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Veröffentlicht am 02.10.2018

Wenn nicht alles nach Plan läuft

Womanizer - Wenn ich dich liebe
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Olivia hat einen genauen Plan fürs Leben. Nach dem Studium möchte sie ein Praktikum absolvieren, dann einen Job als Beraterin ergattern, mit 28 Jahren ein eigenes Unternehmen und ein paar Jahre später ...

Olivia hat einen genauen Plan fürs Leben. Nach dem Studium möchte sie ein Praktikum absolvieren, dann einen Job als Beraterin ergattern, mit 28 Jahren ein eigenes Unternehmen und ein paar Jahre später eine Familie gründen. Alles verläuft somit nach Plan, als sie ein Praktikum bei Carma Inc. beginnt. Nicht in der Planung enthalten ist, dass sie einen heißen Typen in einer Raucherpause trifft und dieser sich als Callan Carmichael, CEO des Unternehmens sowie besten Freund ihres Bruders, entpuppt. Soll sie für ihn ihre Pläne verwerfen?

Immer wieder gibt es Pläne im Leben: den Business Plan im Unternehmen, den Urlaubsplan auf der Arbeit, den Putzplan Zuhause oder auch den eigenen Karriereplan. Selbstverständlich ist man darauf eingestellt, dass vielleicht irgendwann einmal etwas nicht nach Plan verläuft. Für Olivia gibt es diese Option einfach nicht. Sie hat den Plan und arbeitet genau darauf hin, dass alles so geschieht. In meinen Augen war dieses Beharren nicht immer nachvollziehbar oder sinnvoll. Daher hat es mich unheimlich gefreut, dass ihr ebenfalls einmal etwas Unerwartetes geschieht und sie feststellen muss, dass es positive oder auch negative Ereignisse gibt, die einfach geschehen.

Neben ihrer Beharrlichkeit ist Olivia jedoch auch eine offene, selbstbewusste Frau. Für mich war sie ein sehr liebenswerter Charakter, weil sie auch kleine Macken hat. Sie hat Höhenangst und ist als Berufseinsteiger manchmal auch unsicher. Es gibt Situationen, in denen sie auch offen zugibt, dass sie noch lernen muss und Vorbilder braucht. Das kommt in Büchern nicht so häufig vor und wirkte hier sehr authentisch.

Ebenfalls realistisch ist das Kennenlernen der beiden. Anfangs wissen sie nicht, mit wem sie sich gerade unterhalten. Es beginnt mit kurzen Treffen auf der Dachterrasse, ohne dass Namen ausgetauscht werden. So lernen sie sich ohne Vorurteile oder Hemmnisse kennen. Für Callan ist dies eine ganz neue Erfahrung, dass jemand offen und ehrlich mit ihm umgeht. Mir hat es gefallen, dass die beiden sich so einfach kennen lernen und sich daraus ein Interesse entwickelt. Ich mag persönlich mag es nicht, wenn eine Frau einen Mann trifft und danach nur noch an ihn denken muss, ohne dass diese Faszination näher erklärt wird. Gutes Aussehen ist eben nicht alles. Da hat es mich gefreut, dass es hier anders ist und die Freundschaft direkt greifbar ist.

Insgesamt ist es wieder eine schöne, fesselnde Geschichte der Autorin. Der Leser begegnet alt bekannte Charakteren wieder und lernt neue, vielschichtige Figuren kennen. Der Schreibstil ist ebenfalls wie gewohnt anschaulich und kreiert eine angenehme Atmosphäre. Ich mochte das Buch sehr und habe mich gut unterhalten gefühlt. Rein persönlich fand ich Tahoe und Regina aus Ladies Man etwas sympathischer, sodass mir ihre Geschichte noch ein kleines bisschen besser gefallen hat. Trotzdem gibt es von mir eine klare Leseempfehlung für den "Womanzier".

Veröffentlicht am 20.09.2018

Geniale Rockstar-Romanze!

CAKE - Die Liebe von Casey und Jake
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„Er besaß eine Reife, die weit über seine Jahre hinausging… eine Reife, die man nur durch Leben und Lernen erlangen konnte. Und ich hatte nicht den geringsten Zweifel, dass Jake mehr als genug erlebt hatte. ...

