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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2018

Das Geheimnis einer schicksalshaften Nacht

In deinem Namen
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Detective Nap Dumas hat noch immer nicht ganz das traumatische Ereignis von vor 15 Jahren verkraftet. Sein Zwillingsbruder Leo kommt mit seiner Freundin Diana bei einem Zugunfall ums Leben, gleichzeitig ...

Detective Nap Dumas hat noch immer nicht ganz das traumatische Ereignis von vor 15 Jahren verkraftet. Sein Zwillingsbruder Leo kommt mit seiner Freundin Diana bei einem Zugunfall ums Leben, gleichzeitig verschwindet Maura, seine eigene Freundin spurlos aus seinem Leben. Als Nap bei den Ermittlungen zu einem Tötungsdelikt auf die Finger-abdrücke von Maura stößt, ist sein Wissensdrang nach den Gescheh-nissen der damaligen Nacht wieder voll entfacht. Er begibt sich auf die Spuren der Vergangenheit und stößt dabei auf viele ungeahnte und zum Teil schockierende Wahrheiten...
"In deinem Namen" ist mein erstes Buch vom Autor Harlan Coben. Ich habe bereits viel Gutes von seinen Büchern gehört und gelesen, so dass meine Erwartungshaltung sehr hoch war und um es vorwegzunehmen, ich wurde nicht enttäuscht. Beeindruckt hat mich die temporeiche und bildreiche Schreibweise des Autors, die mich das Buch kaum noch aus der Hand legen ließ. Harlan Coben hat eine sehr clever konzipierte und komplexe Geschichte aufgebaut, in deren Verlauf der Leser vor vielen Überraschungen und Wendungen steht. Der Spannungsbogen wird zu Beginn des Buches gut aufgebaut und durch die aus meiner Sicht un-vorhersehbaren Geschehnisse auf einem sehr hohen Niveau gehalten, um dann in einem für mich überraschenden und gut nachvollziehbaren Finale zu enden. Der Hauptprotagonist Nap Dumas wird gerade durch den Tod seines Zwillingsbruders und seiner vielleicht auch daraus entstandenen unkonventionellen Art interessant gezeichnet und drückt dem Thriller seinen eigenen Stempel auf. Sehr gut gefallen hat mir noch die parallele Handlungsführung sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit, welche der Autor geschickt zu einem Ganzen verknüpft hat.
Der Thriller "In deinem Namen" konnte mich wirklich begeistern, so dass ich mich definitiv auch noch mit den anderen Werken des Autors ausein-andersetzen werde. Für Liebhaber der Spannungsliteratur spreche ich daher eine unbedingte Leseempfehlung aus und bewerte das Buch mit den vollen fünf von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 28.07.2018

Spannung vom Anfang bis zum Ende

Der Alphabetmörder (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 1)
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ein neuer Fall verschlägt Jan Grall, Fallanalytiker beim LKA, mit seiner Kollegin Rabea Wyler ausgerechnet in seine alte Heimat. Er hatte eigentlich nicht mehr vor hierher zurückzukehren, aber nun hat ...

ein neuer Fall verschlägt Jan Grall, Fallanalytiker beim LKA, mit seiner Kollegin Rabea Wyler ausgerechnet in seine alte Heimat. Er hatte eigentlich nicht mehr vor hierher zurückzukehren, aber nun hat er die Ermittler in einer mysteriösen Mordserie zu unterstützen. Die Opfer wurden vom Täter mit einem Buchstaben tätowiert, und die Tatsache, dass mit einem A, gefolgt von einem B, begonnen wurde, lässt Schlimmstes erwarten. Die Zeit spielt als o gegen die Ermittler und die Recherchen führen in die Vergangenheit...
Das Thriller-Debüt von Lars-Erik Schütz ist aus meiner Sicht hervor-ragend gelungen. Er erzählt die Geschichte in einem temporeichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell an die Geschichte fesseln konnte. Er arbeitet dabei mit vielen kurzen Kapiteln, wobei die damit zusammenhängenden Perspektivwechsel und immer wieder geschickt eingebauten Cliffhanger das Buch beleben und zum weiterlesen anregen. Die Spannung wird zu Beginn über die Taten gut aufgebaut und durch den undurchsichtigen Hintergrund und die zu erwartenden Folgetaten auf einem hohen Niveau gehalten. Die Protagonisten werden interessant charakteri-siert, wobei mir gerade der Hauptprotagonist Jan Grall gut gefallen hat und viele Sympathiepunkte sammeln konnte. Das fulminante und für mich unvorhersehbare Finale rundet die clever konstruierte Story überzeugend ab.
Aus meiner Sicht ist der "Alphabetmörder" ein klassisch angelegter Thriller, welcher spannend und temporeich erzählt wird. Für mich eine Entdeckung, die ich gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

