Frau. Früh zwangsverheiratet schafft sie es sich aus der Beziehung zu befreien und ein unabhängiges ...

Community

Warum musste Shirin sterben?
Todesbraut

Todesbraut
Shirin Talabani ist eine interessante Frau. Früh zwangsverheiratet schafft sie es sich aus der Beziehung zu befreien und ein unabhängiges Leben zu führen.....
Doch jetzt ist sie tot - sie liegt erdrosselt in ihrer Wohnung.....
Was steckt dahinter, warum musste Shirin sterben.
Fest steht - es ist nicht der erste Anschlag - ihr "kleiner" Bruder hat schon vor über drei Jahren versucht sie töten - damals gab es einen schrecklichen Autounfall --- bei dem Shirins Tochter Roza schwer verletzt wurde .... ihr Gesicht ist seitdem entstellt.....
Jetzt ist Armanc wieder frei und die Profilerin Wencke Tynders soll herausfinden was die Hintergründe waren....
Armanc zeigt keine Reue - er bedauert es damals nicht geschafft zu haben.
Hat er es diesmal geschafft.....
Wencke glaubt da nicht so recht dran und ermittelt......
Das scheint einigen nicht zugefallen.....
Sie gerät ind Gefahr und plötzlich ist ihr kleiner Sohn Emil spurlos verschwunden....
Die Spur führt nach Istanbul.... und Wenckes ehemaliger Kollege und Geliebter Axel Sanders steht ihr zur Seite...
Wird es gelingen Emil gesundund lebend zu finden?
Fazit und Meinung:
Das ist schon der siebte Krimi um die Ermittlerin Wencke Tynders. Ich hab die Vorgängerbücher nicht gelesen und trotzdem keine Probleme in die Geschichte hinzufinden.
Wencke muss in einem Bereich ermitteln, der ihr völlig fremd ist. es geht um den Mord an einer Kurdin, um gekränkte "EHRE", die nur Männer haben können. Eine völlig fremde Kultur - mitten in Deutschland. Für diese Menschen sind die alten Sitten und Gebräuche der Heimat wichtig - auch wenn sie schon seit Generationen in Deutschland leben - eine Art Parallelgesellschaft - die wir uns nur schwer vorstellen können.
Die Autorin hat sie geschickt und ihne erhobenen Zeigefinger in diesem Krimi verwoben.....
Obwohl ich schon früh geahnt habe wer hinter der ganzen Tat steckt, hat mir das Buch gut gefallen und es hat der Spannung keinen Abbruch getan.Von mir gibt es 4 Sterne für dieses Buch.

Veröffentlicht am 20.02.2018

Leben im Krieg

Ich bin das Mädchen aus Aleppo
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Bana und ihre Familie leben in Syrien, genauergesagt in Aleppo. Dort wird sie, lang ersehnt im Sommer 2009 geboren, ein paar Jahre später folgt ein kleiner Bruder.Die beiden wachsen behütet und geliebt ...

Bana und ihre Familie leben in Syrien, genauergesagt in Aleppo. Dort wird sie, lang ersehnt im Sommer 2009 geboren, ein paar Jahre später folgt ein kleiner Bruder.Die beiden wachsen behütet und geliebt in der Großfamilie auf. Die Familie gehört zur Mittelschicht und es geht ihr gut. Sie haben genug zu essen, eine schöne Wohnung.....
Doch dann ändert sich alles. Der Krieg beginnt. Die ersten Bomben fallen......
Noch machen sich alle keine all zu großen Sorgen....
Doch es wird immer schlimmer. Bana muss erleben, wie um sie herum die Welt, die sie liebt in Trümmer fällt, Häuser werden zerstört, Familien auseinader gerissen, Menschen, auch Kinder sterben......
Es wird immer schlimmer - die Stadt wird belagert, sie leiden Hunger, es gibt kaum Wasser, immer öfter müssen sie den Bunker aufsuchen....
So etwas sollte, niemand, erst recht kein Kind erleben.
Fazit undMeinung.
Das Buch ist aus der Sicht von Bana und ihrer Mutter geschrieben. Bana ist ist als Twittermädchen bekannt geworden. Sie hat Nachrichten ausderbelagerten Stadt in alleWelt verschickt....
Und hier kommen Zweifel auf. Bana war da gerade mal sieben Jahre alt.
Gerade der Teil des Buches der von Bana stammen soll lässt mich verwirrt zurück. Es klingt zum großen Teil sehr erwachsen, was sie schreibt und passt nicht zu einem kleinen Mädchen. Klar reifen Kinder, die Schlimmes erleben schneller. Aber vieles passt trotzdem nicht. Nur selten kommt das Kindliche durch.
Der Teil den die Mutter geschrieben hat, ist sehr emotional. Er ist in Briefform an ihre Tochter verfasst und der Leser spürt, die große Liebe, die die beiden verbindet.
Trotzallem lässt dieses Buch mich zwiegespalten zurück. Es ist gut, dass die Welt erfährt, was da los ist in Syrien. Und es ist ja auch noch nicht zu Ende.....
Und die Welt hört sicher eher zu, wenn ein kleines niedliches Mädchen davon berichtet.
Bana und ihre Familie leben heute in der Türkei - der Krieg ist für zu sie zu Ende.
Trotz aller Zweifel möchte ich dem Buch knappe 4 Sterne geben und Danke dass ich bei der LR dabei sein durfte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Authentizität
  • Thema
  • Gefühl
  • Geschichte
Veröffentlicht am 02.02.2018

