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Veröffentlicht am 05.03.2019

eher etwas für junge, wenig selbstbewusste und ratlose Frauen

Sei dir selbst der Partner, den du dir wünschst
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Im ersten Teil des Buches erläutert Jessica Samuel auf Evolutionsbiologie basierendes Balzverhalten zur bestmöglichen Weitergabe der Gene und, dass wir uns davon noch nicht allzuweit entfernt haben. Anhand ...

Im ersten Teil des Buches erläutert Jessica Samuel auf Evolutionsbiologie basierendes Balzverhalten zur bestmöglichen Weitergabe der Gene und, dass wir uns davon noch nicht allzuweit entfernt haben. Anhand vieler selbst erlebter Beziehungskatastrophen erklärt sie viele Aspekte aus Klassikern, die sie und vermutlich der Großteil der Frauen zwischen 25 und 50 gelesen haben und, die sie am Ende des Buches in der sie prägenden Bücherliste zusammengefasst hat, unter anderem „Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“ und andere Bücher von Eva-Maria Zurhorst, von Spezzano „Wenn es verletzt ist es keine Liebe“, von Chopich & Paul „Aussöhnung mit dem inneren Kind“ oder von S. Stahl “ Das KInd in dir muss Heimat finden“.

Zu manchen Punkten werden auch Fallbeispiele anderer, selbstverständlich mit verändertem Namen, gegeben. Die Quintessenz lautet: Dein Partner hat dich zu Recht verlassen. Du musst dich selber lieben um von deinem Partner unabhängig zu sein. Jede missglückte Beziehung ist gescheitert, weil du nicht mit dir im Reinen warst und den falschen Partner angezogen hast. Hierbei werden Unmengen an Aspekten aufgeführt, so dass der erste Teil des Buches auf mich manchesmal sehr krampfhaft kostruiert wirkt. Ob Kindheitserlebnisse, Affären mit verheirateten Männern, Kriegserbe in der Seele oder die Einengung als Wunschkind bezeichnet worden zu sein – nichts wird da an persönlicher Analyse ausgelassen, so wird beispielsweise auf S. 122 thematisiert „Welcher Wahrheit möchte ich nicht ins Gesicht sehen, wenn ich Raucher anziehe?“.

Im zweiten Teil des Buches will die Autorin den Lesenden befähigen, sich selber zu lieben, gibt dazu wieder reichlich eigene Beziehungsbeispiele und Anregungen und am Ende des Buches einen dreiseitigen Selbsttest mit 10 Fragen an die Hand, der verrät, ob man bereit für die wahre Liebe ist. Den hätte ich in der Bravo, Mädchen oder einem anderen Heftchen der Regenbogenpresse erwartet. Die Auflösung der erzielten Punkte ergibt dann Antworten wie „Herzlichen Glückwunsch – Dieses Buch kann eine Offenbarung für dich sein!“ ( Ist nur ein Auszug, Der Text des Testergebnisses ist schon länger).

Diese Beweihräucherung des Buches ist mir beim Lesen schon unzählige Male unangenehm aufgefallen, denn gebetmühlenartig finden sich Aussagen wie auf S. 93 „Aber ich bin mir genauso sicher, dass du, wenn du dieses Buch bis hierhin gelesen hast, eine großartige, starke und absolut mutige Frau bist“… ; wer soll da immer wieder durch Lob konditioniert werden, weiterzulesen? Manchesmal fand ich es anstrengend zu lesen, besonders, wenn Fehler den Sinn entstellen; der folgende Reflexivsatz von S. 21 ist nur ein herausgepicktes Beispiel: …“wenn ein Mann den Raum betritt, den du attraktiv findest“.

