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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2018

Commissario Caselli geht an seine Grenzen!

Römische Vergeltung
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Commissario Caselli ist schwer in die Französin Chantal verliebt, die für den saudischen Prinzen Kabir arbeitet. Sie führt ihn in die High Society von Rom ein, wo jede Nacht durch gefeiert wird. Caselli ...

Commissario Caselli ist schwer in die Französin Chantal verliebt, die für den saudischen Prinzen Kabir arbeitet. Sie führt ihn in die High Society von Rom ein, wo jede Nacht durch gefeiert wird. Caselli muss aufpassen und um sein Leben fürchten, denn ein gefährlicher Ganove, den der Commissario hinter Gitter gebracht hat, ist wieder frei und hat ihm Rache geschworen.

Dieser sehr persönliche Fall für Alessandro Caselli hat mir sehr gut gefallen, abgesehen von einigen Längen bei den Monologen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und die teils außergewöhnlichen Protagonisten sind gut gezeichnet, so dass man sie sich lebhaft vorstellen kann. Das Finale war äußerst spannend und voller Action.

Veröffentlicht am 28.08.2018

Irgendwann kommt alles ans Licht!

Vier.Zwei.Eins.
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Das junge Pärchen Kit und Laura reist im Sommer 1999 nach Cornwall zu einem Festival anlässlich einer Sonnenfinsternis. Kit ist schon von Kindheit an Fan dieser Naturereignisse und plant, so ...

Das junge Pärchen Kit und Laura reist im Sommer 1999 nach Cornwall zu einem Festival anlässlich einer Sonnenfinsternis. Kit ist schon von Kindheit an Fan dieser Naturereignisse und plant, so viel wie möglich davon zu besuchen, egal in welchem Land sie statt finden. In Cornwall stolpern sie zufällig über Beth, die Opfer einer brutalen Vergewaltigung wurde. Der Täter war noch vor Ort, streitet aber alles ab - und das Opfer schweigt. Laura verständigt die Polizei und kümmert sich um Beth.

Aber 15 Jahre später hat das Paar andere Namen angenommen, vermeidet jedes Aufsehen im Internet und lebt sehr zurück gezogen. Laura hat große Angst, dass Beth sie wieder findet. Was ist in der Zwischenzeit geschehen?

Der Untertitel dieses Buches lautet ja: Vier Menschen, zwei Wahrheiten, eine Lüge. Diese Lüge zieht sich durch das ganze Buch, steht immer im Hintergrund und wird am Ende doch noch aufgedeckt. Dazwischen geschieht so allerhand - doch wer steckt wirklich dahinter? Das alles klärt sich in einem überaus spannenden Finale auf. Doch vorher wird abwechselnd von Kit und Laura ihre Sicht der Dinge geschildert. Dazu kommen immer interessante Rückblenden und so langsam versteht man Stück für Stück, wie alles zusammen hängt. Das Buch steigert sich in der Spannung im letzten Drittel merklich, davor gibt es einige Längen. Die Protagonisten sind genau und liebevoll gezeichnet, man kann sie sich lebhaft vorstellen. Ich kann dieses raffiniert geschriebene Buch weiter empfehlen!

Veröffentlicht am 07.08.2018

Ein äußerst perfides und tödliches Spiel!

Zeuge des Spiels
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Der Niederländer Aron lebt sehr zurück gezogen in einem Ferienhaus. Vor 5 Jahren hat er seine Frau Nora durch Mord verloren, der nie aufgeklärt wurde. Er selbst wurde damals verhaftet, aber aus Mangel ...

Der Niederländer Aron lebt sehr zurück gezogen in einem Ferienhaus. Vor 5 Jahren hat er seine Frau Nora durch Mord verloren, der nie aufgeklärt wurde. Er selbst wurde damals verhaftet, aber aus Mangel an Beweisen frei gelassen. Sein Sohn Alexander hielt ihn damals für schuldig und hat sich von ihm abgewandt. Er ging in die USA, um dort zu studieren und Aron hat seitdem keinen Kontakt mehr zu ihm.

Da hört Aron im Radio, dass ein junger Niederländer in New Orleans verhaftet wurde, weil er seine Freundin ermordet haben soll. Aron ist überzeugt davon, dass Alexander ebenfalls unschuldig verdächtigt wird und fliegt nach Amerika, um seinem Sohn beizustehen.

