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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2018

Leider nicht meins

Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord
1

Jean-Baptiste Adamsberg untersucht einen mysteriösen Fall: überall in Paris tauchen nachts blaue Kreidekreise auf, in denen mal ein Ohrring, ein Becher oder auch eine tote Katze liegen. Niemand glaubt ...

Jean-Baptiste Adamsberg untersucht einen mysteriösen Fall: überall in Paris tauchen nachts blaue Kreidekreise auf, in denen mal ein Ohrring, ein Becher oder auch eine tote Katze liegen. Niemand glaubt ihm, dass dahinter etwas Schlimmeres stecken könnte. Doch es kommt wie es kommen muss: im nächsten Kreis findet man eine Leiche.

Ich fand diesen Krimi leider sehr anstrengend. Zum einen konnte ich mich nicht mit Hannelore Hoger anfreunden. Diese näselnde, verschnupfte Stimme hat mich irgendwann nur noch genervt, sodass ich gar nicht mehr richtig zuhören wollte und oft zurückspulen musste. Zum anderen ist der Fall sehr langatmig, erst gegen Ende wird es etwas spannend, als es um die Auflösung geht.

Leider nur 2 Sterne.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Leider kein Thriller

Der Schlüssel des Salomon
1

Im CERN wird der Wissenschaftsdirektor der CIA Frank Bellamy tot aufgefunden. In seiner linken Hand steckt ein Zettel mit dem Inhalt „The key: Tomás Noronha“, welchen die CIA als Hinweis auf den Mörder ...

Im CERN wird der Wissenschaftsdirektor der CIA Frank Bellamy tot aufgefunden. In seiner linken Hand steckt ein Zettel mit dem Inhalt „The key: Tomás Noronha“, welchen die CIA als Hinweis auf den Mörder versteht. Die Jagd auf ihn beginnt, doch dieser ist unschuldig und muss nun selbst den wahren Täter überführen, um sein Leben zu retten.

Das Cover ist sehr schön, es vereint das Mysteriöse mit dem Gefährlichen. Es bezieht sich außerdem auf ein Objekt, das Pentakel, welches im Buch eine größere Rolle spielt.

Aufgrund der Leseprobe hatte ich mir einen spannenden Thriller erhofft, mit rasanten Verfolgungsjagden und einem mysteriösen Rätsel, welches es zu lösen gilt.
Leider konnte mich die Geschichte am Ende nicht überzeugen. Am Anfang ist Tomás noch sympathisch, wie er sich beispielsweise wie ein kleines Kind über sein neu erworbenes Dokument freut. Doch im Laufe der Geschichte wird er immer unsympathischer, er ist besserwisserisch und oft auch überheblich.
Auch wird der Lesefluss sehr oft durch unnötige Fachbegriffe gestört, z.B. anstatt bei „unabhängig“ zu bleiben, wird „teleologisch“ verwendet, was man bei einem Fachbuch durchaus machen kann, aber meiner Meinung in einem Thriller nichts zu suchen hat; es sei denn, der Fachbegriff ist wichtig für die Geschichte.

Bis zu ungefähr einem Viertel des Buches kommt keinerlei Spannung auf, außer am Anfang, als die Leiche gefunden wird. Nur Gespräche über Nahtoderfahrungen und das menschliche Gehirn, was am Anfang noch ganz interessant klingt; aber dann wird zu sehr ins wissenschaftliche Detail gegangen.
Als Gejagter und Jäger aufeinandertreffen, wird es für kurze Zeit aufregend. Doch die Befragung von Tomás durch den CIA-Agenten ist nicht sehr authentisch, der Agent wiederholt ständig sehr genau Tomás‘ Aussagen, was den Lesefluss und die Spannung erheblich stört. Nach der Flucht wird es wieder sehr wissenschaftlich, es geht nur noch um Physik und Theorien etc. Ich finde es zwar gut, wenn man solche Sachverhalte erklärt und auch etwas dabei lernt, aber hier war es mir einfach zu viel. Auch die ständigen Wiederholungen waren total nervig. Tomás erklärt seiner Freundin Maria Flor die Quantenphysik, später noch verschiedenen anderen Personen, und jedes Mal wird fast alles, was er schon Mal erklärt hat, nochmal ausführlich wiederholt. Das hat mich sehr gestört, sodass ich irgendwann nur noch weitergeblättert habe, bis endlich wieder was Neues, Spannendes vorkam. Dies hält jedoch nicht sehr lange an, da dann wieder viel Physikalisches ausführlich erläutert wird. Auch das Ende ist wieder gespickt mit ewigen Wiederholungen und wissenschaftlichen Details.

