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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2018

Gefahr für den Olymp

Percy-Jackson-Schuber (Percy Jackson)
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Percy ist ein ganz normaler Zwölfjähriger – nun ja, solange Zwölfjährigen ständig ein derartiges Chaos veranstalten, dass sie permanent von der Schule fliegen. Doch dann erfährt er den Grund für die seltsamen ...

Percy ist ein ganz normaler Zwölfjähriger – nun ja, solange Zwölfjährigen ständig ein derartiges Chaos veranstalten, dass sie permanent von der Schule fliegen. Doch dann erfährt er den Grund für die seltsamen Zusammenstöße: er ist der Sohn Poseidons, ein Halbgott. In Camp Half-Blood soll er lernen seine Kräfte zu beherrschen. Kaum hat er sich daran gewöhnt, dass sein Lehrer ein Zentaur und sein bester Freund ein Satyr ist, steht er schon vor dem nächsten Problem: Zeus wurden seine Blitze gestohlen und er macht Percy dafür verantwortlich. Dass das erst der Beginn seiner Probleme ist kann Percy nicht einmal ahnen.

Ein atemberaubendes, geniales und absolut schräges Fantasyabenteuer, das sich gar nicht aus der Hand legen lässt. Die griechischen Götter waren noch nie so modern und noch nie so sehr sie selbst. Die perfekte Mischung und ein rasantes Leseerlebnis. Jedes Buch möchte man auf der letzten Seite sofort wieder von vorne anfangen. Selten ein Buch in Händen gehabt, das einen solchen Sprachwitz (es verliert auch in der deutschen Übersetzung nichts), mythologische Fakten und unterhaltsame Abenteuer zu einem so originellen, einzigartigen Werk vereint. Hut ab vor dem Talent Rick Riordans! Ein Jugendbuch, in der Ich-Perspektive, das männliche wie weibliche Leser in ihren Bann zieht und dabei sprachlich immer niveauvoll bleibt ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Die Percy-Jackson-Penthalogie ist an sich bereits ein einmaliges Leseerlebnis. Die Ausgabe als Hardcover-Buchbox ist zudem ein Blickfänger im Regal und liegt gut in der Hand. Nicht zu unterschätzen ist, dass man sofort zum nächsten Band greifen kann, wenn der vorhergehende ausgelesen ist.

5 Sterne für eines der genialsten Fantasyabenteuer, das ich je gelesen habe! Percy Jackson muss man kennen. Man wird die griechischen Götter nie wieder vergessen – und dabei auch noch einmaliges Mythenwissen verinnerlichen. Die Reihe muss griffbereit bleiben – ein Reread ist unumgänglich. Eine Leseempfehlung ist zu wenig. Percy Jackson ist Pflichtlektüre!

Veröffentlicht am 11.08.2018

Mystery vom Feinsten

Wen der Rabe ruft (Band 1)
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Blue hat es nicht einfach: Als einzige Nicht-Begabte in einem Haus voller Wahrsagerinnen aufzuwachsen ist nicht leicht. Ihr Talent beschränkt sich darauf, die Gabe der anderen zu verstärken. Doch an diesem ...

Blue hat es nicht einfach: Als einzige Nicht-Begabte in einem Haus voller Wahrsagerinnen aufzuwachsen ist nicht leicht. Ihr Talent beschränkt sich darauf, die Gabe der anderen zu verstärken. Doch an diesem Markustag, dem Tag der Toten des folgenden Jahres, ist alles anders. Zum ersten Mal sieht sie einen Geist: Gansey. Ist er nun ihre große Liebe oder wird sie ihn töten? Laut ihrer Tante Neeve sind das die einzigen Gründe, weshalb sie ihn sehen konnte. Da Gansey zu der snobistischen Aglionby-Academy gehört, sie Blue keine Gefahr, doch schon kurze Zeit später ist sie Teil der mystischen Ereignisse rund um die Leylinien, einen walisischen König und einen alten Mord.

Ein Fantasyroman der Sonderklasse. Statt banaler Romantasy erwartet den Leser eine mystische Geistergeschichte, mit packendem Gruselfaktor und fesselndem Stil. Um Längen besser als ihre erste Trilogie hat Maggie Stiefvater mit den „Raven Boys“ eine Reihe vorgelegt, die von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt, überrascht und völlig anders ist.

