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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2019

Zu unglaubwürdig für meinen Geschmack

Vom Schicksal bestimmt – Blood Dynasty
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Ich liebe Vampire. Ich liebe sie in ihrer "bösen" Form, in den "guten" Varianten und in allen Variationen, die dazwischen liegen. Hauptsache sie sind gut ausgearbeitet. Hier in diesem Buch war ich etwas ...

Ich liebe Vampire. Ich liebe sie in ihrer "bösen" Form, in den "guten" Varianten und in allen Variationen, die dazwischen liegen. Hauptsache sie sind gut ausgearbeitet. Hier in diesem Buch war ich etwas enttäuscht davon. Unabhängig davon, dass sie mir zu viel an Sex denken bzw. beim Trinken automatisch auch ein starkes Verlangen nach Sex entwickeln, gab es für meinen Geschmack zu wenig Informationen über die drei verschiedenen Clans. Insbesondere den Clan der Quellen fand ich merkwürdig vorgestellt. Erst heißt es, sie sind spezialisiert und kaum zu besiegen und dann ist es für Tendra, einem Menschen, möglich diese nicht nur zu besiegen, sondern auch zu töten. Ein Mensch ist einem Vampir eh schon unterlegen und dann war das für mich zu unglaubwürdig, dass ein Mensch einen Vampir besiegen sollte, der Hunderte von Jahren trainiert hat und eh durch seine Wesensart überlegen ist.


Ebenfalls unglaubwürdig fand ich Tendras Reaktion. Sie wird entführt! Von Vampiren! Wesen, die gar nicht existieren sollten. Und Tendra hat damit viel zu schnell kein Problem mit. Sie akzeptiert, dass sie ab sofort keine Freiheit mehr haben soll. Dass sie irgendeine alte Prophezeiung zu erfüllen hat. Akzeptiert, dass ihre Mutter sie jahrelang belogen hat. Nach wenigen Seiten geht es nur noch um die verbotene Anziehungskraft zwischen ihr und ihrem Entführer Athan. Für meinen Geschmack war das Buch viel zu sehr auf Erotik ausgelegt und alles andere musste sich hinten anstellen. Das fand ich schade. Besonders da mich die Sexszenen auch nicht überzeugen konnten.


Unabhängig von der viel zu schnellen Akzeptanz bestimmter Dinge mochte ich Tendras Charakter. Sie ist sehr selbstbewusst und neugierig. Letzteres gefiel mir sehr. Sie wird in eine komplette unbekannte Welt mit eigenen Regeln geworfen und versucht sie aktiv darin zurecht zu finden. Athan war auf seine Art auch liebenswert, obwohl er mir zu blass blieb.


Abseits der Erotik war die Handlung von der Grundidee her interessant. Da mir die Gegner aber zu schnell besiegt waren und auch wenig Einfallsreichtum zeigten, war es zwar nicht langweilig, aber auch nicht super spannend. Da war ich gespannter, ob und wie Athan und Kendra zusammenfinden. Oder ob sie vielleicht doch am Ende mehr gefallen am ihr bestimmten Bruder findet. Die Wendungen am Ende waren super und haben mir gefallen, auch wenn ich ahnte, was passieren würde.


Alles in allem glaube ich, dass ich falsche Erwartungen an das Buch hatte. Weniger Erotik und mehr Charakterentwicklung bzw. eine spannende Auseinandersetzung von Tendra mit dem Vampirdasein und der Jagd, die auf sie gemacht wird, hätten mir besser gefallen. Daher bekommt das Buch von mir noch 2 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Erotik
Veröffentlicht am 22.04.2019

Enttäuschend

Aschenkindel
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Ich ahnte schon durch den Klappentext, dass Claerie vom Charaktere her anders ist als ich mir Aschenputtel immer vorstellte als Kind. Und ich mochte ihre Art. Sie ist sarkastisch, selbstbewusst und hat ...

