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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2018

Viel Gefühl

Der englische Liebhaber
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Münster kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Stadt ist im Krieg stark zerstört worden, die Not ist dementsprechend groß. Münster gehört zur englischen Zone, das heißt, britische Soldaten sind ...

Münster kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Stadt ist im Krieg stark zerstört worden, die Not ist dementsprechend groß. Münster gehört zur englischen Zone, das heißt, britische Soldaten sind in der Stadt stationiert. Anna verliebt sich in einen von ihnen, in den Offizier Jeremy.
Zweite Erzählperspektive viele Jahre später: Anna liegt im Sterben und ihre Tochter, die Filmemacherin Charlotte, reist nach vielen Jahren wieder nach Westfalen. Ihren Vater hat sie nie kennen gelernt und so hofft sie bei der Durchsicht der Unterlagen ihrer Mutter neue Erkenntnisse zu erhalten.

Ich habe bisher nur die Kinderbücher der Autorin gelesen und war dementsprechend gespannt auf dieses Buch. Durchaus interessant, aber mir war es oftmals dann doch zu romantisch und ich hätte lieber noch mehr über den historischen Hintergrund und die Probleme gelesen. Die Mitte zieht sich ein wenig, doch dann wird es wieder interessanter.

Veröffentlicht am 24.06.2018

Eher ein Krimi als ein Thriller

Stille Feinde
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Dies ist der zweite Fall für den Privatdetektiv ohne Lizenz I.Q., eigentlich Isaiah Quintabe.
Als I.Q. auf einem Schrottplatz das Auto seines tödlich verunglückten Bruders Marcus entdeckt, glaubt er nicht ...

Dies ist der zweite Fall für den Privatdetektiv ohne Lizenz I.Q., eigentlich Isaiah Quintabe.
Als I.Q. auf einem Schrottplatz das Auto seines tödlich verunglückten Bruders Marcus entdeckt, glaubt er nicht mehr an einen Unfall, sondern macht sich auf die Suche nach dem Mörder seines Bruders. Das war vor acht Jahren.
In der Gegenwart bittet ihn Sarita,die damalige Freundin von Marcus, um seine Unterstützung, da ihre Schwester Probleme hat. Sie und ihr Freund sind spielsüchtig und haben sich Geld bei einem Kredithai geliehen, der nun "ungemütlich" wird.

Ein temporeiches Buch, interessante Schauplätze, gut ausgearbeitete Charaktere, aber für mich war es doch eher ein Krimi als ein Thriller und manchmal fehlte mir die Spannung.

Veröffentlicht am 15.04.2018

Nicht so spannend wie erwartet

NACHTWILD
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Joan ist - wie so oft - mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln im Zoo. Es wird langsam spät, der Zoo schließt bald und darum machen sie sich auf den Weg zum Ausgang und sammeln alle Actionfiguren ein, laufen ...

Joan ist - wie so oft - mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln im Zoo. Es wird langsam spät, der Zoo schließt bald und darum machen sie sich auf den Weg zum Ausgang und sammeln alle Actionfiguren ein, laufen an der Halloweendekoration vorbei. Aber dann merkt Joan, dass etwas nicht stimmt, denn es handelt sich nicht um Vogelscheuchen, die umgekippt auf dem Boden liegen, sondern um Menschen, die in ihrem eigenen Blut dort liegen. Von den Tätern findet sich keine Spur. Joan macht sich auf die Suche nach einem geeigneten Versteck - und zwar für sie und Lincoln. Sie erzählt Lincoln eine Geschichte und versucht ihn abzulenken. Sie finden ein gutes Versteck in einem verlassenen Gehege, aber dort können sie nicht die ganze Zeit über bleiben.
Die Geschichte hat alles, was man für einen spannenden Thriller bleibt, jedoch kam bei mir leider die Spannung nicht so recht auf. Es passierte dafür zu wenig Spannendes und auch die Perspektivwechsel, die immer wieder die Geschichte aus Joans Sicht unterbrechen haben nicht so viel Wirkung gezeigt, wie ich gehofft hatte. Schade, da das Thema an sich gut war. Wenn man es nicht als Thriller betrachtet, gewinnt die Geschichte und darum vergebe ich noch 3 Sterne.

Veröffentlicht am 05.04.2018

Leben auf Huxley-3

Wir zwei in neuen Welten
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Seren und Dom sind gemeinsam mit Mariana und Ezra auf dem Planeten Huxley-3 gelandet, den sie schon von der Ventura aus gesehen hatten. Die Landung haben sie überlebt und gewöhnen sich nun langsam an ein ...

Seren und Dom sind gemeinsam mit Mariana und Ezra auf dem Planeten Huxley-3 gelandet, den sie schon von der Ventura aus gesehen hatten. Die Landung haben sie überlebt und gewöhnen sich nun langsam an ein Leben außerhalb des Raumschiffes, mit ganz anderen Prioritäten. Jetzt geht es erstmal ums Überleben und darum sich mit ausreichend Nahrungsmitteln und Wasser zu versorgen und sich gegen eventuelle Gefahren zu schützen.
Ich war sehr gespannt auf den Planeten und das Leben auf ihm und wurde in dem Punkt leider enttäuscht, da es zu diesem Thema gar nicht so viel zu erfahren gab, vor allem die ersten hundert Seiten plätscherten für mich zu sehr dahin und hier wurde eindeutig Potential verschenkt. Sehr schade. Dann bewegen sich die vier weiter und es wird etwas interessanter und wir erfahren mehr über den Planeten und entdecken andere Seiten. Auch über die Vergangenheit der vier wird mehr als im ersten Teil bekannt, was mir gefiel. Insgesamt passierte mir jedoch zu wenig, so dass ich deswegen Abzüge in der Bewertung gebe, aber im Durchschnitt überwogen noch die positiven Aspekte.

Veröffentlicht am 03.04.2018

Ein Krimi im Krimi

Die Morde von Pye Hall
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Susan Ryeland ist Lektorin bei einem kleinen Londoner Verlag. Übers Wochenende liest sie den neuesten Krimi von Alan Conway mit seinem Ermittler Atticus Pünd. Aber die letzten Seiten fehlen, gerade als ...

Susan Ryeland ist Lektorin bei einem kleinen Londoner Verlag. Übers Wochenende liest sie den neuesten Krimi von Alan Conway mit seinem Ermittler Atticus Pünd. Aber die letzten Seiten fehlen, gerade als Atticus Pünd zur Auflösung des Falles ansetzt.
Der Leser liest auch dieses Manuskript, das sich circa über die Hälfte des Buches erstreckt und fühlt sich in einen whodunnit im Stile Agatha Christies versetzt. Schauplatz ist ein beschauliches Dorf in Somerset, die Haushälterin von Sir Magnus Pye ist gestorben - war es ein Unfall oder doch eher Mord? Die Atmosphäre der 1950er wird gut erzeugt und aufgrund der guten Beschreibungen sieht man die Szenerie vor seinem inneren Auge. Doch vor der Auflösung hört es auf und wir sind genauso schlau wie die Lektorin. An der Seite von Susan macht sich der Leser auf die Suche nach den fehlenden Kapiteln und landet auch hier bald in einem Kriminalfall.
Beide Fälle werden am Ende aufgelöst und ähneln sich in gewisser Weise.
Ein Krimi, der sich Zeit lässt, nichts überstürzt, sondern viel beschreibt und oft verweilt. Mir war er zu behäbig und stagnierte zu sehr, was auch nicht durch Witz o.Ä. ausgeglichen wurde.