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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2018

Höllgrotten

Höllgrotten
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Klappentext „Natalie ist ein 'Schmetterlingskind' und leidet an einem unheilbaren Gendefekt. Trotz ihrer Krankheit setzt sie sich aktiv für Frauen in Not ein. Als die junge Kongolesin Emeline tot unter ...

Klappentext „Natalie ist ein 'Schmetterlingskind' und leidet an einem unheilbaren Gendefekt. Trotz ihrer Krankheit setzt sie sich aktiv für Frauen in Not ein. Als die junge Kongolesin Emeline tot unter der Lorzentobelbrücke gefunden wird, stellt Natalie auf eigene Faust Nachforschungen an, denn für sie ist klar: Emeline hätte niemals Selbstmord begangen, da sie erst vor Kurzem ein Kind zur Welt gebracht hat. Aber wo ist das Baby? Zu spät merkt Natalie, dass sie sich mit ihren Fragen selbst in höchste Gefahr bringt.“ Monika Mansour hat mal wieder einen hervorragenden Krimi der Extraklasse geschrieben! Der Start in die Geschichte fällt durch den flüssigen Schreibstil sehr leicht und locker. Aber die Story hat es in sich! Mit viel Gefühl, Spannung und vor allem sehr gut recherchierten geschichtlichen und geografischen Parts wird die Geschichte zu einem Magnet! Dieses Buch kann man nicht aus der Hand legen! Durch die verschiedenen Rückblenden hat man als Leser den großen Vorteil genau rekonstruieren zu können was die Protagonisten jetzt tun bzw. warum dies und jenes geschieht. Diese Form der Geschichteneinteilung runden diese Story ganz wunderbar ab. Dadurch blickt man nicht nur hinter die Kulissen sondern auch tiefer in die Protagonisten. Sie wirken teilweise so real das es einem Angst macht. Zudem hat Mansour die Gabe den Leser zu verwirren. Nichts ist wie es scheint und das macht einen guten Krimi aus. Die Einblicke in die Demokratische Republik Kongo sind faszinierend aber auch sehr beängstigend. Egal ob Blutdiamanten, Korruption oder Verschleierungen und Mord, all das hat Mansour hervorragend in diese Geschichte verknüpft! Dieser Kriminalroman ist ein Hochgenuss der Krimiliteratur! Klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 24.05.2018

Traumhaft schön!

Weil es dir Glück bringt
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Samantha, genannt Sam, träumt schon immer von der großen weiten Welt. Es lag daran dass das Landleben auf dem Obsthof in Michigan bei ihren Eltern immer recht eintönig und sehr harte Arbeit war. Jetzt ...

Samantha, genannt Sam, träumt schon immer von der großen weiten Welt. Es lag daran dass das Landleben auf dem Obsthof in Michigan bei ihren Eltern immer recht eintönig und sehr harte Arbeit war. Jetzt lebt sie in New York und arbeitet in einer Patisserie. Aber auch hier ist sei überhaupt nicht glücklich. Das liegt aber nur an ihrem furchtbaren Chef. Dem ist es völlig wurscht ob die Kuchen gut schmecken oder gut aussehen. Die Hauptsache er sieht im TV immer gut aus. Nach einem heftigen Streit steht für Sam fest, sie will nach Hause zu ihren Eltern. Ihre Eltern und auch ihre Oma sind sichtlich erfreut über den spontanen Besuch und freuen sich jetzt umso mehr auf das baldige Jubiläum des Obsthofes. Alle backen und packen kräftig mit an. Es duftet förmlich durchs Buch! Aber da gibt es ja auch nich Angelo...den sehr netten Lieferanten aus der Patisserie...der sie vermisst. Es wird große Eindrücke geben und einige Wendungen...aber der Backlöffel ist immer mit dabei! Viola Shipmann hat mal wieder einen wunderschönen Roman geschaffen. Ihr Schreibstil ist wie immer ein Traum! Klar, flüssig und realistisch. Ihre Protagonisten verbindet mehr als nur irgendwelche Beziehungen...sie leben es mit Gefühl. Und genau dass ist es was Shipmanns Buch wieder mal so besonders macht. Ihre Art Gefühle zu beschreiben und sie einfließen zu lassen ist unheimlich toll. Nichts wirkt kitschig oder überladen, alles ist wohldosiert. Sams Geschichte hat mich an vielen Stellen echt zu Tränen gerührt. Es wirkt alles sehr real und aus dem Leben gegriffen. Shipmanns Sog ist einfach unumkehrbar! Wenn man einmal ein Buch von ihr liest ist man gefangen! Eine ganz wunderbar Autorin die es versteht ihre Leserschaft zu fesseln und zu berühren. Der zweite große Kanller im Buch sind die Rezepte. Es läuft einem richtig das Wasser im Mund zusammen! Man bekommt beim lesen so eine Lust auf so ein Stück Kuchen oder einen Donut. Dieses Buch riecht förmlich nach einer leckeren Geschichte! Eine absolute Leseempfehlung! Ich danke NetGalley und dem Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung ist frei und unabhängig entstanden.