Ich ahnte schon durch den Klappentext, dass Claerie vom Charaktere her anders ist als ich mir Aschenputtel immer vorstellte als Kind. Und ich mochte ihre Art. Sie ist sarkastisch, selbstbewusst und hat einen tollen Humor. Das ließ sie auch stark von den anderen Charakteren abheben, denn diese blieben einfach blass und farblos. Was ich sehr schade fande. Besonders da auch der Fremde im Wald keine Tiefe bekam und mich die Liebesgeschichte nicht berührte. Auch sonst fand ich nicht, dass die Beziehungen von Claerie zu den verschiedenen Charakteren Spannung in den Roman brachte. Alles wirkte so "nett" auf mich.

Die Geschichte selbst hat einige Ideen, die mich anfangs begeistert haben. Flugwürmer, Vampire im Verbotenen Wald, Feen für alle, Magie, ein Kaiserreich, was das Königreich, in dem Claerie lebt, annektieren will - so viel Potenzial und davon wurde in meinen Augen nichts ausgeschöpft. Ehrlich gesagt habe ich mich am Ende gefragt, wieso diese Elemente in die Geschichte gebracht wurden. Sie trieben die Story weder voran noch wurde stark darauf eingegangen.

Letztens Ende plätscherte die Geschichte so vor sich hin und immer wenn ich dachte, jetzt kommt was Spannendes, wurde ich durch die Art der Auflösung dessen enttäuscht. Trotzdem bekommt das Buch von mir zwei Sterne, weil ich den Humor darin mochte.

Veröffentlicht am 28.05.2018

Mir fehlte es an Charaktertiefe und Spannung

Das Geheimnis der Königin
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Begonnen hat die Geschichte um Catherine de Valois, Stammmutter der Tudor-Dynastie, sehr schön. Ein kurzer Einblick in ihre Kindheit im Kloster und anschließend ein Zeitsprung zum Kennenlernen mit König ...

Begonnen hat die Geschichte um Catherine de Valois, Stammmutter der Tudor-Dynastie, sehr schön. Ein kurzer Einblick in ihre Kindheit im Kloster und anschließend ein Zeitsprung zum Kennenlernen mit König Heinrich V. Solche Zeitsprünge durchziehen das ganze Buch, behandelt es doch Catherines Lebensweg von ihrer Kindheit bis zu ihrem Tod.

Ich persönlich hatte etwas anderes von dem Roman erwartet. Im Klappentext steht ja, dass sich Catherine nach dem Tod ihres Mannes mit Ränkespielen und Intrigen auseinandersetzen muss, allerdings habe ich diese Intrigen im Buch nicht gesehen. Ja, es wird immer wieder angedeutet, welche Parteien um die Gunst des neuen jungen Königs kämpfen und Catherines neue Liebe ist auch nicht gestattet, aber dies wird nicht ausgebaut. Ehrlich gesagt, empfand ich Catherine als ziemlich passiv, die sich aus den Hofintrigen raushält. Spannung durch Intrigen ist hier nicht zu finden.
Auch die Liebesgeschichte bahnte sich nicht langsam an, sondern war durch die Zeitsprünge auf einmal da. Die Gefahren, die durch eine mögliche Aufdeckung für Catherine und Owen bestehen, werden zwar erwähnt und kommen auch immer mal wieder zur Sprache, aber auch hier fehlte mir die Spannung.

Für mich war es mehr eine Anreihung von historischen Fakten, die in eine seichte Geschichte gepackt wurden. Hervorzuheben sind kleinere Details, die einen schönen Einblick in das damalige Leben und in den Glauben geben, und zeigen, dass die Autorin die Zeit kennt, über die sie schreibt. Trotzdem hat mir die Tiefe in der Geschichte gefehlt. Auch bezüglich der Charaktere. Es bleibt alles oberflächlich und die Spannung fehlte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 09.05.2018

Hat mich enttäuscht

Law Enforcement: Los Angeles
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Ich wollte dieses Buch lesen, weil ich viel Positives davon gehört hatte, leider konnte es mich überhaupt nicht überzeugen. Es fing gut an, allerdings wurde mir die Handlung schnell zu merkwürdig. Anstatt ...

