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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2018

Eine wundervolle Weihnachtsgeschichte

Wintermärchen in Virgin River
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Marcie Sullivan hat den Verlust ihres Mannes Bobby noch nicht überwunden. Sie ist besessen von dem Gedanken, erst Frieden zu finden, wenn sie die Baseballkarten dem alten Kriegskameraden Bobbys überreicht ...

Marcie Sullivan hat den Verlust ihres Mannes Bobby noch nicht überwunden. Sie ist besessen von dem Gedanken, erst Frieden zu finden, wenn sie die Baseballkarten dem alten Kriegskameraden Bobbys überreicht hat. Doch Ian Buchanan ist wie vom Erdboden verschluckt und Marcie geht das Geld aus.

Eine großartige Wintergeschichte aus Virgin River mit allem, was dazu gehört. Weihnachtswunder und Romantik, Freundschaft und die Idylle eines Städtchens, in dem jeder jeden kennt und Zusammenhalt wichtig ist. Jeder Band aus Virgin River gibt dem Leser das Gefühl nach Hause zu kommen. Man schließt sämtliche Charaktere sofort ins Herz. In jedem Buch trifft man bekannte Gesichter. Alte Erzählstränge werden weitergeführt und Ansatzpunkte für neue werden geschaffen. Mit Marcie Sullivan tritt eine neue, starke Protagonistin auf, die manchmal zwar etwas übertrieben scheint, aber trotzdem jederzeit überzeugt.

Ian Buchanan ist der nächste Kriegsveteran, der hier auftritt und bei dem Robyn Carr zeugt, welch tief Wunden der Kriegsdienst hinterlässt. Trotzdem wächst er dem Leser mit seiner knurrigen Art ans Herz und mit Tränen in den Augen verfolgt man wie er ins Leben zurückfindet.

Die Virgin River-Reihe ist mit das Beste, was ich je gelesen habe. Ich liebe jeden einzelnen Band. Jedes Buch ist ein Stück Zuhause, ein Ort zum Träumen und man verlässt ihn mit dem Gefühl von Glück und Hoffnung. „Wintermärchen in Virgin River“ ist die erste Weihnachts- und Wintergeschichte dieser Serie und sie hat die 5 Sterne verdient! Sie hat mich bezaubert!

Veröffentlicht am 02.10.2018

Santas neue Mission

Kleiner Streuner - große Liebe
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Es war ein Scherz unter Freundinnen bei zu viel Wein: Eva schreibt einen Brief an den Weihnachtsmann. Doch für Santa gilt: Ein Wunsch ist ein Wunsch ist ein Wunsch – und so setzt er alles daran Eva den ...

Es war ein Scherz unter Freundinnen bei zu viel Wein: Eva schreibt einen Brief an den Weihnachtsmann. Doch für Santa gilt: Ein Wunsch ist ein Wunsch ist ein Wunsch – und so setzt er alles daran Eva den gewünschten Mr. Right zu bescheren. Da kommt ihm der kleine Streuner Socke als Hilfself gelegen – er hat ja schon viele gute Erfahrung mit Hunden als Liebesboten gemacht. Jetzt muss er nur noch Eva dazu bringen den Auserwählten auch zu akzeptieren. Es gibt nur ein Problem: Eva und André haben eine Vorgeschichte…

Aus den vorhergehenden Bänden sind einem André, der Koch der Sozialstation – und Eva bekannt, doch auch für Neueinsteiger in die Santa Claus-Bücher ist es kein Problem sofort in die Geschichte einzutauchen. Das Besondere an Petra Schiers-Weihnachtsbüchern ist die großartige Genre-Mischung: ein Liebesroman, durchaus mit erotischen Szenen, ein Märchen aus Santas Weihnachtszentrale mit Elfen und sprechenden Rentieren, sowie eine Tiergeschichte, erzählt aus der Sicht des Hundes. Dass zusätzlich die Perspektive zwischen den Charakteren wechselt, macht das Leseerlebnis umso perfekter.

Ich liebe an Petra Schiers Santa-Claus-Reihe am meisten, dass immer wieder Charaktere aus vergangenen Büchern auftauchen. Deren Geschichten werden ein bisschen weitererzählt, manchmal spielt sogar ein alter Protagonist eine neue Rolle. Damit gewinnt die neue Geschichte einen ganz eigenen Facettenreichtum und man kann den nächsten Weihnachtsroman nicht erwarten, da man hofft, alten Bekannten wieder zu begegnen.

Ich bedaure, dass die Liebesgeschichte um erotische Sequenzen erweitert wird, da sich die Reihe sonst an eine größere Zielgruppe richten könnte. Man muss der Geschichte aber zugutehalten, dass diese Szenen nicht die Qualität des Spannungsbogens, die Erzähllogik oder Glaubhaftigkeit des Erzählten beeinträchtigt.

Fazit: Ein wunderschöner Weihnachtsroman zum immer wieder lesen!

Veröffentlicht am 02.10.2018

Ein mitreißender zweiter Band

Das Heer des Weißen Drachen
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Der weiße Drache ist erwacht und beginnt brutal und systematisch seine Armee von Verderbten aufzubauen, um die Welt zu verheeren. Die meisten Städte wissen nicht, was auf sie zukommt, die die es wissen, ...

