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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2018

Wundervoll

Hyde
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Katrina ist Tischlergesellin. Nun befindet sie sich auf der Walz. Und sie umgeben einige mysteriöse Dinge. So trägt sie immer einen Schal, der ihr Gesicht versteckt und selbst beim Essen nicht abgenommen ...

Katrina ist Tischlergesellin. Nun befindet sie sich auf der Walz. Und sie umgeben einige mysteriöse Dinge. So trägt sie immer einen Schal, der ihr Gesicht versteckt und selbst beim Essen nicht abgenommen wird, sie kann nur unverständlich sprechen und ihr Zuhause, Hyde, ist verschwunden. 

Dies ist zwar ein Jugendbuch - aber es macht den Erwachsenen Leser ebenso atemlo. Hier tun sich von Beginn an sehr viele Fragen auf und man gar nicht anders - man muß einfach weiter lesen. Die Autorin streut immer wieder kleine Geschehnisse aus der Vergangenheit ein, jedoch immer nur kleinere Schnipsel, so daß stets Fragen offen bleiben. Beide Zeiten bilden zum Schluß ein rundes Bild und Formen ein stimmiges und zufriedenstellendes Ende. Die Sprache ist einfach genial - fesselnd, nie zu viel verratend und gut darstellend.

Veröffentlicht am 24.06.2018

Unterhaltsam

Klaftertief
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Die Geschwister Lukas und Sophia entdecken in einem Brunnen eine Botschaft, die nur durch einen Code zu lesen ist. Sie sind erfolgreich und entdecken darin einen Hinweis auf den Schatz der Templer. Zusammen ...

Die Geschwister Lukas und Sophia entdecken in einem Brunnen eine Botschaft, die nur durch einen Code zu lesen ist. Sie sind erfolgreich und entdecken darin einen Hinweis auf den Schatz der Templer. Zusammen mit Marek, dem Sohn der Bauern auf deren Grundstück der Brunnen steht, machen sie sich auf die Suche nach dem Schatz und geraten in viele Abenteuer.

"Klaftertief" ist ein Jugendroman, der sich auch für Erwachsene eignet. Man muß sich nur darauf einlassen. Die Handlung ist nicht rasant spannend, sondern halt auf Jugendliche ausgelegt. Jedoch lernt man hier noch eine Menge über die Templer und ihre Bräuche. Ich glaube nicht, daß einige Details sehr verbreitet sind, so daß man auch als Erwachsener so manches mal staunt und es fast nicht glauben kann. Die Charaktere sind recht gut beschrieben und leben vor den Augen des Lesers. Einziges Manko sind die immensen Zeitsprünge. Hier muß man schon etwas aufpassen, denn es werden auch gerne einmal 2 Jahre übersprungen. Schöner wäre eine fortlaufende Handlung gewesen. Aber gut, wenn man es nicht überliest, ergibt sich auch mit den Sprüngen eine komplette, stimmige Handlung.

Mit "Klaftertief" hat man ein unterhaltsames Buch vor sich, daß für jede Altersstufe geeignet ist.

Veröffentlicht am 10.06.2018

Guter 3. Band

Spreewaldrache (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 3)
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Ein Mann wird schwer verletzt auf einer Insel im Spreewald aufgefunden. Er hat Gedächtnislücken, angeblich erinnert er dich an nichts. Die hinzugezogen Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner zweifelt daran ...

Ein Mann wird schwer verletzt auf einer Insel im Spreewald aufgefunden. Er hat Gedächtnislücken, angeblich erinnert er dich an nichts. Die hinzugezogen Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner zweifelt daran jedoch gewaltig. Kurz darauf wird in der Nähe des Fundortes ein ermordeter Obdachloser aufgefunden. Alles deutet darauf hin, daß die Fälle mit einem vor 20 Jahren ungeklärten Todesfall zusammen hängen. Dieser hing mit einem alten Streit zweier Kahnführerfamilien zusammen. 

Auch dieser dritte Band der Spreewald-Krimis ist spannend und gut durchdacht. Aber: Man muß die Vorgänger kennen. Ansonsten versteht man Klaudias Charakter nicht und der Spaß am Buch bleibt auf der Strecke. Kennt man die Vorgänger jedoch, erhält man einen soliden Krimi. Der Spreewald ist durch die guten Beschreibungen der Autorin greifbar und man kann ihn sich mit seinen verschlungenen Armen sehr gut vorstellen.

Veröffentlicht am 03.06.2018

Märchenhaft

EDELFA UND DER TEUFEL
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Es herrscht Krieg zwischen den Königshäusern Valois und Habsburg, das Land wird von den Franzosen belagert. Edelfa macht sich währenddessen auf die Reise zu ihrem zukünftigen Ehemann. Sie wird gefangen ...

Es herrscht Krieg zwischen den Königshäusern Valois und Habsburg, das Land wird von den Franzosen belagert. Edelfa macht sich währenddessen auf die Reise zu ihrem zukünftigen Ehemann. Sie wird gefangen genommen und als Sklavin verkauft. 

Auch der gräfliche Sohn Lauro und seine Gefährten geraten in Gefangenschaft und endet, wie Edelfa, als Sklave bei Graf Emanuele. 

Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten mit der Sprache. Sie orientiert sich sehr an dem damaligen Sprachgebrauch. Einerseits ist dies gut und läßt den Leser tiefer ins Geschehen abtauchen, andererseits braucht man eine gewisse Eingewöhnungszeit. Die Handlung ist spannend, jedoch kommen immer wieder zwischendurch Passagen, die mich nicht wirklich begeistern konnten. Dadurch zog sich das Buch dann stellenweise sehr in die Länge. Ein gewisses Märchengegühl kommt auf, wenn der Teufel mitspielt. Das ist dann schon wieder etwas besonderes und verleiht dem Buch den gewissen Kick.

Veröffentlicht am 25.05.2018

Ein Stück Zeitgeschichte

Verrat am Kaiser-Wilhelm-Kanal
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Im Kiel des Jahres 1896 wurde die Kriminalpolizei gerade erst gegründet. Da gerät der junge Kommissar Hauke Sötje in einen Fall, den die Geheimpolizei ihm aufträgt. Er erkennt bald, daß er nur ein Spielball ...

Im Kiel des Jahres 1896 wurde die Kriminalpolizei gerade erst gegründet. Da gerät der junge Kommissar Hauke Sötje in einen Fall, den die Geheimpolizei ihm aufträgt. Er erkennt bald, daß er nur ein Spielball der Mächtigen ist. Sogar seine Verlobte Sophie wird in die Falle gezogen, die für Hauke bereit steht. Er muß sein Leben riskieren, um den Fall aufzuklären. 


Dieses Buch ist ein interessantes Stück Zeitgeschichte. Die Intrigen am Kaiserhof werden in allen Einzelheiten dargestellt. Das ist sehr interessant und gibt einen guten Einblick, mit welchen Mitteln damals (und wohl auch heute noch)  hinter den Kulissen gearbeitet wird. Die Autorin schafft es gekonnt, diese Details anschaulich zu vermitteln.  Die Geschichte selbst kommt nur langsam in Fahrt und man benötigt ein wenig Geduld. Das allerdings lohnt sich, denn dann wird es richtig turbulent und spannend. Besonders schön empfand ich die Beschreibung des alten Kiel. Man fühlt sich direkt dorthin versetzt und wenn man Kiel gut kennt, wird man es nun mit ganz anderen Augen sehen.