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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2018

Mitreißend

Ein unvergänglicher Sommer
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Richard Bowmaster muß im tiefsten Schneewinter in New York mit seinem Hund zum Tierarzt. Er hat einen Auffahrunfall. Die Fahrerin des Wagens, Evelyn Ortega, eine junge Frau aus Guatemala, ist mit dem Auto ...

Richard Bowmaster muß im tiefsten Schneewinter in New York mit seinem Hund zum Tierarzt. Er hat einen Auffahrunfall. Die Fahrerin des Wagens, Evelyn Ortega, eine junge Frau aus Guatemala, ist mit dem Auto ihres Arbeitgebers unterwegs - ohne sein Wissen. Und sie hat eine Leiche im Kofferraum. Richard holt Hilfe in Form von Luzia Marac, einer chilenischen Gastprofessorin an seiner Uni. Zusammen wollen sie versuchen, die Leiche verschwinden zu lassen. 

Wieder ein Meisterwerk von Isabelle Allende. Sie schafft es, eine spannende Handlung geschickt mit den politischen Verhältnissen der südamerikanischen Länder zu verweben. Man lernt hier nebenbei noch sehr viel über diese Länder und die Nöte ihrer Bewohner. So bekommt man beim Lesen absolute Sympathien für Evelyn und versteht ihre Handlungen einfach dadurch, daß man das nötige Hintergrundwissen vermittelt bekommt. Der Schreibstil ist trotz des Themas leicht verständlich und gut lesbar. Dadurch macht es einfach wieder Spaß, dieses Buch einer Schriftstellerin zu lesen, die nicht einfach nur schreibt, sondern mit Herz und Hirn ein schwieriges Thema anfaßt.

Veröffentlicht am 11.08.2018

Tolle Familiengeschichte

Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht
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1920er Jahre. Louisa lebt mit ihrer Mutter und in ihrem Onkel zusammen. Die Familie ist arm und so nutzt Louisa die Chance, sich als Kindermädchen bei der reichen Familie Mitford zu bewerben. Doch ihr ...

1920er Jahre. Louisa lebt mit ihrer Mutter und in ihrem Onkel zusammen. Die Familie ist arm und so nutzt Louisa die Chance, sich als Kindermädchen bei der reichen Familie Mitford zu bewerben. Doch ihr Onkel möchte sie viel lieber an Männer verkaufen um seine Schulden zu tilgen. Louisa kann fliehen und bekommt die Anstellung bei den Mitfords. Als die älteste Mitford-Tochter Nancy vom Mord an Florence Nightingale liest, beschließt sie mit ihrer neuen Freundin Louisa nachzuforschen. Beide geraten dabei in große Gefahr. 

Was für ein schöner Kriminalroman aus früherer Zeit. Die Geschichte liest sich äußerst angenehm und man bekommt schon jetzt Lust auf die weiteren Bände. Besonders Louisa und ihr Schicksal hat es mir angetan. Ich habe ihren und Nancys Mut sehr bewundert!

Veröffentlicht am 26.07.2018

Sehr schön

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
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Die zwölfjährige Suzy erfährt, daß ihre ehemalige Freundin Franny während ihres Urlaubes ertrunken ist. Das kann Suzy nicht glauben, denn Franny war eine gute Schwimmerin. Während die Erwachsenen sich ...

Die zwölfjährige Suzy erfährt, daß ihre ehemalige Freundin Franny während ihres Urlaubes ertrunken ist. Das kann Suzy nicht glauben, denn Franny war eine gute Schwimmerin. Während die Erwachsenen sich damit abfinden und sagen, manche Dinge passieren halt, kann Suzy sich nicht einfach damit abfinden. Sie beschließt ei fach nicht mehr zu sprechen und den Grund für Frannys Tod herauszufinden. Ihre Theorie: Suzy wurde Opfer einer giftigen Qualle. Und dies will sie beweisen. 

Dies ist wirklich ein gelungenes Debüt. Die Autorin verbindet hier so wichtige Themen wie Tod, Trauer und Freundschaft auf gekonnte Weise. Vor allem die Art, wie Suzy ihre Trauer zu verarbeiten versucht, ist vortrefflich beschrieben. Man erfährt nach und nach, wie sehr Franny schon vor ihrem Tod vermißt wurde und lernt zu verstehen, was in Suzy vorgeht. Geschrieben ist das Buch in einem Stil, der sowohl für Jugendliche, als auchfür das ältere Semester ansprechend ist. 

Veröffentlicht am 24.07.2018

Sommerlektüre

Wir sehen uns im Sommer
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Susanne, Maggan und Rebecka sind Freundinnen. Die vierte im Bunde, Sonja, wird sehr vermißt - 
Sie starb vor sieben Jahren. Doch Sonja hat 10 Briefe hinterlassen, in denen sie ihre Geschichte erzählt. ...

Susanne, Maggan und Rebecka sind Freundinnen. Die vierte im Bunde, Sonja, wird sehr vermißt - 
Sie starb vor sieben Jahren. Doch Sonja hat 10 Briefe hinterlassen, in denen sie ihre Geschichte erzählt. Dinge, die die drei Freundinnen noch nicht wußten. Dazu sollen sie Sonjas Asche an für Sonja bedeutungsvolle Orte verstreuen. Eine Reise um die Welt beginnt. 

Der perfekte Roman für einen schönen Sommertag! Vom Schreibstil her schön und einfach zu lesen, mit einer Handlung, die den Leser dahinträumen läßt. Auch wenn das Thema eher traurig ist, das Buch ist es nicht. Man beginnt, das Leben mit anderen Augen zu sehen. Es macht einfach auch Spaß, die verbliebenen Freundinnen auf ihrer Reise zu begleiten und zu erleben, wie sie sich noch näher kommen.

Veröffentlicht am 21.07.2018

Außergewöhnlich

Miss Gladys und ihr Astronaut
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Die 70jährige Miss Gladys muß ihre beiden Enkel,die 15jährige Ellie und den 15jährige James, allein versorgen. Ihr Sohn verbüßt eine Haftstrafe, ihre Schwiegertochter starb bei einem Unfall. Gladys, die ...

Die 70jährige Miss Gladys muß ihre beiden Enkel,die 15jährige Ellie und den 15jährige James, allein versorgen. Ihr Sohn verbüßt eine Haftstrafe, ihre Schwiegertochter starb bei einem Unfall. Gladys, die an Demenz erkrankt ist, schafft diese Aufgabe fast nicht mehr, so daß Ellie öfters einspringen muß. Eines Tages versucht Astronaut Thomas Major während seines Fluges zum Mars seine Exfrau anzurufen. Doch er landet bei Gladys.

Dieser Roman ist sehr bewegend. Die Erkrankung von Gladys wird so unnachahmlich gut dargestellt, daß man wirklich nachdenklich wird. Denn diese Frau, wie alle Charaktere hier, hat alle Sympathiepunkte, die vergeben werden können. Doch bei all dieser Nachdenklichkeit kommt der Humor nicht zu kurz. Zusammen mit einem wunderbaren Schreibstil das perfekte Buch!