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Veröffentlicht am 29.08.2018

Ein vielversprechender Debütroman

Memories of your Smile
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Die Protagonisten und ihre Geschichte
Die Britin Jessica Preston ist 43 und arbeitet als Professorin an der Uni in Berlin. Gerade steht ihr der Weggang ihrer Assistentin bevor, die sie beruflich wie privat ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte
Die Britin Jessica Preston ist 43 und arbeitet als Professorin an der Uni in Berlin. Gerade steht ihr der Weggang ihrer Assistentin bevor, die sie beruflich wie privat sehr schätzt, die sich aber nun entschlossen hat, selbst nochmal die Schulbank zu drücken.

Auf die Ausschreibung des Assistenz-Stellte hat sich unter anderem Tim beworben, der nicht nur zu spät zum Vorstellungsgespräch kommt, sondern auch ein lockeres Mundwerk an den Tag legt. Der 29-jährige hat einige Jahre in Großbritannien gelebt und gearbeitet, was für ihn spricht. Allerdings hat Tim eher eine Karriere als Singer-Songwriter anvisiert, als den Rest seines Lebens im Vorzimmer einer Professorin zu verbringen.

Doch Jessica fasziniert ihn und auch umgekehrt kehren Jessicas Gedanken immer wieder zu dem Bewerber zurück, der offenbar versucht hat, mit ihr zu flirten. Nachdem Tim sich von ihrer Erwartungshaltung an seine künftigen Aufgaben nicht abschrecken lässt, erhält er eine Zusage. Jessica ist gefesselt von seiner kessen Art, doch die Tatsache, dass sie langsam Gefühle für den so viel jüngeren Mann entwickelt, schiebt sie genauso weit von sich, wie den vagen Eindruck, dass auch er möglicherweise mehr für sie empfinden könnte. Tim hingegen ist sich absolut im Klaren darüber, dass er sich verliebt hat, zweifelt aber daran, dass sich seine Chefin wirklich für ihn interessieren könnte. Er schreibt einen Song für sie, in dem er seine Gefühle zum Ausdruck bringt.

Der Singer-Songwriter Mike McSonner hat die beiden Lieder „Memories of your Smile“ und „Masquerade“ eigens für diesen Roman geschrieben und aufgenommen.

Auf der Homepage von Tamara Leonhard findet ihr die Links zu

Auf der Homepage von Tamara Leonhard findet ihr die Links zu
Soundtrack zum Roman von Mike McSooner
Trailer zum Buch
kostenlosen Kurzgeschichten der Autorin


Meine Gedanken zum Buch
Ich fange mal damit an, wie es mir erging, als ich dieses Buch beendet habe. Mir haben ein wenig die Worte gefehlt und in mir hat sich ein Gefühl völliger Zufriedenheit breitgemacht, weil „Memories of your Smile“ bis zum Epilog rund und perfekt war.

Tamara Leonhard hat sich intensiv mit dem Altersunterschied der beiden Protagonisten auseinandergesetzt. Aus meiner Sicht hat sie die Bedenken und Vorbehalte authentisch herausgearbeitet, denn sie hat die Themen aufgegriffen, die auch mich, die ich in Jessicas Alter bin, an deren Stelle beschäftigt hätten. Trotz dieser etwas schweren Thematik ist dem Roman die Leichtheit nicht abhanden gekommen.

Wie man dem Klappentext schon entnehmen kann, stößt die Beziehung der beiden Protagonisten an einigen Stellen auf Unverständnis, was sich dramatisch entwickelt, da es plötzlich um viel mehr als ihre Liebe geht, es geht um ihre Existenz. Sicherlich kommt die Handlung nicht ohne eine solche Wendung aus, es wäre aus meiner Sicht auch unrealistisch, wenn niemand Anstoß an dem ungleichen Paar nehmen würde.

Nun komme ich auf meine einleitenden Worte zurück, wie gesagt, ist dies eine ganz runde Geschichte, die bis hin zum Epilog erstklassig herausgearbeitet ist. Ein Indiz dafür, dass mich ein Buch emotional berührt ist es, wenn ich fühlen kann, wie es denn Protagonisten ergeht, das kann ein warmes Gefühl sein, dass sich in mir breit macht, der Bauch, der sich zusammen zieht oder auch mal Tränen. Tamara Leonhard hat einen ganz wunderbaren Schreibstil, mit dem sie es problemlos geschafft hat, mich so zu berühren und wenn ich bedenke, dass dies ihr erster Roman ist und sie möglicherweise noch besser wird, dann dürfen wir darauf gespannt sein, was uns noch erwartet.