Veröffentlicht am 19.05.2018

Träume aus Silber

Träume aus Silber
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„Träume aus Silber“ ist die Fortsetzung des Romans „Die silberne Spieldose“. Wir schreiben das Jahr 1963. Lilian Morrison ist einfach nur glücklich das sie endlich ihre Familie in Kapstadt wiedergefunden ...

„Träume aus Silber“ ist die Fortsetzung des Romans „Die silberne Spieldose“. Wir schreiben das Jahr 1963. Lilian Morrison ist einfach nur glücklich das sie endlich ihre Familie in Kapstadt wiedergefunden hat. Es war ein langer und steiniger Weg dorthin. Aber nun, endlich, ist es soweit und sie sind alle wieder vereint. Dennoch hängt Lilian der Verlust ihrer Schwester Emma noch sehr an und die Trauer um sie ist groß. Aus diesem Grund reist sie nach London. Lilian entdeckt dabei nur Dinge die alles irgendwie in ihrem Leben verändern. Musste das wirklich sein? In der Zwischenzeit gerät Lottes Oma in Südafrika zwischen die Fronten der Apartheid. Sie setzte sich für Schwarze ein. Aber das wird nicht gern gesehen. Zeitgleich in Dublin fertigt die Tischlerin Ceara ein hölzernes Spielkästchen an um ihre Alpträume endlich zu vergessen und sie zu verdrängen. Alle drei Damen verbindet ein bestimmtes Stück... Ohne den ersten Teil gelesen zu haben muss ich gestehen, bin ich total gefesselt! Es ist ein ganz grandioses Buch mit vielen besonderen Highlights. Hier geht es um ein wenig mehr als die üblichen Geschichten. Die Historie lebt auf! Die geschichtlichen und politischen Aspekte zur damaligen Zeit in Afrika werden unheimlich klar und deutlich dargestellt. Mit viel Feingefühl wird alles ineinander verwoben. Die ganze Art wie alles sich zusammenfügt ist einfach nur großartig. Die Charaktere sind mit so viel Hingabe dargestellt das man sie nur mögen kann und irgendwie auch zu einem Teil von ihnen wird. Dieses Buch strotz an vielen Stellen nur so vor Emotionen und ich muss gestehen, ich habe an einigen Stellen richtig doll geheult. Der klare und unverschnörkelte Schreibstil fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite! Ich war richtig überwältigt als ich es ausgelesen hatte. Ein richtiges wahres Meisterwerk! Absolute und ganz klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 19.05.2018

Tödliche Provence

Tödliche Provence (Hannah Richter 2)
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Was hat sich Hannah auf ihren Urlaub gefreut! Endlich mal ausspannen und ihre Freundin Penelope in der Provence besuchen! Doch kaum ist sie angekommen, geschieht ein rätselhafter Mord. Die schöne Idylle ...

