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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2018

Regt zum Nachdenken an

Die Unsterblichen
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Meine Meinung
Cloe Benjamin wagt sich in ihrem Roman "Die Unsterblichen" an ein Thema, mit dem wir uns alle vielleicht schonmal beschäftigt haben: Was wäre, wenn ich das Datum meines Todes bereit kennen ...

Meine Meinung
Cloe Benjamin wagt sich in ihrem Roman "Die Unsterblichen" an ein Thema, mit dem wir uns alle vielleicht schonmal beschäftigt haben: Was wäre, wenn ich das Datum meines Todes bereit kennen würde? Ihr Protagonisten gehen alle ganz unterschiedlich mit diesem Wissen um und genau das war sehr faszinierend. Das Buch bringt einen definitiv zum Nachdenken. Jede Geschichte, die erzählt wird, ist anders und meine eigene Meinung hat sich während des Lesens oft geändert. Insgesamt ist die Masse an Ereignissen, die diese Familie trifft, schon sehr unwahrscheinlich und unglaubwürdig. Man sollte sich darauf vor dem Lesen also einstellen und keine allzu realistische Geschichte erwarten.
Ein kleiner Minuspunkt ist der Schreibstil, denn die Autorin neigt zu Handlungssprüngen, die nicht immer sofort nachvollziehbar sind und zu einer manchmal doch sehr künstlichen und unnatürlichen Wortwahl. Auch mochte ich die Gliederung der Geschichte nicht so sehr, da manche Abschnitte bzw. Charakter einfach deutlich langweiliger waren als andere. Ich hatte oft das Bedürfnis, einfach weiterzublättern, besonders da viele überflüssige Informationen enthalten waren, die gar nicht gebraucht wurden. Das Thema des Buches ist aber unglaublich interessant und hat viel gerettet.

3,5/5 Sterne

Veröffentlicht am 17.11.2018

Zäh und langweilig

Mein Ein und Alles
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Meine Meinung
Wenn ein Buch international hoch gelobt wird, die Kritiker sich vor Begeisterung überschlagen, dann lese ich immer zuerst die Rezensionen auf Goodreads. Denn meistens zeigt sich hier, wie ...

Meine Meinung
Wenn ein Buch international hoch gelobt wird, die Kritiker sich vor Begeisterung überschlagen, dann lese ich immer zuerst die Rezensionen auf Goodreads. Denn meistens zeigt sich hier, wie gut das Buch wirklich ist und oft entscheide ich mich deshalb bewusst gegen einen Roman, wenn er bei dieser Buchcommunity nicht gut weggekommen ist.
"Mein Ein und Alles" hat mich schon beim Lesen des Klappentextes sehr angesprochen und ich erhoffte mir ein Buch ganz nach dem Vorbild von Michaela Kastels "So dunkel der Wald".
Doch leider konnte mich dieses Buch so ganz und gar nicht fesseln. Tallent hat einen wundervollen und anschaulichen Schreibstil, allerdings holt der Autor gerne mal aus und ängstigt sich auch nicht vor Wiederholungen und stumpfen Dialogen. Man kann also ganze Kapitel überblättern und es passiert kaum etwas. Die Beziehung zwischen Turtle und ihrem Vater wirkt sehr romantisch und ein wirklicher Missbrauch der 14-jährigen wird nur selten deutlich. Meiner Meinung nach ist dies eine viel zu harmlose Darstellung, die noch dazu auch nicht wirklich unterhaltsam ist.
Man braucht sehr viel Disziplin und Durchhaltevermögen, um durch diese 480 Seiten ohne wirkliche (und teilweise sehr unrealistische) Handlung zu kommen. Jacob ist ein sympathischer Junge, redet aber anfangs, als käme er aus der Gosse, später aber (vermutlich um den intellektuellen Einfluss seiner Familie deutlich zu machen) spricht er mit der Wortwahl eines 60-jährigen Philosophen. Tallent neigt bei der Darstellung seiner Charakter also zu Extremen und noch dazu er liebt Wörter wie Luder oder Fotze. Alles nicht ganz so mein Stil.
Die Story ist wenig überraschend, es werden einige Szenen des Missbrauchs zu detailliert und andere etwas zu abstrakt beschrieben. So verlieren diese ihren schockierenden Effekt und man kann nicht anders als die Augen zu verdrehen, da man all das schonmal irgendwo gelesen hat. Das Ende war natürlich auch absehbar, denn es zeichnete sich schon zu Beginn des Buches klar ab. Turtle scheint ihre Misshandlungen etwas zu gut verkraftet zu haben, sie lebt nun in einer "heilen Welt"... Auch wenn das ein schöner Abschluss ist, Eindruck hinterlässt das bei mir leider gar nicht.

