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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2018

Eine schöne Geschichte

Animant Crumbs Staubchronik
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Auf "Animant Crumbs Staubchronik" bin ich hauptsächlich wegen des wunderschönen Covers aufmerksam geworden, doch auch die Inhaltsangabe klang vielversprechend, sodass ich gespannt darauf war, das Buch ...

Auf "Animant Crumbs Staubchronik" bin ich hauptsächlich wegen des wunderschönen Covers aufmerksam geworden, doch auch die Inhaltsangabe klang vielversprechend, sodass ich gespannt darauf war, das Buch zu lesen. Meine Erwartungen wurden zum Glück nicht enttäuscht; zwar fand ich die Geschichte zu Beginn etwas zäh, aber schon nach wenigen Kapiteln hat sie mich gefesselt, wozu vor allem die Protagonistin und ihre Art, die Geschehnisse wiederzugeben beigetragen haben.

Animant ist ein recht spezieller Charakter. Sie kann unhöflich sein, zieht die Gesellschaft von Büchern anderen Menschen vor und ist ein bisschen versnobt, was zweifellos ihrer Erziehung geschuldet ist, aber sie hat auch viele gute Eigenschaften und ist eine vielschichtige, interessante Figur. Es gab zwar Momente, in denen ich ihr Denken oder Handeln fragwürdig fand, doch insgesamt war sie mir sympathisch und es war schön zu sehen, wie sie sich im Laufe des Buches durch ihre neuen Erfahrungen weiterentwickelt hat, obwohl sie im Kern die gleiche Person geblieben ist. Besonders gefallen hat mir, dass Animants gesellschaftliche Stellung für die Handlung eine große Rolle gespielt hat; es wurde betont, dass sie zwar als Frau benachteiligt wird, aufgrund ihres Standes aber durchaus gewisse Privilegien genießt, die andere nicht haben. Generell kamen die Einblicke in die damalige Zeit mir realistisch vor und das war für mich ein großer Pluspunkt.

Die Liebesgeschichte selbst war schön geschrieben. Ich mochte, dass die beiden sich in vielerlei Hinsicht ähnlich waren und einander deshalb verstehen konnten. Beim Lesen ging mir der Spruch, dass jeder Topf seinen Deckel findet durch den Kopf, da er hier wirklich gut passt; die Figuren haben ihre Eigenarten und einige Charaktereigenschaften, die als negativ ausgelegt werden können, doch sie ergänzen sich gerade deshalb gut und haben einiges gemeinsam. Gerade gegen Ende gab es ein paar wirklich berührende Momente zwischen ihnen und die Entwicklung der Gefühle der Protagonistin war glaubwürdig dargestellt. Was man aus ihrer Sicht über die Emotionen ihres potentiellen Partners erfahren hat, war ebenfalls überzeugend.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne. Ich habe es gerne gelesen und fand es, von den eher trockenen ersten Kapiteln abgesehen, fesselnd.

Veröffentlicht am 29.06.2018

Hat mir besser gefallen als Band 1

Zeit für Eisblumen
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Vor dem Lesen war ich etwas skeptisch, ob "Zeit für Eisblumen" mir gefallen würde. Ich mochte Fee im ersten Band ganz gerne, doch sie kam mir recht ichbezogen vor und schien Ansichten zu haben, mit denen ...

Vor dem Lesen war ich etwas skeptisch, ob "Zeit für Eisblumen" mir gefallen würde. Ich mochte Fee im ersten Band ganz gerne, doch sie kam mir recht ichbezogen vor und schien Ansichten zu haben, mit denen ich nicht viel anfangen kann, wodurch ich es schwer fand, mich in sie hineinzuversetzen. Dazu kommt noch, dass ich nicht gerne Bücher lese, in denen Familien auseinanderbrechen, was hier ja in der Inhaltsangabe angedeutet wurde. Da ich den ersten Band gut fand, wollte ich aber auch die Fortsetzung lesen - und sie hat mir letztlich sogar besser gefallen als "Aussicht auf Sternschnuppen".