Ich war sofort gefesselt. Keine Schablone, kein banales Romantasy-Motiv zerstört die meisterhaft aufgebaute Schauergeschichte. Jeder Charakter hat mein Herz erobert. Jeder ist ungewöhnlich, originell und so einzigartig mit so viel Stil, dass ich ihn nie wieder vergessen werde. Mystik wird mit Kriminalelementen verwoben, walisische Sagenmotive mit Esoterik, Geister mit Märchen – dabei kommt ein hochspannendes und dabei fast leises Buch heraus, das einen besonderen Platz bei mir einnimmt.

Die Sprache hat mich am meisten überrascht. So poetisch und fast literarisch, dass ich überwältigt bin. Das verleiht der ganzen Geschichte ein einmaliges Flair und unterstützt den Gänsehautfaktor der Schauergeschichte. Man sieht: Auch heute ist es möglich Bücher für Jugendliche zu schreiben ohne umgangssprachlich, flach oder ordinär zu werden.
Diese Reihe werde ich noch öfter zur Hand nehmen. Für mich ein absolutes Lieblingsbuch!

Veröffentlicht am 11.08.2018

Ein mitreißender Briefroman

Deine Juliet
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London in den späten vierziger Jahren: Juliet ist dabei sich aus den Trümmern, die der Krieg hinterlassen hat ein neues Leben aufzubauen. Ihre erfolgreiche Kriegskolumne tritt gerade ihren Siegeszug in ...

London in den späten vierziger Jahren: Juliet ist dabei sich aus den Trümmern, die der Krieg hinterlassen hat ein neues Leben aufzubauen. Ihre erfolgreiche Kriegskolumne tritt gerade ihren Siegeszug in Buchform an und Juliet will ein neues Buch schreiben. In ihre Schreibblockade platzt plötzlich ein Brief von den Kanalinseln: Dawsey Adams hat ein Buch erworben, das vorher ihr gehörte. Zwischen ihnen beiden entspinnt sich ein Briefwechsel, der ihre Neugier auf das kleine Dorf weckt, das die deutsche Besatzung mit Kartoffelschalenauflauf und einem spontanen Buchclub überstand. Hals über Kopf packt Juliet ihre Koffer und will die ungewöhnlichen Menschen persönlich kennenlernen.

Die Inhaltsangabe kann nicht einmal ansatzweise der Einzigartigkeit und dem Witz dieser Geschichte gerecht werden. Von der ersten Zeile an sind die Charaktere lebendig und treffen den Leser ins Herz. Die düstere Kulisse der ersten Nachkriegszeit und die immer wieder präsent werdenden Kriegsmomente sind erschütternd, aber so geschickt eingebaut, dass die Geschichte humorvoll und leicht bleibt, ohne den Krieg zu verharmlosen, zu verkitschen oder zu verdrängen. Einmalig schafft es die Autorin einen lockerleichten, urkomischen und romantischen Briefroman zu schaffen, der mit seinen ernsten, historischen und tragischen Anklängen eine faszinierende Komplexität erreicht. Jeder einzelne Charakter wächst einem ans Herz. Dass die Briefform für diese außergewöhnliche Geschichte gewählt wurde, verleiht dem Buch einen besonderen Reiz und gibt einen einzigartigen Einblick in jeden einzelnen Charakter.

Wenn meine Superlativwahl es noch nicht verraten hat: Dieses Buch ist für mich eines der besten, das ich je gelesen habe! Ein heiterer Roman, eine romantische Geschichte und viel mehr. Eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 11.08.2018

Eine gute Hexe

Die kleine Hexe: Die kleine Hexe
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Die kleine Hexe würde so gerne in der Walpurgisnacht mit den anderen Hexen auf dem Blocksberg tanzen, doch sie ist noch zu jung. Als sie sich trotzdem einschleicht wird sie erwischt und soll bestraft werden. ...

Die kleine Hexe würde so gerne in der Walpurgisnacht mit den anderen Hexen auf dem Blocksberg tanzen, doch sie ist noch zu jung. Als sie sich trotzdem einschleicht wird sie erwischt und soll bestraft werden. Doch sie bekommt eine Gnadenfrist: Sie hat ein Jahr um unter Beweis zu stellen, dass sie eine gute Hexe ist.