Veröffentlicht am 28.07.2018

Die zweite Chance

Der Flüstermann: Thriller
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Der neue Fall von Laura Kern hat es in sich. Es taucht ein Video im Internet auf, in dem ein Mann nachdem er seinem Opfer, einer jungen Frau, etwas zugeflüstert hat, brutal in einen Fahrstuhl verfrachtet ...

Der neue Fall von Laura Kern hat es in sich. Es taucht ein Video im Internet auf, in dem ein Mann nachdem er seinem Opfer, einer jungen Frau, etwas zugeflüstert hat, brutal in einen Fahrstuhl verfrachtet und sie bei lebendigen Leib verbrennt. Die Ermittler sind schockiert, und als ein zweites Video mit einer ähnlich grausamen Tötungsart die Runde macht, ist ihnen klar, dass es ein Wettlauf mit der Zeit wird. Bei den Recherchen kann Laura Kern und ihr Team zunächst keine Gemeinsamkeit bei den Opfern feststellen. Handelt es sich um die Tat eines Wahnsinnigen, der seine Opfer wahllos auswählt?
Ich habe bereits mehrere Bücher der Autorin Catherine Shepherd gelesen und es ist für mich wirklich schon erstaunlich, wie sie es immer wieder schafft, ein neues grausames und zugleich fesselndes Szenario aufzubauen um den Leser so sehr in den Bann zu schlagen. Auch in "Der Flüstermann" ist ihr das bei mir wieder einmal gelungen. Ihr lebendiger und hervorragend zu lesender Schreibstil hat mich gleich wieder gepackt. Die Spannung baut sie dabei direkt zu Beginn mit dem ersten Mord klassisch auf und hält den Bogen mit immer wieder neuen Wendungen und einem unklaren Hintergrund der Taten auf einem sehr hohen Niveau. Im Verlauf der Handlung gibt es immer wieder ausgiebig Gelegenheit für den Leser eigene Überlegungen bezüglich Täterschaft und Motiv anzustellen. Auch die Hauptprotagonistin Laura Kern ist als in ihrem Leben gezeichnete und charakterstarke Ermittlerin interessant beschrieben und trägt mit ihrem kompetenten und sympathischen Auftreten zur guten Thriller-Unterhaltung bei. Das für mich völlig überraschende, aber auch überzeugende und gut nachvollziehbare Finale ist von Catherine Shepherd clever konzipiert und rundet das Buch hervorragend ab.
Aus meiner Sicht ist es Catherine Shepherd mit ihrem neuen Buch "Der Flüstermann" wieder einmal gelungen einen packenden und äußerst spannenden Thriller zu schreiben. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen!!!

Veröffentlicht am 22.07.2018

Terror in der Schweiz

Solothurn spielt mit dem Feuer
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Als Kommissar Dominik Dornach zu dem Fundort eines Kinderskeletts gerufen wird kommen die Erinnerungen an den Bubenfresser auf der vor Jahren kleine Jungen entführt und getötet hat. Die Obduktion ergibt ...

