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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2018

Entschleunigend

Das Leben ist gut
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Das Leben ist gut ist ein kleines feines Buch, in dem es eigentlich um nichts geht außer um eine Woche in Max Leben. Das ungewöhnliche dieser Woche ist, dass seine Frau Tina beruflich in Paris weilt und ...

Das Leben ist gut ist ein kleines feines Buch, in dem es eigentlich um nichts geht außer um eine Woche in Max Leben. Das ungewöhnliche dieser Woche ist, dass seine Frau Tina beruflich in Paris weilt und Max so viel Zeit hat, sich über sein und das Leben andere ein wenig Gedanken zu machen.
Mich hat das Buch gut unterhalten, gerade am Ende eines turbulenten Arbeitstages tat es gut, dem unaufgeregten Leben von Max zu folgen.
Wer Action oder eine spannende oder aufregende Handlung erwartet wird sicher enttäuscht sein, wer sich gerne ein wenig in das Leben anderer Leute entführen lassen mag, ist hier genau richtig.

Veröffentlicht am 19.04.2018

Krieg auf dem Land

Brombeertage
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England 1941: Im Krieg muss jeder seinen Beitrag leisten. Stella, Ag und Prue sind Landmädchen geworden und treten nun ihre erste Stelle an.
Auf sie wartet harte Arbeit auf einem Bauernhof, aber auch eine ...

England 1941: Im Krieg muss jeder seinen Beitrag leisten. Stella, Ag und Prue sind Landmädchen geworden und treten nun ihre erste Stelle an.
Auf sie wartet harte Arbeit auf einem Bauernhof, aber auch eine lebenslange Freundschaft untereinander und allerlei Vergnügungen mit den jungen Männern der Umgebung.
Angela Huth ist es gelungen den Alltag in dieser Zeit auf einem Bauernhof einzufangen. Das frühe Aufstehen, die Arbeit, die manchmal körperlich sehr anstrengend ist und nach der man auch oft nicht gut riecht.
All das konnte ich mir gut vorstellen und nach und nach sind mir alle Beteiligten ans Herz gewachsen.
Der Krieg scheint auf diesem Bauernhof weit weg zu sein, aber manchmal hinterlässt auch er seine grausamen Spuren.

Mir hat das Buch gut gefallen, es war mal ein etwas anderes Buch aus der Zeit des zweiten Weltkrieges.

Veröffentlicht am 01.02.2018

Die Suche nach dem Richtigen

Herrn Haiduks Laden der Wünsche
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Florian Beckerhoff entführt uns in Herrn Haiduks Laden der Wünsche in Berlin. Dieser Laden ist ein kleiner, voller Laden, in dem es Zeitschriften, Zigaretten und sonst allerlei Dinge gibt. Der Autor Paul ...

Florian Beckerhoff entführt uns in Herrn Haiduks Laden der Wünsche in Berlin. Dieser Laden ist ein kleiner, voller Laden, in dem es Zeitschriften, Zigaretten und sonst allerlei Dinge gibt. Der Autor Paul kehrt nach langer Zeit wieder einmal in diesen Laden zurück um Erinnerungen an vergangene Zeiten aufzufrischen. Herr Haiduk erkennt ihn wieder und möchte ihm eine Geschichte erzählen, die Geschichte Almas und einer verlorenen Lottoquittung.
Und so lernen wir Hernn Haiduk, Alma und die unterschiedlichsten Kunden seines Ladens kennen. Alma hat sich nämlich in den Kopf gesetzt, den wahren Besitzer der Lottoquittung zu finden.