Die Protagonisten handeln und denken oft sehr naiv und nicht ihren Rollen gerecht. Beispielsweise bucht man doch keinen Flug und fühlt sich dabei auch noch sicher, obwohl man weiß, dass man auf der Beobachtungsliste der CIA steht. Oder vertraut blind einer Person, die total undurchsichtig ist. Und was mich am meisten gestört hat, war die Tatsache, dass Zeitdruck herrscht und Tomás dennoch ein kleines Ratespiel veranstaltet, anstatt schnell und klipp und klar die Lösung zu verraten und Zeit zu sparen.

Für mich war das kein Thriller, sondern eher eine Physikstunde verpackt in einer Geschichte.

Von mir gibt es daher keine Leseempfehlung und 2 Sterne, da es doch wenigstens ein paar Mal spannend war. Wenn man jedoch selbst in der Materie drin ist bzw. sich stark dafür interessiert, könnte das Buch durchaus Unterhaltung bieten.

Veröffentlicht am 15.06.2025

Leider ein enttäuschendes Finale

Auris. Puls der Angst
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Im sechsten und letzten Teil über die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge geht es in deren Leben drunter und drüber. Nicht nur, dass ihre Mutter doch keine Demenz hat, nein - ihr gesamtes Leben entpuppt ...

Im sechsten und letzten Teil über die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge geht es in deren Leben drunter und drüber. Nicht nur, dass ihre Mutter doch keine Demenz hat, nein - ihr gesamtes Leben entpuppt sich als Lüge. Doch Zeit zum Verarbeiten bleibt ihr nicht, da Terroristen ihre Familie und Freunde bedrohen.

Das Cover passt gut zum Look der Reihe und bietet Wiedererkennungswert.

Der Schreibstil ist flüssig und der Thriller lässt sich sehr schnell lesen. Der mit Andeutungen gespickte Prolog lässt die Frage aufkommen, wieso Jula das alles getan haben soll und verleitet zum Weiterlesen. Zu Beginn jedoch ist die Erzählweise äußerst wiederholend, es werden Details fast wortwörtlich nochmals wiedergegeben, was sehr nervig ist. Die verschiedenen Sichtweisen sind interessant und bieten Abwechslung. Dennoch konnte mich diese Geschichte nicht wirklich überzeugen, schon gar nicht als Finale. Ich hatte schon Schwierigkeiten mit den Vorgängern und habe gehofft, dass jetzt zumindest das Ende wieder etwas besser wird. Jedoch kommt einfach zu wenig Auris vor, die Phonetik ist eigentlich gar nicht präsent und vieles ist vorhersehbar. Bereits der Klappentext lässt so eine Ahnung erwachen, die sich später bewahrheitet, und die wenigen Seiten des Buches wirken irgendwie so, als hätte man schnell zu einem Ende kommen wollen.

Wenn man ein sauberes Ende für die Reihe möchte, kann man den Thriller wohl irgendwo ausleihen, aber kaufen würde ich mir das Buch nicht. Von mir leider nur 1,5 Sterne.

Veröffentlicht am 28.01.2025

Leider enttäuschend

Wisteria – Die Liebe des Todes (Belladonna 3)
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Blythe Hawthorne hat schon immer gemacht, was sie wollte - egal, wa die anderen davon halten. Dennoch ist sie nun plötzlich verheiratet, was nie ihr Wunsch war. Vor allem mit Aris, ein unfreundliches, ...


