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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2018

Ein großartiger historischer Roman

Die Charité: Hoffnung und Schicksal
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Was mich an diesem historischen Roman sehr begeistert hat, ist zum Einen der Schreibstil der Autorin. Ihr gelingt es wunderbar, dass der Leser in das Berlin von 1831 eintauchen kann. Zum Anderen ist es ...

Was mich an diesem historischen Roman sehr begeistert hat, ist zum Einen der Schreibstil der Autorin. Ihr gelingt es wunderbar, dass der Leser in das Berlin von 1831 eintauchen kann. Zum Anderen ist es der Wahrheitsgehalt dieses historischen Romans. Die Charité ist ein geschichtsträchtiges Krankenhaus in Berlin. So gab es Professor Dieffenbach tatsächlich. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin für das aufschlussreiche Nachwort!

Es gibt die ersten Toten der Cholera in Berlin. Die Ärzte in der Charité sind noch ratlos. Wenn sie nur wüssten, wie diese tödlich endende Krankheit übertragen wird. Somit bleibt auch die Frage offen, wie diese Krankheit gestoppt bzw. geheilt werden könnte, unbeantwortet. Ein Heilmittel ist nicht in Sicht. Kaum ebbt die Epidemie ab, kommen neue Herausforderungen auf die Ärzte zu, denen sie sich stellen müssen.

Im Mittelpunkt dieses Romans steht unter anderem Elisabeth. Die junge Erwachsene lebte bisher mit ihrer Schwester in einer Wohnung am Kanal in Berlin. Es ist die Gegend wo die Armen der Stadt wohnen. Krankheiten breiten sich dort schnell aus. Elisabeth möchte anderen Menschen helfen und entscheidet sich für ein Leben als Wärterin in der Berliner Charité. Sie verdient gerade so viel, dass es zum Leben reicht. Elisabeth hat einen wunderbaren Charakter, sie arbeitet viel, ist sich für nichts zu schade, hat aber doch ihre Vorstellungen und tut diese auch kund. Neben Elisabeth gibt es noch einige andere Persönlichkeiten, die mir über die fast 500 Seiten ein großartiges Lesevergnügen bereitet haben.

Veröffentlicht am 23.08.2018

Ein absolut überzeugendes Debüt

Der Alphabetmörder (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 1)
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Dem Autor Lars Schütz ist ein absolut überzeugendes Thriller-Debüt gelungen! Gleichzeitig ist es der erste Teil einer Reihe mit dem Profiler Jan Grall.

Der Thriller beginnt gleich mit einem rasanten ...

Dem Autor Lars Schütz ist ein absolut überzeugendes Thriller-Debüt gelungen! Gleichzeitig ist es der erste Teil einer Reihe mit dem Profiler Jan Grall.

Der Thriller beginnt gleich mit einem rasanten Tempo. Gerade erst ist der erste Tote mit einem zertrümmerten Schädel in einem Wildpark gefunden, da gibt es auch schon das zweite Opfer. Es gibt noch überhaupt keinen Hinweis, was passiert sein könnte. Klar scheint, dass es noch weitere Todesopfer geben wird. Die ersten beiden Opfer haben jeweils eine große deutliche Tätowierung mit einem Buchstaben aus dem Alphabet. Es sind es die ersten Buchstaben aus dem Alphabet A und B.

Die Ermordeten waren von Beruf Verleger und Redakteur, gibt es dort einen Zusammenhang? Schnell ist ein Verdächtiger gefunden. Aber kann dieser Fall so schnell und unkompliziert gelöst werden?

Jan Grall ermittelt als Profiler in seiner alten Heimat. Seine Hochsensibilität sowie seine Art, dass er vieles mit sich selber ausmacht, zeichnen ihn aus. Mir ist der Profiler wie auch seine Kollegin Rabea Wyler sehr sympathisch.

Weiter möchte ich nur noch verraten, dass es ein absolut spannender Thriller ist und dass sich Jan Grall mit seiner bisher verdrängten Vergangenheit auseinandersetzten muss.

Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 16.07.2018

Auch dieser dritte Teil der Krimireihe mit Max Heller hat mich absolut begeistert

Vergessene Seelen
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Nach "Der Angstmann" und "Tausend Teufel" ist dieses nun der dritte Teil mit dem sehr sympathisch und authentischen Oberkommissar Max Heller. Wobei meiner Meinung nach die Kenntnis der ersten beiden Teile ...

Nach "Der Angstmann" und "Tausend Teufel" ist dieses nun der dritte Teil mit dem sehr sympathisch und authentischen Oberkommissar Max Heller. Wobei meiner Meinung nach die Kenntnis der ersten beiden Teile nicht erforderlich ist. Allerdings wird das Gesamtbild um Max Heller mit dem Gelesenen der ersten beiden Bücher runder.


Dieser Kriminalroman erzählt im trockenen und sehr warmen Juni 1948. Der Krieg ist zwar vorbei, aber die Nachwirkungen sind überall noch sehr präsent. Obwohl überall aus den Trümmern die Häuser wieder aufgebaut werden, herrscht insgesamt eine absolute Armut in der Stadt Dresden. Immer noch ist die Bewältigung des Alltags die Herausforderung, es fehlt immer noch an Essbaren vor allem auch an den Grundnahrungsmitteln. Der Unterschied zwischen West- und Ostdeutschland wird inzwischen deutlich. In Westdeutschland wird gerade die D-Mark eingeführt und ein Aufschwung ist dort bereits erkennbar.

