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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2018

Gelungene Fortsetzung

Die Chroniken von Azuhr - Die Weiße Königin
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Milan streift durch das Land, um den Fleisch gewordenen Mären Herr zu werden, während der Krieg der Liga gegen den Schwertwald immer mehr Leben fordert. Die drei Heere des Landes drängen die Rebellen immer ...

Milan streift durch das Land, um den Fleisch gewordenen Mären Herr zu werden, während der Krieg der Liga gegen den Schwertwald immer mehr Leben fordert. Die drei Heere des Landes drängen die Rebellen immer weiter zurück. Nur die Mär der weißen Königin, die in Zeiten der größten Not dem Volk des Schwertwaldes zu Hilfe kommt, gibt Anlass zur Hoffnung. Denn Sie scheint die Einzige zu sein, die den Ausgang des Krieges noch wenden kann.

Wie schon im ersten Band, beginnt auch der Zweite mit einem ca. 130 Seiten umfassenden Prolog, in dem eine eigene Geschichte über die Kämpfe in der Zeit von Kaiserin Samiras Geburt geschildert werden. Der Prolog bietet einen Einblick in die Vorgeschichte des Landes und enthält eigenständige Figuren, die in den weiteren Kapiteln kaum eine tragende Rolle mehr spielen.
Nach dem Prolog beginnt die eigentliche Geschichte in denen die Figuren aus dem Vorband als Protagonisten auftreten. Die Mären, die unberechenbar zu Leben erwachen, haben mir sehr gut gefallen. Immer mehr phantastische Elemente werden in die Geschichte eingeflochten. Es gibt verschiedene Erzählstränge, die abwechselnd von den Protagonisten erzählt werden und damit einen guten Einblick in die Heere der Liga und der Rebellen geben ohne den Überblick zu verlieren.
Milan, als eine der Hauptfiguren, wird mir zunehmend sympathischer, auch wenn meine heimliche Lieblingsfigur, trotz seiner geringen Rolle in dem Buch, immer noch der Krähenmann ist.
Im Gegensatz zum ersten Band der Reihe konnte mich der zweite Teil mit seinen spannenden Wendungen, mit Fantasie und mit einem großartigen Ende deutlich mehr überzeugen, sodass ich gespannt auf den letzten Teil der Reihe bin.

Veröffentlicht am 08.10.2018

Der goldene Hof

The Promise - Der goldene Hof
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Elizabeth ist eine junge Adelige, deren Vermögen sich dem Ende neigt. Ihre einzige Chance auf ein gutes Leben bietet ihr ihr Titel und eine profitable Heirat. Als Elizabeth vom Goldenen Hof erfährt, der ...

Elizabeth ist eine junge Adelige, deren Vermögen sich dem Ende neigt. Ihre einzige Chance auf ein gutes Leben bietet ihr ihr Titel und eine profitable Heirat. Als Elizabeth vom Goldenen Hof erfährt, der jungen Frauen eine gute Ausbildung und eine schillernde Zukunft in den neuen Kolonien verspricht, gibt sie sich als Zofe einer Adeligen aus und schleust sich unter die anderen einfachen Mädchen. Kann Elizabeth sich gegen die anderen Mädchen durchsetzen und ihren Platz am Goldenen Hof verteidigen?

Das neue Buch von Richelle Mead ist der Auftakt einer neuen Reihe. Im Mittelpunkt steht Elizabeth alias Adelaide, die als junge Adelige aus ihrer Welt ausbricht, ein neues Leben sucht und dabei eine neue Liebe findet. Als großer Fan der Autorin war ich sehr gespannt auf diese neue Reihe und wurde nicht enttäuscht. Die weiblichen Charaktere sind starke, unabhängige Frauen, die trotz des Jahrhunderts in dem die Geschichte spielt, ihr Leben selber in die Hand nehmen wollen. Ich war überrascht, dass im ersten Teil der Reihe die Ausbildung am goldenen Hof selbst nur einen kleinen Teil des Inhaltes ausmacht und ein Großteil der Geschichte sich vor allem mit dem Leben in den neuen Kolonien beschäftigt. Da die Geschichte aus der Sicht von Elizabeth beschrieben wird, werden einige Zusammenhänge, besonders in Bezug auf Mira und Tamsin, ihren beiden Freundinnen, nicht vollständig aufgedeckt. Man kann annehmen, dass hierbei einige Geheimnisse, die beide betreffen erst in späteren Bänden gelöst werden. Der Teil ist in sich in gewisser Weise abgeschlossen. Trotzdem bin ich gespannt, was die Folgebände bringen werden und freue mich sehr auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Auf zur Bücherjagd

Mr Griswolds Bücherjagd - Das Spiel beginnt
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Emily ist ein begeisterter Fan von Mister Griswolds Bücherjagd - einem Spiel für alle die Bücher lieben. Als Emily in die Heimatstadt des großen Mister Griswold zieht ist sie umso begeisterter ihrem Idol ...

Emily ist ein begeisterter Fan von Mister Griswolds Bücherjagd - einem Spiel für alle die Bücher lieben. Als Emily in die Heimatstadt des großen Mister Griswold zieht ist sie umso begeisterter ihrem Idol so nah zu sein. Doch während der Vorbereitungen für eine neue tolle Bücherjagd wird Mister Griswold überfallen. Emily und ihr neuer Freund James finden durch Zufall den ersten Hinweis der neuen Schnitzeljagd, ein Buch namens "Der Goldkäfer" und beginnen mit einer wundersamen Suche, die nicht nur allerlei Rätsel, sondern auch Gefahren für die Bücherjäger bereit hält.

