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Steffi58

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2019

Mit Märchen hat das nichts zu tun

Schneewittchensarg
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Krimis aus Schweden stehen in meinem Bücherschrank eine ganze Anzahl.
Krimis aus Schweden halten meist , was sie versprechen : Spannung , interessante Informationen zum jeweiligen historischen Kontext ...

Krimis aus Schweden stehen in meinem Bücherschrank eine ganze Anzahl.
Krimis aus Schweden halten meist , was sie versprechen : Spannung , interessante Informationen zum jeweiligen historischen Kontext und tolle Naturbeschreibungen.
Das Buch wäre mir in der Buchhandlung schon wegen seines Covers aufgefallen. Diesmal geht es um das Jahr 1971 und schon der Prolog lässt einen gelungenen Krimi erahnen.
Der Krimi beginnt mit einer Szene aus dem Jahr 1971…;ein stark angetrunkener Mann erleichtert sich im Wald und macht eine merkwürdige Beobachtung.
Und dann beginnt eine zunächst eher bizarre Story- um ein hinter Glas gebetteten Skelett – ein Schneewittchensarg. Allerdings entpuppt sich das als Kunstwerk in einer Ausstellungseröffnung präsentierte Werk als grausame Realität, denn nicht nur der Sarg ist gefälscht , er enthält auch keine Glasknochen , sondern die Leiche der seit langem – nämlich seit 1971 - vermissten Bertil Gustavssons.
Wir begegnen Kommissarin Stina Forss und Hauptkommissarin Ingrid Nyström, über deren Ermittlungen es schon Vorgängerbände gibt. Diese muss man aber nicht gelesen haben, um der Handlung dieses Bandes folgen zu können. Zum besseren Verständnis gibt es Rückblenden.
Das sind zwei starke Frauen , zwei starke Persönlichkeiten, die ein unterkühltes Verhältnis zueinander haben. Ich finde es gut , dass auch private Einblicke in das Leben des gesamten Ermittlerteams in den Krimi einfließen.
Das schwierige Verhältnis der beiden Ermittlerinnen erleichtert die nötige Zusammenarbeit nicht gerade- gut dass es ein Team um sie herum gibt , die alles zusammenhalten.
Zusätzlich erschwert werden die Ermittlungen dadurch, dass die auflösenden Ereignisse schon so lange her sind und damals nur knapp ermittelt wurde.
Es war meiner erster Roman um das Team der beiden Kommissarinnen .
Die Geschichte ist trotz der recht zahlreichen Handlungsstränge spannend.
Die überraschende Auflösung – eigentlich durchaus – hat mich besonders angesprochen.

Veröffentlicht am 13.03.2019

Die Reinsten ?

Die Reinsten
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Künstliche Intelligenz , von der wir überwacht werden ,die unsere Zukunft lenkt – brauchen wir die ? Sind sie wirklich „rein“ und was ist das „rein“?
Nach dem Cover und dem Buchtrailer war ich gespannt, ...

Künstliche Intelligenz , von der wir überwacht werden ,die unsere Zukunft lenkt – brauchen wir die ? Sind sie wirklich „rein“ und was ist das „rein“?
Nach dem Cover und dem Buchtrailer war ich gespannt, aber nach der Leseprobe stellten sich mit obige Fragen.
Zum Inhalt:
Der Autor Thore D. Hansen zeigt uns eine Gesellschaft am Rande der Existenz. Wir sind im ausgehenden 22. Jahrhundert. Nach einer verheerenden Zeit von Kriegen, Seuchen und Klimakatastrophen führt die künstliche Intelligenz "Askit" die letzten Überlebenden in eine Ära des Friedens. Elite der neuen Welt sind die von Askit ständig überwachten "Reinsten", die als Wissenschaftler für die Regeneration des Planeten arbeiten.
Eve Legrand ist die Protagonistin dieses Romans ; sie ist eine geachtete Reinste. Die Askit -Gemeinschaft scheint sich positiv auf das Überleben der Menschen auszuwirken – so empfindet es jedenfalls Eve und will sich für diese Welt einsetzen. Aber sie wird nicht ausgewählt , sondern ohne nähere Erklärung einfach verstoßen. Sie flieht in die Zonen , die nicht von "Askit" kontrolliert werden. Dort erlebt sie eine Welt , die meilenweit von ihrem Vorstellungsvermögen entfernt ist. Erst jetzt erkennt sie die Problematik der Einteilung der Gesellschaft in Reinste und Kolonisten und der Schaffung des perfekten Menschen , die totale Kontrolle durch Askit .
Viele meiner Fragen vom Anfang wurden beantwortet , aber neue , teilweise beängstigende tauchten auf. Ein Buch , welches uns nachdenklich zurücklässt.
Insgesamt eine wichtige Geschichte über Menschlichkeit ; ein spannender Thriller, ein aufrüttelnder Science-Fiction-Roman

Veröffentlicht am 06.11.2018

Geschichte mit den Augen eines Halbwüchsigen betrachtet

Guten Morgen, Genosse Elefant
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Ein toller Start
… Mein Klassenlehrer, Genosse Professor Michail Michailow, sagt, in Amerika gibt’s Eis in hundertsiebenunddreißig verschiedenen Geschmacksrichtungen und dreihundertsechsundsiebzig verschiedene ...

