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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2019

Leider konnte ich die spritzige Serienheldin nicht entdecken

Mit Skalpell und Lippenstift
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Inhalt
Alice Allevi ist Assistenzärztin in ihrem Traumfachgebiet - der Rechtsmedizin. Allerdings wird sie an ihrem Institut nicht wirklich ernst genommen. Sie ist als Träumerin bekannt und einige sind ...

Inhalt
Alice Allevi ist Assistenzärztin in ihrem Traumfachgebiet - der Rechtsmedizin. Allerdings wird sie an ihrem Institut nicht wirklich ernst genommen. Sie ist als Träumerin bekannt und einige sind der Meinung, dass sie nicht für den Beruf geeignet ist. Und dann kommt auch noch dieser neue Fall rein, der sie einfach nicht loslässt.

Gestaltung
Das Cover fand ich sehr lustig und ansprechend. Allerdings passt für mich nach dem Lesen weder die Covergestaltung noch der Titel zur Story. Es spielt weder eine Pistole, noch Handschellen, noch ein Skalpell oder Lippenstift irgendeine Rolle in der Geschichte.

Sprache
Ich brauchte eine ganze Weile um in die Geschichte reinzukommen. Die Geschichte ist nicht so locker flockig geschrieben, wie das Buch von außen den Anschein macht. Außerdem werden die Charaktere alle sehr detailliert beschrieben, was bei mir den Lesefluss etwas störte. Bis die Person vorgestellt war, wusste ich manchmal gar nicht mehr wo man mit der Handlung gerade war.

Charaktere
Alice Allevi ist eine sehr anstrengende Protagonistin. Zuerst fand ich das spannend eine Protagonistin zu haben, die nicht perfekt ist, die Fehler macht, nicht die Klassenbeste und Naturtalent in allen Bereichen ist. Aber schnell wurde es eher nervig. Denn sie ist kein sympathischer Tollpatsch. Sie ist naiv, lustlos, unkonzentriert, unmotiviert, nachlässig, chaotisch, verantwortungslos... Und dabei ist es doch ihr Traumjob! Davon merkt man leider reichlich wenig. Als ihr von der Chefin mitgeteilt wird, dass sie das Jahr wiederholen muss, wenn sie sich nicht mehr engagiert, fällt sie aus allen Wolken. Was hat sie erwartet? Sie macht bei keinem der Projekte mit, sie weigert sich bestimmte Arbeiten zu erledigen, beschwert sich immer nur, sie meidet die Kollegen, macht unnötige Fehler, telefoniert und mailt ständig während der Arbeitszeit, teilt vertrauliche Informationen zu einer laufenden Ermittlung mit Freunden und Bekannten... Ich fand es nicht verwunderlich, dass sie keiner am Institut wirklich ernst nimmt! Ausserdem ändert sich auch nach dieser Ankündigung nichts an ihrem Verhalten. Sie überlegt wochenlang was sie tun könnte, um die Chefs umzustimmen, aber kommt nicht einmal auf die Idee einfach mal ihre Arbeit zu erledigen, extra Aufgaben zu erfüllen oder ihre Fähigkeiten zu verbessern.
Die restlichen Charaktere sind recht stereotyp - der Frauenheld, der einschüchternde Chef, die Prinzessin, der Weltenbummler, die versnobte Freundin... nichts was mich in Begeisterungsstürme ausbrechen ließ.

Fazit
Ich hatte mir einen humorvollen Krimi mit einer unterhaltsamen Protagonistin vorgestellt. Leider ist die Protagonistin anstrengend und der Kriminalfall rückt im Laufe der Geschichte immer mehr in den Hintergrund. Es geht um Alice Privatleben, die Angst ihre Assistenzarztstelle zu verlieren und dann gibt es natürlich auch noch diese völlig überflüssige Lovestory! Ich hab wirklich nichts gegen Romantik, auch in einem Krimi, aber diese Beziehung hat der Geschichte einfach nichts gegeben.
Wirklich schade, aber ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen. Dabei wäre der Kriminalfall an sich sehr interessant gewesen! Ich hätte mir einfach mehr davon gewünscht - mehr Ermittlung, mehr rechtsmedizinische Untersuchungen, mehr Interaktion.