Allein die Idee der Bücherjagd war ausreichend, damit ich dieses Buch lieben lernen konnte. Die Tatsache, dass Bücherliebhaber auf der ganzen Welt ein Spiel spielen in dem es um das Verstecken und Finden von Bücher und die Verschlüsselung mittels Rätseln geht, ist eine wunderschöne Vorstellung und lässt das Herz jeder Leseratte höher schlagen.
Die Autorin initiiert eine spannende Jagd zweier cleverer Kids voller Witz und Rafinesse. Eine kurzweilig fesselnde Geschichte, die Lust auf den zweiten Teil macht.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Vier mal London

Vier Farben der Magie
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Kell ist ein Antari, er ist in der Lage zwischen verschiedenen Welten hin und her zu springen. Denn die Stadt London existiert nicht nur einmal, sondern gleich viermal. Doch ein London hat wenig mit dem ...

Kell ist ein Antari, er ist in der Lage zwischen verschiedenen Welten hin und her zu springen. Denn die Stadt London existiert nicht nur einmal, sondern gleich viermal. Doch ein London hat wenig mit dem anderen zu tun. Das rote London, die Heimat von Kell pulsiert von Magie, das weiße London ist eine brutale Welt in der der Stärkste regiert, im grauen London ist die Magie bereits vor langer Zeit versiegt und das schwarze London wurde vor Jahren verriegelt, da dort nur Tod und Verderben lauern. Kell dachte, alles was einst aus dem schwarzen London kam wurde vernichtet. Doch versehentlich gerät ein altes Stück Magie aus dem schwarzen London in seine Hände und löst eine Katastrophe aus. Denn das weiße London versucht sich auszubreiten und die Tore zwischen den Welten, die verschlossen waren, zu öffnen.

Die "vier Farben der Magie" ist der Auftakt einer Trilogie und führt den Leser in eine Welt der Magie, die jedoch nicht jedem zur Verfügung steht. Kell ist einer der letzten Antari, ein Weltenwanderer, der als Bote zwischen den Welten fungiert. Er ist ein starker und freundlicher Charakter, der versucht das Richtige zu tun. Delilah, Lila, ist ebenfalls ein starker Charakter, der viel durchzumachen hatte und daran gewachsen ist. Sie ist vorlaut und abenteuerlustig und mir äußerst sympathisch.
Die Geschichte ist zwar in sich abgeschlossen, aber man erahnt schon, dass die Geschichten dieser Welt noch nicht alle erzählt sind. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird.

Veröffentlicht am 17.04.2018

Die kolossale Stadt in der Wüste

Wédora – Staub und Blut
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Mitten in der Wüste erhebt sich eine gigantische, gut befestigte Stadt, Mittelpunkt des Handels und voller Intrigen, Reichtum und Geheimnisse - Wédora. Als Tomeija und Liothan durch einen fehlgeschlagenen ...

Mitten in der Wüste erhebt sich eine gigantische, gut befestigte Stadt, Mittelpunkt des Handels und voller Intrigen, Reichtum und Geheimnisse - Wédora. Als Tomeija und Liothan durch einen fehlgeschlagenen Zauber in das ihnen unbekannte Zentrum der Wüste gesandt werden, versuchen sie verzweifelt in ihre Heimat zurückzukehren. Dabei werden sie jedoch in Ereignisse verwickelt, die Wedoras Untergang herbeiführen können. Während die Stämme der Wüste die Stadt von Außen bedrohen, sind Verräter im Inneren bereits in Stellung gegangen, um den Herrscher zu stürzen. Der Krieg um Wedora hat begonnen.

Wie ich es schon aus vorherigen Büchern von Markus Heitz gewöhnt bin, hat mich die präzise gezeichnete Welt von Wedora sogleich durch seine starken Charaktere und den fantastischen Schreibstil in seinen Bann geschlagen. Schon der erste Blick auf die Karte von Wedora im Innendeckel verspricht eine einzigartige, verwinkelte Stadt, die mehr als ein Geheimnis birgt.
Als Charakter hat mich besonders Liothan mit seinem lockeren Gemüt und seinem Humor begeistern können, während ich Tomeijas Fähigkeiten schon fast als zu unschlagbar empfand. Während Liothans Vergangenheit zumindest teilweise beleuchtet wird, werden zwar Andeutungen zu Tomeija gemacht und zu dem Fluch der auf ihr liegt, aber eine genaue Darstellung bleibt dem Leser doch verborgen. Besonders einfallsreich finde ich die kurzen Auszüge an jedem Kapitelende über die Geschichte oder Religion der Stadt, die Wedora und deren Umgebung näher beleuchten ohne dass man in einem seitenübergreifenden Glossar blättern muss.
Insgesamt wird deutlich, dass der Inhalt des Buches auf eine Reihe ausgelegt ist, sodass einige Fragen und offene Handlungsstränge zurück bleiben, die hoffentlich im nächsten Band näher beleuchtet werden. Ich freue mich jedoch, dass Wedoras Geschichte noch nicht zu Ende ist, denn die Stadt bietet Geheimnisse die noch einige Bücher füllen könnten.