„Er besaß eine Reife, die weit über seine Jahre hinausging… eine Reife, die man nur durch Leben und Lernen erlangen konnte. Und ich hatte nicht den geringsten Zweifel, dass Jake mehr als genug erlebt hatte. Allem Anschein nach war er schnell erwachsen geworden und hatte in sehr jungen Jahren ziemlich harte Lehren fürs Leben erteilt bekommen.“

Nachdem Jake als Kind entführt wurde, lebt er mit einem Trauma. Das einzige, was ihm dabei hilft ist seine Musik und seine Karriere als weltberühmter Rockstar. Er lebt in einer ganz anderen Welt als die Studentin Casey. Sie ist vollkommen unmusikalisch, fröhlich und aufgeschlossen. Auf der Hochzeit von Caseys Freundin begegnen sie sich. Nach einem peinlichen Moment lernen sie sich besser kennen. Ist Casey diejenige, die Jakes Dämonen vertreiben kann?

Viele Liebesromane handeln von der Liebe auf den ersten Blick. Es gibt einen reichen, berühmten Mann und eine unscheinbare Frau. Sie sehen sich und können plötzlich nur noch an einander denken. Solche Geschichten sind zwar auch spannend, aber ich frage mich immer, was die beiden aneinander finden. In diesem Buch ist es anders. Es gibt nicht nur einen Blick, sondern es ist von Anfang an nachvollziehbar, was die beiden aneinander finden. Das hat mich so gefreut.

Danach geht die Geschichte auch authentisch weiter. Die beiden lernen sich langsam kennen und der Leser wird auf jedem Schritt mitgenommen. Casey ist vielleicht etwas schnell dabei Entscheidungen zu treffen, aber dies ist eben eine ihrer Charaktereigenschaften. Ich selber bin kein Rockstar und weiß nicht, wie im Detail das Leben von einem aussieht. Aber in meinen Augen war hier die Darstellung ebenfalls sehr realistisch. Die ganzen Auftritte und Tourneen werden als Arbeit mit wenig Freizeit vorgestellt. Es gibt hier keine Beschönigungen.

Ebenso ehrlich wird mit der Darstellung von Jakes Trauma umgegangen. Lange wird nicht klar, was eigentlich in seiner Vergangenheit geschehen ist, sodass hier schön Spannung aufgebaut wurde. Es gibt hierdurch auch die ein oder andere sehr emotionale Szene, die mich berührt hat. Neben den traurigen Gefühlen gibt es jedoch auch häufig glückliche, lustige Momente. Caseys fröhliche, schlagfertige Art bringt den Leser das ein oder andere Mal zum Lachen.

Bei all den positiven Aspekten bei diesem Buch gibt es eine Sache, die einen fahlen Beigeschmack bei mir hinterlassen hat. In der Geschichte ist es so, als ob die Handlung mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h vorbeigeht. Es gibt keinen Stillstand oder Langweile und es ist immer abwechslungsreich. Das Tempo war angenehm, aber in den letzten Kapiteln wird plötzlich auf 200 km/h beschleunigt. Das ging mir eindeutig zu schnell. Wahrscheinlich hätte ein weiteres Kapitel mit einer Szene gereicht, dass ich mit der rasanten Handlung nicht überfordert gewesen wäre. Aber so konnte ich quasi mit dem Ende nicht mehr mithalten.

Insgesamt ist dies eine geniale Rockstar-Romanze. Ich habe mich mit Casey zusammen in Jake verliebt und in das Rockstarleben hineingeschnuppert. Wer Rockstars mag, sollte „Cake“ unbedingt lesen.

Veröffentlicht am 19.09.2018

Ein bewegender und ruhiger Jugendroman

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
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„Und die ganze Zeit über schlägt dein Herz. Es tut, was es tun muss, es vollbringt einen Schlag nach dem anderen, bis sein Auftrag erledigt ist und es innehält. Das mag bereits in ein paar Minuten der ...

„Und die ganze Zeit über schlägt dein Herz. Es tut, was es tun muss, es vollbringt einen Schlag nach dem anderen, bis sein Auftrag erledigt ist und es innehält. Das mag bereits in ein paar Minuten der Fall sein, und du weißt es noch nicht einmal. Denn manche Herzen schlagen nur ungefähr 412 Millionen Mal.“

Wie der Titel des Buches sagt gibt es manche Dinge, die einfach passieren. Es ist manchmal nicht erklärbar, warum etwas Schlimmes geschieht oder warum jemand stirbt. Vielleicht gibt es hierfür einen Grund, vielleicht ganz viele oder vielleicht aber auch gar keinen Grund. Als erwachsener Mensch ist dies schon schwer genug, jedoch als 12-jähriges Mädchen ist dies vollkommen unverständlich.