Das Buch ist sehr ruhig, auch wenn so einiges dramatisches passiert. Es fließt dahin, wie durch die Hitze des Sommers verlangsamt. Ich konnte mir den Laden von Herrn Haiduk bildhaft vorstellen und auch den kleinen Hinterhof, in dem Herr Haiduk Paul die Geschichte erzählt und Alma im Jahr davor die potenziellen Gewinner interviewt.
Manchmal ging mir die Geschichte zu langsam voran, sie wurde doch teilweise künstlich in die Länge gezogen. Da konnte ich Pauls Ungeduld doch gut nachvollziehen. Das Ende kam dann doch recht plötzlich, ein bisschen zu plötzlich für meinen Geschmack, vor allem, da kurz vor Ende noch ein weiterer Erzählstrang eröffnet wird, dessen Ausgang dann nur angedeutet wird.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn ich mir manchmal mehr Tempo gewünscht hätte.
Daher hier nur vier Sterne.
Vielen Dank an den Verlag und NetGalley an die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 01.02.2018

Marlenes Geheimnis

Marlenes Geheimnis
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Brigitte Riebe nimmt uns in Marlenes Geheimnis mit auf ein Zeitreise ins Sudetenland der dreißiger Jahre. Eva wächst dort behütet bei ihren Eltern auf, hat gute Freunde und auch bald die erste große Liebe. ...

Brigitte Riebe nimmt uns in Marlenes Geheimnis mit auf ein Zeitreise ins Sudetenland der dreißiger Jahre. Eva wächst dort behütet bei ihren Eltern auf, hat gute Freunde und auch bald die erste große Liebe. All dies wird aber bereits durch den Einmarsch der Nationalsozialisten überschattet und schließlich durch den Krieg. Eva wird mit ihrer Mutter und ihrer Freundin am Ende vertrieben und wir begleiten Sie auf ihrer Flucht durch die Tschechei, Ostdeutschland bis zu ihrem endgültigen Ankunftsort, den Bodensee.

All dies wird uns über ihre Aufzeichnungen vermittelt, die sie ihrer Enkelin Nane hinterlassen hat und die nach dem Tod der Großmutter versucht, bei ihrer Tante Marlene einen Neustart für ihr Leben zu finden. In dieser Zeitebene erleben wir auch die Streitigkeiten zwischen Marlene und Nanes Mutter Viktoria, sowie die Probleme Marlenes mit den Nachbarn Bentele.

Mir hat dieses Buch gut gefallen, ich habe vieles über die Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem zweiten Weltkrieg gelernt. Auch den Teil in der Gegenwart habe ich gerne gelesen, hatte ich dabei doch immer die tolle Landschaft am Bodensee direkt vor meinen Augen.

Was mir etwas unverständlich geblieben ist, war der Titel, ich hätte Evas Geheimnis eher verstanden. Auch hätte mir ein ausführlicherer Schluss noch besser gefallen.
Aber trotzdem habe ich dieses Buch mit großem Vergnügen gelesen.

Veröffentlicht am 01.02.2018

Helikoptern....

Verschieben Sie die Deutscharbeit - mein Sohn hat Geburtstag!
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Ich habe mir das Buch gekauft, da ich auch schon viel Spaß mit den anderen Bücher Lena Greiners hatte. Bei diesem Buch ist mir aber teilweise echt das Lachen im Hals stecken geblieben. Die Geschichten, ...

Ich habe mir das Buch gekauft, da ich auch schon viel Spaß mit den anderen Bücher Lena Greiners hatte. Bei diesem Buch ist mir aber teilweise echt das Lachen im Hals stecken geblieben. Die Geschichten, die hier erzählt werden, sind wirklich sehr skurill, man möchte sich permanent ans Hirn greifen und sich fragen, was das soll.

Ich habe festgestellt, dass ich definitv kein Helikopter-Elternteil bin, dazu bin ich schlichtweg zu faul. Und glücklicherweise haben wir in der direkten Umgebung auch keine extem Helikopter.

Mir hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen. Übrig bleibt die Hoffnung, dass sich dieses Phänomen nicht weiter ausbreitet, ich will mir gar nicht vorstellen was da an unfähigen Erwachsenen herangezogen wird. Und ich hoffe doch sehr, dass meine Mädels es schaffen sich später einen Partner zu suchen, der auf eigenen Beinen im Leben steht.