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Veröffentlicht am 13.07.2018

Fantasy trifft auf Antike

Najaden - Das Siegel des Meeres
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Bei dem Titel „Najaden“ habe ich zunächst an ein Kunstwort gedacht. Erst im weiteren Verlauf habe ich es googelt und festgestellt, dass dies eine feste Bezeichnung für Nymphen ist. Dass ich diesen Begriff ...

Bei dem Titel „Najaden“ habe ich zunächst an ein Kunstwort gedacht. Erst im weiteren Verlauf habe ich es googelt und festgestellt, dass dies eine feste Bezeichnung für Nymphen ist. Dass ich diesen Begriff nicht kannte und das obwohl ich eine begeisterte Leserin von Fantasy bin, zeigt schon, dass dies keine Geschichte ist, dies es in unterschiedlichen Ausprägungen schon viele Male gibt. Für mich war dieses Buch etwas Neuartiges und mit ein Grund, warum es mir so besonders gut gefallen hat.

Was der Titel ebenfalls schon verrät – da die Bezeichnung aus der griechischen Mythologie kommt – ist, dass hier auch antike Elemente auftauchen. Diese Kombination ist einfach nur fantastisch. Die Geschichte wird hierdurch viel authentischer, da sich der Leser gut vorstellen kann, wie es vor allem Frauen in der damaligen Zeit ergangen ist. Natürlich muss Fantasy nicht vollkommen realistisch sein, aber diese Verbindung von zwei unterschiedlichen Stilen hat in meinen Augen sehr gut gepasst.

Die Hauptperson der Geschichte, Meliaé, ist noch als normale, sterbliche Tochter aufgewachsen. Als sie auf einen Fremden trifft, lernt sie erst ihre Herkunft und damit ihre magischen Kräfte kennen. Ihr Leben wird von einen auf den anderen Tag auf den Kopf gestellt. Trotz ihres junge Alters ist sie pflichtbewusst und einfühlsam. Sie hat sehr viele, sympathische Wesenszüge.

Insgesamt gibt es mehrere Handlungsstränge, die aus verschiedenen Sichten geschrieben werden, sodass die Geschichte auch hierdurch abwechslungsreich ist. Mir hat hier gut gefallen, dass die häufigste Sichte Meliaés ist und sie somit eindeutig die Hauptperson bleibt. Bei anderen Büchern mit vielen Sichten habe ich häufig eine Lieblingsperson und mag es nicht, wenn ich viel zu lange warten muss, um ihre Geschichte weiterzulesen. Hier hatte ich vielleicht Glück, dass ich Meliaé so gerne mochte, aber es hat mich gefreut, dass sie immer stark im Fokus stand.

Es müsste hoffentlich durchgekommen sein, dass mir das Buch einige wirklich schöne Lesestunden beschert hat. Das Debüt der Autoren hat mich begeistert und ich hoffe bald mehr von ihr zu lesen.

Veröffentlicht am 11.06.2018

Locker, leichte Geschichte, aber Herz erwärmend

Kissing Madeline
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Nachdem Madeline von ihrem Exfreund, einem professionellen Boxer, betrogen wurde, beschließt sie, nie wieder etwas mit einem Sportler anzufangen. Ihre neue Prämisse ist es, sich in die Arbeit als seriöse ...

Nachdem Madeline von ihrem Exfreund, einem professionellen Boxer, betrogen wurde, beschließt sie, nie wieder etwas mit einem Sportler anzufangen. Ihre neue Prämisse ist es, sich in die Arbeit als seriöse Journalistin zu stürzen und sich lieber einen langweiligen Freund zu suchen. Dabei hat sie die Rechnung ohne ihren neuen Nachbarn gemacht: Daren, dem neuen Star der NFL. Noch komplizierter wird alles, als sie für eine Kollegin einspringen und Daren interviewen muss. Kann sie ihren Prinzipien treu bleiben?

