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Veröffentlicht am 12.09.2018

Bahnbrechende Entdeckungen in der Medizin

Die Charité: Hoffnung und Schicksal
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Es ist das wohl bekannteste Krankenhaus Deutschlands - die Charité Wir schreiben das Jahr 1831. Berlin. Die Cholera rafft in Deutschland viele Opfer nieder. Auch in Berlin und Umgebung greift diese tückische ...

Es ist das wohl bekannteste Krankenhaus Deutschlands - die Charité Wir schreiben das Jahr 1831. Berlin. Die Cholera rafft in Deutschland viele Opfer nieder. Auch in Berlin und Umgebung greift diese tückische Krankheit nach weiteren Opfern. In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und Kollegen mit allen Mitteln den Erreger zu definieren und ein Heilmittel herzustellen. Es ist ein wahrere Wettlauf mit und gegen die Zeit. In der Zwischenzeit haben drei Frauen ihr ganz eigenes Schicksal zu tragen. Hebamme Martha erhofft sich ihrem Sohn eine bessere Zukunft bieten zu können, Gräfin Ludovica hat einen furchtbare Mann der ihr das Leben zur Hölle macht und die junge Diakonisse Elisabeth hat einen Faible für die Medizin und einen jungen Arzt... Ulrike Schweikert ist ein Meisterin in der historischen Literatur! Dieses Hörbuch ist ein wahrer Schatz. Ihre Erzählkunst gepaart mit Beate Rysopps Stimme lässt einen sofort in den Klinikalltag abtauchen. Die Art wie Schweikert uns gefangen nimmt ist immer wieder besonders. Ihr Schreibstil ist rund, offen und klar. Ihre Beschreibungen wirken realistisch und fundiert nachgeforscht. Sie bringt altes Wissen und Geschichte dem Leser ohne großen Zwang näher und macht sie so lebendig das man immer weiter lesen/hören muss. Rysopps Stimme tut ihr übriges dazu bei. Sie erzählt unheimlich betont und gefühlvoll die jeweiligen Geschichten. Sie kann sich unheimlich gut in die jeweiligen Protagonisten hinein versetzten und lässt uns Leser/Hörer in eine längst vergangene Zeit abtauchen. Schweikert ist immer wieder dafür bekannt, sehr ehrlich zu schreiben. Und auch hier hat sie das bewiesen. Sie scheut keine Krankengeschichte oder gar die damaligen hygienischen Gegebenheiten. Und genau das lässt beim Leser/Hörer das Gefühl aufkommen. Egal ob Freude, Trauer, Ekel oder Häme...alles ist hier dabei und rundet die Story traumhaft ab. Dieses Hörbuch ist ein absoluter Knaller! Ganz klare Empfehlung!

Veröffentlicht am 23.07.2018

Immer wieder schön!

Der Zauberer von Oz. Mit einem Vorwort von Cornelia Funke
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Kansas. Eine Farm in Kansas - mitten in der staubigen und trockenen Wüste. Auf dieser Farm lebt die kleine Dorothy Gale. Sie ist eine kleine Träumerin, aber das lieben alle an ihr. Eines Tages tost ein ...

Kansas. Eine Farm in Kansas - mitten in der staubigen und trockenen Wüste. Auf dieser Farm lebt die kleine Dorothy Gale. Sie ist eine kleine Träumerin, aber das lieben alle an ihr. Eines Tages tost ein heftiger Wind über das Land und reißt das Haus der Gales samt Dorothy und ihrem treuen Hund Toto von seinem Platz. Dorothy landet im Zauberreich Oz und erschlägt bei ihrer Landung die böse Hexe des Ostens. Die Schwester der Hexe, ist die Hexe des Westens und die will sich unbedingt an Dorothy rächen. Aber Dorothy hat einen Schutzengel - die gute Hexe Glinda beschützt sie. Sie bringt Dorothy darauf den Zauberer von Oz in der Smaragdstadt um Hilfe zu bitten um wieder in ihre Welt, ihr Zuhause zu gelangen. Auf ihrer Reise dorthin begegnet sie liebenswerten Gestalten - die liebe Vogelscheuche, der sympathische Zinnmann und natürlich dem ängstlichen Löwen. Alle vier haben besondere Wünsche und begleiten Dorothy in die Smaragdstadt. Aber der Weg wird ihnen durch die böse Hexe des Westens und ihren fliegenden Affen erschwert. Lyman Frank Baum veröffentlichte 1900 diese traumhaft schöne Geschichte. Ich habe sie als Kind geliebt und liebe sie heute noch. Baum hatte nicht nur die Gabe wunderbar Geschichten zu erfinden, sondern sie auch gekonnt in Szene zu setzen. Die erste Auflage erschien bereits mit wunderschönen Illustrationen und ist dadurch ein wahrer Schatz in jeder Bibliothek. Die Geschichte um Dorothy ist einfach nur traumhaft schön zum absoluten Abtauchen. Die Geschicke des Mädchens und ihrer Freunde verfolgt man als Leser mit unheimlich großer Begeisterung und Hingabe. Der Tenor der Geschichte wird immer wieder kindgerecht erzählt und damals wie heute gerate ich bei diesem Buch ins schwärmen. Die Verfilmung aus den 50/60er Jahren war dann das nächste große Highlight und hätte Baum vor Begeisterung strahlen lassen. Dennoch wirkt die Geschichte auch ohne Film, denn die Fantasie wird so angeregt, das man sich selbst ein Bild vom niedlichen Löwen machen kann oder vom Zinnmann. Dieses wunderbare Buch verschenke ich auch immer wieder gern....ein traumhafter Klassiker der schon bemerkenswerte 118 Jahre alt ist - und dennoch so aktuell und voller Bedeutung. Dieses Buch muss man haben!