Tote Kinder

Die Eishexe
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In Fjällbacka ist ein kleines Mädchen verschwunden, vom selben Hof wie schon 30 Jahre zuvor einmal. Das Kind, die kleine Linnea wird quasi an der gleichen Stelle tot aufgefunden, wie 30 Jahre zuvor die ...

In Fjällbacka ist ein kleines Mädchen verschwunden, vom selben Hof wie schon 30 Jahre zuvor einmal. Das Kind, die kleine Linnea wird quasi an der gleichen Stelle tot aufgefunden, wie 30 Jahre zuvor die kleine Stella. Wurde es auch ermordet..... es hat eine Kopfverletzung.
Patrik Hedström und sein Team ermitteln.
Vor 30 Jahren wurden zwei 13jährige Mädchen der Tat verdächtigt - sie haben die Tat gestanden und später ihr Geständnis zurückgezogen.
Was ist damals wirklich passiert...... und was hat das mit dem heutigen Fall zu tun.
Die Gerüchteküche kocht über und was haben die syrischen Füchtlinge, die in der Nähe leben damit zu tun.
Viele Menschen dort halten sie für verdächdig.
Und was mit Helen und Marie, den beiden Mädchen von damals. Beide gehören zu den Verdächtigen.
Marie ist inzwischen eine gefragte Schauspielerin und Helen mit einem wesentlich älteren Mann verheiratet, der ihr Vater sein könnte... einem Berufssoldaten und Waffennarr.
Jessie und Sam, die Kinder beiden leiden unter der sogenannten "Schuld" und werden von gleichaltrigen nicht akzeptiert und gemobbt.
Bald eskaliert die Situation.....
Können Patrik, seine Frau Erika, die ein Buch über die Geschehnisse von damals schreibt, und die anderen Ermittler den komplizierten Fall aufklären....
Am Ende gibt es ein fulminates und sehr tragisches und grausames Finale das viele zerstörte Familien zurücklässt.
Fazit und Meinung:
Das Buch hat drei Erzählstränge --- der Hauptteil widmet sich dem aktuellen Fall, dann geht es um den Tod von Stella und was vor 30 Jahren geschah - der dritte Erzählabschnitt spielt im 17. Jahrhundert.
Hier geht es um Elin und ihre kleine Tochter Mährtha. Elin wird vorgeworfen eine Hexe zu sein....
Für mich gehört dieser Abschnitt eigentlich nicht wirklich dazu, er unterbricht den Lesefluss.
Das Buch hat über 700 Seiten und es ist meist recht spannend, aber einige Seiten weniger hätten nicht geschadet, das hätte das Ganze etwas runder gemacht.
Interessant fand ich den gesellschaftspolitische Aspekt gefallen, dem Einbezug der Flüchtlinge in die Geschichte.
Kurz und gut. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, aber diese Hexensache hätte nicht sein müssen, das verleiht dem ganzen etwas mystisches und das mag ich nicht so sehr, deshalb einen Punkt Abzug - von mir gibt es 4 Sterne,