Aus der Reihe von Lex Martin habe ich bereits den ersten Teil „Loving Clementine“ gelesen. Da mir dieser sehr gut gefallen und mich der Klappentext des neuen Bands wirklich angesprochen hat, wollte ich Teil drei gerne lesen. Als Leser muss man keinen der vorherigen Bände gelesen haben, da jeder Band die Geschichte einer anderen Person erzählt. Jedoch tauchen die vorherigen Charaktere auch in diesem Buch erneut auf. Diejenigen, die bereits ein Buch der Reihe gelesen haben, können sich auf ein Wiedersehen freuen.

Madeline ist ein unheimlich starker Charakter. Statt sich in einem Schneckenhaus zu verkriechen, weil sie gerade betrogen wurde, zieht sie zu ihrer Freundin und steckt alle Energie in ihre Arbeit. Sie ist amüsant, abwechslungsreich und eine sehr eigenständige Frau. Mir hat sehr gefallen, wie sie mit Problemen umgeht und dass sie gegenüber Männern nicht klein beigibt.

Über Daren möchte ich nicht allzu viel schreiben, da es mir schwer fällt dabei nicht zu viel über die weitere Handlung zu schreiben. Nur so viel, auch er hat eine Vorgeschichte und auch ihm fällt es nicht leicht, sich auf eine neue Beziehung einzulassen. Es war mir ebenfalls sehr sympathisch und ich würde ihn im wahren Leben direkt in meinem Freundeskreis willkommen heißen.

Bei Büchern des Genres darf man nie ein unvorhersehbares, literarisch höchst wertvolles Buch erwarten. Es ist jedoch fesselnd geschrieben und lässt sich nur schwer beiseitelegen. Wer also gerne einen entspannten, wunderschönen Abend mit einem Herz erwärmenden Roman zu verbringen, der kann hier gut zu „Kissing Madeline“ greifen.

Veröffentlicht am 11.06.2018

Ein liebevoll gestaltetes Buch über die Familie, das Backen und die Liebe

Weil es dir Glück bringt
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„Versprich mir, dass du, selbst wenn du von hier fort und hinaus in die Welt gehst, diese Pie machen wirst, wann immer du einen Geschmack von zu Hause und eine Erinnerung an unsere Familie und unsere Geschichte ...

„Versprich mir, dass du, selbst wenn du von hier fort und hinaus in die Welt gehst, diese Pie machen wirst, wann immer du einen Geschmack von zu Hause und eine Erinnerung an unsere Familie und unsere Geschichte haben willst.“

Samantha wollte nie auf dem Obsthof ihrer Familie bleiben, sondern sie wollte gerne ihre Spuren in der Welt hinterlassen und eine bekannte Konditorin in New York werden. Als sie merkt, dass ihr ihr aktueller Job in einer angesagten Patisserie keinen Spaß macht und ihr Chef ein aufgeblasener Angeber ist, kündigt sie. Für eine Auszeit fährt sie zu ihrer Familie und hilft in der Bäckerei auf dem Obsthof. Ist das Leben auf dem Land vielleicht doch genug für sie?

Jeder kennt wohl die Situation, dass man sich einmal fragt, wo der eigene Platz auf der Welt ist. Ich kenne das Gefühl in jedem Fall und habe mich auch schon mehrfach gefragt, ob das, was ich mache, mich wirklich glücklich macht. Somit konnte ich mich in jedem Fall gut mit der Hauptperson identifizieren. Sie ist mir nicht in jedem Wesenszug sympathisch, aber ich konnte ihr Verhalten eigentlich immer nachvollziehen und auf mich hat sie in sich stimmig gewirkt.

Wie der Klappentext bereits vermuten lässt, ist die Geschichte eher ruhig. Es gibt nicht sonderlich viel Handlung. Was jedoch das Buch abwechslungsreich gestaltet, sind die verschiedenen Zeitsprünge. Der Leser lernt nicht nur Samantha kennen, sondern auch die Frauen in ihrer Familie, die vor ihr gelebt haben und die ihre Spuren deutlich auf dem Obsthof hinterlassen haben. Es war faszinierend, dass auch wenn die Frauen zu unterschiedlichen Zeiten gelebt haben, sie dennoch die gleichen Gedanken oder ähnliche Probleme hatten.