Veröffentlicht am 23.07.2018

Auf nach Lappland!

Helle Tage, helle Nächte
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Anna Albinger ist schwer krank. Sie lebt in einer winzigen Kleinstadt am Rande der Schwäbischen Alb. Momentan ist es Frühling. Alles erwacht zum Leben und beginnt zu wachsen und zu gedeihen. Nur Anna kann ...

Anna Albinger ist schwer krank. Sie lebt in einer winzigen Kleinstadt am Rande der Schwäbischen Alb. Momentan ist es Frühling. Alles erwacht zum Leben und beginnt zu wachsen und zu gedeihen. Nur Anna kann nichts, aber auch gar nichts davon genießen. Und dann ist da auch noch diese große Lüge die sie immer und immer wieder belastet und in ihrem Leben einen schwarzen Schatten darstellt. Sie entschließt sich alles aufzuräumen und schreibt einen Brief an einen gewissen Petter Svakko den ihre Nichte Frederike für sie nach Lappland bringen soll. Aber Frederike hat gerade anderes zu tun. Denn ihr Leben fährt momentan ebenfalls Karussell und dreht sich quer. Sie ist frisch geschieden und will ihr Leben neu ordnen und dann kommt diese Bitte ihrer Tante. Es fällt ihr alles nicht leicht aber sie tritt die Reise an und will den Brief an den Unbekannte Svakko überreichen. Dabei gibt es immer wieder große Überraschungen und Wendungen... Hiltrud Baier weiß von dem was sie schreibt. Warum? Weil sie genau da wohnt wo dieser wunderbare Roman spielt. Die Landschaftsbeschreibungen von Lappland sind einfach überwältigend und nehmen mit der Geschichte um Anna und Frederike eine wunderbare Symbiose ein. Man merkt das Hiltrud Baier ein ganz feines Gespür hat, ihre Umwelt und Natur wahrzunehmen. Wer so liebevoll und fast poetisch schreibt, der liebt seine Umgebung und ist im Einklang mit sich selbst. Baiers Sprachstil ist wortgewaltig ruhig. Sie benutzt eine klare und direkte sowie einfühlsame Wortwahl. Als Leser war ich nicht nur gefesselt, ich war gebannt und völlig vertieft in die Geschichte. Die Geschichte um Anna beinhaltet viele ruhige Emotionen die einen als Leser nicht kalt lassen. Man merkt schnell das sie mit Frederike eine besondere Bindung hat. Ich muss auch gestehen, das mich das Cover seit dem ersten Tag, als ich es gesehen habe, begeistert hat. Es ist ruhig aber hat doch eine gewisse Aussagekraft. Obwohl, wie am Anfang bereits erwähnt, dieser Roman auch viele ruhige Parts hat, beeindruckte er mich sehr und hallt immer noch nach. Das wird definitiv ein Buch werden, was ich immer wieder zur Hand nehmen werde und ich werde immer wieder neu versinken. Eine ganze tolle und besondere Literatur! Klare Leseempfehlung! Ich danke dem Verlag und Vorablesen die mir dieses Buch kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

Veröffentlicht am 23.07.2018

Zeitreise in die Kindheit

Das kleine Gespenst
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Jede Nacht, zur selben Zeit, erwacht das kleine Gespenst in seiner Kiste und streift dann durch und über Burg Eulenstein. Dabei wird fast immer ein Besuch bei dem Uhu Schuhu fällig und beide genießen ihre ...