Nachdem Suzys Freundin Franny beim Schwimmen im Meer umkommt, kann sie einfach nicht glauben, dass dies ein Unfall war. Franny war immer eine gute Schwimmerin. Für Suzy, die in der Schule eher ein Außenseiter ist, bricht eine Welt zusammen. Sie begibt sich auf die Suche nach einem Grund für Frannys Tod. War dies ein Quallenstich? Oder muss sie die Wahrheit einsehen, dass manche Dinge einfach passieren?

Es ist eine ziemlich ruhige Geschichte, deren Handlung man wahrscheinlich auf wenigen Seiten zusammenfassen könnte. Das besondere ist jedoch der Schreibstil und die Liebe zu vielen Details. Suzy ist nicht eine typische 12-Jährige. Sie denkt über die Schläge des Herzens oder wie sich Quallen fortpflanzen nach. Da waren sogar einige Fakten dabei, die ich noch gar nicht kannte beziehungsweise über die ich noch nie nachgedacht habe.

Mich hat Suzys Sicht auf die Welt und ihre Geschichte sehr berührt. Es ist nicht nur der Tod ihrer Freundin, sondern auch die Probleme in der Schule. Wenn man so komplizierte Gedankengänge hat und sich nicht für Oberflächlichkeiten interessiert, dann gehört man in der Schule nicht zu den beliebten Kindern. Eine weitere Thematik ist somit der Schulwahnsinn. Wenn man nicht beliebt ist, dann kann die Schulzeit die Hölle sein und dann ist es nicht immer leicht damit fertig zu werden.

Dies ist eine ruhige, außergewöhnliche Geschichte, die absolut lesenswert ist. Von mir gibt es für dieses Buch eine definitive Empfehlung.

Veröffentlicht am 18.09.2018

Ein guter Abschluss und der beste Teil der Reihe

Save Us
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„Ich möchte mehr als heimliche Küsse und geflüsterte Versprechen, die ohnehin nicht eingehalten werden können, aber Kesh kann mir das im Moment nicht geben. Das hat mir dieser Abend einmal mehr bewusst ...

„Ich möchte mehr als heimliche Küsse und geflüsterte Versprechen, die ohnehin nicht eingehalten werden können, aber Kesh kann mir das im Moment nicht geben. Das hat mir dieser Abend einmal mehr bewusst gemacht. Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber sie tut jedes Mal ein bisschen mehr weh.“

Von der „Save Me“-Reihe war ich bis dato nicht so begeistert, wie von der „Again“-Reihe. Den ersten Teil fand ich ganz gut, aber den zweiten fand ich im Vergleich schon deutlich schwächer. Man könnte sich somit fragen, warum ich überhaupt den letzten Teil gelesen habe. Dies wäre eine berechtigte Frage und die Antwort wäre schlicht und einfach Neugierde. Das Ende des vorherigen Bandes war so fies, dass ich einfach weiterlesen musste.

Die Beziehung zwischen James und Ruby scheint schon wieder vor einem Ende zu stehen. Ruby wird eine Affäre mit ihrem Lehrer unterstellt und die Fotos scheinen von James zu kommen. Lydia ist zudem von Graham mit Zwillingen schwanger und Alistair ist unglücklich, weil Kesh sich nicht outen möchte.

Es gibt so viele lose Enden, dass ich sehr gespannt war, wie sich das ganze Drama klären wird. Hier möchte ich nicht zu viel verraten. Sehr positiv finde ich bei dem Abschluss, dass es dieses Mal nicht ganz so viel Drama gibt. In das ein oder andere Thema kommt Normalität hinein, sodass die Grundstimmung zum Teil deutlich ruhiger ist.

Ein weiterer positiver Aspekt sind die Nebencharaktere. Die Geschichte wird nun aus Alistairs, Grahams, Lydias, Rubys, James, Wrens und Embers Sicht erzählt. Es kommen somit noch ein paar Sichten hinzu. Ich mochte es, dass die Nebenrollen immer mehr Raum einnehmen und wir hier auch erfahren, wie es weitergeht.