Mein Fazit
Tallent hatte eine gute Grundidee, allerdings lassen sein langsamer Stil und die öde Story das Buch sehr zäh werden.

3,5/5 Sternen

Veröffentlicht am 21.10.2018

Geschmackssache

KA – Das Reich der Krähen
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Auf Basis der Leseprobe habe ich eine außergewöhnliche Geschichte erwartet, die sprachlich anspruchsvoll und erfrischend kreativ ist. Diese Erwartungen konnten sogar zum Teil erfüllt werden, denn "KA" ...

Auf Basis der Leseprobe habe ich eine außergewöhnliche Geschichte erwartet, die sprachlich anspruchsvoll und erfrischend kreativ ist. Diese Erwartungen konnten sogar zum Teil erfüllt werden, denn "KA" ist definitiv ein außergewöhnliches Werk.
Eine Krähe, die die Geschichte hrer vielen Leben erzählt ist ein unhemlich gute Idee und birgt viel Potenzial für Spannung und Tiefsinn. Leider neigt der Autor zum Schwafeln und so ziehen sich einige Szenen unnötig in die Länge und mindern das Lesevergnügen. Toll ist der anspruchsvolle Sprachstil. Sowas liest man heutzutage nicht oft, und auch wenn es auf dauer anstrengend ist, habe ich mich als Leser gefordert gefühlt. Eine nette Abwechslung, man muss sowas aber auch mögen. ZUm enspannen eignet sich dieser Roman also eher nicht.
Dieses Buch ist wunderbars mystisch und anspruchvoll, hätte aber auch kurzer gehalten werden können.

Veröffentlicht am 21.09.2018

Dystopie mit Schwächen

Die Ring-Chroniken - Begabt
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Inhalt
Die 16-jährige Emony verfügt über eine Gabe: Sie kann Lügen erkennen. Doch diese Fähigkeit bringt sie in Gefahr, als sie ihre Heimat, die lebensfeindliche Rauring-Wüste, verlässt. Denn es gibt nur ...

Inhalt
Die 16-jährige Emony verfügt über eine Gabe: Sie kann Lügen erkennen. Doch diese Fähigkeit bringt sie in Gefahr, als sie ihre Heimat, die lebensfeindliche Rauring-Wüste, verlässt. Denn es gibt nur eine Möglichkeit, der mörderischen Hitze und dem quälenden Durst zu entkommen – Emony muss eine Ausbildung bei dem Unternehmen beginnen, das die weltweite Wasserversorgung kontrolliert. Rasch kommt sie dahinter, dass ihr Arbeitgeber die Wüstenbewohner betrügt. Der einzig ehrliche Mensch scheint ihr Ausbilder Kohen zu sein, für den sie bald mehr empfindet. Kann sie ihm im Kampf gegen den übermächtigen Gegner vertrauen? Und sind die Lügen noch viel größer als vermutet?

