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Veröffentlicht am 14.10.2018

Verliebt in einen Mörder

Narbensohn
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Helena möchte ein Buch über die Beweggründe von Mördern schreiben und besucht deshalb ein paar von ihnen in einer Anstalt. Der gutaussehende Liam fällt ihr dabei besonders auf. Doch als sie ihn nach seiner ...

Helena möchte ein Buch über die Beweggründe von Mördern schreiben und besucht deshalb ein paar von ihnen in einer Anstalt. Der gutaussehende Liam fällt ihr dabei besonders auf. Doch als sie ihn nach seiner Freilassung bei einem Mord beobachtet, entführt er sie. Jedoch entwickelt sich zwischen den Beiden mehr als nur eine Täter-Opfer-Beziehung.

Ehrlich gesagt hatte ich bei diesem romantischen Thriller etwas anderes erwartet. Eine dunkle Geschichte über einen kaputten Menschen und einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte. Jedoch tendiert das Buch eher zu einer süßen Teenieromanze.

Ich kann jedoch dazu sagen, dass mir der Mörder Liam sehr sympathisch vorkam. Er ist überhaupt kein Badboy, auch wenn er in manchen Situtionen etwas austickt, und seine mitfühlende und liebe Art hat mich total verwundert. Einen Menschen, der ein Kindheitdtrauma hat und bereit ist Menschen zu töten, hätte ich mir anders vorgestellt.

Helena dagegen kam mir sehr naiv und kindisch vor. Ich glaube sie hat nicht wirklich verstanden, dass sie entführt wurde. Wobei ich sagen muss, wenn sie nicht so wäre, dann hätte die Geschichte wahrscheinlich nicht funktioniert, weil jeder andere Mensch es nicht gerade positiv aufnehmen würde entführt zu werden.
Dazu gab es viele Stellen, die meiner Meinung nach, nicht realistisch waren und auch etwas gestellt wirkten. Die leichtfertigen Handlungen der Protagonistin haben wohl auch etwas dazu beigetragen.

Wenn man jedoch ignoriert, dass es ein Thriller sein soll und es als Drama und Liebesgeschichte sieht, so ist die Geschichte richtig gut. Es wird gefühlvoll und romantisch beschrieben wie sich die Beziehung der Beiden aufbaut, wobei es auch hier manchmal etwas zu schnell ging. Trotzdem war es wirklich zum Schmelzen niedlich zu lesen wie lieb die Protagonisten sich umeinander gekümmert und herumgealbert haben. Ebenfalls hat es mir gut gefallen, dass alles immer wieder durch einen gewissen Humor aufgelockert wurde und dadurch sogar witzig war und es Spaß gemacht hat das Flirten mitzuverfolgen.

Was die Spannung angeht so steigt sie im Laufe des Buches und wird gegen Ende richtig gut. Da konnte ich schon eher mitfiebern und wollte wissen wie es zuende geht.

Zusammenfassend ist dieses Buch nicht über ein ernstes, tiefsinniges Thema, wie ich erst gedacht habe. Zwar kommen hier auch harte Situation vor, die jedoch irgendwie durch Humor runtergespielt werden. Dadurch kommt es fast garnicht zu einer Thrilleratmosphäre und bleibt eher lockerer. Die Liebesgeschichte dagegen ist wirklich zuckersüß und gut ausgearbeitet.
Daher würde ich abschließend sagen: als Thriller ein Flop, als Lovestory top!

Veröffentlicht am 30.07.2018

Ein Sprung in die Vergangenheit

Wo die Nacht beginnt
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Um den anderen Hexen und Vampiren zu entkommen, fliehen Diana und Matthew in die Vergangenheit ins elisabethanische Zeitalter, wo Diana in Sicherheit lernen muss eine richtige Hexe zu sein.

Da ich von ...

Um den anderen Hexen und Vampiren zu entkommen, fliehen Diana und Matthew in die Vergangenheit ins elisabethanische Zeitalter, wo Diana in Sicherheit lernen muss eine richtige Hexe zu sein.

Da ich von dem ersten Teil der Reihe richtig begeistert war und Bücher über das Zeitteisen liebe, habe ich mich riesig auf die Geschichte gefreut. Doch leider war dieser Teil eine Enttäuschung, denn besonders viel Zeitreisen gibt es hier nicht. Natürlich fliehen die Beiden Protagonisten in die Vergangenheit, doch genau dort bleiben sie auch das ganze Buch über und besonders abenteuerlich wird es da nicht.
Trotzdem lernt man viel über diese Zeit. Besonders was den Alltag einer Hausfrau angeht und wie die Leute damals dachte und sich benahmen. Hierin merkt man, dass die Autorin selbst Historikerin ist und sich für diese Zeit interessiert, denn man bekommt sehr viel detaillierte Infos. Für meinen Geschmack waren es sogar etwas zu viele, denn mich hätte eher die Geschichte um Matthew und Diana interessiert, anstatt das Alltagsleben. Durch die genauen Beschreibungen wurde die Geschichten nämlich so sehr in die Länge gezogen, dass ich mich etwas gelangweilt habe und zwischendurch sogar fast vergessen habe worum es eigentlich geht.

Auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten fällt hier etwas flach aus und mir kam es etwas so vor, als ob dir Beiden hier einfach nicht richtig zusammenpassen, weil sie ständig am streiten waren. Da sind die Zwei etwas zu sehr in ihre Rollen des Zeitalters geschlüpft.

Was mich aus sehr verwundert hat war, dass der erste Teil sehr gut logisch durchdacht war und er mich deswegen sehr fasziniert hat. Hier kam es mir nicht immer ganz logisch vor, was man eigentlich nicht von der Autorin kennt. Aber da ich mich nicht mit der Zeit auskenne und es ein Fantasybuch ist, kann man darüber hinwegsehen.

Trotz allem waren ein paar Stellen auch sehr intetessant und nach wie vor gefällt mir die Geschichte von Diana und Matthew sehr gut, weswegen ich immer noch wissen will wie es mit den Beiden weitergeht. Dennoch ist das Buch durch die vielen Längen und der unübersichtlichen  Menge an historischen Personen, von der ich keine kenne, einfach langweilig. Mit dem ersten Teil kann dieser Teil einfach nicht mithalten und ich hoffe sehr, dass der letzte Teil wieder besser wird.

Veröffentlicht am 12.07.2018

Die Macht der Najaden

Najaden - Das Siegel des Meeres
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In dem Buch geht es um Meliae, die das sagenumwobene Siegel des Meeres ist und eine Najade. Zwei Brüder kämpfen um Macht und ausgerechnet sie ist diejenige, die ihnen dazu verhelfen kann.

Der Einstieg ...

In dem Buch geht es um Meliae, die das sagenumwobene Siegel des Meeres ist und eine Najade. Zwei Brüder kämpfen um Macht und ausgerechnet sie ist diejenige, die ihnen dazu verhelfen kann.

Der Einstieg in die Geschichte war wirklich etwas kniffelig. Durch die vielen fremden Worte, Bezeichnungen, Personen und so weiter, habe ich eine ganze Weile gebraucht um überhaupt zu verstehen worum es wirklich geht. Dazu kommt noch, dass alles etwas distanziert wirkt wird und ich mit keinem so wirklich mitfühlen konnte.
Dafür wurde diese Welt unglaublich detailliert beschrieben, sodass ich mir wie in einem Film vorstellen konnte wie alles aussieht. Außerdem hat es mich richtig fasziniert mit was für einer Fantasie die Autorin diese Welt erschaffen hat und wie sie alles wirklich bis zur letzten Kleinigkeit durchdacht hat.
Trotzdem ist es nicht unbedingt meine Lieblingswelt, denn sie war schon sehr erschreckend. Neben Folter, Gewalt und Unterdrückung gab es kaum wirklich schöne und positive Dinge. An den ein oder anderen Stelle kam es mir deswegen etwas bedrückend vor.

Mit den Personen konnte ich mich leider nicht wirklich anfreunden. Auch diese wurden sehr distanziert beschrieben und ausgrund der grausamen Handlungen konnte ich auch kaum mitfühlen oder sie nachvollziehen. Besonders die Hauptperson Meliae war dabei oft sehr naiv oder unglaublich stur, sodass ich sie am liebsten nur schütteln wollte.

Die Handlung an sich war etwas kompliziert und ich muss zugeben, dass ich nicht immer alles verstanden habe. Trotzdem ist sie sehr spannend geworden, nachdem ich endlich in die Geschichte gefunden habe. Am Anfang war ich schon kurz davor das Buch wegzulegen, war dann aber doch neugierig wie es weitergehen würde und es ist in der Tat noch sehr episch geworden.

Zusammenfassend muss ich erlich sagen, dass das Buch nicht wirklich meinen Geschmack trifft. Mir haben die Emotionen gefehlt und mir war alles zu drückend und finster. Das heißt aber auf keinen Fall, dass die Geschichte schlecht wäre, denn man merkt sehr wie viel Mühe sich die Autorin mit dieser Welt und ihren Personen gemacht hat. Außerdem fasziniert es mich wie komplex und durchdacht alles ist. Nur war es eben nicht mein Geschmack, dafür würde es High-Fantasy Fans bestimmt besser gefallen.

