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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2018

erst verwirrend, dann spannend

Dreckiger Schnee
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Dreckiger Schnee ist der Debüt Thriller von Joseph Knox. Er bekam in seinem Heimatland England bereits sehr viele gute Kritiken und mit diesen wird er hier in Deutschland beworben.

Da war ich wohl mit ...

Dreckiger Schnee ist der Debüt Thriller von Joseph Knox. Er bekam in seinem Heimatland England bereits sehr viele gute Kritiken und mit diesen wird er hier in Deutschland beworben.

Da war ich wohl mit zu hohen Erwartungen ans Lesen gegangen. Der Anfang ist sehr verwirrend und ich kam nur schleppend in die Handlung. Am Schreibstil lag es nicht, denn der ist klar und flüssig. Die Handlung ist in kurze Kapitel eingeteilt.

Detective Aidan Waits unterschlägt ein Beweisstück aus der Aservatenkammer und steht kurz vor der Suspendierung. Sein Chef gibt ihm aber noch eine Chance und schickt ihn ins Drogenmilieu als Undercover Ermittler, gleichzeitig soll er Isabelle Rossiter, die Tochter eines einflussreichen Politikers, suchen. Diese ist bereits seit über einem Monat verschwunden.
Die Hälfte des Buches spielt in der Unterwelt von Manchester. Es geht um Drogen, Drogenhandel, Prostitution und Aidan Waits ist mittendrin. Sein Drogen-und Alkoholproblem steigert sich von Seite zu Seite. Mir persönlich waren diese Ausführungen zu intensiv und langatmig. In der zweiten Hälfte nimmt der Thriller richtig an Fahrt auf und die Handlungen sind nachvollziehbar und spannend. Zum Schluss kommen alle Fäden zusammen und es ergibt sich ein für mich versöhnliches Ende.
Fazit: für mich war der Ausflug ins Drogenmilieu zu lang und der Anfang zu unverständlich aber insgesamt gesehen war es dann doch noch ein spannender Thriller. Ob ich weitere Fälle mit Detective Aidan Waits lesen möchte? Da möchte ich mich jetzt noch nicht festlegen.

Veröffentlicht am 24.04.2018

neue Missetaten im Spreewald

Spreewaldrache (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 3)
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Es handelt sich um den dritten Fall der Kommissarin Klaudia Wagner. Langsam ist sie schon etwas besser im Spreewald angekommen. Während einer teambildenen Maßnahme, es geht ums Wursten in einer Metzgerei, ...

Es handelt sich um den dritten Fall der Kommissarin Klaudia Wagner. Langsam ist sie schon etwas besser im Spreewald angekommen. Während einer teambildenen Maßnahme, es geht ums Wursten in einer Metzgerei, wünscht sie sich einen neuen Fall herbei, damit diese Maßnahme beendet wird. Kaum gedacht, ist es auch schon passiert. Ein junger Mann wurde niedergeschlagen und liegt mit einer üblen Kopfwunde und dicker Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Angeblich kann er sich an nichts erinnern.
Und dann wird bei den Untersuchungen am Tatort auch noch eine Leiche gefunden. Ein zerzauster Penner. Erschlagen?
Das Buch fängt lustig an beim Wursten, verspricht dann Spannung durch die beiden Taten. Leider muß ich meine Kritik an Band zwei auch hier wiederholen: Leider hat mir der dritte Fall nicht so gut gefallen, wie der erste. Der Schreibstil war flüssig, aber die Handlung dümpelt zwischendurch dahin. Hatte mich bei Band zwei gestört, dass zu viel Privatleben der Polizisten erzählt wurde, war es in diesem Band schon fast ein bißchen zu wenig. Die Menge stimmte schon, aber ohne das Grundwissen aus den ersten beiden Bänden, fehlte einem etwas bei den Andeutungen bezüglich Uwe und seiner Familie, oder Thang oder Joe. Knappe Rückblicke in Krimireihen finde ich immer hilfreich.
Die verwandtschaftlichen Verhältnisse der beiden verfeindeten Familien waren schon etwas verworren, gaben aber dem Fall erst den richtigen Pfiff.
Da Thang wieder ausgefallen ist, wird das kollegiale Verhältnis zwischen Klaudia und Demel endlich besser, fast freundschaftlich.
Ich freue mich schon auf weitere Fälle aus dem Spreewald, da mir die Kommissarin und der Spreewald sehr sympathisch sind und mir der Schreibstil von Frau Dieckerhoff gefällt.
Für diesen Fall vergebe ich aber trotzdem nur 3,5*

Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Ullstein Verlag, die mir das TB zeitnah und kostenlos zum Lesen zur Verfügung gestellt haben.

Veröffentlicht am 07.12.2017

etwas enttäuschend

Durst
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Ich hatte mich auf den neuen und elften Band gefreut. Harry is back. Leider bin ich nach Beendigung des Buches etwas enttäuscht.
Es begann schon mit der Schriftart, die ich nicht so angenehm zu lesen empfand. ...

Ich hatte mich auf den neuen und elften Band gefreut. Harry is back. Leider bin ich nach Beendigung des Buches etwas enttäuscht.
Es begann schon mit der Schriftart, die ich nicht so angenehm zu lesen empfand.
Die Handlung begann gemütlich. Harry ist glücklich verheiratet, hat sein Polizistenleben an den Nagel gehängt und unterrichtet nun Polizeianwärter.
Als ein Mord mit vampiristischem Anzeichen passiert und ein Verdächtiger schnell ausgemacht wird, wird Harry Hole wieder rekrutiert. Denn Harry hat diesen Verbrecher bereits einmal verhaftet und kann sich am besten in ihn hineinversetzen. Harry bildet sein neues Team und arbeitet parallel zu dem Team um Katrine Bratt
Leider zieht sich die Handlung sehr hin. Es geschehen zwar noch einige Morde, alle mit vampiristischem Hintergrund. Und auch das Privatleben von Harry Hole läuft wieder aus der Bahn, denn Rakel wird ernsthaft krank.
Aber richtige Spannung findet erst im letzten Drittel statt.
Wie bereits oben geschrieben, war ich enttäuscht von der Handlung. Mir persönlich gefiel das Thema Vampirismus nicht, aber auch die Handlung war nicht sehr flüssig.
Vielleicht ist die Aera Harry Hole langsam beendet.

