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Steffi58

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2019

Tolles Buch nicht nur für kleine Tierfreunde

Ein Affe an der Angel
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Schon die Ausgangssituation ist toll: „… ein ganz normaler Regentag….“ ist eine , die die Kinder alle kennen. Und daraus entwickelt sich eine Geschichte voller Abenteuer mit tierischen Freunden..
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Darko, ...

Schon die Ausgangssituation ist toll: „… ein ganz normaler Regentag….“ ist eine , die die Kinder alle kennen. Und daraus entwickelt sich eine Geschichte voller Abenteuer mit tierischen Freunden..
.
Darko, ein kleiner Tierforscher und Entdecker wohnt im achten Stock eines Mehrfamilienhauses. Er liebt Tiere und ist sozusagen Experte für Abenteuer und Ideen gegen Langeweile.
Das Buch „Ein Affe an der Angel besteht aus 3 fantastischen Tiergeschichten des Autors Jonny Bauer , die Darkos Fantasie entspringen. Die meisten Tiere in seinen Abenteuern kennt er aus seinem großen Tierlexikon .
Darko ist super ausgerüstet - mit Multifunktionsweste mit vielen Taschen für seine Ausrüstung: Taschenlampe, Cowboy-Streichhölzern, Knallfröschen, Juckpulver, Hustensaftbetäubungsmittel und noch andere wichtige Dinge. Da schlägt jedes Jungenherz höher .Aber nicht nur mein Enkel (5) fand diese Geschichten super , sondern auch seine 7-jährige Schwester.
Das Buch enthält wunderschöne Illustrationen, die den Leseanfängern das Lesen erleichtern können – meine Enkelin hatte als Erstleserin dank des richtigen Text-Bilder-Verhältnis kaum Probleme beim Selbstlesen.
Spannende, ziemlich detailgetreue Zeichnungen bereiten auch Erwachsenen viel Freude beim Lesen und Vorlesen. Die Bilder animieren zum genauen Betrachten und Aufsuchen- ein bisschen wie bei den allseits beliebten Wimmelbildern. Und der coole Sprachstil entspricht genau dem , was Kindern im Vorschulalter und jungem Schulalter gefällt.
Und wie nebenbei werden auch wirklich wichtige Fragen geklärt ; beispielsweise wenn es um die Betreuung eines Meerschweinchens geht.
In alle diese Situationen können sich die Kinder gut hinein versetzen. durch die Gestaltung der Geschichte – die Tiere verschwinden am Ende immer wieder im Lexikon – erkennen die Kinder sehr wohl , dass es sich um Fantasiegeschichten handelt und nicht der Realität entspricht.

Das Buch ist zum Vorlesen ab 5 Jahren geeignet und zum Selbstlesen schon ab der ersten Klasse möglich.

Veröffentlicht am 16.10.2018

Überrascht …

Der Apfelbaum
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… hat mich , dass Christian Berkel , bekannt als Schauspieler, jetzt unter die Schriftsteller geht. Zunächst dachte ich : wieder so ein Möchtegern-Autor oder hat er einen Ghostwriter ?
Aber dann las ich ...