Veröffentlicht am 30.06.2018

Die Monster aus der Tiefe

Aurora Sea
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Nachdem Emmas Eltern bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen, bekommt sie Jahre später eine SMS von einem mysteriösen Jamie. Dieser erzählt ihr, dass im Meer Monster lauern, die für den Absturz verantwortlich ...

Nachdem Emmas Eltern bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen, bekommt sie Jahre später eine SMS von einem mysteriösen Jamie. Dieser erzählt ihr, dass im Meer Monster lauern, die für den Absturz verantwortlich sind. Und als die Meerwesen beginnen immer öfter an Land zu kommen, muss Emma handeln.

Die Geschichte ist relativ einfach gehalten, sodass man schnell und problemlos ins Geschehen kommt und weiß wen man vor sich hat.
An sich ist die Handlung mysteriös und auch wenn es mir manchmal viel zu schnell vorkam, so wollte ich doch wissen was es mit den Meerwesen auf sich hat und konnte dementsprechend das Buch nicht aus der Hand legen. Die Wesen wurden gut beschrieben und ich fand die Idee kreativ, da es mal etwas anderes ist als die typische Meerjungfrau. Trotzdem wirkte alles, durch die schnelle Abhandlung der einzelnen Momente, etwas oberflächig.
Die Liebesgeschichte war eine typische, kitschige Liebe-auf-den-ersten-Blick, wovon ich leider gar kein Fan bin. Ich konnte überhaupt nicht nachvollziehen wieso die Beiden ganz plötzlich unsterblich ineinander verliebt waren, obwohl sie sich überhaupt nicht kannten. Aber gut, das ist eher Geschmackssache.
Ansonsten waren die Charaktere alle sympathisch und hatten eine tolle Art, wodurch man sie einfach nur gernhaben konnte. Außer natürlich die Meerwesen, die ja die Bösen sind.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass es eine schöne Geschichte für Zwischendurch ist, vielleicht, aufgrund der Einfachheit, eher etwas für Jüngere. Richtig unhauen konnte sie mich nicht, aber dennoch war sie ganz interessant zu lesen.

Veröffentlicht am 04.06.2018

Wie das Leben spielt

Das Strandcafé an der Riviera
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Rosie erfüllt sich endlich ihren Traum von einem eigenen Café, welches sie an der Riviera eröffnet. Doch dies scheint gar nicht so einfach zu sein mit der Konkurrenz nebenan und den ganzen Problemen un ...

Rosie erfüllt sich endlich ihren Traum von einem eigenen Café, welches sie an der Riviera eröffnet. Doch dies scheint gar nicht so einfach zu sein mit der Konkurrenz nebenan und den ganzen Problemen un sie herum.

Der Stil des Buches ist einfach zu lesen, sodass man schnell durch die Geschichte kommt und auch schnell alles kennenlernt. Jedoch fand ich das Erzähltempo zu schnell und die Autorin ist immer von einem Moment zum anderen gesprungen, wodurch ich mich nicht wirklich in die Geschichte einfühlen konnte und mir alles sehr oberflächig vorgekommen ist. Außerdem wirkten die Dialoge sehr gestellt, weshalb sie mir nicht gerade lebendig und echt vorkamen.

Die Geschichte an sich ist sehr realistisch und es geht hauptsächlich um die Geld- und Familienprobleme der Personen, was ich so garnicht erwartet hätte. Denn wegen dem Klappentext und dem Cover hatte ich mir eine Gute-Laune-Geschichte für den Sommer erhofft mit einer prickelnden Romanze. Was das angeht wurde ich jedoch enttäuscht, denn Romantik kam nur minimal vor und war eher gefühllos.
Trotzdem war es interessant die Schicksale der verschiedenen Personen mitzuverfolgen, weshalb ich weiterlesen wollte. Und man erfährt viel über das Führen eines Cafés und das es auch jede Menge Schattenseiten hat. Hin und wieder sind dann auch ganz intetessante unerwartete Dinge passiert, die ich recht unterhaltsam fand.

Und auch die Personen waren mir sympathisch und wirkten auch wie echte Menschen mit realen Problemen, wie sie jeder im Alltag hat. Deswegen konnte ich gut mit ihnen mitfühlen und sie verstehen.

Allgemein war es nicht unbedingt ein Buch mit Sommerstimmung oder viel Gefühl. Für meinen Geschmack war alles zu kalt und voller Schicksalschläge auch wenn es ein tolles Happy End gab. Es ist auf keinen Fall ein schlechtes Buch, aber eben nicht das was ich erwartet hatte und es konnte mich auch nicht besonders überzeugen oder umhauen. Außerdem hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass einfach total viele Ideen ohne richtigen roten Faden reingehauen wurden, was alles irgendwie unstrukturiert erscheinen lässt.
Letztendlich konnte mich die Geschichte leider nicht wirklich überzeugen.