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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Idyllisch oder nicht? - Das ist hier die Frage

Unterleuten
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„Unterleuten“ ist ein Gesellschaftsroman der Autorin Juli Zeh. Die Geschichte spielt hauptsächlich in dem idyllischen Örtchen Unterleuten, irgendwo in Brandenburg. Das Dorf und seine Nachbardörfer (es ...

„Unterleuten“ ist ein Gesellschaftsroman der Autorin Juli Zeh. Die Geschichte spielt hauptsächlich in dem idyllischen Örtchen Unterleuten, irgendwo in Brandenburg. Das Dorf und seine Nachbardörfer (es gibt einen Ort der doch tatsächlich Seelenheil heißt) ziehen gerade „Städter“ sehr an. Diese sind das Leben in Unterleuten jedoch nicht gewohnt.
Es gibt den Vogelschützer und seine Familie, die mit dem Nachbarn und seinen Gummireifen-Verbrennaktionen zu kämpfen haben. Dieser leidet unter der Trennung von seiner Tochter. Eine Pferdewirtin, die wiederum vom Vogelschützer eine Absage für einen Weidenzaun bekommt wg. der gefährdeten Vogelart „Kampfläufer“. Und das sind nur einige der Verzweigungen, die zwischen den im Buch vorgestellten Personen bzw. Personengruppen entstehen.

Was ich persönlich sehr toll finde, ist, dass die Geschichte in jeden Kapitel von einer anderen Person erzählt wird. Es werden in diesen Kapiteln auch die Erzähler vorgestellt und es werden die Hintergründe beschrieben, was sie in die Gegend von Unterleuten verschlagen hat.

Für mich gehört das Buch nicht unbedingt zu denen, die ich nicht mehr aus der Hand legen kann, trotz allem fand ich es gut geschrieben und natürlich möchte man wissen, wie es am Ende ausgeht. :)

Veröffentlicht am 15.09.2016

Willkommen in der Welt des Marketings

Das Leben ist ein zotteliges Ungetüm
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Für den Roman „Das Leben ist ein zotteliges Ungetüm“ von Jesko Wilke sollte man ein Freund von „Denglisch“ sein, da dies wohl im Marketing sehr in ist... :)

Protagonist in der Geschichte ist Stefan. Er ...

Für den Roman „Das Leben ist ein zotteliges Ungetüm“ von Jesko Wilke sollte man ein Freund von „Denglisch“ sein, da dies wohl im Marketing sehr in ist... :)

Protagonist in der Geschichte ist Stefan. Er ist zu Beginn des Buches als Türsteher beschäftigt, pleite und wohnt nun zusammen mit Amok, seinem Hund, bei seiner Tochter Carla. Diese arbeitet in einer Autowerkstatt unterhalb der Wohnung. Amok ist ihr fleißiger Gehilfe. :)
Durch eine Verwechslung erhält Stefan ein Vorstellungsgespräch in einer Marketingagentur. Obwohl er vom Tuten und Blasen in der Marketingwelt keine Ahnung hat und er eigentlich im Security-Geschäft zuhause ist, nimmt er den Job nach einer kurzen Bedenkzeit und einem alkoholgetränkten Gespräch mit seinem besten Freund Kuno an und ist somit der neue Marketingchef einer Werbekampagne für eine Bank.
Nicht nur das immense Gehalt hat ihn zu diesem kleinen Betrug verleitet, auch – unbewusst – seine Tochter Carla. Sie möchte die kleine Werkstatt kaufen, bekommt jedoch dafür keinen Kredit. Stefan möchte ein paar Monate in der Werbewelt durchhalten, um ihr die Selbstständigkeit zu ermöglichen, natürlich ohne das Wissen von Carla.
Kann er seinen Schwindel so lange durchhalten, bis das Startkapital erreicht ist? Entpuppt er sich vielleicht sogar als Naturtalent in dieser Branche? Oder wird er doch noch entlarvt? Tatsächlich kommt ihm jemand innerhalb der Firma auf die Schliche. Doch statt Stefan auffliegen zu lassen, erpresst diese Person ihn, um ihr bei einer Sache zu helfen. Wird er sich darauf einlassen? Oder offenbart er sich allen anderen ggü. als Hochstapler? Wobei er ja niemanden belogen hat, er hat nur vergessen, richtigzustellen, dass er nicht der Werbeprofi Stefan Fischer, sondern ein Türsteher ist…

Die Geschichte finde ich ganz amüsant geschrieben. Ab und an „erzählen“ die Gedanken von anderen Handlungspersonen die Geschichte, auch aus Sicht von. Amok. :) Etwas nervig finde ich das Getue in der Marketingagentur, immer alles mit einem oder mehreren „hippen“ englischen Wort/Wörtern zu beschreiben.

Veröffentlicht am 27.02.2023

Der Zirkel

Der Zirkel. Sie wollen dich. Sie finden dich.
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Der Thriller „Der Zirkel – Sie wollen dich. Sie finden dich.“ Von Leon Sachs nimmt die Leser mit in die dunklen Machenschaften der Politik einer rechten Partei.

Johanna Böhm ist stolz eine der angehenden ...

Der Thriller „Der Zirkel – Sie wollen dich. Sie finden dich.“ Von Leon Sachs nimmt die Leser mit in die dunklen Machenschaften der Politik einer rechten Partei.