Ein weiterer spannender Aspekt ist, dass in jedem Kapitel ein Kuchen oder Teilchen eine besondere Rolle einnimmt. Mal wird die Geschichte hinter einem Rezept, die Situation, in welcher der Kuchen gebacken wurde, oder von der Person, die das Gebäck besonders mochte, erzählt wird. Es mag vielleicht gerade etwas eintönig klingen, aber das ist nie langweilig. Es hat mir Spaß gemacht, mir die einzelnen Kuchen vorzustellen. Der Nachteil ist, dass man beim Lesen immer wieder Hunger bekommt. Die Bäcker unter euch, können sich auch darüber freuen, dass die Rezepte jeweils am Ende eines Kapitels angehängt sind.

Mir hat auch gefallen, dass das Buch mit sehr viel Liebe gestaltet ist. Es handelt nicht nur von der Liebe zum Backen, zu Kuchen und zur Familie, sondern die Ausarbeitung ist mit Liebe zum Detail. Nach der Kapitelüberschrift befindet sich beispielsweise eine schöne Zeichnung von Obst oder einem Kuchen.

So ganz wusste ich vorher nicht, worauf ich mich bei dem Buch einlasse. Nun kann ich sagen, dass es für mich eine schöne, sommerliche und ruhige Liebesgeschichte. Wer noch ein Buch für den Sommerurlaub sucht, sollte definitiv dieses Buch in Betracht ziehen.

Veröffentlicht am 08.05.2018

Die Geschichte hat mich einfach gepackt

Raw Deal - Gegen alle Regeln
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„Ich sage mir ständig, dass es dafür noch zu früh ist. Und dann sage ich mir wieder, einen Abend lang Spaß zu haben ist doch okay. Nur diesen einen Abend. Richtig? Morgen kann ich dann wieder traurig sein. ...

„Ich sage mir ständig, dass es dafür noch zu früh ist. Und dann sage ich mir wieder, einen Abend lang Spaß zu haben ist doch okay. Nur diesen einen Abend. Richtig? Morgen kann ich dann wieder traurig sein. Ich kann den ganzen nächsten Monat lang traurig sein, und den danach auch – wenn es sein muss, für den Rest meines Lebens. Ich… ich nehme mir einfach eine Nacht frei.“

Savannahs Bruder kommt bei einem Boxkampf gegen Mike ums Leben. Mike wird von da an von Schuldgefühlen geplagt und möchte gerne nach der Beerdigung Savannah sein Mitleid aussprechen. Die beiden scheinen sich sympathisch, aber wie kann sich Savannah mit dem Mann treffen, den ihre Familie für den Tod ihres Bruders verantwortlich macht?

Aus dem Klappentext geht schon hervor, dass das Buch voller innerer Konflikte und Emotionen ist. Das hat mir besonders gut gefallen und dadurch setzt sich die Geschichte auch von anderen des Genres ab. Savannah trauert wie auch der Rest ihrer Familie um den Tod ihres Bruders. Sie stellt dabei ihre eigenen Bedürfnisse und Probleme hinten an, um ihrer Familie beiseite zu stehen. Ich bewundere sehr, was für ein mitfühlender und aufopferungsbereiter Mensch sie ist. Daher erlaubt sie sich auch erst einmal nicht an eine Beziehung mit Mike zu denken, da sie weiß, dass ihr Familie diese niemals gutheißen würde. Dabei ist er der einzige, der sie auch einmal fragt, wie es ihr geht.

Wenn man an einen Boxer denkt, dann denkt man nicht direkt an einen sanftmütigen, liebenswerten Kerl. Doch genau das ist Mike. Auch er kümmert sich um seine Familie und andere Menschen, die ihm nahestehen. Es ist ein klarer Kontrast zu dem Job, den er ausübt. In meinen Augen ist er ein mindestens so toller Charakter wie Savannah.

Mir hat die emotionale Reise, auf die mich Savannah und Mike mitgenommen haben, sehr gut gefallen. Auf mich haben die Gefühle authentisch gewirkt und ich konnte mit den beiden mitfühlen. Es ist nicht so, dass die Grundstimmung deprimierend ist, dennoch kann der Leser nachempfinden, dass es verschiedene Arten gibt mit Trauer umzugehen.

