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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2018

Gute Unterhaltung

Nie wieder Amore!
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Tessa Hennigs Schreibstil ist entspannend und humorvoll.
Der Roman „Nie wieder Amore“ führt uns nach Sizilien.

Moni ist Rentnerin und soll in eine Altersresidenz umziehen. Das kam mir schon etwas übertrieben ...


Tessa Hennigs Schreibstil ist entspannend und humorvoll.
Der Roman „Nie wieder Amore“ führt uns nach Sizilien.

Moni ist Rentnerin und soll in eine Altersresidenz umziehen. Das kam mir schon etwas übertrieben vor, denn so alt und gebrechlich ist sie ja nicht. Wenn der Höhepunkt des Tages, der tägliche Einkauf ist, stimmt es einen nachdenklich.
In Sizilien wollen Francisca und ihre deutsche Freundin Lena eine Sprachschuele eröffnen. Beim Kellerentrümpeln finden sie alte Filme und Briefe. Lena ruft Moni an und die fliegt nach Sizilien, denn es geht um ihren totgeglaubzen Geliebten.
Die Autorin lässt uns an den Intriegen und Kämpfen um Franciscas Haus teilnehmen. Moni wächst über sich hinaus, um ihren neuen Freundinnen zu helden. Sie zeigt auch keine Angst vor der Mafia. Witzig war ihre Aromatherapie.
Amore kommt auch nicht zu kurz.

Dieser Roman ist leichte und Locker, die mich aufgemuntert und gut unterhalten hat.


Veröffentlicht am 04.07.2018

2 starke Frauen

Der Weg der verlorenen Träume
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Rebecca Micheles Romane habe ich schon länger gerne gelesen, auch unter ihren Pseudonymen. Sie lässt ihren neuen bewegenden Roman „Der Weg der verlorenen Träume“ ab 1918 in Masuren Ostpreußen stattfinden. ...


Rebecca Micheles Romane habe ich schon länger gerne gelesen, auch unter ihren Pseudonymen. Sie lässt ihren neuen bewegenden Roman „Der Weg der verlorenen Träume“ ab 1918 in Masuren Ostpreußen stattfinden. In diesen schweren Zeiten ist das Geld knapp.

Hedwig kann nach ihrer Schneiderlehre mit Nähen etwas verdienen, oft auch gegen Naturalien. Stolz ist sie, das sie ihren Meister für Damen- und Herrenschneiderei besteht. Sie heiratet den Musiker Albert, aber der läßt sie bei seinen Eltern, wo sie in der Fleischerei arbeiten muss.

Man erlebt den Aufstieg der Nazizeit mit. Hedwig hat keine Zeit sich um Politik zu kümmern, erst als ihr bekannte Personen als Juden verfolgt werden, wird sie hellhörig.
Dann geht es mit der Tochter Margarethe auf die Flucht über das Haff mach Norddeutschland. Die Jahre auf dem Land sind für Beide arbeitsam,

Die Autorin hat die Zeit detailliert und genau erzählt.Meine Mutter war eine Vertriebene, so kann ich von ihren Erfahrungen sagen, genau so war es. Da konnte ich mich beim Lesen wieder erneut erinnern.

Der Roman ist angenehm und interessant zu Lesen. Eine gute Unterhaltung.


Veröffentlicht am 03.07.2018

Persische Familiengeschichte

Als die Tage nach Zimt schmeckten
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Donia Bijan schreibt eine berührende Geschichte.
Als die Tage nach Zimt schmeckten, hat ein ansprechendes Cover, das Mädchen, das durch ein Tor läuft, macht einen guten Eindruck.
Der alte Zod wartet in ...