Als Kommissar Dominik Dornach zu dem Fundort eines Kinderskeletts gerufen wird kommen die Erinnerungen an den Bubenfresser auf der vor Jahren kleine Jungen entführt und getötet hat. Die Obduktion ergibt tatsächlich, dass es sich um eins seiner nicht aufgefundenen Opfer handelt. Gleichzeitig wird ein Bombenanschlag auf den Oberrichter verübt, nachdem er zuvor ein umstrittenes Urteil mit Migrations-hindergrund gefällt hat. Er überlebt diesen Anschlag, muss kurz darauf aber feststellen, dass sein Sohn entführt wurde. Ein Racheakt für sein Urteil oder ein neues Opfer vom eigentlich schon toten Bubenfresser? Die Zeit rennt...
"Solothurn spielt mit dem Feuer" ist bereits der dritte Band um den charmanten Ermittler Dominik Dornach. Wie bereits in den ersten beiden Bänden fesselte mich der Autor Christof Gasser mit seinem lebendigen und angenehm zu lesenden Schreibstil an die Geschichte. Diesmal bekommt es Dornach gleich mit zwei Fällen zu tun und die parallelen Handlungsstränge lassen die Story komplex und clever inszeniert wirken, ohne sie aber zu überladen. Ich konnte der Handlung immer gut folgen und die Spannung kam dabei auch nicht zu kurz, welche mit dem Auffinden des Kinderskeletts gekonnt aufgebaut wird. Der Spannungs-bogen bleibt immer auf einem hohen Niveau und endet erst in einem für mich überraschenden und gut nachvollziehbaren Finale. Der Autor hat in diesem Band mit der Fremdenfeindlichkeit ein brisantes Thema in den Fokus gestellt, welches er aus meiner Sicht gut löst und nicht zu reißerisch wirken lässt. Christof Gasser legt in seinen Büchern viel Wert auf die Entwicklung seiner Protagonisten und deren Verhältnisse unter-einander. Dies verleiht der Reihe einen zusätzlichen Charme und ein weiteres Spannungsfeld.
"Solothurn spielt mit dem Feuer" ist eine gelungene Fortsetzung der schweizerischen Krimiserie, bei der man hoffen darf, dass es noch einige Nachfolgebände geben wird. Ich bewerte das Buch mit den vollen fünf von fünf Sternen und empfehle es gerne weiter.

Veröffentlicht am 22.07.2018

Gelungene Fortsetzung einer tollen Krimireihe

Commissario Pavarotti kam nie nach Rom
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Commissario Pavarotti bekommt es mit einem Doppelmord zu tun. In Meran wird das deutsche Ehepaar Santer in ihrem Hotel erschossen aufgefunden. Die fehlenden Spuren und die präzise Ausführung der Tat weisen ...

Commissario Pavarotti bekommt es mit einem Doppelmord zu tun. In Meran wird das deutsche Ehepaar Santer in ihrem Hotel erschossen aufgefunden. Die fehlenden Spuren und die präzise Ausführung der Tat weisen auf einen Profi hin. Die entscheidende Frage bei den Ermittlungen rankt sich um das Motiv. Galt der Anschlag der deutschen Schriftstellerin, die mit den Recherchen zu ihrem neuen Buch beschäftigt war und ein brisantes historisches Thema ansprechen wollte, oder handelt es sich um einen Racheakt aus der Finanz- und Fondswelt, in der Lex Santer als Kritiker berühmt und berüchtigt war? Es entwickelt sich ein komplexer Fall, der den Commissario nicht nur fachlich an seiner Grenzen führt...

"Commissario Pavarotti kam nie nach Rom" ist bereits der vierte Band um den emotionalen und schlauen Inspector aus Meran. Schon im Vorgängerband konnte mich vor allem die bildreiche und aus meiner Sicht schöne Schreibweise der Autorin Elisabeth Florin an die Geschichte fesseln. Einmal begonnen fiel es mir unglaublich schwer das Buch zur Seite zu legen. Dies liegt sicherlich auch an den drei sehr interessanten und nicht einfachen Charakteren der Hauptprotagonisten und ihren Beziehungen untereinander. Sie verleihen der Geschichte eine persönliche Note, die gekonnt mit dem spannenden Geschehen verwoben wird. Der Spannungsbogen wird gekonnt zu Beginn des Buches mit dem rätselhaften Tod des deutschen Ehepaares auf-gebaut und mit den immer wieder neuen Informationen, Wendungen und zeitlichen Rückblicken auf einem stets hohen Niveau gehalten. Das für mich überraschende Finale bringt einen überzeugenden und nachvollziehbaren Abschluss und macht gleichzeitig Lust auf den nächsten Band dieser spannenden Serie. In diesem vierten Band verarbeitet Elisabeth Florin mit der Nachkriegszeit und den sogenannten "Rattenlinien" einen brisanten historischen Kontext, welcher aber nie reißerisch wirkt, sondern gut recherchiert und aufgearbeitet.

"Commissario Pavarotti kam nie nach Rom" ist aus meiner Sicht eine äußerst gut gelungene Fortsetzung einer bemerkenswerten Krimireihe, die sich von vielen anderen des Genres in der eingehenden Schreibweise der Autorin mit Wiedererkennungswert unterscheidet. Ich empfehle das Buch und die ganze Serie daher sehr gerne weiter und bewerte den vierten Band mit den vollen fünf von fünf Sternen.