Ich bin jetzt schon begeistert.

Veröffentlicht am 05.08.2018

Ich werde das Buch bestimmt noch mehrfach in die Hand nehmen.

Liebe zukünftige Lieblingsfrau
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Der Autor und seine Geschichte
Michalis Pantelouris wird nach zehn Jahren Ehe von seiner Frau verlassen und erkennt bald, dass sich vieles geändert hat, seit er zum letzten Mal Single war. Es folgt ein ...

Der Autor und seine Geschichte
Michalis Pantelouris wird nach zehn Jahren Ehe von seiner Frau verlassen und erkennt bald, dass sich vieles geändert hat, seit er zum letzten Mal Single war. Es folgt ein Loch mit einer Schreibblockade und als der Chefredakteur mit ihm sprechen will, rechnet er mit dem Rauswurf beim „SZ-Magazin“. Doch es kommt ganz anders: Er soll eine wöchentliche Kolumne darüber schreiben, wie es ist, wieder Single zu sein. So kam es zur Veröffentlichung von Briefen an seine „zukünftige Lieblingsfrau“ in denen er von seinem neuen Leben erzählt, davon, was während seiner Suche nach der zukünftigen Lieblingsfrau alles passiert und wie er sich fühlt.

Meine Gedanken zum Buch
Eigentlich hatte ich erwartet, dass das Buch hauptsächlich aus den Briefen besteht, das ist aber nicht der Fall. Michalis Pantelouris erzählt „seine“ Geschichte. Er berichtet von Problemen und Gedanken nach der „Explosion“, wie er die Trennung von seiner Frau nennt. Er erzählt von seinem ersten Date und dem ersten Sex nach Tag X, von der Liebe zu seinen Kindern und davon, wie schwer es ihm fällt, seine Frau loszulassen und frei zu sein für eine neue Beziehung. Dazwischen packt er einige seine Briefe an die zukünftige Lieblingsfrau, die in der Kolumne veröffentlicht wurden. So erfährt der Leser des Buches, wie es zu seinem jeweiligen Brief kam, was davor und was danach passiert ist und erhält ein Bild auf „das Ganze“.

„Liebe zukünftigte Lieblingsfrau“ hat mich regelrecht umgehauen. Ich habe mich in vielen Situationen wiedererkannt, konnte mit dem Autor mitfühlen, habe aber auch geschmunzelt, wenn er beispielsweise über das Verhalten seiner Kinder geschrieben hat, weil es mir bekannt vor kam. Michalis Pantelouris hat in einem Interview gesagt, dass diese Kolumne wohl das Ehrlichste war, was er in seinem Leben geschrieben hat. Schon nach dem Lesen eines einzigen „Briefe“, war mir klar, was er er damit meint und vor allem, warum er unzählige Liebeserklärungen und Heiratsanträge erhalten hat.

Ich gebe zu, auch mein Herz ist dem Autoren zugeflogen. Seine Texte haben eine Wirkung auf mich, die ich gar nicht beschreiben kann. Er spricht Dinge an, von denen ich glaube, dass viele „Wieder-Singles“ jenseits der 40 sie nachvollziehen können. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass er „der perfekte Mann“ sein müsste und doch ist Michalis Pantelouris immer darauf bedacht, aufzuzeigen, dass er Fehler und Marotten hat und darauf hinzuweisen, dass es ja einen Grund dafür geben muss, dass seine Frau sich „entliebt“ hat. Im Grunde hat er mit dem Buch und der Kolumne seine Seele offen gelegt. Dass er sich dabei auch verletzbar gemacht, dafür zolle ich ihm großen Respekt. Ich bin überzeugt davon, dass er aus seiner persönlichen Situation heraus den Nerv der Zeit erwischt hat, dass er einigen Männern aus der Seele gesprochen und mit seinen Worten und oftmals romantischen Ansichten viele Frauen mitten ins Herz getroffen hat. Das Buch dürfte allen Singles, deren letztes erstes Date schon viele Jahre zurückliegt, zeigen, dass sie nicht alleine sind, dass es anderen genauso geht und dass man die Hoffnung nicht aufgeben sollte.