Ein zeitloser Kinderbuchklassiker, der mich auch als Erwachsene noch blendend unterhält. Die kleine Hexe erzählt herzerwärmend in in sich abgeschlossenen Kapiteln von tollen Hexenkünsten und lustigen Geschichten. Die Doppeldeutigkeit von Sprache, der Wunsch dazuzugehören und Szenen, die man nie vergisst. Der Maronimann wird zum Beispiel für mich immer zur schönsten Wintergeschichte gehören, die ich je gelesen habe. Die duftenden Papierblumen, die ein armes Mädchen zur gefragtesten Händlerin des Marktes machen, rühren mich heute noch zu Tränen. Winnie Gebhardt-Gayler hat das Buch mit zauberhaften Bildern illustriert.

Jedes Kapitel ist ein unvergessliches Abenteuer für sich. Ein Kinderbuch, das zu Recht den Status eines Klassikers hat. Bezaubernd, witzig und berührend von der ersten bis zur letzten Seite. Zum Vorlesen und für erste eigene Lektüreversuche geeignet. Unvergesslich und für jedes Alter!

Veröffentlicht am 21.07.2018

Ein Halbfinale der Sonderklasse

Heliosphere 2265 - Der Helix-Zyklus 2 - Die Büchse der Pandora (Bände 16-18)
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Jayden Cross wird durch die Enthüllungen, die sein bester Freund Janis ihm macht, in eine tiefe Krise gestürzt. Wer ist Freund? Wer Feind? Wie weit reichen die Ränke und Intrigen, die die Zeitreisenden ...

Jayden Cross wird durch die Enthüllungen, die sein bester Freund Janis ihm macht, in eine tiefe Krise gestürzt. Wer ist Freund? Wer Feind? Wie weit reichen die Ränke und Intrigen, die die Zeitreisenden seit Jahrhunderten schmieden? Während Jayden verzweifelt versucht Antworten zu finden geht der Krieg allerdings weiter. Santana Pendergast kämpft um ihr Leben und ihre Freiheit, Sjöberg um sein Imperium und seine Rolle in Meridians finsterem Spiel und Jaydens Mannschaft stößt zu den Grenzen vor, an denen selbst das Wissen der Zeitreisenden Sara McCall endet.

Im Halbfinale des zweiten Zyklus‘ bietet Andreas Suchanek wieder alles auf, um den Leser auf eine unvorhersehbare Achterbahnfahrt zu schicken. Die Geschichte ist so komplex und gleichzeitig temporeich, dass man kaum weiß, wie einem geschieht. Man fühlt jedoch ganz klar: Der kleinste Nebensatz, eine unauffällige, unwichtig erscheinende Bemerkung am Rande, kann der Schlüssel zur gesamten Geschichte sein – und gleichgültig wie aufmerksam man ist, es wird einem entgehen. Wie ein Bumerang wird diese vergessene Szene zu einem zurückkehren und den Boden unter den Füßen wegreißen. Der freie Fall erwartet den Leser. Man muss mit allem rechnen und übersieht doch das naheliegendste. Genau das macht den Reiz von Heliosphere aus. Man folgt vielen Charakteren, sieht unglaubliche Facetten ein und desselben Abenteuers und ist doch genauso klug wie die Protagonisten selbst. Der geringe Wissensvorsprung steigert nur die Erwartung auf die nächsten Ereignisse und dabei ist alles so ausgeklügelt, dass man sich nie verloren fühlt. Man spürt, dass der Autor den Überblick behält. Die Fragen werden sich klären – nur nicht dann, wenn man es möchte und nie so wie man es sich erhofft.

Mit einem kurzen Prolog wird dem Leser der Einstieg in diesen Sammelband erleichtert. Bei der Komplexität der Geschichte findet man hier einen tollen Anker, um sich die letzten Ereignisse in Erinnerung zu rufen.
Selbstverständlich endet auch dieser Band mit einem bösen Cliffhanger – vom Meister des Cliffhangers auch nicht anders zu erwarten.

Fazit: Eine geniale Science-Fiction-Serie, die von Buch zu Buch besser wird, obwohl man nicht glauben kann, dass der Autor sich noch mal übertreffen könnte.