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Veröffentlicht am 06.06.2018

Gleis der Vergeltung

Gleis der Vergeltung
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Am Tag seiner Hochzeit stirbt Benendikt auf dem Weg zu seiner Braut Lynn, bei einem tragischen Unfall.
7 Jahre später leidet die junge Frau noch immer unter dem Verlust, als sie einen Anruf erhält, der ...

Am Tag seiner Hochzeit stirbt Benendikt auf dem Weg zu seiner Braut Lynn, bei einem tragischen Unfall.
7 Jahre später leidet die junge Frau noch immer unter dem Verlust, als sie einen Anruf erhält, der diesen Unfall in ein völlig anderes Licht rückt und Lynn nur noch einen Gedanken hegt: Rache.
Das sagt in knapperen Worten der Klappentext aus, aber in diesem Buch geht es um viel viel mehr als nur den vielleicht vermeidbaren Tod eines geliebten Menschen. Es geht darum die Vergangenheit aufzuarbeiten und um unentschuldbare Verbrechen.
Aber von vorn. Nicht nur Lynn leidet, in einem weiteren Erzählstrang lernen wir Maarten,Hendrik und Annabelle kennen, die drei verbindet nicht nur Freundschaft, sie scheinen eine Schuld auf sich zu geladen zu haben, die sie mit Lynn verbindet obwohl sie sich nicht kennen und jeder von Ihnen soll für diese Schuld bezahlen.
Und dann gibt es noch die wirklich heftigen Passagen, die die von Missbrauch und Tod erzählen. Krimis und Thriller gibt es viele, Mord, Totschlag und Folter sind die Hauptthemen in den täglichen Nachrichten, wir hören davon und haben es sehr schnell wieder vergessen. Nur wenn es um Kinder geht, ist wohl niemand so abgestumpft, das er sofort die Gedanken auf etwas anderes richten kann, wir leiden mit ihnen. Meiner Meinung nach, ist dies das wichtigere Thema im Buch, nach und nach erfahren wir, das Lynn nicht nur unter dem Verlust Benedikts leidet, sondern auch unter dem Missbrauch den sie in ihrer Kindheit ausgesetzt war, die Einzelheiten dazu enthüllt die Autorin Astrid Korten erst nach und nach, wer schwache Nerven hat sollte dieses Buch nicht lesen, nicht weil sie besonders detailliert beschreibt was geschah, sondern weil die Hintergründe einfach nur perfide und ekelerregend sind. Niemand kann sich das ausdenken und so handelt auch Gleis der Vergeltung von einer wahren Begebenheit. Verpackt in ein Geflecht aus Lügen und Intrigen, kommt die Wahrheit nur langsam ans Licht, eine Wahrheit die nicht nur Lynns Leben fast zerstörte, sondern die auch die Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung aufarbeiten müssen.
Nur langsam fügen sich alle Teile zusammen, der Schockmoment kommt erst gegen Ende des Buches, aber es gibt auch einen kleinen, sehr wichtigen Lichtblick in Lynns Leben. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 23.05.2018

The wife between us

The Wife Between Us
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Ich habe seit langem mal wieder ein Buch in wenigen Stunden ausgelesen, das ging zwar auf Kosten meines Schlafes, aber das war es auf jeden Fall wert.
The wife between us, ist spannend von der ersten bis ...

Ich habe seit langem mal wieder ein Buch in wenigen Stunden ausgelesen, das ging zwar auf Kosten meines Schlafes, aber das war es auf jeden Fall wert.
The wife between us, ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Wie fühlt sich eine Frau die kurz nach der Trennung von ihrem Mann erfährt das er wieder heiraten will, in Vanessas Fall wie ein ungeliebtes Accessoire zunächst heiß geliebt und dann lästig. Und wie fühlt sich eine Frau die vor der Ehe mit dem Geliebten gewarnt wird, der sie auf Händen trägt und sie immer beschützen und behüten will?
Das klingt nun so wie x andere Bücher, wo ist denn da der Thrill, wo die Spannung, das kennt man doch schon zur Genüge, wie kann das schlaflose Nächte bereiten?
Das kann ich euch nicht verraten, nur das nichts ist wie es scheint. Selten habe ich ein psychologisch so ausgeklügeltes Buch gelesen. Erst spät im Buch kommt die Wahrheit ans Licht, die Wahrheit über Lug und Betrug, Rache und Angst.
Die Charaktere sind sehr realistisch dargestellt, ich konnte sowohl mit Vanessa als auch Nellie und Emma mitfühlen, obwohl ich normalerweise meist auf Seiten der betrogenen Ehefrau stehe, die ja fast immer das Opfer ist.
Von mir gibt es eine absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 22.05.2018

Das Böse in deinen Augen

Das Böse in deinen Augen
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Inhalt: Nach einem Zwischenfall mit einem ihrer Patienten, verlässt die Kinderpsychologin Imogen Reid London um in ihrem Heimatort ein neues Leben zu beginnen.
Imogen kehrt nicht gern in ihr Elternhaus ...