Was hat sich Hannah auf ihren Urlaub gefreut! Endlich mal ausspannen und ihre Freundin Penelope in der Provence besuchen! Doch kaum ist sie angekommen, geschieht ein rätselhafter Mord. Die schöne Idylle trügt! Penelopes Nachbar Louis Prindere wird tot in seinem Haus aufgefunden. Das Arbeitszimmer des Toten ist verwüstet. Jemand hat nach etwas ganz bestimmt gesucht. Nur was? Penelope erinnert sich indes, das Prindere gewisse Andeutungen über ein Geheimnis in seiner Vergangenheit gemacht hat. Hannah steckt somit wieder voll in einem Fall der sie nicht loslässt. Mit Hilfe ihrer Freundin will sie den Mord aufklären. Aber sie ahnt nicht, dass der Täter ihr ganz dicht auf en Fersen ist... Sandra Åslund hat mit ihrem zweiten Provence-Krimi mit Protagonistin Hannah Richter einen echten Hit gelandet. Das französische Flair sowie die mittlerweile bekannten Gesichter sind auch hier wieder extrem gut gelungen. Mit ihrem Lokalkolorit, der auch sprachlich perfekt umgesetzt ist, fühlt man sich schnurstracks in die Provence versetzt. Das Suchen des Mörders erweist sich als äußerst schwierig und kompliziert. Wenn man denkt zu wissen wer es sei, verpufft gekonnt und bestimmend der Verdacht und eine neue Fährt wird gelegt. Diese Fährten verwirren den Leser komplett aber genau das macht einen sehr guten Krimi doch erst aus. Für alle die den ersten Fall von Hannah Richter „Mord in der Provence“ nicht gelesen haben kann ich nur sagen, es macht rein gar nichts. Immer wieder reflektiert Hannah zum letzten dort erlebten Fall und lässt einen als Leser nochmal Revue passieren. Es wird dabei nichts zu viel verraten deshalb könnte man auch erst jetzt den 1. Teil lesen. Die Fälle mit Hannah machen unheimlich Spaß und sind sehr spannend! Eine perfekte Umsetzung eines Krimis! Merci, Sandra Åslund!

Veröffentlicht am 18.05.2018

Es gibt nunmal so Tage im Leben, an denen sich alles verändert!

Ans Meer
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533, das ist sie. Das ist Antons Linie. Er fährt sie seit Jahren auf und ab mit seinem Linienbus. Immer wieder und wieder. Immer wieder die selben Menschen. Aber Abwechslung ist dennoch in seinem Leben ...

533, das ist sie. Das ist Antons Linie. Er fährt sie seit Jahren auf und ab mit seinem Linienbus. Immer wieder und wieder. Immer wieder die selben Menschen. Aber Abwechslung ist dennoch in seinem Leben da. Er ist verlebt! In Doris, seine Nachbarin. Aber wer zum Teufel ist der hustende Typ der immer wieder auf ihrem Balkon auftaucht? Es gibt Momente im Leben die alles verändern...wie jeden Tag steigt die todkranke Carla und ihre Tochter in seinem Bus ein und sie äußert den Wunsch, ein letztes Mal das Meer sehen zu wollen. Sofort! Ohne Umschweife! In Antons Kopf arbeitet es....und seine geliebten Butterbrezeln werden knapp, ebenso auch die Knackwurst! Wie soll man denn da noch denken! Aber Doris hat ihm vor kurzem noch gesagt das sie Männer mit Mut und Mumm mag...also los! Es folgt die Durchsage: „Wir fahren jetzt ans Meer!“ und der Roadtrip nach San Marco/Italien beginnt! Dieses Buch hätte 1000 Sterne verdient! René Freund hat ein Meisterwerk geschaffen! Man schlägt das dünne Büchlein auf und ist sofort in Antons Leben integriert. Man zuckt zusammen wenn Mutter Mechthild anruft, wir lassen uns zusammen die Butterbrezel schmecken, wir merken wie der Angstschweiß langsam in uns hochkommt und wir quasseln mal Blödsinn und dann wieder sehr tiefgründige und bewegende Gespräche mit den Reisenden. Der klare Schreibstil kommt ohne ausschweifende und ausladende Gespräche daher. Er passt so wunderbar zu den Protagonisten. Alle Thema werden angesprochen. Freud und Leid liegen hier dicht aufeinander. Gefühlvoll, berührend, zum Teil auch sehr zart lässt Freund seine Protagonisten daher kommen. Jeder ist in diesem Bus einzigartig. Anton und seine Verliebtheit passen wunderbar als Nebenthema in die Geschichte und verflechten sich sehr harmonisch miteinander. Ich hab ganz selten so ein berührendes Buch gelesen. Ich hab zum Teil richtig Rotz und Wasser geweint weil es so bewegend ist. Die liebenswerte Carla hat ihren großen Teil dazu beigetragen. Wie Freund die verschiedensten Thema zusammenfügt zeigt, das er seine Umgebung sehr genau betrachtet, beobachtet und wahrnimmt. Da gehört viel Fingerspitzengefühl dazu! Denn seine Art das Leben niederzuschreiben ist einfach nur wunderbar ehrlich und geschmackvoll! Ich bin restlos begeistert von diesem wunderschönen Buch das nebenbei auch sein tolles Cover besticht! Eine ganz klare Leseempfehlung und ein absolutes Highlight 2018!