Ich wollte dieses Buch lesen, weil ich viel Positives davon gehört hatte, leider konnte es mich überhaupt nicht überzeugen. Es fing gut an, allerdings wurde mir die Handlung schnell zu merkwürdig. Anstatt Einblicke in das Leben von Kate und Aidan zu erhalten, gibt es auf der Seite von Kate nur Zweifel und Herzschmerz und bei Aidan ständig irgendwelche gefährlichen Situationen, ohne dabei wirklich in seine Arbeit Einblicke zu erhalten. Diese wirkten auf mich einfach zu stark konstruiert. Auch habe ich zu den Beiden im Laufe des Lesens keine Beziehung aufbauen können. Irgendwie drehte sich die ganze Geschicht im Kreis. Vor allem Kate hatte mich genervt.
Die Geschichte langweilte mich und nach etwas mehr als der Hälfte habe ich immer mal wieder Seiten übersprungen. Ich werde die Reihe nicht weiterlesen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schöner Fantasyroman, der mehr hätte sein können

Cleaners Inc. - Retterin der Welt
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Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Thia erzählt, die von einem Tag auf den anderen die Verantwortung für die magischen Wesen, auch Ceteri genannt, in ihrer Stadt und Umgebung trägt, obwohl ...

Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Thia erzählt, die von einem Tag auf den anderen die Verantwortung für die magischen Wesen, auch Ceteri genannt, in ihrer Stadt und Umgebung trägt, obwohl sie von deren Existenz gar keine Ahnung hatte.
Durch die Ich-Perspektive lernt der Leser die magische Welt zusammen mit Thia kennen. Ich mag den Ich-Erzähler - wenn es gut geschrieben wird. Die Schwierigkeit liegt ja darin, dass nur Dinge vermittelt werden können, die der Erzähler weiß. Nur sein Innenleben, sein Gefühle können direkt vermittelt werden. Gefühle der Nebencharakter allerdings nur indirekt durch Gespräche, Gesten und Handlungen. Und hier hakte es in meinen Augen leider. Die anderen Personen wie Thias Vater, Colton, Jared, Angela, .... blieben mir fremd, eben weil ich ihre Handlungen zum Teil nicht nachvollziehen konnte. Thia hingegen wirkte sehr sympathisch auf mich. Sie hat keine Ahnung, von ihren Kräften und soll ohne Anleitung ihre Aufgabe erfüllen. Das da nicht alles klappt, wie von ihren Chefs, dem Konsortium, gewünscht, ist verständlich. Trotzdem versucht sie ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Auch die Liebesgeschichte konnte mich trotz der Ich-Perspektive nicht wirklich erreichen. So richtig mitleiden konnte ich mit Thia nicht.
Wer mir noch total sympathisch war: Walther. So süß. Ich hätte auch gern einen.

Die Grundidee und den Handlungsablauf der Geschichte fand ich richtig klasse, allerdings hätte es für meinen Geschmack ein bisschen mehr ins Detail gehen können. Das Aussehen der Drachen zum Beispiel oder Handlungsabschnitte, die auf mich einen unfertigen, "geschnittenen" Eindruck machten. Auch wurden einige Dinge angerissen und tauchten nicht wieder auf. Für mich als Leser blieben da so einige Fragen offen, die die Handlungen plausibler gemacht hätten.

Das Ende wartet mit einem riesigen Cliffhanger auf, der auf einen zweiten Teil hoffen lässt. Trotz all meiner Kritik würde ich nämlich sehr gerne wissen, wie es mit Thia weitergeht. Löst sie das Rätsel und wie steht es mit der Liebe?

Was noch den Lesefluss gestört hat, waren die Fehler. Besonders am Anfang fielen diese stark auf. Doppelte Wörter, die darauf schließen ließen, dass der Satz umgebaut wurde. Kommafehler und Logikfehler. Während der Leserunde erklärte die Autorin aber, dass in nächster Zeit eine neue fehlerfreie Version erscheint.