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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2025

Duftiges Zeitreiseabenteuer

Luzie Alvenstein – Erbin der Duftapotheke (1). Ein Geheimnis zieht durch die Zeit
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Der Jugendfantasyroman von Anna Ruhe las sich ungemein spannend. Im Zentrum der Geschichte steht Luzie Alvenstein, die gemeinsam mit Freundin Elodie die geheime Duftapotheke leitet. Luzie besitzt ein sog. ...

Der Jugendfantasyroman von Anna Ruhe las sich ungemein spannend. Im Zentrum der Geschichte steht Luzie Alvenstein, die gemeinsam mit Freundin Elodie die geheime Duftapotheke leitet. Luzie besitzt ein sog. Sentifleurtalent. D.h., sie ist hochsensibel gegenüber Düften wie menschlichen Emotionen und kann damit durch die Zeiten reisen. Luzie ist auch die erste, die bemerkt, dass Flakons mit gefährlichen Düften in der Duftapotheke fehlen. Wer könnte es gewesen sein? Eine Spur weist zur italienischen Malerin Francesca Fratelli. Umgehend machen sich Luzie und ihre Freunde auf nach Roma ins Jahr 1871...

Anna Ruhes Spin-off hat mich auch ohne Kenntnis ihrer Duftapothekenreihe vollkommen begeistern können. In diesem Roman steckt so viel Fantasie und Spannung. Die Charaktere, angefangen von Hauptfigur Luzie bis zum angsteinflößenden Nordmann, überzeugen. Gleichwohl empfand ich die Beziehung zwischen Luzie und Mats etwas unglaubwürdig. Die Idee einer magischen Duftapotheke ist hingegen wirklich originell. Die Reisen durch Raum und Zeit sorgten für ordentlich Spannung und Drama. Nicht nur junge, sondern auch junggebliebene Leser werden diesen Roman nicht mehr aus der Hand legen können. Ich hatte ihn in nicht einmal 2 Tagen durchgelesen. Nun bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzungen...

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Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein Krimi zum Schlapplachen

Glitzer, Glamour, Wasserleiche
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INHALT
Die rubinöse und kapriziöse Opernsängerin Pauline Miller ist der Star der Bregenzer Festspiele. Sie soll die Prinzessin Turandot in der gleichnamigen Puccini-Oper spielen. Doch eine Wasserleiche ...

INHALT
Die rubinöse und kapriziöse Opernsängerin Pauline Miller ist der Star der Bregenzer Festspiele. Sie soll die Prinzessin Turandot in der gleichnamigen Puccini-Oper spielen. Doch eine Wasserleiche und die Entführung ihres Boston Terriers Radames kommen dazwischen.

MEINUNG
Tatjana Kruses Kriminalroman konnte mich ab der ersten Zeile durch seinen sarkastischen, rabenschwarzen Erzählstil überzeugen. Jedes Seite strotzt förmlich vor Skurrilität und Situationskomik.

Ich finde es großartig, wenn Krimis nicht allzu brutal und staubtrocken daherkommen, daher ist Kruses Buch eine meiner überraschenden Neuentdeckungen dieses Buchsommers.

Ich-Erzählerin Pauline Miller ist eine wahre Type. Nichts und niemand kann sie aufhalten, aber wehe jemand vergreift sich an ihrem Goldstück "Radames". Die sympathische Hauptprotagonistin versucht sich im Laufe der Handlung als Hobbydetektivin und scheitert dabei einige Male kläglich, was von Kruse humorig umgesetzt wurde und für allerlei Lachtränen sorgte. Auch Paulines Entourage aus Hippievater, Countertenor Yves, kleinwüchsiger Agentin Bröcki und einem seltsamen Tiertherapeutenpaar kann sich sehen lassen und frischt den Plot angenehm auf. So kommt es, dass die millionenschwere Wasserleiche nur noch eine Nebenrolle spielt; was der Spannung und besonders dem Unterhaltungswert des Buchs aber keinen Abbruch tut.