Obwohl ich Fees Denken und Fühlen nicht immer verstehen konnte und sie ein paar Charaktereigenschaften hat, die sie nicht gerade sympathisch machen, war es sehr leicht, Mitgefühl für sie zu haben. Zu Beginn des Buches sieht man schon, dass alles in ihrem Leben schief geht - sie hat gesundheitliche Probleme, was sich auf ihre Arbeit, ihr Privatleben und ihre Beziehung zu ihrem Sohn auswirkt, und sie kommt mit all den Veränderungen nicht besonders gut zurecht. Ich konnte nachvollziehen, dass das alles zu viel auf einmal war und die Autorin hat schonungslos und zugleich einfühlsam beschrieben, wie überfordert die Protagonistin sich gefühlt hat, welche Auswirkungen all das auf ihren Gemütszustand hatte und wie schwierig die ganze Lage für sie und auch ihre Mitmenschen war. Alle Beteiligten haben unter den Umständen gelitten und sich nicht immer korrekt verhalten, sodass nur konsequent war, dass die Situation sich zunächst noch verschlimmert hat.

Die Reise nach Irland war schön beschrieben, aber besonders gut fand ich, dass sie Fee dazu verholfen hat, einige wichtige Dinge zu erkennen, sodass sie am Ende ihr Glück finden konnte. Es war zwar vorhersehbar, worauf die Geschichte hinauslaufen würde, doch das hat mich nicht gestört, da ich auf eine solche Entwicklung gehofft hatte und sie realistisch dargestellt wurde. Die Botschaft, die hinter all dem steckt, hat mir sehr gefallen.

Veröffentlicht am 24.06.2018

Tolle Liebesgeschichte

Kissing Madeline
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"Kissing Madeline" erzählt die Liebesgeschichte von Madeline, einer angehenden Journalistin, und Daren, dem neuen Star der NFL. Beide haben vor kurzem wenig erfolgreiche Beziehungen beendet und während ...

"Kissing Madeline" erzählt die Liebesgeschichte von Madeline, einer angehenden Journalistin, und Daren, dem neuen Star der NFL. Beide haben vor kurzem wenig erfolgreiche Beziehungen beendet und während sie so verletzt wurde, dass sie sich nie wieder auf einen professionellen Sportler einlassen möchte, will er sich eigentlich erst einmal auf seine Karriere konzentrieren. Dennoch können sie nicht ignorieren, dass es zwischen ihnen gewaltig knistert und sie sich zueinander hingezogen fühlen.

Die Protagonisten sind dem Leser bereits aus den vorherigen Bänden bekannt und obwohl der Eindruck, den man in "Loving Clementine" von Daren gewinnen konnte, nicht hundertprozentig positiv war, war er mir hier sehr sympathisch. Sein vergangenes Fehlverhalten wird nicht entschuldigt, doch die Autorin hat es trotzdem geschafft, dass man mit ihm mitfühlen kann. Sie hat sehr gut beschrieben, was in ihm und in Madeline vor sich geht und wie sie einander näher gekommen sind. Die Chemie zwischen ihnen stimmt von Anfang an und so ist es kein Wunder, dass sie schließlich mehr als einmal im Bett landen, aber noch wichtiger ist, dass sie sich necken, ernsthafte Gespräche führen und einfach so Zeit miteinander verbringen können. Die Entwicklung ihrer Gefühle füreinander wurde realistisch dargestellt und ich fand gut, dass sie meistens ehrlich und aufrichtig miteinander kommuniziert haben. Ihr Verhalten wird oft von Altlasten aus ihren früheren Beziehungen belastet und natürlich gibt es, wie in vielen Liebesromanen, Missverständnisse, doch diese haben sich organisch aus der Handlung heraus entwickelt und passten zu den Figuren und ihren bereits vorhandenen Unsicherheiten und Konflikten.

Mir hat ebenfalls gefallen, dass sowohl die Schwierigkeiten, die Madeline in ihrem Job hat, als auch Darens Beruf für die Handlung relevant waren und die potentiellen negativen Seiten aufgezeigt wurden. Ein weiterer Pluspunkt war, dass mit Clementine und Gavin sowie Jax und Dani die Pärchen aus den ersten beiden Bänden oft vorkamen und die Freundschaften der Charaktere untereinander eine wichtige Rolle spielten.

Das Ende ist ein bisschen kitschig, aber ein schöner Abschluss des Buches, der gut zum Rest der Geschichte gepasst hat.

Veröffentlicht am 19.06.2018

Packender Abschluss der Trilogie

BookLess 3. Ewiglich unvergessen
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"Ewiglich unvergessen" ist ein packender Abschluss der Trilogie. Besonders gut gefallen hat mir, dass Nathan und Lucy in diesem Buch beide in Situationen geraten, durch die sie Dinge tun müssen, die ihnen ...