Die Autorin sagt auf ihrer website über sich selber „Ich kann nicht mehr zählen, wie viele Beziehungen ich selbst gegen die Wand gefahren habe.“ Beim Lesen dieses Buches war ich vollkommen überrascht: Zu nahezu jedem aufgebröselten Aspekt hatte sie eine Beziehung, die Gesagtes verdeutlicht, so dass man in unendliche Weiten an Erlebnissen mit Männern eintaucht. Ich hatte schon den Eindruck, dass Jessica Samuel wesentlich älter sein müsse als ich, um ein derart bewegtes Leben hinter sich zu haben. Insgesamt beschlich mich beim Lesen immer mehr das Gefühl, in diesem Buch verarbeitet sie ihre eigenen Erlebnisse von Trennung, Enttäuschung und Zurückweisung, One-Night-Stands, Kindheitserlebnissen ….; es wirkt schon mehr wie ein Selbsthilfebuch, das jemand schrieb um sich selber zu befreien – so viele Details können gar nicht für andere beszimmt sein, genauso wenig wie die sehr enge Perspektivführung.

Wahrscheinlich bietet mir dieses Buch überhaupt keine neuen Erkenntnisse, weil ich unter anderem die o.g. Klassiker bereits vor Jahren gelesen und verinnerlicht habe; vermutlich bin zu lebenserfahren für dieses Buch, obwohl ich mir schon die ein oder andere neue Erkenntnis erhofft hatte, kann mir aber vorstellen, dass jüngere Frauen, vorausgestzt, sie sind in keinsterweise selbstbewusst, sondern verzweifelt, durchaus von diesem Buch profitieren können, vorausgestzt sie „fallen immer auf den gleichen Typen herein“ und wollen das und / oder ihr Selbstbewusstsein ändern. Dann helfen die angestellten Überlegungen, warum es immer wieder dieser Typ ist, dass man Altlasten verarbeiten und loslassen und vor allem sich selber lieben muss, bevor man eine erfüllte Beziehung leben kann.

Mich lässt das Buch eher zwiegespalten zurück, so dass ich es neutral ( mit 2,5 Sternen, , falls so nicht darstellbar auf 3 Sterne aufgerunded) bewerte.

Veröffentlicht am 26.08.2018

Mal ganz nett um eines der Experimente mit Kindern durchzuführen

Regrow your veggies
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Zum Einstieg beschreiben die Autoren, wie wichtig Nachhaltigkeit und bewußter Umgang mit Ressourcen ist, leiten über zu dem „nochmaligen Austreiben von Gemüsestrünken“, genannt „Regrow“ und vermitteln ...

Zum Einstieg beschreiben die Autoren, wie wichtig Nachhaltigkeit und bewußter Umgang mit Ressourcen ist, leiten über zu dem „nochmaligen Austreiben von Gemüsestrünken“, genannt „Regrow“ und vermitteln grundlegende Techniken dazu.
Um den Gedanken des Recycelns aufzugreifen werden beispielsweise als Pflanzgefäße leeren Konservendosen genutzt. Ein wenig Bedenken habe ich allerdings auch bei einigen Upcycling-Ideen, die mir manchesmal recht krampfhaft daher kommen. So bin ich beispielsweise vor einiger Zeit sowohl im Internet als auch im Bekanntenkreis begeisterte Berichte über gehäkelte Blumen-/Gemüseampeln und Utensilos gestoßen. Diese wurden aus Plastikumverpackungen ( z.B. von Toilettenpapier), welche in Streifen geschnitten wurden, gehäkelt. Ich muß gestehen, dass ich es wenig attraktiv finde, die darin enthaltenen Weichmacher verstoffwechselt in meinem Gemüse mitzuessen, genausowenig wie Reste an Rost oder Innenbeschichtung einer Konservendose.. Recycling ist nicht alles - und manchmal eben auch bedenklich und gefährlich.

Dann wird erläutert, dass die beste Zeit für Regrow im Frühling bis Frühsommer besteht.
Leider hatte ich da etwas andere Erwartungen an das Buch. In der Zeit wächst ja im Gewächshaus und Garten eh alles prima. Ich hätte mir gerade für die kalte Jahreszeit etwas Frisches von der Fensterbank gewünscht. Ehrlich gesagt widerstrebt es mir total, so wie im Buch vorgestellt, die Pflanzen auf eine beheizte Bodenplatte zu stellen. Im Kapitel davor gings um Vermeidung von Müll und bewußtem Umgang mit Ressourcen... und nun sowas? Im Sommer sollte es draussen warm genug sein und das Minigewächshaus mit Plastiktüte oder umgestülptem Gurkenglas im Beet kennt wahrscheinlich auch jeder. Wozu Energie aufwenden, die man nicht wirklich benötigt? Im Winter könnte man die Anzucht übrigens so ganz nebenbei in Heizkörpernähe stellen um warme Füße zu bieten.
Schade, das finde ich nicht konsequent....

