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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2018

Ein bewegtes Leben

Barbarentage
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William Finnegan entdeckte vor 50 Jahren seine Leidenschaft für das Surfen. Seitdem reist er um die Welt, surft an den schönsten Küsten, die man sich vorstellen kann. Für ihn ist das Surfen ein Ausweg ...

William Finnegan entdeckte vor 50 Jahren seine Leidenschaft für das Surfen. Seitdem reist er um die Welt, surft an den schönsten Küsten, die man sich vorstellen kann. Für ihn ist das Surfen ein Ausweg aus seinem täglichen Leben. Eine Zuflucht vor seinem Beruf und seiner Familie. 

Mit "Barbarentage" nimmt William Finnegan den Leser mit in eine ganz spezielle Welt - die Surfszene. Und diese beschreibt er sehr bildlich. Man kommt sich beim Lesen des Buches als Teil dieser Szene vor. Man spürt hier in jedem Wort seine Leidenschaft für diesen Sport. Dabei liest sich das Buch wirklich gut. Kleines Manko sind die Fachbegriffe des Surfens. Diese werden jedoch in einem Glossar erläutert.

Veröffentlicht am 16.07.2018

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Sommernachtstod
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Im Sommer 1983 verändert sich für die Familie Nilsson alles. Der kleine Billy verschwindet spurlos, lediglich sein Schuh wird gefunden. Die Suche nach ihm, an der sich das gesamte Dorf beteiligt, bleibt ...

Im Sommer 1983 verändert sich für die Familie Nilsson alles. Der kleine Billy verschwindet spurlos, lediglich sein Schuh wird gefunden. Die Suche nach ihm, an der sich das gesamte Dorf beteiligt, bleibt erfolglos. Billys Mutter kommt mit dem Verlust nicht zurecht und begeht Selbstmord. Sie hinterlässt ihre zwei weiteren Kinder Mattias und Vera. Gerade Vera fühlt sich von nun an von ihr im Stich gelassen. Sie wird Therapeutin. Eines Tages begegnet sie in einer ihrer Therspiegruppen Isak. Er kennt Dinge aus der Vergangenheit, die Vera keine Ruhe mehr lassen.... 

Absolut spannend! Die Geschichte wird in zwei Zeiten erzählt und durch diese Stückelung und Wechslerei kommt wirklich nie Langeweile auf. Denn an jedem Ende bleibt eine Frage offen, die man unbedingt verfolgen möchte. Ich habe so manches Mal vorgeblättert, sonst hätte ich einfach kein Ende gefunden!

Veröffentlicht am 12.07.2018

Amüsant

Bullenbrüder: Tote haben kalte Füße
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Holger, der Kommissar bei den Bullenbrüdern, soll sich um das Verschwinden von Viktoria, einer der drei Schwestern eines Smoothie-Vertriebes, kümmern. Währenddessen wird Charlie, Holgers Bruder, gebeten, ...

Holger, der Kommissar bei den Bullenbrüdern, soll sich um das Verschwinden von Viktoria, einer der drei Schwestern eines Smoothie-Vertriebes, kümmern. Währenddessen wird Charlie, Holgers Bruder, gebeten, den Mann einer Bekannten zu observieren. Sie verdächtigt ihn der ehelichen Untreue. Als ob die beiden Brüder damit nicht genug zu tun hätten, muß auch noch die Hochzeit der Mutter organisiert werden. Im heimischen Garten - mit ihrem 20 Jahre jüngeren Lebensgefährten. 

Wer einen humorvollen Krimi sucht ist hier genau richtig! Schon die unterschiedlichen Charaktere sprechen für sich. Holger, der korrekte Beamte, Charlie, der Chaot und die ausgeflippte Mutter. Da ist Spaß garantiert. Aber: Auch die Spannung kommt hier nicht zu kurz!

Veröffentlicht am 08.07.2018

Wunderschön

Helle Tage, helle Nächte
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Frederike, gerade frisch getrennt, erhält von ihrer Tante eine beunruhigende Nachricht. Anna ist schwer erkrankt! Sie bittet Friederike einen Brief an einen Mann namens Petter Svakko persönlich zu übergeben. ...

Frederike, gerade frisch getrennt, erhält von ihrer Tante eine beunruhigende Nachricht. Anna ist schwer erkrankt! Sie bittet Friederike einen Brief an einen Mann namens Petter Svakko persönlich zu übergeben. Daß dieser Mann in Lappland lebt, macht die Sache für Friederike nicht einfacher. Etwas unwillig macht sie sich auf die Reise. Endlich in Lappland angekommen stellt sie fest, daß Petter nicht zu Hause ist. Um ihren Brief zu übergeben, muß sie ihm in die Wildnis folgen. Als sie ihn endlich findet und den geheimnisvollen Brief an ihn weitergibt ahnt sie nicht, daß dieser Brief auch ihr Leben verändern wird. 

Ein gutes Buch ist wie eine Reise in eine andere Welt! Dieser Satz bringt es hier auf den Punkt. Lappland und die Kultur der Samen waren mir bisher total unbekannt. Das hat sich jetzt zwar nur wenig, aber immerhin etwas geändert. Ich habe versucht, Anna für ihre Lüge zu verurteilen. Das ist mir nicht gelungen. Sie war in ihrer - manchmal selbstgewählten - Einsamkeit so gefangen, daß sie Angst hatte Frederike auch noch zu verlieren. Erst durch ihre Krankheit hat sie gemerkt, daß man auch manchmal Freunde braucht. Für Frederike ist es natürlich nicht einfach, ihr bisheriges Leben auf den Kopf zu stellen. Die unberührte Natur und das einfache Leben Lapplands wirken dabei auf ihre Entscheidungen. Die Geschichte ist durchaus nachvollziehbar. Die Traurigkeit Annas und die Wut Frederikes sind so spürbar, daß man das Gefühl hat, dabei zu stehen. Alles zusammen ergibt eine wunderschöne, wenn auch nicht immer heitere Geschichte.

Veröffentlicht am 04.07.2018

Wunderschön

Hyde
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Katrina lebte mit ihrer Schwester und ihrem Vater in einem Haus weitab der Zivilisation im Wald. Es herrschten strenge Regeln, jedoch fühlten sie sich dort wohl. 
Als plötzlich Camper dieses Leben stören, ...

Katrina lebte mit ihrer Schwester und ihrem Vater in einem Haus weitab der Zivilisation im Wald. Es herrschten strenge Regeln, jedoch fühlten sie sich dort wohl. 
Als plötzlich Camper dieses Leben stören, verliert Katrina alles: ihre Heimat, ihre Familie und ihr Gesicht. Fortan versteckt sie ihr Gesicht hinter einem Tuch. Sie schwört Rache. Als sie als Tischlerin ein altes Haus renoviert, holen Sie die Erinnerungen wieder ein. 

Ein Jugendbuch? Ja, aber auch für die ältere Generation empfehlenswert. Das Buch ist spannend und mysteriös von Beginn bis Ende. Dadurch, daß man alles aus der Vergangenheit immer nur in kleinen Portionen serviert bekommt, bleibt die Spannung stets erhalten und man ist einfach neugierig, wie es weitergeht. Auch der Schreibstil ist für jede Altersstufe gut lesbar und verständlich. Ich kenne Jugendbücher, da braucht man ein Nachschlagewerk für die modernen Ausdrücke.