Veröffentlicht am 22.11.2018

Zieht sich leider...

Unter Haien
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Inhalt
Alex hat sich einen guten Namen an der Wallstreet gemacht und die neue Anstellung bei LMI ist der nächste Schritt auf der Karriereleiter. Als dann auch noch Sergio Vitali, einer der einflussreichsten ...

Inhalt
Alex hat sich einen guten Namen an der Wallstreet gemacht und die neue Anstellung bei LMI ist der nächste Schritt auf der Karriereleiter. Als dann auch noch Sergio Vitali, einer der einflussreichsten Männer New Yorks, Interesse an ihr zeigt, scheint sie ganz oben angekommen zu sein. Doch schon bald bemerkt sie, dass nicht alles mit rechten Dingen zu geht. Mit diesem Wissen riskiert sie allerdings ihr Leben.


Meine Meinung
Der Klappentext hat mich schwer an Grishams Geschichten erinnert und deshalb wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Leider konnte mich Nele Neuhaus aber nicht so mitreißen wie John Grisham. Die Story zieht sich doch sehr. Es geht sehr lange hauptsächlich um Alexs Beziehung zu Sergio. Wie sie sich kennenlernen, wie sie sich näher kommen, was er ihr alles bietet und wie er sie in die High Society einführt. Und obwohl sie sich so an diesen Mann klammert, ihn verteidigt, kamen nur wenig echte Gefühle bei mir an. Es ging eigentlich ständig nur um Macht und Ansehen und trotzdem schlägt sie jede Warnung vor Sergio in den Wind. Erst spät kommt sie hinter seine Machenschaften und auch dann tut sie lange Zeit noch nichts. Ich konnte oft ihre Entscheidungen und Gedankengänge nicht nachvollziehen. Dafür, dass sie so eine taffe Geschäftsfrau sein soll, braucht sie sehr lang um die Hintergründe zu begreifen und sich zum Handeln zu entscheiden.
Viel besser hat mir da Sergios Gegenspieler, Nick Kostidis, Bürgermeister von New York, gefallen. Er hat sich der Bekämpfung des Verbrechens verschrieben und ist sich sicher Sergio Vitali ist der Pate von New York. Doch keiner glaubt ihm und jede seiner Anstrengungen verlaufen im Sande - Zeugen verschwinden oder verlieren über Nacht ihr Gedächtnis und nie kann man Sergio eine Verbindung nachweisen. Trotzdem bleibt er dabei und setzt alles daran ihn dran zu kriegen. Dadurch macht er sich mächtige Feinde und riskiert alles was ihm lieb ist.


Fazit
Die Geschichte hätte sich locker auch auf der Hälfte der Seiten erzählen lassen. Leider konnten die menschlichen Beziehungen bei mir keine Emotionen auslösen und Spannung kam erst auf den letzten 200 Seiten auf. Leider enttäuschend.

Veröffentlicht am 31.10.2018

Tolle Storyidee, holprige Umsetzung!

Snow
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Inhalt
In der psychiatrischen Einrichtung in der Snow lebt passieren plötzlich seltsame Dinge. Als ihr bester Freund Bale durch einen Spiegel verschwindet, macht sie sich auf die Suche nach ihm und landet ...

Inhalt
In der psychiatrischen Einrichtung in der Snow lebt passieren plötzlich seltsame Dinge. Als ihr bester Freund Bale durch einen Spiegel verschwindet, macht sie sich auf die Suche nach ihm und landet in Algid. Dieses Reich liegt unter Schnee und Eis begraben, die Menschen leben in Angst vor dem König und sie erwarten Snow als die Retterin, die den König beseitigen soll. Doch die weiß noch gar nicht mit ihren Kräften umzugehen und kennt das Land überhaupt nicht. Eigentlich will sie nur Bale retten und zurück in ihre Welt.

Gestaltung
Ich finde das Cover unglaublich schön! Deshalb musste ich dieses Buch auch unbedingt haben. Jetzt da es draußen winterlich wurde, war genau die richtige Zeit dieses Buch zu beginnen.