… hat mich , dass Christian Berkel , bekannt als Schauspieler, jetzt unter die Schriftsteller geht. Zunächst dachte ich : wieder so ein Möchtegern-Autor oder hat er einen Ghostwriter ?
Aber dann las ich auf dem Umschlag die Zeilen von Daniel Kehlmann- und war wieder überrascht.
Berkel erzählt uns eine Familiengeschichte , die der seinigen ähnelt und die fast unglaublich ist. Die ganze Bannbreite an Emotionen trifft den Leser : er fühlt mit , ist begeistert von der Kraft und dem Mut , den die Protagonisten aufbringen , um ihr schweres Schicksal zu meistern, leidet , ist schockiert.
So besonders ist das Buch , weil der Leser nicht von außen auf die Familiengeschichte schaut , sondern sich scheinbar mittendrin befindet.
Familie und vor allem auch Heimat – das sind die angesprochenen ernsten Hauptthemen, die Berkel aber mit seiner ganz eigenen Art stillen Humors begleitet.
Er bindet diese – ansatzweise seine- Familiengeschichte in gekonnter Weise in den historischen Kontext – die Zeit des Dritten Reiches und des Nationalsozialismus - ein und beweist dabei , dass er gut recherchiert hat.
Der Wechsel der Erzählperspektiv – auch er übernimmt diese zeitweise – stellt ein großes Plus für die Verständlichkeit der Geschichte und der Geschichten der Familie dar.
Ein lesenswertes Buch , denn es zeigt uns , wie wichtig unsere Wurzeln sind und wie wichtig es ist , uns selbst zu erkennen.

Veröffentlicht am 12.08.2018

Die 68er in einem politischen Krimi

Die Tote im Wannsee
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Martin Lutz , Sven Felix Kellerhoff und Uwe Wilhelm – dieses Autoren-trio sollten wir uns merken!
Wieder einmal können wir bestätigen , dass es eine Bereicherung ist , wenn sich Leute , die von Beruf ...


Martin Lutz , Sven Felix Kellerhoff und Uwe Wilhelm – dieses Autoren-trio sollten wir uns merken!
Wieder einmal können wir bestätigen , dass es eine Bereicherung ist , wenn sich Leute , die von Beruf Journalisten und Drehbuchautor sind, mit dem Schreiben von Romanen beschäftigen. Kriminalität, Geschichte und Geschichten passen hier wunderbar zusammen und sind gut recherchiert.
Falls also einem Leser der Krimi an sich nicht gefällt, hat er immer noch einen guten Zuwachs an geschichtlichen Kenntnissen.
Der Protagonist Wolf Heller , ein jungen Kriminalkommissar, hat 1968 den Mord an einer jungen Frau aufzuklären , die brutal erstochen und dann im Wannsee versenkt wurde.
Heller geht bei seinen Untersuchungen gewohnt akkurat vor und stößt plötzlich auf Widerstände von mehreren Seiten. Und hier wird es richtig spannend. Seine Vorgesetzten legen Heller nahe den Fall so schnell wie abzuschließen, der Schuldige sei der Ehemann, der sich zum Schuldeingeständnis erhängt habe.
Heller jedoch ist das zu einfach gedacht, muss aber mehr und mehr erkennen, dass dies nicht ein gewöhnlicher Fall für einen Kommissar ist , sondern dass hier Politik die Hauptrolle spielt.
Dieser Roman ist sehr gut geschrieben und fesselt uns von Beginn an. Dabei bedienen sich die Autoren sprachlich ausgeklügelter Bilder, die uns meinen lassen, wir seien beispielsweise direkt bei den Demonstrationen der Studenten oder in den Clubs dabei. Und immer wieder tauchen bekannte Namen aus der Geschichte der Bundesrepublik auf , die diesen Krimi sehr authentisch erscheinen lassen.
Sympathisch wird uns Heller vor allem dadurch , dass er eigentlich kein politischer Mensch ist , für den Staat arbeitet ,aber schon Sympathien für die „Revoluzzer“ hegt.
So schwankt er ständig zwischen den Anforderungen an seine Polizeiarbeit und den parallel dazu laufenden Geschehnisse der Studentenbewegung und der nicht aufgearbeiteten Vergangenheit der staatlichen Institutionen.
Das Cover gefällt mir gut und das Glossar mit wichtigen Hintergrundinformationen erweist sich als durchaus sinnvoll.
Spannendes , lehrreiches Buch – 5 Sterne!

Veröffentlicht am 03.08.2018

Toller Titel…

Der Duft des Lebens
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… und das ganze Buch ist irgendwie duftig …
„Diesen Roman muss man lesen, wie man Schokolade isst: nicht zu schnell und nicht alles auf ein Mal.“ – dieses Zitat finde ich sehr passend ( auch wenn es ursprünglich ...