Johanna Böhm ist stolz eine der angehenden Polizisten in Berlin zu sein. Auch wenn sie den Wunsch erst seit kurzer Zeit hatte. Durch diese Ausbildung fühlt sie sich etwas sicherer in ihrem Leben. Ihre Vergangenheit versucht sie zu verdrängen. Mit 16 Jahren hat sie ihrer Familie den Rücken gekehrt und somit ihr Leben gerettet. Doch nun geschehen Dinge, vor denen die junge Frau ihre Augen nicht verschließen kann. Zwei Menschen aus ihrer Vergangenheit sterben, Johanna ist zwar nicht traurig wegen deren Tod, jedoch beginnt sie sich Gedanken darüber zu machen. Als ihr dann ein fremder Besucher namens Rasmus Falk von einem weiteren Toten erzählt, kann sie es nicht mehr leugnen. Es hat definitiv mit ihrem früheren Leben und vor allem mit ihrer Familie zu tun. Nun erfahren wir auch, wer Johanna wirklich ist und was in ihrer Vergangenheit passiert ist. Kann Johanna Rasmus bei dieser Sache vertrauen? Oder ist er nur auf Rache für den Mord an seiner Frau aus? Kann sie ihren Vater aufhalten, bevor es zu spät ist und noch weitere Menschen ihr Leben lassen müssen? Werden die beiden es schaffen, die Wahrheit über die anstehenden Wahlen ans Licht zu bringen?

Ich finde der Titel passt nicht so recht zum Inhalt des Buches. Man meint im ersten Moment, es geht um eine Sekte. Interessant und erschreckend zugleich finde ich das Thema auf jeden Fall. Allerdings ist die Geschichte, meiner Meinung nach, oft sehr verwirrend geschrieben, sodass man dazu neigt, manche Seiten einfach nur zu überfliegen. Was mich genervt hat, dass der Autor einer seiner Figuren den Namen Ole-Kristof gegeben hat und ihn dann meistens mit OK abkürzt. Er hätte ihn ja auch nur Ole oder Kristof nennen können…

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Veröffentlicht am 07.08.2018

Die Wissenschaft der Träume

Lucid - Tödliche Träume
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In dem Buch „Lucid – tödliche Träume“ von den Autoren Christoph Mathieu und Dennis Todorovic werden wir in die Träume anderer Menschen mitgenommen.

Die junge Dänin Signe ist eine sogenannte lucide Träumerin. ...

In dem Buch „Lucid – tödliche Träume“ von den Autoren Christoph Mathieu und Dennis Todorovic werden wir in die Träume anderer Menschen mitgenommen.

Die junge Dänin Signe ist eine sogenannte lucide Träumerin. Sie ist sich bewusst, dass sie träumt und kann ihre Träume verändern. Was meistens ihr Kunstprofessor zu spüren bekommt.
Bei einem Experiment in einer Forschungseinrichtung stellt sie fest, dass sie noch mehr als das kann: Sie kann die Erinnerung von anderen Menschen, mit denen sie durch Nanotechnologie verbunden ist, verändern.
Ihr Freund Fabian ist Wissenschaftler und nutzt dieses Wissen um Signe gleich mal aus, um auf der Karriereleiter nach oben zu kommen. Er erhält durch seine Freundin einen Posten in der Forschungseinrichtung.
Sehr zum Missfallen der Projektleiterin Dr. Dryden. Sie hält nicht viel von Fabian und rät Signe auch, ihm nicht alles über ihre Fähigkeiten zu verraten, da diese in die falschen Hände geraten könnten.
Zum Beispiel in die von Marine Kollmann, der Chefin des Forschungsinstitutes. Sie lässt Signe die Erinnerung eines jungen Mannes, der Opfer eines Unfalls wurde, entfernen sodass dieser sich nicht mehr an den Tod seines Freundes erinnern kann. Natürlich weiß Signe nicht, dass der Unfall vom Ehemann von Marine verursacht wurde…

Die Story an sich hat mich sehr gereizt, nur leider machte es mir der Schreibstil nicht immer so leicht, das Buch flüssig zu lesen. :(

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Veröffentlicht am 01.12.2023

Feuer und Erinnerungslücken

Memoria
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„Memoria“ von Zoe Beck enthält beides. An jeder Ecke brennt es und eine Frau kämpft mit Erinnerungen, die nicht ihre zu sein scheinen.

Wir lernen Harriet aus Frankfurt kennen. Sie ist mit dem Zug unterwegs, ...

„Memoria“ von Zoe Beck enthält beides. An jeder Ecke brennt es und eine Frau kämpft mit Erinnerungen, die nicht ihre zu sein scheinen.

Wir lernen Harriet aus Frankfurt kennen. Sie ist mit dem Zug unterwegs, als dieser wg. einer der zahlreichen Brände nicht weiterfahren kann. Mit weiteren Reisenden rettet sie eine Frau aus einem brennenden Haus, die ihren Namen kennt, obwohl Harriet sie noch nie im Leben gesehen hat. So beginnt das Buch. Plötzlich tauchen in Harriets Kopf Erinnerung auf, die nicht ihre sein können. Oder doch? Aber warum hatte sie diese dann noch nie vorher?
Um dem Ganzen nachzugehen reist sie in ihre frühere Heimat München. Dort trifft sie auf Nachbarn und erfährt immer mehr über sich und ihre Vergangenheit. Ihre Eltern sind ihr dabei keine Hilfe, die Mutter ist tot und der Vater leidet an Demenz und erkennt sie an manchen Tagen nicht einmal.
Es passiert reichlich viel, Einbruch, Körperverletzung und ein Mordversuch. Natürlich brennt es mal wieder.

Leider war ich sehr enttäuscht von dem Buch. Der Klappentext liest sich wirklich gut. Aber es ist für mich auf keinen Fall ein Thriller. Die Erklärung, warum die Hauptprotagonistin keine Erinnerung an ihre Jugend hat, erfährt man recht spät und wer ihr diese genommen hat so nebenher – was ich gern mehr beleuchtet gehabt hätte, wenn es doch darum eigentlich geht.

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