Donia Bijan schreibt eine berührende Geschichte.
Als die Tage nach Zimt schmeckten, hat ein ansprechendes Cover, das Mädchen, das durch ein Tor läuft, macht einen guten Eindruck.
Der alte Zod wartet in Teheran jeden Tag auf Post von seiner Tochter Noor, die in San Francisco wohnt. Noor hat sich von ihrem Mann getrennt und kommt mit ihrer Tochter Lily auf Urlaub.
Das ist ein Kulturschock für Lily, aber auch für Noor ist es ein Rückschlag.
Die Autorin erzählt von der Liebesgeschichte Zods und seiner Frau und deren Tragödie, dank der Politik im Iran.
Sie war eine Sängerin, die in London auftrat und auf einer Heimfahrt misshandelt und verhaftet wurde.
Zod schickte seinen Sohn und die Tochter nach Amerika in Sicherheit. Jetzt ist es immer noch gefährlich, die Sittenpolizei ist immer noch präsent.
Solch ein Leben kann man sich nicht vorstellen.

Dieser Roman ist eine berührende Geschichte einer persischen Familie, die auseinander gerissen wurde und sich wieder vereint.
Eine wunderbares Werk, der gut unterhält.




Veröffentlicht am 01.07.2018

Roadmovie

Signor Rinaldi kratzt die Kurve
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Lorenzo Licalzi ist der italienische Autor von dem tragikomischen Roman „Signor Rinaldi kratzt die Kurve,“er wurde übersetzt von Luis Ruby

Es geht um den granteligen Exschriftsteller Pierre Rinaldi, der ...

Lorenzo Licalzi ist der italienische Autor von dem tragikomischen Roman „Signor Rinaldi kratzt die Kurve,“er wurde übersetzt von Luis Ruby

Es geht um den granteligen Exschriftsteller Pierre Rinaldi, der meint, mit 80 Jahren ist er alt genug und will Selbstmord begehen. Er wägt die Art und Weise geanu ab.
Da passiert ein Unglück und er muss sich um seinen 15jährigen Enkel Diego und dessen Hund Sid kümmern.
Der Hund ist eine Mischung zwischen Berhardiner und Neufundländer. Pierre will die beiden zu Diegos Onkel nach Rom bringen und läßt sich überreden mit seinem Sportwagen zu fahren. Es beginnt eine Reise, mit Umwegen, Zwischenhalten und Emotionen, die beiden lernen sich erst jetzt richtig kennen. Der oft zynische Großvater ist ein eigenwilliger Charakter.

Der Autor versteht es dem Leser eine liebenswere Roadmovie mit viel Gefühl darzustellen. Man kann die verschiedenen Stimmungen nachvollziehen. Der Roman besticht durch seine hurzweilige humorvolle Unterhaltung.


Veröffentlicht am 21.06.2018

Politthriller

Fake
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James Rayburn alias Roger Smith schreibt in dem Thriller Fake über die Vorkommnisse in Syrien.

Die Ärztin Catherinie Finch ist seit 4 Jahren ISGeisel. Sie wird zum Spielball. Sie hat keine Hoffnung mehr. ...

James Rayburn alias Roger Smith schreibt in dem Thriller Fake über die Vorkommnisse in Syrien.

Die Ärztin Catherinie Finch ist seit 4 Jahren ISGeisel. Sie wird zum Spielball. Sie hat keine Hoffnung mehr. Immer mal wieder wird sie im TV vorgeführt. Dadurch wird sie in den USA auch angefeindet. Jetzt soll sie entlassen werden, da gibt es einen Drohnenangriff bei denen es viele Tote gibt..
Um die Friedensverhandlungen nicht zu gefährden muss sich der CIA Agenten Pete Town etwas einfallen lassen.
Catherines Mann macht keine gute Figur, er hatte sich in den 4 Jahren an ihrem Unglück bereichert. 

Ein interessanter Roman, der mich fesselt, es ist dramatisch, man hört ja immer wieder von solchen Fällen. Hier geht es aber ziemlich brutal weiter und es gibt ein heilloses Durcheinander. Es wird zuviel gemordet. Einige Szenen sind ziemlich makaber.

Dem Autor gelingt es, die Geschichte realistisch darzustellen, man fühlt sich dabei, ganz schön aufregend und bedrohend. Nichts für Sensible Gemüter.

Ein gut gelungener politischer Thriller.