… und das ganze Buch ist irgendwie duftig …
„Diesen Roman muss man lesen, wie man Schokolade isst: nicht zu schnell und nicht alles auf ein Mal.“ – dieses Zitat finde ich sehr passend ( auch wenn es ursprünglich für einen anderen Roman galt)
Avivs Mutter stirbt bei seiner Geburt. Kein einfacher Start ins Leben, aber Selma wird seine neue Mutter. Der Klappentext ließ eine spannende Geschichte erwarten.
Zum Inhalt kann man bei anderen Rezensenten ausreichend nachlesen.Ich möchte mich auf Tiefergreifendes konzentrieren.
Das Cover schon hat einen Hauch von Leichtigkeit und verbreitet einen ersten anrührenden Charme.
Der Roman ist mehr als nur spannend. Er ist ein modernes Märchen, eine äußerst bewegende und anrührende Geschichte. Aber auch ein Bekenntnis dazu ; unseren eigenen Weg zu gehen , egal , welche Hindernisse es gibt . Eine Aufforderung , an uns selbst zu glauben . Ein Statement zur Menschlichkeit.
C.M.Bagus – die Autorin dieses duftigen Romans gibt uns dazu diese Weisheit mit auf unseren Weg. »Manchmal ist das, was du findest, nicht das, was du suchst, aber das, was du brauchst.«
Ein sehr poetischer Schreibstil, besonders bei der Beschreibung der Natur und Muttergefühle Selmas. Vom Stil her fühle ich mich an Truman Capotes „ Die Grasharfe“ erinnert. Sicher finden viele Leser diesen recht anstrengend zu lesen. Manchmal muss man die Sätze zweimal lesen, so schön sind sie. Genießen sollte man den Roman auf jeden Fall - wenn man sich darauf einlässt.
„Die Seele aufschließen, das Leben einatmen. Wer weiß heute noch, wie das geht? Innehalten und das Leben einatmen.“ – ein toller Schlusssatz, über den wir immer mal nachdenken sollten – auch beim Lesen.

Veröffentlicht am 31.01.2026

Einfach toll!

Dieses Buch ist gefährlich
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"Dieses Buch ist gefährlich" ist ein lustiges Mitmachbuch für kleinere Kinder. Erzählt wird’s eine relativ einfache Geschichte, in der Angst eine wesentliche Rolle spielt und deshalb gut in die Welt der ...

"Dieses Buch ist gefährlich" ist ein lustiges Mitmachbuch für kleinere Kinder. Erzählt wird’s eine relativ einfache Geschichte, in der Angst eine wesentliche Rolle spielt und deshalb gut in die Welt der ab Dreijährigen ( ich denke 4 Jahre ist das Mindestalter).
Da ist die kleine Qualle , die Angst vor den Seeschlangen hat und sich verstecken muss. Weitere Gefahren lauern überall, aber mit Hilfe der Leser wird die Qualle nicht nur gerettet , sondern findet auch ihren Freund, den Narwal wieder. Bei der Hilfe benötigen aber auch die kleinen Leser die Hilfe der Erwachsenen , denn nicht immer ist ganz klar, was erwartet wird.

Begeistert hat mich auch die wunderschöne Aufmachung, mit wirklich ausdrucksstarken Bildern, die sich jeweils über eine Doppelseite ausbreiten. Der Text ist groß und auffallend gedruckt ist und hat einen Wiedererkennungswert auch für Kinder , die selbst noch nicht lesen können. Das betrifft auch die zahlreichen Schilder und Bubbles !

Ihrer Angst begegnet die Qualle mit Mut. Großartig , dass die Kinder aus dem Buch lernen können. Auch , dass man die Schuld nicht immer erst bei den Anderen suchen sollte.
Insgesamt ein Riesenspaß!

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