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Veröffentlicht am 26.11.2018

Historischer Kriminalroman mit Schwächen

Die Tote im Fechtsaal
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Dresden 1869: Annie Troll verdient den Lebensunterhalt für sich und ihre zwölfjährige Tochter Jette indem sie Fechtunterricht für Frauen erteilt. Die beiden kommen mehr schlecht als recht über die Runden, ...

Dresden 1869: Annie Troll verdient den Lebensunterhalt für sich und ihre zwölfjährige Tochter Jette indem sie Fechtunterricht für Frauen erteilt. Die beiden kommen mehr schlecht als recht über die Runden, die Schutzgeldforderungen, die Casimir Schmitt an sie richtet, kann sie nicht nachkommen, was sie diesem auch sehr deutlich macht, leider, denn damit bringt sie nicht nur sich sondern auch Jette in Gefahr. Als sie dann noch eine ihrer Schülerinnen tot im Fechtsaal findet, ist sie auch noch mordverdächtig. In ihrer Not wendet sie sich an Daniel Raabe, Dresdens erstem Privatdetektiv.

Aber auch der hat es nicht leicht. Der ehemalige Staatsanwalt hat vor drei Jahren bei einem Brand Frau und Kind verloren, und galt als möglicher Brandstifter. Überzeugt von der neuen Fingerabdruck-Methode, nimmt er mit Elan die Ermittlungen in Annie Trolls Fall auf.

Überraschend für mich entpuppte sich der historische Roman über eine Fechtlehrerin, den ich erwartet hatte, als historischer Krimi, der das Fechten ein bisschen an den Rand drückt, schade eigentlich, ich hatte mir mehr Szenen gewünscht, die das Fechten, Annies Unterricht und ihre Schülerinnen betreffen. Aber: Auch der Krimipart ist interessant, bietet Spannung und die Möglichkeit zum Mitraten.

Die beiden Protagonisten waren mir schnell sympathisch, vor allem Annie, aus eher schlechten sozialen Verhältnissen, muss sie ihr Kind alleine großziehen, und ist patent und selbstbewusst genug, um auch noch ein eigenes Gewerbe auf die Beine zu stellen. Sie kann anpacken und lässt sich so schnell nicht unterkriegen, hat aber mit ihrer Tochter eine klare Schwachstelle, die andere ausnutzen. Daniel Raabe dagegen ist vermögend, trägt aber ein Trauma mit sich herum. Er ist ein guter Spürhund, der seine Spur nicht so schnell aufgibt.

Erzählt wird aus beiden Perspektiven, sehr gut gefällt mir, dass die Autorin sowohl Annie als auch Daniel ihre jeweils eigene Sprache gibt. Die beiden zusammen ergeben ein gutes Paar, das womöglich noch einmal einen Fall zu lösen bekommt, denn das Ende des Romans ist relativ offen, eine Fortsetzung ganz sicher angedacht.

Trotzdem ist der aktuelle Fall der ermordeten Fechtschülerin natürlich aufgelöst. Mir wurde der Täter ein bisschen zu sehr aus dem Ärmel geschüttelt, andererseits konnte man mit Nachdenken schon darauf kommen, dass er es sein muss. Die Auflösung wird gelungen inszeniert, da könnte sich Hercule Poirot noch eine Scheibe abschneiden.

Was mich persönlich sehr gestört hat, ist die Storyline um Casimir Schmitt, in meinen Augen unnötig für die Geschichte, unnötig blutig und unnötig spannungsheischend. Auf mich wirkte es aufgesetzt und als ob die Geschichte noch ein bisschen verlängert werden musste. Mir hat das die Freude am Roman leider ein Stück weit kaputt gemacht. Auch ein bisschen mehr Zeit- und Lokalkolorit hätte ich mir gewünscht.

Leider konnte mich die Autorin mit diesem Roman nicht so überzeugen wie mit anderen Romanen, die ich von ihr kenne. Dennoch würde ich gerne eine Fortsetzung des Romans lesen und Annie Troll sowie Daniel Raabe wiedertreffen. Von mir gibt es gute 3 Sterne, und eine Empfehlung für Freunde historischer Krimis, die sich an meinen Kritikpunkten nicht stören.