Sprache
Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht der Prota Snow erzählt. Diese Erzählperspektive ermöglicht es mir normalerweise mich den Charakteren nah zu fühlen, doch hier kamen leider kaum Gefühle auf.
Den Beginn der Story fand ich noch sehr packend. Doch später kam leider kaum ein Lesefluss zustande. Ich hatte ständig das Gefühl etwas überlesen zu haben und habe zurück geblättert oder einen Absatz nochmal gelesen. Ich konnte auch Entscheidungen oft nicht verstehen und dem Handlungsverlauf nicht folgen. Ich dachte ständig: Wie kommt sie denn jetzt da drauf? Wollte sie nicht gerade etwas ganz anderes tun? Stand der Typ nicht gerade noch hinter ihr?
Ich weiß allerdings nicht so genau ob es an Danielle Paiges Schreibstil liegt oder ob einfach die Übersetzung schlecht ist... ein Buch das ich wirklich gern im Original vergleichen würde.

Charaktere
Snow hat es nicht einfach gehabt. Ihre Mutter hat sie als sie noch ein Kind war in dieser psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Dort redet man ihr ein verrückt zu sein. Sie wusste nichts von ihrer Herkunft und ihren Fähigkeiten. Aber als sie in Algid ankommt hinterfragt sie mir einfach viel zu wenig! Klar, kann nicht gleich alles in den ersten Kapiteln erklärt werden. Aber sie nimmt einfach alles so hin, wie es ihr die Persönlichkeiten die sie so trifft gerade einreden. Ihr Plan ändert sich ständig, sie hinterfragt nie ihre Fähigkeiten, ihre Herkunft oder fordert von irgendjemandem Informationen ein. Das hat mich mit der Zeit sehr genervt.
Normalerweise habe ich nichts gegen Liebesgeschichten in einer Fantasygeschichte. Auch mit Dreiecksbeziehungen habe ich kein Problem. Doch hier gibt es DREI Love Interests! Und zwei davon fallen einfach aus heiterem Himmel in die Geschichte. Ich konnte mir bis zum Ende nicht vorstellen, dass es mit einem der Dreien passen sollte.


Fazit
Eine tolle Storyidee! Ein wunderschönes Cover! Leider ist die Umsetzung holprig und konnte mich einfach nicht fesseln!

Veröffentlicht am 16.07.2018

Nicht zu Ende gedacht

Changers - Band 4, Kyle
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Fakten
Autor: T Cooper & Allison Glock
Verlag: Kosmos
Erscheinungsdatum: 12.04.2018
Genre: Jugendbuch
Seiten: 308
 
Inhalt
Die Reise geht weiter und Kim steht vor der Umwandlung in ihre vierte V. Und dann ...

Fakten
Autor: T Cooper & Allison Glock
Verlag: Kosmos
Erscheinungsdatum: 12.04.2018
Genre: Jugendbuch
Seiten: 308
 
Inhalt
Die Reise geht weiter und Kim steht vor der Umwandlung in ihre vierte V. Und dann bleibt die Frage offen: Für welche V wird er sich letztendlich entscheiden?
 
Gestaltung
Das Cover passt wieder hervorragend zu den Vorgängern. Man erkennt alle Konturen der Vs und diesmal erstrahlt das Cover in blau.
Aber bitte, was ist denn das für ein Klappentext? Leider stimmt er überhaupt nicht mit der eigentlichen Handlung überein…
 
Sprache
Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich wieder in die Geschichte reingekommen bin. Dieser Band beginnt noch immer mit Kim als V und ihre Erzählung fand ich einfach sehr anstrengend. Außerdem fand ich es extrem schade, dass die Geschichte erst nach über hundert Seiten zum 4.Change, zu Kyle, wechselt. Und dann läuft eigentlich alles nach Schema F: Er erwacht in seinem neuen Körper, bekommt eine neue Hintergrundgeschichte, soll sich niemandem offenbaren und nochmal neu an der Highschool starten, er kann sich nicht von Audrey fernhalten und es bricht das Chaos aus.

