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Veröffentlicht am 22.06.2018

Mutige Idee, aber schlechte Umsetzung

Never Loved Before
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- Vielen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar. -

Meine Meinung:
Direkt vorneweg: Die Rezension könnte Spoiler enthalten. Wer nichts Weiteres über den Inhalt wissen ...

- Vielen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar. -

Meine Meinung:
Direkt vorneweg: Die Rezension könnte Spoiler enthalten. Wer nichts Weiteres über den Inhalt wissen möchte, sollte meine Rezension nicht lesen. Ich möchte vernünftig erklären, warum mir das Buch nicht gefallen hat und das geht leider nicht ohne etwas über den Inhalt zu verraten.

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Allerdings habe ich überhaupt nicht mit dem gerechnet, was gekommen ist! Am Anfang des Buches hätte ich mir eine Trigger Warnung gewünscht. Es geht nämlich um die Vergewaltigung eines Kindes und ich hätte gerne vorher gewusst, was mich da erwartet. Am Ende des Buches habe ich dann entdeckt, dass die Autorin Anmerkungen geschrieben hat. Diese hätten aber an den Anfang gemusst!! Am Ende bringen mir diese auch nichts mehr.

Kurz zum Inhalt: Katie wurde mit 12 Jahren von einem Mann entführt, tagelang eingesperrt und vergewaltigt. Der Sohn des Entführers (Will) rettet sie. Zwischen den beiden entwickelte sich eine Verbindung, denn auch der Sohn hat unter seinem Vater gelitten. Doch der Kontakt brach ziemlich schnell wieder ab. 8 Jahre später nach der Entführung geht sie an die Öffentlichkeit und erzählt ihre Geschichte in einem Interview. Sie ist die einzige Überlebende, denn der Mann hatte schon vorher junge Mädchen entführt, vergewaltigt und anschließend umgebracht. Ethan sieht das Interview und Erinnerungen werden wieder wach, denn er ist der besagte Sohn des Vergewaltigers. Daraufhin sucht er den Kontakt zu ihr und die beiden nähern sich einander an. Dabei weiß sie nicht, wer er wirklich ist.

Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen. Katie erzählt ihre Geschichte in dem Interview, welche sehr schockierend ist und mich berühren konnte. Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich flüssig lesen. Es wird aus vier Perspektiven erzählt: aus der Sicht von Katie in der Gegenwart und in der Vergangenheit sowie aus der Sicht von Ethan heute und Will damals. Die Kapitel in der Vergangenheit haben mir gut gefallen. Die Geschichte der beiden von damals wurde toll erzählt und konnte mich mitreißen.

Die Sicht von Ethan in der Gegenwart hat mir dagegen leider gar nicht gefallen. Ich fand ihn nämlich überhaupt nicht sympathisch. Er ist ungesund besessen von Katie und stalkt sie. Nach ihrem Interview hat er über sie im Internet recherchiert und durch extreme Mittel ihre Adresse herausgefunden. Dort ist er dann hingefahren, hat sie beobachtet und ist ihr gefolgt. Das Verhalten geht wirklich überhaupt nicht. Er sagt es sogar selbst, macht es aber trotzdem, wodurch es natürlich trotzdem nicht besser wird.
Generell fand ich ihn schrecklich. Er belügt sie von vorne bis hinten und ist extrem besitzergreifend sowie bestimmend. Also genau das Gegenteil von einem Mann, den Katie in ihrer Situation benötigt.
Wäre die Geschichte nur aus der Sicht von Katie erzählt wurden, hätte sie mir vielleicht gefallen. Denn aus ihrer Perspektive wirkte Ethan wie ein echt toller, aufmerksamer Kerl. In den Kapiteln aus seiner Sicht hat man aber sein wahres Ich kennen gelernt. Ich konnte ihm seine Lügen einfach nicht verzeihen. Zudem fand ich sein sexuelles Verlangen nach Katie sehr unangebracht. Ständig erzählt er, wie gerne er sie nackt vor sich haben möchte und sehen will, wie sie beim Orgasmus ausschaut. Es war einfach unpassend. Sein Verhalten hat mich teilweise wirklich wütend gemacht.

Katie kam mir auch etwas naiv vor. Nach der Vergewaltigung kam sie nie einem Menschen näher. Sie scheut Berührungen - selbst von ihrer Mutter und ihrer Schwester. Dann kommt Ethan und bei ihm ist natürlich alles anders. Sie genießt seine Berührungen und seine Nähe als wäre nie irgendwas gewesen. Sie kennt ihn nicht einmal richtig und lässt ihn dennoch so nah an sich ran. Das empfinde ich als sehr unrealistisch. Zudem hatte ich das Gefühl, dass sie sich von Ethan zu manchen Dingen überreden lässt und nicht alles aus freien Stücken macht.

