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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2018

In den Fängen der Macht

Guten Morgen, Genosse Elefant
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Christopher Wilson ist ein spannender zu Herzen gehender Roman gelungen.
Guten Morgen, Genosse Elefant ist eine lustige und traurige Geschichte, wie Juri Zipit für ein paar Wochen in die Fänge der Macht ...


Christopher Wilson ist ein spannender zu Herzen gehender Roman gelungen.
Guten Morgen, Genosse Elefant ist eine lustige und traurige Geschichte, wie Juri Zipit für ein paar Wochen in die Fänge der Macht gerät.
Juri ist 12 ½ Jahre alt, sein Vater ist Tierarzt und Zoodirektor.
Juri ist der Icherzähler dieser Geschichte. Er wird erster Vorkoster für Stalin und erfährt einiges der Politik und wird von Gegner des Stähleren malträtiert. Obwohl er mit Humor anfängt, erlebt er schlimme Dinge. Ich hatte oft Angst um ihn. Zu leicht wurden in Russland die Menschen einfach so verhaftet und gefoltert. Juris Mutter ist schon seit 6 Jahren in einem Arbeitslager und Jury hat in seinem Leben schon viel Pech gehabt. Seine Art mit allem fertig zu werden, ist bemerkenswert.

Der Autor lässt die Geschichte mit Wahrheit und Phantasie brillieren. Der Roman wird nie langweilig. Es wird zu einem Wechselspiel der Gefühle. Der Roman ist eine sehr gute spannende Unterhaltung.




Veröffentlicht am 20.07.2018

Interessante Generation

Kampfsterne
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Alexa Hennig von Lange ist eine sympathische Autorin, von der ich schon einige Romane kenne.
Der Roman Kampfsterne spielt 1985 und hat einen interessanten Schreibstil. Er umfasst gerade die Zeit, in der ...

Alexa Hennig von Lange ist eine sympathische Autorin, von der ich schon einige Romane kenne.
Der Roman Kampfsterne spielt 1985 und hat einen interessanten Schreibstil. Er umfasst gerade die Zeit, in der der ein freies leben und ein Miteinander gelebt werden soll.

Es geht um 3 Familien mit 5 Kindern, die die Handlung abwechselnd und aus verschiedenen Ansichten erzählt wird. Die Frauen haben ihre Berufskarriere aufgegeben um sich um die Kinder zu kümmern, ihre Talente zu fördern und sie individuell zu betreuen.

Die Gedanken besonders von Rita, der Mutter von Johannes und Karla, ist eigenartig. Ihren Mann Georg findet sie zu ängstlich. Rita ist extrem. Über die konnte ich mich oft ärhern.

Ulla und Rainer sind die Eltern von Lexchen und Cotsch (Constanze), mit einigen Problemen.

Die Künstlerin Ella und ihr Mann, kommen am wenigsten zu Wort, Sie haben einen Sohn Joschi.

Durch die Kinder erfährt man die Gedanken der Kinder. Die Kinder bekommen mehr mit, wie die Eltern denken. Es ist wie immer, die Eltern wollen das Beste , aber aus eigener Sicht weiß ich, das das nicht immer klappt. Egal wie man sich anstrengt, die Kinder sehen das immer anders.

Alexa Hennig von Lange lässt diese Geschichte so real erscheinen. Man muss sich einfach über jeden seine eigenen Urteil bilden.
Ein gut es flüssig zu lesendes Buch, das gut unterhält. Empfehlenswert.


Veröffentlicht am 14.07.2018

Ein Arbeiterleben in Schweden

Der Sprengmeister
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Henning Mankells „Der Sprengmeister“ ist sein erster Roman, der in Schweden 1997 heraus gegeben wurde. Geschrieben hat der Autor ihn noch 25 Jahre früher. Ins Deutsche Übersetzt haben ihn Verena Reichel ...

Henning Mankells „Der Sprengmeister“ ist sein erster Roman, der in Schweden 1997 heraus gegeben wurde. Geschrieben hat der Autor ihn noch 25 Jahre früher. Ins Deutsche Übersetzt haben ihn Verena Reichel und Annila Ernst. Dieser Roman erzählt ein ganzes Arbeiterleben in Schweden.