Veröffentlicht am 01.11.2018

Krimödie mit einer Auflösung, die mir gar nicht gefällt

3 Zimmer, Küche, Mord
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Nach der Trennung von Pascal hält Loretta nach einer neuen Wohnung Ausschau. Sie wird auch bald fündig, die neue Wohnung scheint perfekt – bis Loretta im Hof einen Toten findet. Dabei wollte sie sich doch ...

Nach der Trennung von Pascal hält Loretta nach einer neuen Wohnung Ausschau. Sie wird auch bald fündig, die neue Wohnung scheint perfekt – bis Loretta im Hof einen Toten findet. Dabei wollte sie sich doch von jeglichen Mordermittlungen fern halten …

Dies ist tatsächlich schon der 10. Band der Reihe und Loretta-Fans freuen sich, dass die Protagonistin offenbar doch wieder in Mordermittlungen verwickelt wird, denn man fürchtete nach dem letzten Roman schon, ihre Geschichte sei nun auserzählt. Wie immer darf der Leser sich über ein gelungenes Cover von Ommo Wille freuen – leider zwar mit schwarzen statt weißen Tauben, aber dennoch macht es wieder viel Spaß, es sich genau anzusehen.

Die Autorin lässt Loretta in Ich-Form erzählen, was dem Roman eine gewisse Würze verleiht, der Leser erlebt Lorettas Überlegungen aus erster Hand und kann sich direkt selbst seinen Reim darauf machen. Natürlich werden die eigenen Überlegungen dadurch nicht unwesentlich beeinflusst, man weiß halt selbst immer nur so viel wie Loretta.

Der Roman lässt sich von Anfang an gut lesen, ich vermisse Pascal keine Sekunde lang, war aber auch nie ein Fan von ihm. Die neue Umgebung tut Loretta gut, mit ihr lernt der Leser ihre Nachbarn kennen, die teilweise ein bisschen skurril, teilweise eher etwas obskur sind, teilweise auch etwas zu übertrieben dargestellt sind, als typisch Ruhrpott kommt ein „Taubenvatta“ ins Spiel. Lorettas Freunde agieren dafür größtenteils eher im Hintergrund, nur Erwin und Frank erhalten etwas größere Rollen, und natürlich ist auch Kommissarin Küpper wieder dabei.

Schnell wird klar, hier könnte es sich um ein sehr ernstes Thema handeln. Gegen Ende bekam ich dann immer mehr das Gefühl, die Richtung der Geschichte könnte mir gar nicht gefallen – und so war es dann auch, die Auflösung finde ich persönlich gar nicht gut. Schwierig zu begründen, warum, wenn man nicht spoilern will, wer den Roman gelesen hat, versteht vielleicht, warum ich so denke. Für alle anderen: Eine solche Auflösung wünsche ich mir nicht in einer Krimödie, dazu ist das Thema insgesamt zu ernst. Sicher ist die Lösung nicht unrealistisch, aber hier passt es einfach nicht und hätte auch die Geschichte grundsätzlich anders aufgebaut werden müssen. Am Ende ist es nur ein billiger Effekt in meinen Augen.

Wie oben schon erwähnt, lässt sich der Roman gut lesen, der Ortswechsel tut gut, und die neuen Charaktere sind zum Teil gelungen. Da die Auflösung mir aber so gar nicht behagt, gibt es von mir dieses Mal nur 3 Sterne. Auf den nächsten Roman freue ich mich trotzdem und eine Leseempfehlung für die Loretta-Luchs-Reihe kann ich auch aussprechen.

Veröffentlicht am 26.08.2018

Der Erzählstil nimmt dem Roman zu viel Spannung und Tempo

Emily Bones
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Emily ist mir ihrer Freundin unterwegs, Halloween zu feiern, dafür trägt sie ein besonders gelungenes Kostüm. Doch dann wacht sie in einem Sarg auf und stellt fest, dass sie tot ist – und ein Geist. Das ...