Das größte Kapitel widmet sich den Pflanzenportraits und der Treiberei aus Strünken oder Pflanzenstücken. Da dieses als neue Strömung angepriesen wurde, hatte ich auch Neues erwartet und doch viel Altbewährtes gefunden, dass nun einfach auf die Fensterbank verlagert wird – und vor allem nicht unbedingt eßbar ist.
Ich war auf Grund der Buchbeschreibung davon ausgegangen, Pflanzen nachzuziehen um junges Gemüse zu vernaschen. Die Topf-Blattpflanzen Avocado oder Mango entsprechen für mich nicht dem Untertitel "Gemüsereste endlos nachwachsen lassen. Auch bei der Roten Beete zum Beispiel bei der Blätter nachwachsen ( als Salat nutzbar), oder beim Zwiebellauch, das einem aus jedem Zwiebelsack, den man etwas länger liegen läßt sowieso entgegenkommt. Mich wundert, dass Minze hier aufwendig angezogen wird, denn hat man einmal ein kleines Pflänzcen davon im Garten, muß man eher aufpassen, dass sie diesen nicht vollkommen okkupiert.
Gerade Pflanzen wie Kartoffel, Topinambur, Meerrettich, Ingwer hätte ich nicht in diesem Buch erwartet; denn die hat man ja jedes Jahr aufs Neue, wenn man sie einmal gepflanzt ( meist im Garten) hat und selbstverständlich beim Ernten etwas in der Erde vergißt... Was will man mit einer Kartoffel in einer alten Konservendose auf der Fensterbank anfangen?

Das Buch ist schön gestaltet, reichlich illustriert; die Anleitungen sind gut verständlich geschrieben, eigentlich immer nach dem selben Schema: erst in täglich zu wechselndem Wasser, dann in, am besten sterilisierter Anzuchterde, jeweils auf der Fensterbank. Ein Abschlußkapitel erläutert dann noch Fehler- oder Pannenbehebung, beispielsweise bei Schimmel- oder Läusebefall. Ehrlich gesagt finde ich diesen Aufwand für „nachgezogene Gemüsepflanzen“ deren Austriebe man in vielen Fällen gar nicht essen kann schon etwas hoch, besonders wenn ich beispielsweise Trauermücken fressende Nematode im Internet bestellen soll, um ein paar austreibende Blättchen für meinen Verzehr zu sichern. Da würde bei mir die Pflanze wohl eher entsorgt werden...

Die vorgestellten Anleitungen stellen keinesfalls eine Möglichkeit zu tatsächlicher Gemüseversorgung von der Fensterbank dar. Insgesamt hat mich das Buch leider nicht so ganz begeistern oder neu informieren können, wie ich es mir gewünscht hätte.Trotzdem finde ich die Zusammenstellung der verschiedenen auszutreibenden Gemüse, die die meisten von uns zu einem guten Teil bestimmt auch schon ausprobiert haben, sehr gelungen, um gerade Kindern zu zeigen, wie dieses passiert – ganz anschaulich in einem Wasserglas zum guten Beobachten des Wurzelwachstums und ein paar Blättern zum Knabbern und Probieren – zumindest bei den meisten der vorgestellten Pflanzen.

Veröffentlicht am 14.02.2026

anders als erwartet und enttäuschend

Gemüsepower
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Lucia Schauerhammer, deren tatsächlicher Nachname seltsamerweise überhaupt nicht auf dem Cover erscheint, sondern als Autor ihr Firmenauftritt angegeben wird, betreibt einen Instagrammkanal sowie einen ...

Lucia Schauerhammer, deren tatsächlicher Nachname seltsamerweise überhaupt nicht auf dem Cover erscheint, sondern als Autor ihr Firmenauftritt angegeben wird, betreibt einen Instagrammkanal sowie einen Market Garden, mit deren Ernte sie ihre Nachbarschaft mit Obst-/Gemüsekisten-Abos versorgt; mir war beides unbekannt. Diese „Autorenangabe“ hätte mich eigentlich vor Lesen des Buches auf die richtige Spur bringen sollen. Der Untertitel „Ernte soviel Du kannst – Jede Menge Gemüse auf kleiner Fläche“ hat mich etwas ganz anderes erwarten lassen, nämlich den Anbau und die Ernte im kleinen privaten Garten.