Der weiße Drache ist erwacht und beginnt brutal und systematisch seine Armee von Verderbten aufzubauen, um die Welt zu verheeren. Die meisten Städte wissen nicht, was auf sie zukommt, die die es wissen, sind verbrannt. Das Eisenboot-Syndikat muss hilflos zusehen, wie die Welt in Flammen aufgeht. Ihre ehemalige Agentin Lizanne sucht im Schmutz der kaiserlichen Gefängnisstadt Hilfe bei einem Mann, der seit über 100 Jahren tot ist. Der unregistrierte Blutgesegnete Clay folgt währenddessen seiner Vision in die Tiefen des ewigen Eises. Doch gibt es wirklich eine Waffe gegen den weißen Drachen?

Ein imposanter zweiter Band, der Draconis Memoria-Reihe. Kapitel für Kapitel wechselt der Leser die Perspektive und folgt jeweils einem anderen Protagonisten, ob der Eisenboot-Agentin Lizanne, dem ehemaligen Dieb Clay oder auch dem neuen Kapitän Hilemor, der mit Clay ins ewige Ei segelt. Ergänzt wird der Blick aufs Geschehen um Sirus, einen Verderbten, der in der Armee des weißen Drachen dient. Der stete Perspektivwechsel ist sicherlich nicht jedermanns Sache, für mich macht er die Geschichte dynamisch und verschafft spannende Einblicke in das komplexe Geschehen, ohne dass Ereignisse vorweg genommen werden. Bis zur letzten Seite stockt einem der Atem, man bleibt am Grübeln, wohin die Geschichte führen wird und genießt den ungewöhnlichen Weltentwurf, in dem Drachen brutal „geernet“ werden, um den Menschen Magie und Macht zu verleihen. Besonders reizvoll sind die bisher so unzusammenhängend eingefügt wirkenden Artikel des „Sanoraher Aufklärer“. Gesellschaftlicher Klatsch und Tratsch aus der Welt der Reichen und Schönen – doch sind diese Abschnitte wirklich so belanglos für das Hauptgeschehen wie es wirkt?

Ich liebe den zweiten Band. Hätte der Tag nur wenige Stunden mehr, hätte ich 700 Seiten am Stück verschlungen. Es fällt schwer sich der rasanten Drachengeschichte zu entziehen. Für alle Fans von High Fantasy, Drachenabenteuern und originellen Fantasywelten!

Veröffentlicht am 29.09.2018

Meine Lieblingsschallplatte aus der Kinderzeit endlich als CD

Das doppelte Lottchen
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Das Ferienheim am Bühlsee ist in großer Aufregung als Lotte Körner aus dem Bus steigt. Sie sieht Luise Palfie zum Verwechseln ähnlich! Die temperamentvolle Luise ist davon alles andere als begeistert, ...

Das Ferienheim am Bühlsee ist in großer Aufregung als Lotte Körner aus dem Bus steigt. Sie sieht Luise Palfie zum Verwechseln ähnlich! Die temperamentvolle Luise ist davon alles andere als begeistert, doch nach und nach lernen sich die Mädchen näher kennen und stellen fest: sie sind Zwillingsschwestern! Als die Ferien rum sind haben sie einen Plan ausgeheckt: sie tauschen ihr Leben.

Endlich habe mich meine Lieblingsschallplatte aus meiner Kindheit auf CD gefunden! Es ist die alte Inszenierung und begeistert mich heute genauso wie damals. Tolle Sprecher erwecken diese zeitlose Geschichte von Erich Kästner zum Leben. „Das doppelte Lottchen“ ist in der Originalversion einfach unübertroffen. Die CD erweckt genau die alte Schallplatte zu neuem Leben. Allerdings hätte der Schluss vollständig aufgenommen werden können. So wird die Musik abgeschnitten und es endet sehr abrupt.

Für eines meiner Lieblingshörspiele gibt es selbstverständlich 5 Sterne! Toll, dass die alten Aufnahmen auf CD zugänglich gemacht werden und nicht in den Archiven verschwinden.

Veröffentlicht am 13.09.2018

Eine brillante und mitreißende Biographie

Margaret Stonborough-Wittgenstein
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Margaret wurde in eine Zeit geboren, die voller Umbrüche war. Aufgewachsen im Wohlstand bekam sie eine exzellente Ausbildung und ging ihren Weg durchs Leben äußerst erfolgreich. Sie wirkte als Bauherrin, ...

Margaret wurde in eine Zeit geboren, die voller Umbrüche war. Aufgewachsen im Wohlstand bekam sie eine exzellente Ausbildung und ging ihren Weg durchs Leben äußerst erfolgreich. Sie wirkte als Bauherrin, Intellektuelle und Salonière. Ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit hilft ihr, zwei Weltkriege, Flucht und Inflationen zu überstehen.

Die Biografie von Margaret Stonborough-Wittgenstein erzählt so viel mehr als nur das Leben einer beeindruckenden Frau der Wiener Moderne. Es ist ein Zeitgemälde das von 1882 bis 1958 reicht. Ihre Eltern und ihre Geschwister, einschließlich Ludwig Wittgenstein, werden genauso gezeichnet wie ihr späterer Ehemann und ihr Sohn. Das umfangreiche Fotomaterial führt dem Leser jede Persönlichkeit und die Zeit immer wieder vor Augen. Die Biografie ist so mitreißend wie ein Roman. Immer weiter taucht man in das Leben Margarets ein, durchlebt die Höhen und Tiefen und stößt immer wieder auf bekannte Gesichter – so zum Beispiel Gustav Klimt oder auch Siegmund Freud, bei dessen Flucht vor den Nationalsozialisten Margaret eine maßgeblich Rolle spielte.
Ein großartiges Leseerlebnis!