ACHTUNG SPOILER!

Besonders schlimm fand ich, dass die beiden Sex miteinander hatten, obwohl Katie noch gar nicht weiß, wer er ist. Ethan nutzt sie einfach aus. Ich hatte bereits nach 300 Seiten überlegt, das Buch abzubrechen. Nach dieser Szene hätte ich es am liebsten in die Ecke geworfen. Genauso schlimm war es, dass Ethan nicht den Mumm hatte, ihr die Wahrheit über sich zu sagen, sondern sie es per Zufall heraus bekommen hat. Natürlich erst nach dem Sex.

SPOILER ENDE!

Fazit:
Für mich war das Buch leider ein Flop. Die Idee war mutig, aber wurde leider schlecht umgesetzt. Die Handlungen der Protagonisten waren teilweise unrealistisch und besonders die von Ethan waren sehr unangebracht. Niemand, der Opfer von sexuellem Missbrauch geworden ist, braucht so einen Mann wie er es ist. Man hätte etwas sensibler mit dem Thema umgehen müssen. Ich vergebe noch 2 Sterne für den angenehmen Schreibstil und für die Kapitel aus der Vergangenheit, die mir gut gefallen haben. Ansonsten kann ich das Buch nicht weiterempfehlen und werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

Veröffentlicht am 08.10.2018

Abgebrochen

No going back
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Das Buch habe ich bereits nach 150 Seiten abgebrochen.
Ich fand die Protagonistin Natalie leider absolut schrecklich. Sie ist gemein und egoistisch. Zudem hat sie keinen Charakter. Nur um cool zu sein ...

Das Buch habe ich bereits nach 150 Seiten abgebrochen.
Ich fand die Protagonistin Natalie leider absolut schrecklich. Sie ist gemein und egoistisch. Zudem hat sie keinen Charakter. Nur um cool zu sein und um dazu zu gehören, ist sie mit Leuten befreundet, die sie gar nicht mag. Zudem fand ich es ultra unsympathisch, dass sie die Beziehung zu Jack versteckt hat. Sie besitzt einfach kein Rückgrat. Und jetzt, wo er berühmt und erfolgreich ist mit seiner Musik, will sie ihn zurück.
Dazu behauptet sie noch, sie hätte sich ja so sehr verändert nach der Highschool. Gemerkt hat man davon aber nichts...

Kann sein, dass es noch besser geworden wäre. Aber ich könnte mir nicht vorstellen, dass ich mit Natalie noch warm werden könnte und hab es daher kurzerhand abgebrochen. War einfach nicht meins.

Veröffentlicht am 06.10.2018

Schrecklich oberflächlich

GötterFunke 1. Liebe mich nicht
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Ich habe bisher fast nur Gutes von dem Buch gehört und mich daher sehr auf die Geschichte gefreut.. Und ich wurde ganz schön enttäuscht.

Zum einen hat mir der Schreibstil von Marah Woolf überhaupt nicht ...

Ich habe bisher fast nur Gutes von dem Buch gehört und mich daher sehr auf die Geschichte gefreut.. Und ich wurde ganz schön enttäuscht.

Zum einen hat mir der Schreibstil von Marah Woolf überhaupt nicht gefallen. Er bestand fast nur aus Hauptsätzen und wirkte dadurch total abgehackt.

Zudem mochte ich die Charaktere einfach nicht. Die Protagonistin Jess ist furchtbar nervig, dumm, naiv und ständig eifersüchtig auf sämtliche Leute und nur am rumjammern. Handlung gibt es gefühlt auch keine, denn es geht eigentlich nur um Jess, die Cayden will. Dieser flirtet aber nur mit anderen, weswegen Jess die ganze Zeit schmollend und eifersüchtig durch die Gegend rennt. Mehr Charakter hat sie anscheinend nicht.
Ihre "Beste Freundin" Robyn war sogar noch schlimmer. Sie ist mega oberflächlich, macht Jess ständig runter und will immer das Sagen haben. Zudem betrügt sie ihren Freund und braucht ständig Bestätigung, wie toll sie doch sei. Einfach furchtbar.
Ohnehin ist alles in der Geschichte oberflächlich. Jeder wird auf sein Äußeres reduziert, auf den Charakter achtet niemand.

Und dann noch die griechische Mythologie... Ja, die war quasi nicht vorhanden. Die sogenannten "Götter" in menschlicher Gestalt waren stinklangweilig und nichtssagend.

Das einzige, was tatsächlich sehr cool war, war das Setting. Aber das war es auch schon. Ich kann es nicht empfehlen..