"Ewiglich unvergessen" ist ein packender Abschluss der Trilogie. Besonders gut gefallen hat mir, dass Nathan und Lucy in diesem Buch beide in Situationen geraten, durch die sie Dinge tun müssen, die ihnen widerstreben. Manchmal müssen leider Opfer gebracht werden und das hat die Autorin sehr klar dargestellt. Gerade den Handlungsstrang um Lucy fand ich interessant, da die Konsequenzen dessen, was passiert ist, weitreichend waren. All das hat wieder gezeigt, dass der Bund eine ernstzunehmende Bedrohung ist und dass gerade Batiste vor nichts zurückschreckt, um sein Ziel zu erreichen, wodurch er für die Protagonisten sehr gefährlich war. Es gab einige spannende Momente und gerade in der zweiten Hälfte des Buches nimmt die Handlung an Fahrt auf, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Zugleich gab es ein paar schöne Szenen um Liebe und Freundschaft (und die Liebe zu Büchern), die die ernsteren Themen gut ausbalanciert haben.

In diesem Band wird den Charakteren erneut einiges zugemutet und sie müssen viele Hindernisse überwinden. Es sieht lange Zeit so aus, als sei es vollkommen unmöglich, die ihnen gestellte Aufgabe zu erfüllen und die Bücher zu retten, doch dadurch steigt die Spannung natürlich, da man auf die Auflösung hinfiebert und mit den Figuren zusammen hoffen und bangen kann. Allerdings muss ich sagen, dass ich noch nicht so genau weiß, wie ich das letzte Kapitel bewerten soll. Mit einer solchen Entwicklung hatte ich nicht gerechnet und sie ist stimmig, aber es kam mir irgendwie zu einfach und fast schon bequem vor, trotz - oder vielleicht gerade wegen - allem, was Lucy, Nathan und ihre Freunde zuvor durchstehen mussten. Es ist ein schönes Ende der Geschichte und letztlich auch befriedigend, doch ich hätte gerne noch mehr über die Geschehnisse erfahren. So ging es mir ein wenig zu schnell.

Veröffentlicht am 19.06.2018

Ein guter zweiter Band

BookLess 2. Gesponnen aus Gefühlen
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Der zweite Band ist eine gelungene Fortsetzung, die ein paar Fragen beantwortet und dafür gleich einige neue aufwirft. Es passiert sehr viel, sodass die Protagonisten kaum zur Ruhe kommen können, und die ...

Der zweite Band ist eine gelungene Fortsetzung, die ein paar Fragen beantwortet und dafür gleich einige neue aufwirft. Es passiert sehr viel, sodass die Protagonisten kaum zur Ruhe kommen können, und die Bedrohung durch den Bund und insbesondere Nathans Großvater ist konstant präsent. Dadurch war das Buch fesselnd und es war leicht, mitzufiebern und zu hoffen, dass alles gut ausgehen würde. Besonders gefallen hat mir, dass Lucy die ganze Zeit versucht hat, einen Ausweg aus ungünstigen Situationen zu finden, aber nicht alle ihre Pläne geglückt sind - das kam mir realistisch vor, vor allem, da Batiste viel mehr Erfahrung als sie hat und auch mehr über die ganzen Umstände weiß. Der Konflikt hat sich in diesem Buch auf jeden Fall noch einmal zugespitzt und aktuell kann man sich kaum vorstellen, wie alles aufgelöst werden soll. Ich bin gespannt darauf, was die Autorin sich ausgedacht hat… vor allem, da das Ende wieder ein gemeiner Cliffhanger ist, durch den man unbedingt gleich weiter lesen möchte.

Im ersten Band der Reihe war ich mir noch nicht sicher, was ich von Nathan halten sollte, und auch hier hatte ich zunächst Schwierigkeiten damit, ihn sympathisch zu finden. Letztlich fand ich seine Charakterentwicklung jedoch interessant und an sich glaubwürdig, obwohl sie mir zwischendurch ein wenig sprunghaft vorkam. Sein innerer Konflikt wurde eindringlich geschildert und wenn man bedenkt, wie er erzogen wurde, ist sein Verhalten verständlich. Ich mochte, wie emotional aufgeladen die Szenen zwischen ihm und Lucy waren und die komplexen Gefühle, die sie für ihn hat, waren gut dargestellt. Das Hin und Her hat mich nach einer Weile ein bisschen gestört, doch unter den gegebenen Umständen war es nachvollziehbar.

Bei der Bewertung von "Gesponnen aus Gefühlen" schwankte ich zwischen 3,5 und 4 Sternen, doch schließlich habe ich mich für letzteres entschieden. Das Buch mich gut unterhalten, ich fand es packend und stellenweise ziemlich spannend und trotz kleiner Kritikpunkte hat mir auch gefallen, wie es mit Nathan und Lucy weiterging.