Ich werde das Buch bestimmt noch mehrfach in die Hand nehmen.

Veröffentlicht am 05.08.2018

Sowohl Ausarbeitung der Thematik wie auch die Geschichte selbst konnten mich überzeugen

Drei aus dem Ruder
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Die Protagonistinnen und ihre Geschichte
Henriette, Mieke und Coco lernen sich in einer psychosomatischen Klinik am Chiemsee hängen.

Die selbständige Frauenärztin Henriette ist mit Georg verheiratet und ...

Die Protagonistinnen und ihre Geschichte
Henriette, Mieke und Coco lernen sich in einer psychosomatischen Klinik am Chiemsee hängen.

Die selbständige Frauenärztin Henriette ist mit Georg verheiratet und hat zwei Kinder, die gerade dabei sind, das Elternhaus zu verlassen. Seit ihrem Studienabschluss ist sie mit Georg zusammen, hat immer Mann, Kinder und Familie unter einen Hut gebracht und ist auf der Strecke geblieben. Vor einigen Wochen ist sie bei rot über die Ampel gegangen. Da sie sich kaum daran erinnern kann, plagen sie Zweifel, ob sie möglicherweise absichtlich auf die Straße gelaufen ist. Im Gegensatz zu Georg, der nicht versteht, warum Henriette sich psychologisch betreuen lassen möchte, hat sein bester Freund Daniel Henriette kurzfristig einen Therapieplatz verschafft. Henriette ist schon damit überfordert, ihren Koffer auszupacken und hat kein Interesse, sich mit anderen Gästen der Klinik auseinanderzusetzen.

Mieke hat in einer Kfz-Werkstatt gearbeitet bis ihr Chef sie mit einem Kunden erwischt hat. Nun hat sie keinen Job und ist schwanger von einem verheirateten Mann. Ihre Zwangsstörungen sind derzeit das eher kleinere Problem, denn Mieke muss sich klar darüber werden, ob sie das Kind behalten möchte. Mieke ist ein Sonnenschein und hat keine Berührungsängste, manchmal wirkt sie ein wenig naiv, aber das kann man der mangelnden Lebenserfahrung zuschreiben.

Coco ist eine bekannte Fernsehköchin, für Mann und Karriere hat sie auf Kinder verzichtet und sitzt nun nicht nur vor dem Scherbenhaufen ihrer Ehe sondern muss mit einer Haftstrafe rechnen, weil ihr Ex-Mann Steuern hinterzogen hat. Sie gibt zunächst die unnahbare Diva.

Die drei unterschiedlichen Frauen haben eines gemeinsam, sie sind an einem Punkt angelangt, an dem ihr Leben völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Aus der Schicksalsgemeinschaft entwickelt sich eine Freundschaft mit allen Höhen und Tiefen und am Ende des Aufenthaltes müssen alle drei eine Entscheidung treffen, die die Weiche für ihre Zukunft stellt.

Meine Gedanken zum Buch
Beim Anblick des Covers habe ich zunächst an eine leichte Sommergeschichte gedacht, doch nach dem Lesen des Klappentextes war mir schnell klar, dass der Titel wörtlich zu nehmen ist, weil das Leben der drei Frauen „aus dem Ruder“ gelaufen ist.

Die Thematisierung von psychosomatischen Erkrankungen, Sorgen und Ängsten ist tiefsinnig, manchmal sogar etwas schwermütig und dennoch hat Annette Lies es geschafft, um dieses Thema herum einen unterhaltsamen und humorvollen Roman aufzubauen, ohne eine gewisse Ernsthaftigkeit aus den Augen zu verlieren.

Die Handlung ist eher unaufgeregt, es gibt ein paar wenige Ausreißer, aber im Großen und Ganzen bewegen sich die drei Protagonistinnen in ruhigem Fahrwasser, dennoch ist die Geschichte sehr lebendig und kurzweilig.