Inhalt: Nach einem Zwischenfall mit einem ihrer Patienten, verlässt die Kinderpsychologin Imogen Reid London um in ihrem Heimatort ein neues Leben zu beginnen.
Imogen kehrt nicht gern in ihr Elternhaus zurück, zu düster sind die Erinnerungen an ihre lieblose Kindheit, unter der sie noch immer leidet.
Auf ihrer neuen Arbeitsstelle wird ihr Ellies Atkinson zu gewiesen, das kleine Mädchen hat ihre Familie bei einem Brand verloren und lebt nun in einer Pflegefamilie. Ellie ist gefährlich heißt es in dem kleinen Ort, wenn sie wütend wird geschehen schreckliche Dinge. Einzig ihre Pflegeschwester Mary und Imogen glauben nicht daran, das Ellie für die Geschehnisse verantwortlich ist.

Meine Meinung: Jenny Blackhurst lässt ihre Protagonisten Imogen und Ellie erzählen, das in Verbindung mit dem sehr angenehmen Schreibstil ließ mich das Buch in einem Rutsch durchlesen, die kurzen Kapitel taten ihr übriges.
Immer wieder stellte sich mir die Frage: Kann ein kleines Mädchen wirklich so viel Böses bewirken, sie schien so harmlos, so schutzbedürftig, die meiste Zeit ging es mir wie Imogen, ich wollte sie in die Arme nehmen, sie trösten und ihr versprechen das alles Gut wird. Um auf der nächsten Seite wieder davon überzeugt zu sein, das sie das personifizierte Böse ist, das sie sich ihrer Macht zwar noch nicht so ganz bewusst ist, sie aber irgendwann in der Lage sein wird ihre Fähigkeiten einzusetzen und dann Gnade denen die sie zum Feind haben.
Dieses Hin und Her macht das Buch zu einem wahren Pageturner und lies mich so manches mal in einem Wechselbad der Gefühle zurück, wenn ich es gezwungenermaßen irgendwann zur Seite legen musste.
Ich verrate euch natürlich nicht mehr, weder zur Handlung noch zur Auflösung, die mich mit einem leichten Angstgefühl zurück lies.

Hier vergebe ich gern eine Leseempfehlung

Veröffentlicht am 16.05.2018

Immer wenn du tötest

Immer wenn du tötest
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Inhalt:

Eine Reihe von brutalen Morden hält die Berliner Polizei in Atem, unter Verdacht, die Künstlerin Freyavon Rittberg. Die exzentrische Künstlerin malt Bilder mit dem Blut ihrer Anhänger, das diese ...

Inhalt:

Eine Reihe von brutalen Morden hält die Berliner Polizei in Atem, unter Verdacht, die Künstlerin Freyavon Rittberg. Die exzentrische Künstlerin malt Bilder mit dem Blut ihrer Anhänger, das diese ihr bei sogenannten Mut Challenges zur Verfügung stellen. Doch geht die sensible Künstlerin wirklich so weit ihre Anhänger zu töten und wie Schlachtvieh ausbluten zu lassen? Das soll Targa Hendricks herausfinden, die als Personenschützerin bei Frey von Rittberg eingeschleust wird.

Meine Meinung:

Mit Targa haben B.C.Schiller eine Figur erschaffen, die mit einem scharfen, brillanten Verstand ausgestattet ist, die ohne Emotionen einen Sachverhalt analysieren kann und sich so in die Psyche anderer hineindenken kann. Auf der anderen Seite fehlt ihr soziale Kompetenz, sie empfindet anderen Menschen gegenüber so gut wie gar nichts, das einzige Lebewesen dem sie wirklich Gefühle entgegenbringt ist ihr Hund "Hund" und sie hegt tiefe Gefühle zu ihrer als Säugling verstorbenen Zwillingsschwester, mit der sie Zwiegespräche führt als wäre sie noch da.
Ihr gegenüber steht Frey von Rittberg, ebenfalls tief gestört, wenn auch aus anderen Gründen, sie wuchs bei ihrem Großvater auf, der im 3. Reich ein sogenanntes Lebensborn Heim leitete und besessen war von der Idee des arischen Herrenmenschen. Groß, blond,blauäugig. Nichts davon erfüllte das kleine Mädchen, seine Enttäuschung ließ er das sensible Mädchen immer spüren.
Die Autoren lassen die beiden Frauen miteinander spielen, in kurzen knappen Kapiteln verfolgt der Leser ein Katz und Maus Spiel bei dem mal die eine und mal die andere die Katze zu sein scheint. Das macht die Story sehr spannend.
Immer wenn du tötest ist der zweite Fall um Targa Hendricks und leider glaube ich man muss den 1. Teil zwingend gelesen haben um Targa auch nur annähernd zu verstehen, allerdings geben die Autoren ihren Lesern viele Informationen zum Leben Targas so das alles wichtige bekannt ist, aber das ist etwas anderes als hätte ich sie "persönlich" im ersten Band kennengelernt. Ich kreide das allerdings niemandem an, schließlich hätte ich Targa Der Moment bevor du stirbst. ja vorher lesen können.
Das Buch ist definitiv nichts für Leser die kein Blut sehen können, denn das Kopfkino ausschalten funktioniert nicht.

Veröffentlicht am 20.04.2018

Der Kanon mechanischer Seelen

Der Kanon mechanischer Seelen
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Inhalt: Seit Urzeiten durchstreift Ninive die Hügellandschaft im Schatten einer 4 Kilometer hohen Mauer, immer auf der Suche nach neuen Informationen über die Vergangenheit, die sie den im Schlamm und ...

Inhalt: Seit Urzeiten durchstreift Ninive die Hügellandschaft im Schatten einer 4 Kilometer hohen Mauer, immer auf der Suche nach neuen Informationen über die Vergangenheit, die sie den im Schlamm und Erdboden versunkenen Gegenständen entlockt, indem sie sie beseelt, denn Ninive ist eine Wandlerin, sie kann leblose Dinge zum Leben erwecken, so das diese Sprechen, Handeln, Denken und Fühlen können und so mit ihnen kommunizieren. Da die Dinge meist nicht mit besonders hoher Intelligenz gesegnet sind, kommt es das eine oder andere Mal zu sehr amüsanten Szenen, die den hohen Anspruch den dieses Buch an seine Leser stellt, etwas auflockert.

Auf einem ihrer Streifzüge entdeckt Ninive ein riesiges Tier aus Schrott, das ihr folgt wie ein Gänseküken seiner Mutter und sie trifft Aris, der ausgesandt wurde, um einen Weg hinter die Mauer zu finden, die seit Äonen niemand mehr überwinden konnte.



Meine Meinung:

Ich könnte Michael Marraks Werk nun mit anderen vergleichen, mit Stanislaw Lem z.B. der im Klappentext erwähnt wird, wenn ich von dem nur etwas gelesen hätte oder ich könnte Vergleiche ziehen zu Chihiros Reise ins Zauberland, das ebenfalls erwähnt wird, aber auch das ist mir unbekannt. Und nach diesem Buch wünschte ich mir, ich könnte jedes Buch so lesen, ich könnte in eine mir völlig fremde Welt eintauchen und sie mit staunenden Augen betrachten. Ich stand neben Ninive auf den Hügeln und sah mechanische Wesen wie Dinosaurier an mir vorbeiziehen.

Michael Marrak lässt wirklich Bilder entstehen, seine Beschreibungen der Dinge sind liebevoll und detailliert und lassen trotzdem noch Raum für die eigene Fantasie.

Ich gebe zu, mit dem Prolog habe ich mich etwas schwer getan, viel zu viel Technik für meinen Geschmack, aber der ist nur kurz und nur der Auftakt zu einer abenteuerlichen Reise.

Eine meiner Lieblingsfiguren, neben Ninive, war Cutter, der klassischer Weise mit Sense und schwarzem Umhang auftritt, alles zu wissen scheint und wenig preisgibt und immer für ein Lächeln gut ist.

Der Kanon mechanischer Seelen ist nichts für Anfänger, ich habe 4 Wochen gebraucht um die 720 Seiten zu lesen und ich habe jede Seite geliebt, trotzdem werde ich das Buch wieder auf den Stapel zu lesender Bücher legen, denn ich bin mir sicher das ich noch mehr entdecken werde, wenn ich es erneut lese.

Ausnahmsweise erwähne ich auch die Covergestaltung und die Illustrationen im Inneren des Buches, sie unterstützen die Fantasie des Lesers und sind einfach wunderschön.



Ich vergebe eine absolute Leseempfehlung.