Emily ist mir ihrer Freundin unterwegs, Halloween zu feiern, dafür trägt sie ein besonders gelungenes Kostüm. Doch dann wacht sie in einem Sarg auf und stellt fest, dass sie tot ist – und ein Geist. Das Schlimmste daran ist aber womöglich, dass sie immer noch ihr Halloween-Kostüm trägt, doch dann erfährt sie, dass sie ermordet wurde.

Das wunderbare Cover und der Klappentext lockten mich, und dass ich schon immer einmal einen Roman von Gesa Schwartz lesen wollte. Der Einstieg in den Roman ist gelungen und im Laufe der Geschichte lernt man eine ganze Reihe skurriler Charaktere kennen, u. a. Geister, Vampire, Untote und Tote, wobei die beiden letzten Begriffe eine ganz neue Definition erhalten haben, denn hier sind die Untoten, also z. B. die Geister, die Guten, während die Toten die Bösen, die Antagonisten, sind, die es zu bekämpfen und zu besiegen gilt. Bereits hier hatte ich meine ersten Probleme und hätte mir einen anderen Begriff gewünscht.

Gesa Schwartzs Erzählstil ist ausschweifend und stellenweise sehr poetisch, nimmt aber dem Roman mitunter die Spannung. Ich ertappte mich immer wieder dabei ganze Sätze zu überlesen, da mal wieder das Tempo verlangsamt wurde, ich aber eigentlich atemlos am Lesen war. Ich könnte mir vorstellen, dass man das beim zweiten Lesen eher goutiert.

Der Roman ist ein Kinderbuch, so ist auch die Protagonistin erst 13 Jahre alt. Das kann man oft nicht glauben, sie kommt einem oft älter vor, doch immerhin gibt es ein Geheimnis um sie, das das durchaus erklären könnte. Obwohl die Geschichte aus Emilys Sicht erzählt wird, kam sie mir nicht so nahe, wie ich mir gewünscht hätte, und obwohl man viel über sie erfährt, könnte ihr Charakter mehr Tiefe haben. Besonders gut gefallen hat mir Cosimo, ein Irrlicht, der Emily zum treuen Begleiter wird.

Sehr gut gefällt mir die Stimmung, die der Roman aufbaut, düster und gruselig, manchmal traurig, hin und wieder hoffnungsvoll, immer passend zum Geschehen. Auch das Setting ist gelungen, auch wenn mir nicht ganz klar ist, warum es ausgerechnet ein Pariser Friedhof sein muss, wenn auch ein sehr bekannter. Die Welt, die Anderwelt, die hier neben der normalen aufgebaut wurde, ist gelungen, besonders gut haben mir die Bücherwürmer gefallen und ich würde gerne noch mehr über diese Welt erfahren, vielleicht in einem weiteren Roman.

Ich war während des Lesens sehr gespannt darauf, wie der Roman enden würde, und bin sehr froh über die Lösung, die geboten wird. Und ich könnte mir gut vorstellen, dass es vielleicht einmal ein Wiedersehen mit Emily geben könnte.

Es fällt mir sehr schwer, den Roman gerecht zu bewerten. Einerseits sind die Idee, das Setting, die Atmosphäre und viele der Charaktere gelungen. Andererseits bietet der Roman nicht die Spannung, die ich mir erhofft hatte, der Erzählstil der Autorin nimmt ihrer Geschichte oft das nötige Tempo und verführt zum Darüberhinweglesen. Wer es gerne poetisch hat, könnte aber seine Freude daran haben. Ich empfehle den Roman für etwas ältere Kinder und Jugendliche ab 12 oder 13 Jahren, jüngere, angegeben ist „ab 10 Jahre“, sollten bereits über Leseerfahrung, auch im Fantasybereich, verfügen. Auch Erwachsene, die gerne Kinder- und Jugendbücher lesen, könnten gut unterhalten werden. Ich vergebe gute 3 Sterne, weil für mich der Unterhaltungswert durch den Erzählstil zu sehr gelitten hat.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Unspektakuläres Prequel

Das doppelte Spiel des Jaguars
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Clara Annerson ist Liebesromanautorin. Einmal im Jahr trifft sie sich mit zwei befreundeten Autoren, um sich auszutauschen und an den jeweiligen aktuellen Werken zu arbeiten. Dieses Mal ist aber alles ...