Die Kapitel, die sich mit Vor-/Arbeiten nach Jahreszeit befassen, sind jeweils kurz und etwas oberflächlich abgehalten; manche Arbeiten werden nicht weitergeführt – irgendwie scheint es mir nicht so ganz durchgeplant zu sein. Viele Tipps, die die Firmeninhaberin gibt, scheinen bei ihrem über 4.500qm großem Berieb zu funktioniern. Beispielsweise, dass sie (auch fotoreich in Szene gesetzt) mit einem Aufsitzrasenmäher mäht und den Grasschnitt so gerne zum Mulchen nimmt. Die Leser können ja, wenn ihr Garten zu klein ist, bei der Stadt nachfragen, ob sie öffentliche Rasenflächen mähen dürfen um damit im eigenen Garten auch mulchen zu können. Was für ein Tipp! Wer könnte ihn nicht gebrauchen und umsetzen wollen? Ein paar Pflanzenvorstellungen, Grundlegendes zu Wasser und Auffangbehältern, zu Kompost oder dem Bau eines Hochbeetes, einzelne Rezepte oder Anleitungen, dass man die Ernte auch einfrieren oder einkochen oder an Nachbarn weitergeben kann; Nichts, was man nicht schon mehrfach ausführlicher gelesen hätte. Überflüssig waren für mich auch die unzähligen Fotos der Autorin, die mir beim Obst- und Gemüseanbau kaum hilfreich sein werden, jedoch Platz für tiefergreifende Ausführungen hätten machen können.

Insgesamt fällt dieser Ratgeber so gar nicht aus, wie ich es erwartet habe, bietet genaugenommen kaum eine neue brauchbare Information, wenn man sich nur ansatzweise mit Gärtnern auseinandergesetzt hat.

Veröffentlicht am 15.10.2025

Retro-Bastelbuch

Wichteltanz & Kerzenglanz
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Karoline Lawson bietet in diesem Buch leicht verständliche Anleitungen für das adventliche Basteln an; je nach Geschicklichkeit würde ich einzelne schon ab 4 Jahren, sonst für Grundschüler bis zur 3.Klasse ...

Karoline Lawson bietet in diesem Buch leicht verständliche Anleitungen für das adventliche Basteln an; je nach Geschicklichkeit würde ich einzelne schon ab 4 Jahren, sonst für Grundschüler bis zur 3.Klasse einordnen. Es wird mit einfachen Materialien gearbeitet, das man fast komplett zuhause hat, beispielsweise Papier, Schere oder Zutaten für Salz-Mehl-Teig, von dem es auch eine „verbesserte Rezeptur in diesem Buch gibt, die des „Kaltporzellans“, das mit Speisestärke und Natron hergestellt wird.

Dieses Buch würde ich als Retro-Band bezeichnen, da ich fast alles Gezeigte in die 60er und 70er Jahren verorte; vielleicht bin ich einfach zu alt für dieses Buch und Jüngere kennen das alles noch nicht, freuen sich über die Nostalgie? Unter anderem finden sich Anleitungen für Zapfenbäumchen, verschiedene Adventskalender aus Papier, z.B. Häuschen, oder Walnussschalen, ein Seidenpapier-Knubbel-Bild, verschiedene, in der Größe variierende Faltdeckchen, auch im Leporelloschnitt, so dass eine Girlande entsteht, Girlande aus Papierstreifen, die zu Ringen geklebt werden (wir haben das früher auch aus Luftschlangen zu Karneval gebastelt), eine Sorte von Strohstern, kleine Papiertrommelanhänger (kann man auch gut Toilettenpapierrollenpappen für nehmen), „Span“sterne aus Papierstreifen, Flechtdeckchen aus Papierstreifen, Wachsgießen, Rund zusammengeklebte Hexentreppen als Baumanhänger und Arbeiten mit den beiden oben erwähnten Teigen.