In dieser schweren Zeit hat Max Heller die Aufgabe, in zunächst zwei Todesfällen zu ermitteln. Der Tod von dem 14-jährigen Albert macht ihm am meisten zu schaffen. Aber weder die Mutter noch der Vater sind von Alberts Tod besonders betroffen. Bei seinen Ermittlungen findet er wenig Unterstützung in der Familie von Albert aber auch nicht in seiner Schule. Mit seiner Beharrlichkeit nimmt Max Heller jede Spur auf und es entwickelt sich ein richtig spannender Kriminalfall, den ich im Vorfeld so nicht erwartet hätte.

Was mich auch wieder bei diesem dritten Teil so begeistert hat, ist die Verknüpfung von Max Hellers Leben, dem Kriminalfall und dem tatsächlich Gewesenen im Nachkriegsdeutschland. Die Verbindung ist Frank Goldammer wieder einmal absolut gelungen!

Das ganze Leseerlebnis wird zudem von der wieder einmal wunderbaren Buchgestaltung (Größe und Haptik des Buches) abgerundet, da hat mir bereits das "in den Händen halten" des Buches Freude bereitet.

Klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 16.07.2018

Ein wunderschönes Buch für unbeschwerte Lesestunden

Planst du noch oder liebst du schon?
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Dieses Buch ist der Auftakt in eine neue Lesereihe. Sie spielt in einer kleinen Stadt mit dem Namen 'Happily Inc' am Rande der kalifornischen Wüste. Diese Stadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hochzeiten ...

Dieses Buch ist der Auftakt in eine neue Lesereihe. Sie spielt in einer kleinen Stadt mit dem Namen 'Happily Inc' am Rande der kalifornischen Wüste. Diese Stadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hochzeiten auszurichten. Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen Pallas und Nick. Von klein auf war für Pallas eigentlich klar, dass sie in der Bank, die ihrer Familie gehört, ihren beruflichen Weg finden wird. Durch eine unerwartete Erbschaft, hat Pallas die Möglichkeit, ihr eigenes kleines Unternehmen 'Wedding in a box' zu führen. Sie organisiert für die Hochzeitspaare das gesamt Fest. Doch Pallas' eigenes Liebesglück scheint irgendwie auf der Strecke zu bleiben. Dann erscheint Nick auf der Bildfläche. Wie die beiden miteinander umgehen und was sie voneinander denken wird von der Autorin mit einem wunderbar locker leichten und amüsanten Schreibstil erzählt. Da kann die Leserin wunderbar in dieses Buch eintauchen.


Mich hat dieses Buch immer wieder überrascht, da meinte ich genau zu wissen, wie es weitergeht und dann kam es doch ganz anders.

Dieses ist ein wunderschönes Buch für unbeschwerte Lesestunden und ein wunderbarer Auftakt in eine neue Lesereihe von einer großartigen Autorin.

Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 13.07.2018

Wieder ein großartiger Roman von Charlotte Roth

Wenn wir wieder leben
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Auch dieser Roman von Charlotte Roth hat mich sehr begeistert. Aber er lässt mich auch nachdenklich zurück.

Erzählt wird in zwei Handlungssträngen, die zu unterschiedlichen Zeiten erzählen. Zum einen ...

Auch dieser Roman von Charlotte Roth hat mich sehr begeistert. Aber er lässt mich auch nachdenklich zurück.

Erzählt wird in zwei Handlungssträngen, die zu unterschiedlichen Zeiten erzählen. Zum einen lesen wir von Gundi, die die Zeit der Nationalsozialisten und den Krieg miterleben musste. Sie lebt in Danzig bzw. in dem nahe gelegenen und vornehmen Seebad Zoppot. Sie lebt mit ihren Freunden den Traum der Sängerin und muss den zweiten Weltkrieg hautnah miterleben.

Zum anderen lesen wir von Wanda. Dieser Handlungsstrang erzählt in den Jahren 1963 und 1964. Wanda lebt im Nachkriegsdeutschland und genießt eine wunderschöne Kindheit in Berlin. Sie hat ihre glückliche Familie und viele Freunde. Als sie erwachsen wird, wird ihr bewusst, dass sie gar nichts über die Vergangenheit der Familie weiß und konfrontiert ihre Familie mit unliebsamen Fragen und begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit.

Bereits nach 30 gelesenen Seiten hat mich dieses Buch gefesselt. Der Schreibstil ist wunderbar und lädt zum Eintauchen in die Geschichte ein.

Was mich an dieser Geschichte nachdenklich stimmt, ist das Realistische dieser Geschichte, dass die Menschen, die das Schreckliche des Krieges mit all dem was dazu gehört, in sich getragen haben und es nicht mit den nachfolgenden Generationen kommuniziert haben. Allein der Gedanke "Ihr sollt es besser haben als wir" steht im Vordergrund. Ich finde es sehr gut, dass dieses Thema so perfekt in diesen Roman eingebunden ist.