Charaktere
Die vierte V ist Kyle, ein gutaussehender, muskulöser, sportlicher Charmebolzen, dem jeder sofort erliegt. Warum er allerdings von der rebellischen Kim, plötzlich wieder zum loyalen Changer wird, konnte ich leider nicht nachvollziehen. Und deshalb habe ich leider auch nicht kapiert, warum er seine erlangte Freiheit aufgibt und Audrey wieder etwas vorspielt. Das konnte ja nur in die Hose gehen und war auch einfach nicht logisch.

Fazit
Ich habe das Gefühl diese Geschichte war bei Veröffentlichung des ersten Bandes noch nicht zu Ende gedacht. Der vierte Teil wirkt blass und ohne neue Ideen. Die Reihe hat so gut gestartet - eine tolle Story mit einer wichtigen Message! Dann ließen erst die Folgebände viel länger auf sich warten wie geplant und irgendwie verlor die Geschichte immer mehr ihren Reiz, ihre Eigenheit und ihren roten Faden. Im letzten Band sind zum Beispiel die RaChas und die Getreuen völlig nebensächlich geworden. Auch vom Rat der Changer hat man nichts mehr gehört. Die Rebellion ist zerschlagen, nur weil ein Hauptquartier niedergebrant wurde? Was sind denn das für Rebellen? Und was war eigentlich ihr Ziel? Und was wussten die Getreuen eigentlich von der ganzen Sache? Ich weiß es nicht und inzwischen möchte ich es auch nicht mehr wissen. Sehr schade, um die schöne Idee.

Veröffentlicht am 10.07.2018

Ich weiß überhaupt nicht mehr über Endgame als am Anfang...

Endgame 1. Die Auserwählten
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Fakten
Autor: James Frey
Verlag: oetinger
Erscheinungsdatum: 14.10.2016
Genre: Jugendbuch
Seiten: 592
 
Inhalt
12 Teenager wurden im Geheimen ihr Leben lang dazu ausgebildet für ihr Geschlecht zu kämpfen ...

Fakten
Autor: James Frey
Verlag: oetinger
Erscheinungsdatum: 14.10.2016
Genre: Jugendbuch
Seiten: 592
 
Inhalt
12 Teenager wurden im Geheimen ihr Leben lang dazu ausgebildet für ihr Geschlecht zu kämpfen und es im Endgame vor der Vernichtung zu bewahren. Allerdings weiß niemand wann Endgame beginnt. Doch jetzt ist es soweit.
 
Gestaltung
Das Cover sieht sehr geheimnisvoll aus. Mit den geprägten Schriften über dam kompletten Cover und dem Symbol in der Mitte verspricht es eine rätselhafte und spannende Geschichte.
 
Sprache
Der Schreibstil von James Frey ist sehr speziell. Er nutzt viele sehr kurze, abgehackte Sätze. Inflektive, meist die Ausdrücke "blinzel" und "zuck", nutzt er bei einem Charakter so gehäuft, dass man diese Abschnitte kaum flüssig lesen kann. Auch die Perspektive aus der erzählt wird ist sehr gewöhnungsbedürftig und ließ mich immer wieder im Lesefluss stolpern. Kryptische Hinweise und sehr offene und undefinierte Überlegungen der Charaktere machten ein Miträtseln für mich leider unmöglich.

Charaktere
Von den 12 Spielern lernt man viele nur sehr oberflächlich kennen. Eigentlich begleitet man hauptsächlich fünf der Charaktere die meist in zwei Gruppen unterwegs sind. Aber auch bei diesen Hauptfiguren konnte ich nicht mit fiebern. Es kommen keine Gefühle auf. Alles ist sehr brutal und unlogisch. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl mir fehlen Informationen. Die Hinweise, die die Spieler erhalten, werden leider nicht wirklich gut beschrieben. Daher konnte ich die Überlegungen und Reaktionen der Protas meist nicht nachvollziehen.

Fazit
Es klang ein wenig nach Panem, es klang nach Abenteuern und Rätseln, es klang nach Spannung. Leider passiert allerdings recht wenig Spannendes. Die Handlung ist unnötig brutal und leider hat die Geschichte für mich einfach keinen logischen, roten Faden.
Endgame konnte leider nicht halten, was es versprach.