Wie so häufig bei Geschichten dieses Genres, ist die Handlung vielleicht etwas vorhersehbar, aber das hat mich hier nicht gestört. Das Buch war einfach so schön und so gut geschrieben, dass ich es nicht aus der Hand legen wollte. In jeder freien Minute habe ich gelesen, nur um zu wissen, wie es genau weiter geht. Von mir gibt es daher eine ganz klare Leseempfehlung.

Mike hat noch zwei Brüder – einen berühmten Sänger und einen Spieler. Zu jedem der beiden Brüder erscheint demnächst ebenfalls ein Buch. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Veröffentlicht am 05.05.2018

Ein schwieriges Thema sehr authentisch und gefühlvoll umgesetzt

Nichts ist gut. Ohne dich.
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„Ich gebe dir fünf, Leander,“ sagt sie schließlich. „Fünf gute Gründe, am Leben zu bleiben.“ Sie sieht mich an, trauriger geht’s kaum. „Weil du noch nicht das getan hast, was du tun möchtest, ohne den ...

„Ich gebe dir fünf, Leander,“ sagt sie schließlich. „Fünf gute Gründe, am Leben zu bleiben.“ Sie sieht mich an, trauriger geht’s kaum. „Weil du noch nicht das getan hast, was du tun möchtest, ohne den Erwartungen anderer zu entsprechen,“ beginnt sie und ich runzle die Stirn. „Weil du dir noch nicht erlaubt hast, glücklich zu sein. Weil du noch nie einem Mädchen ;Ich liebe dich‘ gesagt und es aus tiefstem Herzen so gemeint hast.“

In ihrer Kindheit waren Jana und Leander gute Freunde, bis Janas Bruder bei einem Autounfall ums Leben kommt, bei welchem Leander der Fahrer war. Sechs Jahre lang haben sie sich nicht gesehen, bis Leander in der Buchhandlung auftaucht, in der Jana arbeitet. Auch wenn Jana ihn für das, was er getan hat, hassen möchte, spürt sie eine gewisse Anziehungskraft. Kann sie demjenigen wieder vertrauen, der ihre Familie zerstört hat?

Ich mag gerne bewegende Geschichten voller Emotionen. Somit wollte ich auch sehr gerne dieses Buch lesen. Ein bisschen war ich anfangs über die sehr düstere Grundstimmung überrascht. Nach dem Tod ihres Bruders hängt Jana in ihrem Leben fest. Sie plant nicht ihre Zukunft, lebt sehr zurückgezogen und scheint sich kaum Dinge zu erlauben, die einen glücklich machen. Es ist schon nachvollziehbar, warum sie sich so verhält, aber es ist erschreckend, wie sie auch nach all den Jahren noch leidet.

Leander ist in einem ähnlich schlechten Zustand. Er hat sein Studium abgebrochen, eine krebskranke Mutter, um die er sich sorgt, und verbringt seine Nächte damit, im Supermarkt Regale einzuräumen. Er ist ebenfalls in den vergangenen sechs Jahren nicht über seine Schuldgefühle hinweggekommen.

Neben der Grundstimmung musste ich mich zunächst auch an die kurzen Kapitel gewönnen. Es gibt viele Sichtwechsel, die die Geschichte zwar spannend machen, aber auch bei mir dazu geführt haben, dass ich länger gebraucht habe, um in die Handlung einzutauchen. Nach den Startschwierigkeiten bin ich dann immer tiefer eingetaucht. Für mich ist das Buch mit der Zeit immer besser geworden. Vor allem zum Ende hin haben auch die Emotionen zu genommen, sodass ich in den letzten Kapiteln auch Tränen in den Augen hatte. Ob vor Rührung oder Trauer sage ich hier nicht, schließlich möchte ich nicht das Ende verraten.

Der Tod eines lieben Menschen ist immer ein schwieriges Thema und sich dann auch noch für diesen Tod verantwortlich zu fühlen, macht es noch schwieriger. Meiner Meinung nach ist die Autorin mit dieser Thematik sehr gut umgegangen und hat eine authentische, schöne Geschichte geschrieben. Ein tolles, bewegendes Jugendbuch.