Clara Annerson ist Liebesromanautorin. Einmal im Jahr trifft sie sich mit zwei befreundeten Autoren, um sich auszutauschen und an den jeweiligen aktuellen Werken zu arbeiten. Dieses Mal ist aber alles anders, den ein Stalker scheint unterwegs zu sein, der sogar vor Gewalt nicht zurückschreckt. Claras graue Zellen kommen in Fahrt und sie nimmt selbst Ermittlungen auf.

Das Prequel zu einer neuen Krimireihe musste ich vor dem ersten Band unbedingt noch lesen. Es handelt sich um einen Kurzkrimi, den man gut dazwischen schieben kann, er erzählt, wie die Protagonistin dazu kam, von Liebesromanen auf Kriminalromanen umzusatteln. Clara, die selbst in Ich-Form erzählt, ist mir direkt sympathisch. Man erfährt schon ein bisschen über sie und ich freue mich darauf, mehr von ihr zu lesen.

Der Fall dagegen ist in meinen Augen nichts besonderes, und auch die Auflösung ist eher unspektakulär, aber durchaus logisch. Hätte ich nicht schon die Leseprobe des ersten Bandes der Reihe gelesen, könnte mich dieser Prequel-Fall nicht dazu verlocken, die Reihe zu lesen.

Insgesamt ist der Roman eher durchschnittlich, so dass ich 3 Sterne vergebe. Für Leser der Reihe bzw. des bisher erschienenen ersten Bandes ist es sicher ganz nett zu erfahren, wie Clara zum Genrewechsel kam, aber nicht unbedingt notwendig.

Veröffentlicht am 31.05.2018

Hat mich nicht ganz überzeugt, aber dennoch neugierig auf die Folgebände gemacht

Die Pranken des Löwen
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1110: König Henry I stellt seiner kleine Tochter Matilda Robert Fitzooth als Leibwächter zur Seite, der ihr Leben über Jahrzehnte begleiten, ihr nach Deutschland, über die Alpen, in die Normandie und wieder ...

1110: König Henry I stellt seiner kleine Tochter Matilda Robert Fitzooth als Leibwächter zur Seite, der ihr Leben über Jahrzehnte begleiten, ihr nach Deutschland, über die Alpen, in die Normandie und wieder nach England folgen und mehrfach sein Leben für sie einsetzen wird.

Nach vielen Jahren ist es Robert möglich, für sich und seine Familie einen Traum zu erfüllen. Doch das Glück hält nicht ewig, und schon sein Enkel Robin sieht sich seiner Existenz beraubt und wird zu einem der berühmtesten Geächteten, zu Robin Hood.

Mir gefällt die Idee sehr gut, die Geschichte um Robin Hood mit einem seiner Vorfahren beginnen zu lassen, und diesen einen Teil der mittelalterlichen (englischen) Geschichte miterleben zu lassen. Wer sich ein bisschen auskennt, weiß, dass Matilda nicht nur Königin und Kaiserin gewesen ist, sondern auch die Stammmutter der Plantagenets. Außerdem stürzte ihr Kampf um die englische Krone das Land in einen schlimmen Krieg, der von Anarchie geprägt war.

Der Autor hat den Roman in zwei Teile getrennt und den längeren Part Robert gewidmet. Dieser hat mir gut gefallen, da wir hier mittendrin im historischen Geschehen sind und es dem Autor gut gelungen ist, Roberts individuelle Lebensgeschichte mit den historischen Ereignissen zu verknüpfen. Mit ihm trifft der Leser eine Vielzahl historischer Persönlichkeiten, wie z. B. Papst Paschalis II, Hildegard von Bingen und Eleonore von Aquitanien. Mac P. Lornes anschauliche Erzählweise gibt dem Leser dann auch das Gefühl mit dabei zu sein. Hier ist der Roman auch oft sehr spannend, so dass man ihn ungern aus der Hand legt.