Ein toller Start
… Mein Klassenlehrer, Genosse Professor Michail Michailow, sagt, in Amerika gibt’s Eis in hundertsiebenunddreißig verschiedenen Geschmacksrichtungen und dreihundertsechsundsiebzig verschiedene Automodelle. Hier, in der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, gibt’s nur fünf Automodelle. Alle schwarz. Und Eis schmeckt nach Eis oder nach Schokolade. …
Ein interessantes Cover
Roter Stern mit Löffel und Elefanten , schon das Cover zeigt die Absurdität dieses Romans.
Ein angenehmer Schreibstil
Der Protagonist erzählt in einer erfrischend kindlich naive Art offen über die Zustände in der UdSSR – und wird ein unterschätztes Sprachrohr der Zeitgenossen.
Ein sehr individuelles Buch
„Genosse Elefant“ entpuppt sich als der „große “ Josef Stalin; viele Fakten in dem Roman sind unglaublich oder doch nicht ??? Historische Wahrheit ist nicht das Thema des Buches – der Autor schreibt sie sozusagen neu. Die ehemalige Sowjetunion wird auf höchst amüsante Art und Weise kritisiert.
Man kann dieses Buch nicht in eine literarische Schublade stecken – und genau deshalb lohnt es sich , den Roman zu lesen. Die Art, sich mit einem schwierigen Teil der Geschichte zu befassen, erhält von mir 4 Punkte.

Veröffentlicht am 03.08.2018

GGeschichte mit den Augen eines Halbwüchsigen betrachtet

Guten Morgen, Genosse Elefant
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Ein toller Start
… Mein Klassenlehrer, Genosse Professor Michail Michailow, sagt, in Amerika gibt’s Eis in hundertsiebenunddreißig verschiedenen Geschmacksrichtungen und dreihundertsechsundsiebzig verschiedene ...

Ein toller Start
… Mein Klassenlehrer, Genosse Professor Michail Michailow, sagt, in Amerika gibt’s Eis in hundertsiebenunddreißig verschiedenen Geschmacksrichtungen und dreihundertsechsundsiebzig verschiedene Automodelle. Hier, in der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, gibt’s nur fünf Automodelle. Alle schwarz. Und Eis schmeckt nach Eis oder nach Schokolade. …
Ein interessantes Cover
Roter Stern mit Löffel und Elefanten , schon das Cover zeigt die Absurdität dieses Romans.
Ein angenehmer Schreibstil
Der Protagonist erzählt in einer erfrischend kindlich naive Art offen über die Zustände in der UdSSR – und wird ein unterschätztes Sprachrohr der Zeitgenossen.
Ein sehr individuelles Buch
„Genosse Elefant“ entpuppt sich als der „große “ Josef Stalin; viele Fakten in dem Roman sind unglaublich oder doch nicht ??? Historische Wahrheit ist nicht das Thema des Buches – der Autor schreibt sie sozusagen neu. Die ehemalige Sowjetunion wird auf höchst amüsante Art und Weise kritisiert.
Man kann dieses Buch nicht in eine literarische Schublade stecken – und genau deshalb lohnt es sich , den Roman zu lesen. Die Art, sich mit einem schwierigen Teil der Geschichte zu befassen, erhält von mir 4 Punkte.

Veröffentlicht am 03.08.2018

Italienischer Urlaubsspaß

Nie wieder Amore!
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Das tolle Buchcover ist ein echter Eyecatcher und lässt uns eine unterhaltsame Urlaubslektüre erwarten. An einem Strand mit zahlreichen Badegäste sitzt ein betagtes Rentnerehepaar im flachen Wasser und ...

Das tolle Buchcover ist ein echter Eyecatcher und lässt uns eine unterhaltsame Urlaubslektüre erwarten. An einem Strand mit zahlreichen Badegäste sitzt ein betagtes Rentnerehepaar im flachen Wasser und blickt aufs Meer. Das Ruder ist schon griffbereit, aber erst wird mit dem Fernglas noch nach möglichen Gefahren ausgeschaut.
Das Cover passt übrigens gut zu den anderen Büchern von Tessa Hennig , wie z.B. „Mit Oma in Roma“

Und schon der erste Satz : „Wenn der Weg zum Discounter zum Highlight des Tages
wird, ist irgendetwas faul an deinem Leben.“ zeigt dass wir richtig liegen. Liegen ist ein gutes Stichwort: diesen tollen Ferienschmöker liest man natürlich am besten am Strand.
Und dieser erste Satz ist ein Beispiel für den netten Schreibstil.
Rentnerin Moni Renner hat jetzt viel Zeit zum Nachdenken. Und da fällt ihr Vincenzo wieder ein, einstmals ihre große Liebe, von dem sie glaubt, dass er tot sei. Umso überraschter ist sie, als sie die Nachricht erreicht, dass Vincenzo gar nicht tot ist, sondern lebt. Und dann ist sie verärgert und macht sich mit ihrem Enkel Jan nach Palermo auf, um den Mann zu suchen. Dabei gilt es allerhand Abenteuer zu bestehen.
Der Autorin gelingt es wie nebenbei, uns die Landschaft und die Menschen näher zu bringen und uns Lust auf Italien zu machen.
Dieser Roman ist einfach herrlich- beides. Er ist sehr amüsant und liest sich nur so weg.
Wie schon gesagt, ein toller Ferienschmöker.