Blythe Hawthorne hat schon immer gemacht, was sie wollte - egal, wa die anderen davon halten. Dennoch ist sie nun plötzlich verheiratet, was nie ihr Wunsch war. Vor allem mit Aris, ein unfreundliches, unausstehliches Exemplar eines Mannes. Deshalb setzt sie alles daran, ihm das Leben schwer zu machen. Doch alles kommt anders ...

Das Cover ist wieder sehr schön gestaltet mit den zum Titel passenden Blauregenranken.

Der erste Band der Reihe hat mir gut gefallen, der zweite hat dann schon nachgelassen, aber war noch okay. Doch dieser dritte Teil hat mich leider sehr enttäuscht. Ich habe wieder auf eine Fantasygeschichte mit ein bisschen Krimi- bzw. Ermittlungsarbeit gehofft, bekam jedoch was ganz anderes. Denn mehr als die Hälfte des Buches geht es einfach nur um das Hin und Her zwischen Blythe und Aris, was wirklich anstrengend zu lesen war und ich musste mich regelrecht zwingen voranzukommen. Da aber noch ungeklärte Dinge bezüglich Signas Geschichte offen waren, habe ich mich durchgequält. Doch die Auflösung dieses Handlungsstrangs ist total lieblos und schnell abgehandelt, es gibt kaum Infos. Da hätte man viel mehr rausholen können, vor allem aus den neu dazugewonnenen Charakteren. Auch der Perspektivenwechsel zu Blythe hätte gut werden können, wenn es noch um etwas anderes gegangen wäre als die dramatische Liebesgeschichte. Immerhin gibt es ein geschlossenes Ende und die wichtigsten Punkte sind abgeschlossen.

Für Romance-Begeisterte ist es wohl ein nettes Buch, doch mir war das zu viel Liebesgeschichte und zu wenig Fantasy. 1,5 Sterne

Veröffentlicht am 13.06.2018

Naja... Lies es nicht

Tu es. Tu es nicht.
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Julia führt ein scheinbar gesichertes Leben in London. Ihr Mann Hugh ist ein besonnener, verlässlicher Chirurg, ihr dreizehnjähriger Sohn Connor ihr Ein und Alles. Nur ihre jüngere Schwester Kate, die ...

Julia führt ein scheinbar gesichertes Leben in London. Ihr Mann Hugh ist ein besonnener, verlässlicher Chirurg, ihr dreizehnjähriger Sohn Connor ihr Ein und Alles. Nur ihre jüngere Schwester Kate, die in Paris lebt, macht ihr mit ihrem unsteten Lebenswandel Sorgen. In der Vergangenheit sind Dinge passiert, die die Schwestern bis heute umtreiben. Da kommt die schreckliche Nachricht, dass Kate erschlagen aufgefunden wurde. Julia begibt sich auf eine gefährliche Suche – und gerät unaufhaltsam in den Sog des Verbrechens und ihrer eigenen Sehnsüchte. (Amazon)

Ich bin froh, dass ich dieses Hörbuch nur ausgeliehen habe, sonst wär es mir echt schade um mein Geld gewesen. Der Klappentext verspricht einen rasanten Thriller, in dem die Protagonistin Julia den Mörder ihrer Schwester sucht und dabei in Lebensgefahr gerät.
Doch in Wahrheit ist es nur die Geschichte einer Ehefrau, die bei der Untersuchung des Todes ihrer Schwester auf einen Mann stößt und eine verhängnisvolle Affäre mit ihm beginnt. Julia handelt einfach nur unverständlich, ich dachte mir oft, was denn das jetzt soll. Sympathisch ist sie auch nicht, nach kurzer Zeit betrügt sie ihren Ehemann und nervt eigentlich nur noch. Auch gibt es nicht mal ein offenes Ende, sondern die Geschichte hört einfach abrupt auf. Aber ich war froh, als das Buch endlich zu Ende war.

Den Stern gibt es nur, da Andrea Sawatzkis Stimme wie immer sehr angenehm zuzuhören war.