Gut gelungen finde ich in diesem Teil auch die Charaktere, allen voran Robert. Dieser, aber auch z. B. Matilda sind tiefgründig gezeichnet, ihre Charaktere sind interessant, wenn auch vielleicht manchmal etwas klischeehaft, wie auch das Geschehen hin und wieder etwas zu sehr ins Klischeehafte abdriftet, vor allem wenn es um Roberts Lebensgeschichte geht, die im Gegensatz zu Matildas fiktiv ist.

Weniger gut hat mir dagegen der zweite Teil, der sich um Robin dreht, gefallen, hier habe ich sogar ein bisschen die Lust am Weiterlesen verloren. Ich kenne die Robin-Hood-Geschichten ganz gut, und mir fiel direkt auf, dass der Autor sie ein wenig anders erzählt, als gewohnt, so ist z. B. Henry II noch König. Das finde ich allerdings nicht schlimm, man kann sich gut daran gewöhnen, und immerhin trifft man viele bekannte Charaktere der Robin-Hood-Legende wieder. Probleme habe ich hier allerdings mit den Charakteren, sie sind mir alle zu blass, zu oberflächlich, mit Robin werde ich gar nicht warm, aber auch z. B. Marian oder Little John kommen mir nicht wirklich nahe. Die Antagonisten, der Sheriff von Nottingham und Guy von Gisbourne, sind, wie man sie kennt, einfach nur böse, ein bisschen weniger schwarz hätte ihnen vielleicht gut getan. Auch die Geschichte kommt nicht an die Roberts heran, ich fand sie eher langweilig als spannend.

Ich kann gut verstehen, dass Mac P. Lorne in diesen ersten Band auch den Übergang zum eigentlichen Titelhelden der Reihe bringen wollte, aber mir hätte es gereicht, wenn er ihn hier nur eingeführt, und alles weitere in die nächsten Bände übernommen hätte. So hat man das Gefühl, zwei verschiedene Bücher zu lesen, was dem Roman nicht gut tut.

Dieser Roman ist bereits 2014 erstmals erschienen und wurde nun im Knaur-Verlag neu aufgelegt. Ich hatte beim Lesen hin und wieder das Gefühl, das etwas holprig erzählt wird, was ich von einem späteren Roman des Autors so nicht kannte. Meinen Lesefluss beeinträchtigte das aber nicht wesentlich. Das taten allerdings zunehmend Aussagen wie „konnte er da noch nicht ahnen, dass“, die im ersten Teil vielleicht noch angingen, weil man die historischen Ereignisse im wesentlichen kennt, die aber im zweiten Teil immer mehr stören, und insgesamt zu viel vorwegnehmen. Wenn der Autor damit Spannung aufbauen wollte, ist ihm das bei mir missglückt.

Dennoch bin ich neugierig geworden auf die Folgebände und nun ganz gespannt auf den zweiten Band der Reihe, in dem Robin dann hoffentlich auf Richard Löwenherz trifft. Denn, auch wenn mich die Geschichte nicht immer überzeugen konnte, vor allem im zweiten Teil, so ist der historische Unterbau gut gelungen, und auch die Zusatzinhalte, die bei einem historischen Roman für mich dazu gehören, sind gelungen: Neben zwei Karten und einem Personenregister, in dem die wesentlichen Personen erwähnt werden und die historischen gekennzeichnet sind, gibt es ein Glossar, historische Anmerkungen des Autors und eine Bibliografie.

Zwar konnte mich dieser erste Band der Reihe nicht durchgehend überzeugen, machte mich aber doch neugierig darauf, wie der Autor Robin Hoods Geschichte weitererzählen wird. Insgesamt gibt es vier Bände, die vom Knaur Verlag zügig neu aufgelegt werden, ein fünfter wird neu geschrieben. Für diesen Band kann ich leider nur 3 Sterne vergeben, wer sich aber für diese Epoche und/oder für Robin Hood interessiert, sollte der Reihe eine Chance geben.