Dieser spannungsreiche Thriller lässt den Leser verstört und nachdenklich zurück. Der Mörder spielt hier ein äußerst perfides und tödliches Spiel mit den Beteiligten. Kann Aron seinen Sohn noch retten? Nach und nach erfährt man mehr über die Todesfälle, auch über die ermittelnde Kommissarin Hanna, die immer mehr unter Druck gerät, aber auch so ihre Zweifel an Alexanders Schuld hat,
Ein Thriller der besonderen Art - besonders grausam, aber leider auch realistisch!

Veröffentlicht am 31.07.2018

Ziemlich brutaler Thriller!

Opfer
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Kommissar Camille Verhoeven aus Paris ist außer sich: seine Freundin Anne Forestier wurde Opfer eines ziemlich brutalen Überfalls, der eigentlich einen Juwelierladen zum Ziel hatte. Unüberlegt leugnet ...

Kommissar Camille Verhoeven aus Paris ist außer sich: seine Freundin Anne Forestier wurde Opfer eines ziemlich brutalen Überfalls, der eigentlich einen Juwelierladen zum Ziel hatte. Unüberlegt leugnet er seine Befangenheit und trickst, um an diesen Fall zu gelangen. Je länger er ermittelt, umso tiefer verstrickt er sich in Lügen gegenüber seinen Chefs. Einer der Räuber versucht, Anne als Zeugin auszuschalten und verfolgt sie bis ins Krankenhaus.

Camille scheucht alle Ganoven in Paris auf, arbeitet mit sämtlichen Tricks, um an die Täter zu kommen. Er hat schon einmal seine Frau durch Mord verloren und hat Angst, dass das nochmal passieren könnte.

Ich hatte anfangs etwas Probleme mit dem eher unüblichen Schreibstil des Autors, gewöhnte mich dann aber daran und fand das Buch sehr fesselnd und klug konstruiert. Genial, wie der Kommissar die Fäden zog, manipulierte und recherchierte bis zum äußerst unerwarteten Ende.

Veröffentlicht am 26.07.2018

Hochinteressantes Buch über die Geschichte der Medizin!

Der Horror der frühen Medizin
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Gleich vorneweg: für zart besaitete Leser und Leserinnen ist dieses Buch eher nicht geeignet! Denn hier wird schockierend detailgetreu beschrieben, wie brutal und eklig im 19. Jahrhundert Operationen ...

Gleich vorneweg: für zart besaitete Leser und Leserinnen ist dieses Buch eher nicht geeignet! Denn hier wird schockierend detailgetreu beschrieben, wie brutal und eklig im 19. Jahrhundert Operationen durchgeführt wurden. Dass es hierbei eine hohe Sterblichkeitsrate gab, wird wohl niemanden verwundern, wenn man von den absolut fehlenden hygienischen Zuständen liest. Da wurde mit ein und demselben Skalpell nacheinander zu operiert, ohne es zu reinigen. Der OP-Tisch starrte vor Blut, Eiter und anderen Ausscheidungen. Der Operateur agierte in einem Kittel, der steif war von Blut und Eiter seiner zu bedauernden Patienten, Noch dazu gab es anfangs noch keine Narkosemittel und das alles geschah bei vollem Bewusstsein. Wer die OP überlebte, hatte große Chancen anschließend an einer Sepsis oder Wundbrand zu sterben. Auch die überfüllten und übel riechenden Krankenhaussäle trugen nicht gerade zur Genesung bei.

So sah es aus, als Joseph Lister 1844 in London sein Studium begann. Er begann zu forschen und zu experimentieren. Sein Ziel war es, die Sterblichkeit der Patienten im Krankenhaus zu senken und das gelang ihm schließlich auch mit Hilfe der Antisepsis. Mit seinen neuen Praktiken stieß er nicht überall auf Verständnis und machte sich auch einige verbitterte Feinde. Doch er war beliebt bei seinen Studenten und seine Methode konnte sich durchsetzen. Sogar Queen VIctoria ließ ihn nach Balmoral kommen, um sich von ihm erfolgreich operieren zu lassen.

Die Biographie dieses genialen Arztes hat mich richtiggehend gefesselt, die Autorin hat es verstanden, seine Lebensgeschichte lebendig und mit einem Schuss morbiden Humor versehen, zu erzählen. Sehr interessant fand ich auch die eingestreuten Anekdoten, die das damalige Leben anschaulich erzählen.