Veröffentlicht am 12.09.2025

Cozy - aber noch lange nicht A.Christie Qualität

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Rosemary MacLaine, von ihren Freunden Mimi genannt, bekommt eine Einladung zu einer Mottoparty im Stil der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Ausgerechnet von ihrer Nachbarin Jane, zu der sie kein sehr ...

Rosemary MacLaine, von ihren Freunden Mimi genannt, bekommt eine Einladung zu einer Mottoparty im Stil der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Ausgerechnet von ihrer Nachbarin Jane, zu der sie kein sehr gutes Verhältnis hat. Allerdings liegt der Einladung noch ein Brief mit genauen Anweisungen bei. Es würde eine Versteigerung statt finden und Mimi solle auf einen bestimmten Gegenstand bieten und eine beträchtliche Summe dafür bezahlen, ansonsten würde ihr dunkles Geheimnis aufgedeckt.
Mimi bittet ihre Enkelin Addie, sie zu dieser Party in das große Herrenhaus von Jane zu begleiten. Um dieses zu erreichen muss man über eine Zugbrücke., welche später dann von Matthew heraufgezogen wird. Matthew, ist eigentlich der Schwiegersohn von Jane. Aber es gehen die Gerüchte, dass er mittlerweile der Geliebte der Hausherrin sei. Als es dann noch einen Jahrhundert Schneesturm gibt und alle im Herrenhaus festsitzen gibt es den ersten Mord.
Das Setting ist perfekt für einen Krimi, wie von Agatha Christie inszeniert.
Leider hält die Geschichte dann nicht, was sie eigentlich verspricht. Die Protagonisten sind schwach dargestellt. Ich bin mit keinem warm geworden. Die Morde werden fast beiläufig erwähnt und alle Gäste benehmen sich weiterhin, als ob nichts geschehen wäre. Die Geheimnisse der Gäste, die sie gezwungen haben, dort zu erscheinen, werden nebenbei aufgedeckt und erwähnt.
Der Schreibstil war gut zu lesen, allerdings plätschert die Handlung dahin und mir fehlte Raffinesse und Charisma, zumindest bei Mimi und Addie. Die vielen Hinweise und Erwähnungen auf das Spiel, welches Addie als Spieleentwicklerin ins Leben gerufen und vermarktet hat, wurden immer häufiger und sie haben mich sehr gestört, da ich gar nichts damit anfangen konnte. Total überflüssig für die Handlung.
Eine gute Buchidee, leider sehr schwach umgesetzt.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Nicht mein Genre

Der dunkle Sommer
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Tilda, eine deutsche Architektin, versucht nach einem tödlichen Ereignis in Deutschland, Abstand zu gewinnen. Sie sucht in der Heimat ihres Vaters, in Italien, ein neues Zuhause. Dieser war im letzten ...

Tilda, eine deutsche Architektin, versucht nach einem tödlichen Ereignis in Deutschland, Abstand zu gewinnen. Sie sucht in der Heimat ihres Vaters, in Italien, ein neues Zuhause. Dieser war im letzten Jahr verstorben und in seinen Unterlagen fand sie Hinweise auf ein Geisterdorf auf Sardinien. Botigalli. Dort erwirbt sie ein Haus, Nr.15, für den symbolischen Wert von einem Euro und der Auflage, es wieder in Stand zu setzen. Es gibt undefinierbare braune Flecken und kleine Löcher in den Wänden.. Aber das kümmert sie nicht weiter.
Bis sie eines Tages auf den Journalisten Enzo trifft. Dieser hat das ehrgeizige Vorhaben, ein Buch zu schreiben - über die Ereignisse, die sich in Botigalli 1982 abspielten. Es war die Zeit der Fußball WM und Italien war Fußball Weltmeister gewoden. Enzo versucht aus dem einzigen Zeitzeugen herauszufinden, was in Botigalli damals wirklich geschah; doch dieser mauert. Erst durch Enzo wird Tilda bewusst, dass es in ihrem Haus ein Massaker mit vielen Toten gegeben haben muss.
Das Buch spielt in zwei Zeitebenen. 1982 und in der Gegenwart. Tilda, Enzo und eine Franca erzählen abwechselnd die Ereignisse. Außerdem gibt es noch Tagebucheintragungen. Das ganze Geschehen zieht sich teilweise sehr und Spannung kommt erst im letzten Viertel des Buches auf. Hier geht es um eine aktuelle Entführung und verbindet so die Ereignisse aus der Vergangenheit und Gegenwart.
Die einzelnen Stränge laufen zusammen und nehmen nicht immer glückliche Wendungen! Wie die Autorin zu dieser Geschichte angeregt wurde und welche brutalen Geschehen aus der sardischen Vergangenheit die Grundlage zu dem Buch bilden, schildert sie später im Anhang und erklärt einige Dinge.
Vielleicht liegt mir diese Art von Thrillern mit sehr vielen Familiengeschichten nicht, aber ich habe mich stellenweise sehr schwer getan mit der Geschichte und den handelnden Personen, mit denen ich nicht warm wurde.
3,5*

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