FAZIT
Ein durch und durch witziger Krimi, der ganz nebenbei auch noch etwas Opernwissen vermittelt. Mich hat dieses Buch zum Fan von Tatjana Kruse gemacht und nun fiebere ich dem nächsten "Pauline-Miller-Krimi" entgegen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die unsichtbare Privatdetektivin

Verflixt und unsichtbar
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Laura Sand ist ein Profi im Aufdecken von Ehebrecher- und Fremdgehfällen und mit einem besonderen Talent ausgestattet. Sie kann sich unsichtbar machen, muss dazu aber alle Hüllen fallen lassen.

In ihrem ...

Laura Sand ist ein Profi im Aufdecken von Ehebrecher- und Fremdgehfällen und mit einem besonderen Talent ausgestattet. Sie kann sich unsichtbar machen, muss dazu aber alle Hüllen fallen lassen.

In ihrem neuesten Fall soll die 24-jährige Privatdetektivin ein Wirtschaftsdelikt aufdecken. Schützenhilfe bekommt die Einzelkämpferin dabei vom Charmebolzen und Schnöselkollegen Erik. Eigentlich bietet dieser diffizile Fall schon genügend Aufregungspotenzial, doch Laura wäre nicht Laura, wenn sie nicht parallel noch einen zweiten Fall aufzuklären hätte. Der schmierige Lebenspartner von Lauras Freundin Stefanie wurde ermordet und Laura, die das Opfer heimlich beschattet hat, gilt als Hauptverdächtige...

Jana Himmels erster Fall für Laura Sand liest sich sehr flüssig und kurzweilig. Protagonistin Laura und deren Persönlichkeit wurden gut herausgearbeitet. Die Dessousfetischistin und Vollwaise ist eine sympathische Figur, die sich mit ihrem Kollegen Erik gern verbale Schlachten liefert. Doch hinter dem Anzugträger und geschniegelten Lackaffen Erik scheint mehr zu stecken, als sie anfangs vermutet hat.

Die übrigen Nebendarsteller wurden gut mit in die leichte Handlung eingebaut. Besonders die häufig wechselnden Handlungsorte und Rückblicke in Lauras Vergangenheit besaßen ein hohes Spannungspotenzial. Insgesamt war es vor allem Lauras temporäre Unsichtbarkeit, die den besondern Reiz der Story ausmachte.

Einzig Lauras zahlreicher Heulattacken hätte es m. E. nicht bedurft. Zudem fand ich es etwas schade, dass die Frau auf dem Buchcover nicht 100%ig mit der Laura, wie sie im Laufe der Handlung beschrieben wurde (falsche Haarfarbe), übereinstimmt. Auch das offene Ende samt Cliffhanger kam etwas plötzlich daher.

FAZIT
Ein leichter Chick-Lit-Krimi, der Lust auf die Folgebände macht.

Veröffentlicht am 22.03.2026

Wo ist das Kuschelmonster?

Einfach Sunny
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An Maren Grafs Kinderbuch über die blinde Titelheldin Sunny hat mich vor allem das bunte Cover angesprochen. Ich mochte die warmen Farbtöne auf Anhieb. Zudem fand ich die Story über eine blinde "Schatzsucherin" ...

An Maren Grafs Kinderbuch über die blinde Titelheldin Sunny hat mich vor allem das bunte Cover angesprochen. Ich mochte die warmen Farbtöne auf Anhieb. Zudem fand ich die Story über eine blinde "Schatzsucherin" reizvoll. Die zeichnerische Umsetzung ist wirklich gelungen und preisverdächtig. Die Geschichte konnte mich leider nicht so mitreißen. Es fehlte mir an Tempo und Abenteuer. Die Hauptfigur Sunny lernt Ben auf der Straße kennen, indem sie ihm mit ihrem Blindenstock anrempelt. Er ist auf der Suche nach seinem Lieblingskuscheltier, wobei ihn Sunny gern behilflich ist. Sunnys unkomplizierter Umgang mit Vorurteilen rund ums Thema Behinderung hat mir imponiert. Sie ist mutig und lässt sich nicht auf ihre Blindheit reduzieren. Ben und Sunny bilden ein gutes Team, wobei die Kuscheltiersuche sich ziemlich zieht und die lustigen Stellen eher rar sind. Schade, dass die Katze vom Cover keine Rolle innerhalb der Handlung spielte.

FAZIT
Alles in allem ein solides Kinderbuch zum Thema gelebte Inklusion und Freundschaft.

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