Meine Meinung
Ich finde jegliche Form von Science Fiction Romanen oder Dystopien meistens einfach nur fürchterlich, unrealistisch und total überzogen. So viele grauenhafte Horrorszenarien, wie sie inzwischen von so vielen Autoren gezeichnet wurden, kann es gar nicht geben. Die meisten Dystopien sind wissenschaftlich auch totaler Humbug und meistens nicht einmal besonders kreativ.
Die Ring Chroniken allerdings besitzen für mich ein Ausgangsszenario, dass ich ganz interessant finde. Ich gab diesem Roman also eine Chance und wurde relativ positiv überrascht.
Eine weltweite Dürre und ein Unternehmen, das die weltweite Wasserversorgung kontrolliert? Das klingt gut und nach interessantem Konfliktmaterial. Noch dazu ein bisschen Liebe und Drama und die solide Grundlage einer guten Dystopie sind für mich gelegt.
Zwar ist der Schreibstil der Autorin etwas holprig und gewöhnungsbedürftig und manchmal sehr langatmig, dennoch ließ sich das Buch schnell und flüssig lesen. Die Protagonistin Emony ist leider nicht ganz so gut porträtiert worden, sodass es schwer fällt, für sie Sympathien zu empfinden. Das ist für mich das größte Problem des Buches gewesen. Nervige und langweilige Protagonisten können wirklich so einiges zerstören. Trotzdem war die Handlung an sich spannend und hat einige Überraschungen mit sich gebracht. Zu einem Fan dieses Genre hat mich dieses Buch definitiv nicht gemacht, aber es hat mich eben auch nicht enttäuscht und ich denke, ich kann dieses Buch guten Gewissens an all jene empfehlen, die gerne Endzeit-Szenarienmit Romantik-Touch lesen.

Mein Fazit
Ein guter Roman, der jedoch noch ausbaufähig ist.

3,5/5 Sternen

Veröffentlicht am 30.07.2018

Made in Hollywood

Over the Moon
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Meine Meinung

Over the Moon war ein Buch, dass ich schnell und mit großer Freude gelesen habe. Dieser Roman gehört zu der Kategorie jener Geschichten, die nicht tiefgründig, aber dafür besonders unterhaltsam ...

Meine Meinung

Over the Moon war ein Buch, dass ich schnell und mit großer Freude gelesen habe. Dieser Roman gehört zu der Kategorie jener Geschichten, die nicht tiefgründig, aber dafür besonders unterhaltsam sind. Der Klappentext entspricht größtenteils dem, was auch im Buch passiert, verrät aber auch nicht zu viel, sodass noch einige große Überraschungen vorkommen dürften. Eine kleine Kritik muss ich bezüglich des Covers und des Titels äußern: Beide haben gar keinen bis wenig Bezug zum Inhalt des Buches. Allein der Untertitel "Liebe wie im Film" trifft den Nagel auf den Kopf, denn tatsächlich ähnelt die Handlung einer klassischen Liebeskomödie aus Hollywood. Das Ende ist dementsprechend leicht vorhersehbar und dadurch auch langweilig und viel zu überdramatisiert. Trotzdem mochte ich Baxter sehr gerne, denn er ist ein Mann, der zur Abwechslung mal ein verdammt großes Herz hat. Es müssen nicht immer die Bad Boys sein, die das Mädchen kriegen. Seine "weltbewegende" Erfindung ist aber etwas unrealistisch und ziemlich schräg. Ob damit ein vernünftiger Mensch wirklich ein Geschäft machen wollen würde - ich bezweifle es. Und auch Veronica ist nicht gerade der Knüller. Optisch natürlich eine Traumfrau, aber ihr Charakter lässt dermaßen zu Wünschen übrig, dass ich ihr einfach keine Sympathie abgewinnen konnte, und es dadurch Baxter auch ziemlich übel genommen habe, dass er sich für sie und nicht für eine anständige und normale Frau entschieden hat. Aber ich denke, da hatte die Autorin das Bedürfnis, eine realistische Liebesgeschichte zu schreiben. Gegensätze ziehen sich eben an.


Mein Fazit

Over the Moon ist eine schöne Liebesgeschichte, die sich schnell und gut lesen lässt und so sehr den üblichen Mainstream-Liebesgeschichten entspricht, dass sie vielen gefallen wird. Mich hat es nicht vom Hocker gerissen, schlecht fand ich es aber auch nicht.