Schade finde ich, dass eine Bastelei sogar zweimal, mit nahezu identischer Anleitung und identischen, fotografierten Bastelergebnissen, präsentiert werden: Anhänger aus metallischer Prägefolie – auf S.88/89 als Baumanhänger, auf S. 114/115 als Geschenanhänger; da hätte eine der ausführlichen Anleitungen doch genügt.

Ich muss gestehen, mich begeistert dieses Buch nicht wirklich, was, wenn Sie bis hier gelesen haben, wohl auch kein echtes Geheimnis ist. Mir fällt es sehr schwer, zu entscheiden, wieviele Sterne ich diesem Buch nun vergebe, denn für andere kann es trotz meiner Sicht interessant und hilfreich sein; genau das und viele begeisterte Leser wünsche ich diesem Buch.

Veröffentlicht am 02.10.2025

vermochte nicht, mich in den Bann zu ziehen

Drei Tage im Schnee
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Im dünnen Buch "Drei Tage im Schnee" von Ina Bhatter beginnt die Erzählung auf Seite 7 und endet auf Seite 166, umfasst also maximal 159 Seiten, da einige nur zum Teil bedruckt sind. Die Seiten fallen ...

Im dünnen Buch "Drei Tage im Schnee" von Ina Bhatter beginnt die Erzählung auf Seite 7 und endet auf Seite 166, umfasst also maximal 159 Seiten, da einige nur zum Teil bedruckt sind. Die Seiten fallen klein aus und wirklich viel passt für meinen Geschmack nicht auf eine Seite. Es handelt sich also um eine kurze Geschichte, die man zwischendurch mal lesen könnte.

Angekündigt war dieses Buch als eine Erzählung, die auf warmherzige und optimistische Weise Mut machen soll, auf die eigene Stimme zu hören.

Die Ich-Erzählerin Hannah, Mitte Dreißig, ist Single, arbeitet viel und scheint nur Dinge pflichtbewusst zu erfüllen, nie etwas aus Spaß zu machen. Dann nimmt sie sich ein Wochenende Auszeit in einem Holzhaus im verschneiten Nirgendwo. Stetig denkt sie an Unangenehmes oder stellt sich irgendwelche Fragen, die sie nicht beantworten kann. Vor dem Holzhaus macht ein Mädchen, Sophie, einen Schneeengel, zieht Hannahs Aufmerksamkeit auf sich und diese in den Bann ihrer kindlichen Unbesorgtheit und Lebensfreude. Sie bauen zusammen ein Schneinhorn, trinken Kakao, und das Bild, das Sophie malt und Hannah schenkt, bringt sie dazu, ihre erste Erinnerung an ihre Kindheit zu haben.

Der Schreibstil der Autorin erreicht mich überhaupt nicht. Ich finde ihn ausgesprochen langatmig, den Inhalt nichtssagend. Es gibt nicht wirklich einen roten Faden für mich; stattdessen werden Nichtigkeiten aus Hannahs Vergangenheit und Berufsleben stückchenweise und ohne Zusammenhang aneinandergereiht. Ich kann damit überhaupt nichts anfangen, mir fällt das Lesen immer schwerer. Am besten gefällt mir Hannahs Ausspruch auf S.18 zu ihrem E-Mail-Postfach: "Zum großen Teil waren das Informationen, die völlig unwichtig waren." Genauso empfinde ich es beim Lesen auch; ich habe bis S.55 mühsam durchgehalten, hatte mich immer wieder motivieren müssen. Dann kam ein wenig mehr aktuelle Handlung auf, denn Sophie erklärt Hannah, wie sie kindliche Freude erlebt, den Moment genießt und einiges mehr..... Dazu gibt es immer wieder altbekannte Tipps oder Merksätze zur Selbstfindung, von denen selbst einer es in diesem Buch auf eine Postkarte geschafft hat.

Insgesamt war dieses Buch keine Liebe auf den ersten oder zweiten Blick; ich fand das Lesen im ersten Drittel eher anstrengend, dann wurde es besser und leichter, aber nicht wirklich tiefgründig. Mich konnte die Geschichte nicht in ihren Bann ziehen, und ich würde es nicht weiterempfehlen.