In einer Zeit, in der Druck im Job in Verbindung mit der Versorgung der Familie zur Tagesordnung einer berufstätigen Mutter gehört, haben heute möglicherweise viele Menschen im Ansatz eine Ahnung, was in Henriette vorgeht.

Ich konnte ihr beispielsweise nachfühlen, dass sie keine Kraft dafür hatte, ihren Koffer auszupacken, weil es eben Tage gibt, an denen einem alles zu viel ist. Auch kenne ich die Situation, dass ich während einer Mutter-Kind-Kur das Gefühl hatte, dass es mir gar nicht so schlecht geht, wie den anderen Frauen und dass diese eine größere Berechtigung hätten, in der Klinik zu sein. Aber die Krankheitsbilder sind eben ganz verschieden, genau wie die Menschen und so kommt der eine früher und der andere später an den Punkt, an dem er das Gefühl hat, sein Leben laufe aus dem Ruder. Das hat die Autorin für mich wunderbar umgesetzt.

„Drei aus dem Ruder“ hat mich überzeugt, sowohl, was die Ausarbeitung der Thematik betrifft, wie auch die Handlung selbst.

Veröffentlicht am 05.08.2018

Sehr unterhaltsame Wortgefechte

Glück ist, wenn man trotzdem liebt
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Die Protagonisten und ihre Geschichte
Die Floristin Isabelle ist Ende 20, hat einen klar strukturierten Wochenplan, von dem sie so gut wie nie abweicht und einen konkreten Plan für den Verlauf ihres weiteren ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte
Die Floristin Isabelle ist Ende 20, hat einen klar strukturierten Wochenplan, von dem sie so gut wie nie abweicht und einen konkreten Plan für den Verlauf ihres weiteren Lebens. Auch bei ihrem Traummann hat sie sehr genaue Vorstellungen, es muss „Bääm“ machen, wie damals als ihre Eltern sich kennengelernt haben.

Bereits die Schließung ihres Stammlokals, bringt ihr Grundgerüst ins Wanken, da sie nun auf ihre tägliche Nudelsuppe verzichten muss. Dass Jens, der neue Inhaber des Restaurants, und seine Schwester Merle ständig in ihr Leben stolpern und ihren Wochenplan durcheinander bringen, überfordert sie. Doch als der Blumenladen, in dem sie angestellt ist, in finanzielle Schwierigkeiten gerät und sie hinter ein Familiengeheimnis kommt, stürzt das Isabelle ins Chaos.

Meine Gedanken zum Buch
Die Protagonisten Isabelle mutet hin und wieder schon etwas seltsam an, weil jede kleinste Abweichung von ihrem durchstrukturierten Leben sie ein wenig aus der Bahn wirft. Was mir gut gefallen hat, sind ihre Freunde, die ihr – mal mehr, mal weniger erfolgreich – nahebringen wollen, dass es gerade die spontanen Dinge sind, die das Leben lebenswert machen.

Hier hat es mir besonders das Glücksglas angetan, dass Isabelle von einer Freundin erhalten hat. Immer, wenn Isabelle etwas erlebt, was sie glücklich macht, schreibt sie das auf einen Zettel und wirft ihn in ein Glas, um nach einem Jahr zu sehen, was sie alles erlebt hat.

Die Geschichte ist leicht und humorvoll, sie konnte mich fesseln und hat mir – insbesondere durch die sehr unterhaltsamen Wortgefechte zwischen Isabelle und Jens – einige heitere Lesestunden beschert. Was will ich mehr?

Veröffentlicht am 07.07.2018

Toller Abschluss der Serie

Fast ein Volltreffer
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Die Serie
Die Serie begann mit der alleinerziehenden Jessie, die trotz aller Widrigkeiten mit Jack Morrison, dem Erben einer Luxushotel-Kette, zusammen kommt.

Im zweiten Band trifft Jacks Schwester Katelyn ...

Die Serie
Die Serie begann mit der alleinerziehenden Jessie, die trotz aller Widrigkeiten mit Jack Morrison, dem Erben einer Luxushotel-Kette, zusammen kommt.

Im zweiten Band trifft Jacks Schwester Katelyn den Mann wieder, der ihr einst das Herz gebrochen hat: Dean Prescott.