Darüber hinaus mochte ich, dass James endlich einmal eine Weiterentwicklung durchläuft. Bis dato habe ich ihn als reichen, teilweise verzogenen Jungen wahrgenommen. Er ist zwar in Ruby verliebt, aber ansonsten scheint er sich nicht sonderlich um andere oder seine Zukunft zu kümmern. Für mich war er ein Charakter, der sich im Stillstand befindet und der relativ flach ist. Nun habe ich endlich einmal einen andere Seiten an ihm gesehen. Darauf habe ich lange gewartet und umso mehr habe ich mich dann gefreut, dass es hier endlich eine Weiterentwicklung gibt.

Insgesamt hat mich der Abschluss der Reihe an der ein oder anderen Stelle positiv überrascht. In meinen Augen ist es der stärkste Teil und damit ein gut gelungener Abschluss. Ich bin sehr gespannt, welche Geschichte die Autorin als nächstes schreibt.

Veröffentlicht am 03.09.2018

Eine wahre Geschichte über eine tapfere, außergewöhnliche Sängerin

Ein Song bleibt für immer
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„Ich möchte, dass die Menschen meine Stimme hören und etwas dabei empfinden, dass meine Songs Gefühle in ihnen hervorrufen, Pete. Meine Zukunft ist ungewiss…“ „Nicht, Alice.“ „Aber es ist doch so. Ich ...

„Ich möchte, dass die Menschen meine Stimme hören und etwas dabei empfinden, dass meine Songs Gefühle in ihnen hervorrufen, Pete. Meine Zukunft ist ungewiss…“ „Nicht, Alice.“ „Aber es ist doch so. Ich möchte, dass etwas von mir bleibt.“ Meine Songs für die Zukunft… „Meine Musik wird weiterleben, wenn ich einmal nicht mehr da bin.“

Das Buch „Ein Song bleibt für immer“ beinhaltet die wahre Geschichte der Sängerin Alice Martineau. Sie kam mit der Krankheit Mukoviszidose auf die Welt und konnte nie sorgenfrei durch die Welt laufen. Als Kinde musste sie deutlich schneller erwachsen werden und sich viele spöttische Kommentare anhören. Nach einer kurzen Modelkarriere möchte sie sich ihren Traum verwirklichen und Sängerin werden.

Vor dieser Geschichte kannte ich die Krankheit Mukoviszidose gar nicht. Ich habe mir ein paar Sachen hierzu durchgelesen und bin der Meinung, dass man unheimlich tapfer sein muss, mit einer solchen Krankheit zu leben und sich seine Träume zu erfüllen. Alice mag es überhaupt nicht, wenn man sie tapfer nennt, da sie das Leben nur so kennt. Ich finde, dass jeder Mensch, der mit solchen Karten ins Leben startet auch ab und zu mutlos und verzweifelt sein kann. Sie ist es nicht, von daher ist sie in meinen Augen außergewöhnlich stark und kann für viele ein Vorbild sein.

Die Geschichte ist definitiv inspirierend und bewegend. Sie enthält Hoffnung, Trauer und Liebe. Eine Emotion, die ich jedoch teilweise vermisst habe, ist die Leidenschaft. Alice stellt ihren Lebenstraum teilweise über ihre Gesundheit und möchte berühmt werden. Sie liebt das Singen über alles, sodass es ihre große Leidenschaft zu sein scheint. Jedoch ist dies beim Lesen nicht sehr stark herüber gekommen. Ich möchte nicht nur die Tatsache mitbekommen, dass ihr das Singen so wichtig ist, sondern ich hätte dies auch gerne gespürt.

Mein Tipp an alle Leser: Googelt die Sängerin nicht bevor ihr das Buch ausgelesen habt. Es ist eine wahre Geschichte und es gibt sehr viel über die Sängerin im Internet. Als ich angefangen habe das Buch zu lesen, wollte ich natürlich auch die Lieder hören. Über Youtube findet man da eine ganze Menge. Dabei erfährt man jedoch auch direkt sehr viel über die Sängerin selber. So erfährt man von Ereignissen, die erst viel später in dem Buch geschehen. Es sind somit unfreiwillige Spoiler. Bei der ein oder anderen Info wünschte ich mir beim Lesen, dass ich sie noch nicht hätte. Also googelt die Alice Martineau nicht direkt, aber hört euch hinterher unbedingt ihre Lieder an.

Von dem Buch sowie dem Leben von Alice Martineau bin ich einfach nur fasziniert. Es ist eine Geschichte über eine starke Persönlichkeit, das Singen und zugleich eine Liebesgeschichte. Definitiv viele Emotionen!