Jede Nacht, zur selben Zeit, erwacht das kleine Gespenst in seiner Kiste und streift dann durch und über Burg Eulenstein. Dabei wird fast immer ein Besuch bei dem Uhu Schuhu fällig und beide genießen ihre Gespräche sehr. Eines Tages erzählt das kleine Gespenst dem Uhu Schuhu seinen größten Wunsch: einmal die Welt bei Tage zu sehen. Der Uhu ist weiße und rät ihm ab, aber das kleine Gespenst lässt nicht locker. Eines Tages ist es dann soweit und eine sehr abenteuerliche Reise beginnt. Aber auch eine große Einsicht.... Ein Klassiker von Otfried Preußler der in keinem Kinderzimmer fehlen sollte. Die Sprecherin des Hörbuches ist hier Nora Tschirner. Mit ihrer frischen und kecken Art, haucht sie dem kleinen Gespenst besonderes Leben ein. Sie hat einen schnellen Sprachstil und wirkt dadurch sehr kindgerecht. Als Erwachsener empfand ich manche Stellen ein wenig zu flott und schnell. Dennoch ist ihre Betonung und die generelle Interpretation wirklich gut. Die Geschichte wird wortwörtlich aus dem Buch erzählt. Bis auf ein paar kleine Wortänderungen, die man heute nicht mehr in ein Kinderbuch schreiben würde, ist die Geschichte 1 zu 1 erzählt. Die Geschichte ist nicht nur einfach schön, sie hat auch viele pädagogische Aspekte, die Preußler hier sehr dezent aber sinnvoll eingebaut hat. Egal wie alt man ist, für eine Geschichte von Otfried Preußler ist man nie zu alt. Das war eine kleine Reise zurück in die Kindheit! Wow!

Veröffentlicht am 23.07.2018

Max Hellers neuer Fall

Vergessene Seelen. Ein Fall für Max Heller
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Wir befinden uns im Sommer 1948. Dresden. Die Zeit nach dem Krieg. Der Wiederaufbau liegt in der Luft. Aber die Arbeiten gehen nur langsam von statten. Aber für Max Heller geht es gleich wieder turbulent ...

Wir befinden uns im Sommer 1948. Dresden. Die Zeit nach dem Krieg. Der Wiederaufbau liegt in der Luft. Aber die Arbeiten gehen nur langsam von statten. Aber für Max Heller geht es gleich wieder turbulent zu. Ein Vierzehnjähriger ist tot aufgefunden worden. Woran er gestorben ist, weiß niemand. Alles sehr mysteriös. Vielleicht hat sein Vater ihn umgebracht oder doch wegen einer Mutprobe unter Jugendlichen? Keiner weiß auch nur etwas. Max Hellers Spürsinn bringt ihn aber an den Rande der Verzweiflung - alle schweigen. Wieder ein genialer historischer Krimi von Frank Goldammer. Diesmal hatte ich das Vergnügen die Geschichte als Hörbuch zu verfolgen. Der Sprecher ist der bekannte Schauspieler Heikko Deutschmann. Seine markante Stimme trifft den Ton von Goldammers Protagonisten hervorragend gut. Er bringt so viel Gefühl und Emotionen mit herein, das man gebannt jeder einzelnen Minute, der doch mit ca. 11 Stunden langen Geschichte, folgt. Es entsteht keine Langatmigkeit der Story. Im Gegenteil. Es wird immer und immer spannender und man wird, wie immer bei Goldammer, zum Schluss mit der Aufklärung so konfrontiert, das es einen nur so zum Staunen bringt. Der Blick, auf das vom Krieg zerstörte Dresden, ist von Deutschmann wunderbar geschildert. Seine Stimme passt sich unheimlich gut der Situation an. Der Lokalkolorit der Geschichte lässt einen rasant abtauchen. Der Protagonist Max Heller ist mir schon durch einen anderen Krimi bekannt und somit war ich doch recht schnell wieder in der Story drin. Aber ich muss gestehen, es macht Sinn, eine kurze Zusammenfassung des ersten Buches mit ihm an die Geschichte anzusetzen, als Einleitung praktisch. Denn man vergisst doch so einige Namen und die Beziehungen zueinander. Das würde jedem Leser/Hörer nicht nur Neugier auf den ersten Teil bringen, sondern auch die Story etwas flotter zu verstehen geben. Da ich sie kannte, muss ich wieder sagen, bin ich ein Max Heller-Fan und freu mich jetzt schon wieder auf den dritten Teil mit ihm. Ganz klare Leseempfehlung bzw. Hörempfehlung!