In einem weiteren Band lernen sich Jessies Schwester Monica und Trent Fairchild kennen, seines Zeichens Mit-Inhaber der Fairchild Charter-Fluglinie.

Band 4 handelt von Dr. Walter Eddy, mit dem Monica bei Ärzte ohne Grenzen zusammen gearbeitet hat. Walt verliebt sich in die Autorin Dakota Laurens.

In Band 5 ist es Dakotas Freundin Mary Kildare, die Trents Bruder Glen Fairchild wieder trifft.

Alle Protagonisten werden von der Autorin bereits als Nebenfiguren in einem Vorgängerband eingeführt und tauchen ebenfalls als Nebenfiguren in den späteren Bänden wieder auf.

Zwar ist jeder Band abgeschlossen und kann einzeln gelesen werden, aber um alle Zusammenhänge verstehen zu können, halte ich es für sinnvoll, die Bände nacheinander zu lesen.

Protagonisten und ihre Geschichte
Rachel Price hat ihrer Freundin Emily auf dem Sterbebett versprochen, sich um ihren 15-jährigen Sohn Owen, der ohne Vater aufgewachsen ist, zu kümmern. Um zu vermeiden, dass die Familie von Owens Vater einen Sorgerechtsstreit anzettelt, gibt Rachel ihr bisheriges Leben auf und zieht von Kalifornien nach New York und damit in die Nähe von Owens Großeltern. Nachdem in New York der erste Schnee gefallen ist und sie keinerlei Erfahrung mit schneebedeckten Straßen hat, ist sie äußerst vorsichtig unterwegs. Dennoch rutscht sie weg und ihretwegen landet ein anderes Fahrzeug im Straßengraben. Rachel bietet dem Fahrer an, in ihrem Haus auf seine Abholung zu warten.

Zusammen mit seinen Brüdern leitet Jason Fairchild eine eigene Charter-Fluglinie. Schon als er Rachel das erste Mal sieht, ist er von ihr angetan und so nimmt er ihr Angebot, in ihrem Haus darauf zu warten, dass er abgeholt wird, gerne an. Dass sich die Frau, die ihm danach nicht mehr aus dem Kopf geht, wenig später im Konferenzraum als neue Mitarbeiterin gegenüber sitzt, bereitet ihm wenig Kopfzerbrechen, er will sie unbedingt besser kennenlernen.

Doch für Rachel ist klar, dass sie Berufliches und Privates nicht vermischen darf, weil sie auf ihren Job angewiesen ist, daher kommt Jason Fairchild für eine Beziehung nicht in Frage. Dumm nur, dass ihr Herz eine andere Sprache spricht und als ob diese Turbulenzen nicht reichen, zieht auch noch Owens Verwandtschaft gegen sie ins Feld.

Meine Gedanken zum Buch
Mit diesem Band endet die Not-Quiet-Serie und ich bin der Meinung, Catherine Bybee hat einen tollen Abschluss gefunden.

Jason mochte ich schon aus den vorherigen Bänden, er war derjenige, dem man am meisten angemerkt hat, dass er sich bemüht, Familie und Unternehmen zusammen zu halten. In diesem letzten Band zeigt sich, dass auch die beiden Frauen an der Seite seiner Brüder sich gut eingefügt haben und er auch einmal durchatmen darf, auch wenn er sich das selbst gar nicht zugestehen möchte.

Rachel ist eine tolle Protagonistin. Wie schon ihre Vorgängerinnen steht sie mit beiden Beinen fest im Leben, hat Verantwortung übernommen und kann sich behaupten. Sie weiß sehr genau, was sie will oder in diesem Fall eben nicht will und trotzdem schafft es Jason, sich über eine Hintertür in ihr Herz zu schleichen.

Auch dieser Roman von Catherine Bybee ist gewohnt emotional. Es gab Momente, da sind mir die Tränen herunter gelaufen, genau so konnte ich aber auch schmunzeln und natürlich fehlt es weder an Romantik, noch an Dramatik in dieser Geschichte.

Dass das Buch in Deutschland im Hochsommer erschienen ist, ist etwas unglücklich, weil man bei den derzeitigen Temperaturen nicht an Schnee schippen und Christbaum schmücken denkt, aber das hat dem Roman keinen Abbruch getan.