Der Sprengmeister Oskar Johannsson Jahrgang 1888 überlebt 1911 einen Berufsunfall schwerverletzt. Er ist ein einfacher aber interessanter Mann. Trotz seiner Verletzung arbeitet er weiter in seinem Beruf.

Henning Mankell stellt Oskar als sympatische Person dar, der sich für vieles interessiert und sich auch politisch betätigt. Er beobachtet das Weltgeschehen intensiv.

Henning Mankells Romane sind einfach Klasse und gefallen mir noch besser wie die Wallander Serie. In diesem Roman erzählt Oskar aus seinen Empfindungen. Zwischendurch wird er vom Autor beobachtet.

Ich hoffe noch auf mehr Roman des Autors.
Den Roman Der Sprengmeister habe ich gerne gelesen, Mankells Schreibstil überzeugt mich und ich möchte ihn empfehlen.




Veröffentlicht am 08.07.2018

Ein Frauenleben

Ida
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Katharina Adlers „Ida“ ist eine Familienanekdote, die sie in diesem Roman lebendig werden lässt. Es ist ihr erster Roman.

Als Ida 1941 in Ellis Island vom Einwanderungsarzt als gesund ins Land gelassen ...


Katharina Adlers „Ida“ ist eine Familienanekdote, die sie in diesem Roman lebendig werden lässt. Es ist ihr erster Roman.

Als Ida 1941 in Ellis Island vom Einwanderungsarzt als gesund ins Land gelassen wurde, lächelte sie.
Katharina Adler erzählt mit scharfem Auge die Geschichte einer Frau zwischen Nervenkrankheit und Weltkriegen. Mal war Ida krank, dann wieder lange Zeit gesund.

So erfahren wir wie es begann.
Um 1892 wurde die 12jährige Ida krank, sie bekam Zustände. In ihrer Familie waren eigenartige Zustände. Ihre ärztlichen Behandlungen waren altertümlich und gruselig. Dann wird sie von Dr. Freud behandelt, Ida bricht die Behandlung ab. Dann diese Annäherungen von diesem Hans und vom Vater gibt es keine Unterstützung. Vielleicht wurde Ida deshalb so nervenkrank.
Das alles wurde in dem Ton der Zeit gehalten.

Idas Leben ging ziemlich normal weiter. Als Mutter war sie für ihren Sohn Kurt oft etwas zu anhänglich.

Das Weltbild und die Politik wurde detailliert dargestellt.

Der Roman wechselt oft in den Zeiten, mal ist Ida erwachsen und dann wieder ein Kind, er liest sich fesselnd und ist mitreißend.
Er konnte mich in die Zeit eintauchen lassen. Ein interessanter Roman.




Veröffentlicht am 07.07.2018

Ergreifend

Solange der Fluss uns trägt
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Joe Monnningers Roman „Solange der Fluss un trägt“ ist ein fesselnder Frauen- und Liebesroman mit 400 Seiten, den der Ullsteinverlag herausgebracht hat. und von Sibylle Schmidt übersetzt wurde.

Es ...


Joe Monnningers Roman „Solange der Fluss un trägt“ ist ein fesselnder Frauen- und Liebesroman mit 400 Seiten, den der Ullsteinverlag herausgebracht hat. und von Sibylle Schmidt übersetzt wurde.

Es fängt mit dem Ende an und wird von dem Protagonisten dem Lehrer Jonathan Cobb erzählt. Er trifft Mary beim Kajakfahren auf dem Allagash River in der Wildnis von Maine. Sie gefallen sich auf Anhieb und es wird die große Liebe.
So wird in dem Roman ihre Lebensgeschichte erzählt. Mary leidet an einer unheilbaren Erbkrankheit, da möchte sie ihr Leben auskosten. Sie rettet sich in mysteriösen Geschichten und im Wildwasser Kajakfahren. Dann ist da noch ihre Arbeit als Biologin mit Raben und Krähen.

Es wird in einem wunderbaren berührenden Schreibstil geschrieben. Die Natur und ihre Gewalten kann ich gut nachempfinden. Es ist ein Roman über eine große Liebe, einen Kampf so viel Glück wie möglich zu bekommen.
Eine liebenswerte etwas traurige Geschichte.