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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2018

Spannender Fall mit aktueller Brisanz

Der Drahtzieher: Ein Gabriel-Allon-Thriller
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Mich hat der Klappentext und der Hinweis auf 'Spiegel-Bestellerautor' neugierig gemacht. Der Autor Daniel Silva war mir bis jetzt völlig unbekannt.

Dieser 17. Band der Agenten-Reihe ist eine Fortsetzung ...

Mich hat der Klappentext und der Hinweis auf 'Spiegel-Bestellerautor' neugierig gemacht. Der Autor Daniel Silva war mir bis jetzt völlig unbekannt.

Dieser 17. Band der Agenten-Reihe ist eine Fortsetzung von Band 16 „Die Attentäterin“. Es ist wirklich ratsam den vorher zu lesen. Obwohl alles gut erklärt wird, ist es ein Vorteil, wenn man die Hauptpersonen und ihre gemeinsame Geschichte schon kennt. Saladin, das Zielobjekt, ein gefährlicher IS- Stratege, war für mich die meiste Zeit ein Phantom.

Die erste Hälfte des Buches hat sich für mich gezogen und ich war ein paarmal geneigt, nicht mehr weiterzulesen, weil es mir zu langatmig schien. Zum Glück bin ich dran geblieben und ab der Hälfte zieht die Handlung und die Spannung spürbar an. Am Schluss konnte ich es nicht mehr aus den Händen legen und überlege mir jetzt echt, die Serie um den Agenten Gabriel Allon komplett zu lesen.

Der Autor versteht es ganz geschickt, in der Handlung weit auszuholen und im Laufe der Geschichte die „Schlinge“ immer enger zu ziehen.

Wer sich für politische Konflikte, verdeckte Ermittlungen von Geheimdiensten und tiefsinnige Protagonisten begeistern kann, der hat schöne Lesestunden mit diesem Buch.

Veröffentlicht am 01.11.2018

Geschichte muss nicht immer staubtrocken und langweilig sein

Endstation Brexit
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Der Autor erzählt in neun kurzweiligen Kapiteln die Geschichte der Engländer/Briten. Jedes Kapitel handelt von einer bestimmten Epoche oder eine bedeutenden Persönlichkeit, meistens dem aktuellen König ...

Der Autor erzählt in neun kurzweiligen Kapiteln die Geschichte der Engländer/Briten. Jedes Kapitel handelt von einer bestimmten Epoche oder eine bedeutenden Persönlichkeit, meistens dem aktuellen König oder Königin.


Ein paar Beispiele:
- Die Wikinger / Nordmänner, die immer wieder zum plündern kamen und irgendwann nicht mehr heimfuhren
- Heinrich VIII, der sich von der katholischen Kirche löste und einen enormen "Frauenverschleiß" hatte
- Die Zeit der Weltkriege, in denen England immer wieder Probleme mit dem Kontinent hatte.
- ....

In den Kapiteln hat der Autor geschickt Querverweise in die Zeit von heute und den BREXIT einfließen lassen und dadurch wird deutlich, dass die Geschichte mit England und dem Festland / Europa schon viel älter ist, als man denkt. Es gab immer wieder Phasen der Annäherung, der Zusammenarbeit und der Trennung.

Mir persönlich hat die Sprache und der Stil des Autors sehr gut gefallen. Ich mag bissigen Humor.
Wer viel Wert auf Anstand und political correctness legt, dem könnte die Erzählweise zu oberflächlich sein.

Veröffentlicht am 26.10.2018

"Seelenamt" – Spannungsgeladene Fortsetzung von „Datengrab“

Seelenamt
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Das ist ein spannender Ruhrpott Krimi der sich stellenweise wie ein Thriller liest. Wer anfängt zu lesen, wird das Buch kaum aus der Hand legen.

Ich bedauere sehr, dass ich erst mit „Seelenamt“ die Familie ...

Das ist ein spannender Ruhrpott Krimi der sich stellenweise wie ein Thriller liest. Wer anfängt zu lesen, wird das Buch kaum aus der Hand legen.

Ich bedauere sehr, dass ich erst mit „Seelenamt“ die Familie Mager kennengelernt habe. Tolle Charakter mit Ecken, Kanten und viel Charme. Diese Sippe muss man mögen.

Die Geschichte selber ist sehr raffiniert und knüpft an den Vorgängerband an. Während der Handlung wird immer wieder darauf zurückgegriffen und die Zusammenhänge erklärt. Es wäre wirklich geschickt, wenn man den vorher liest.

Durch die Sprache und den einzigartigen Stil der Autoren hatte ich schnell das Gefühl mitten in der Geschichte zu sein.

Nebenbei werden die modernen technischen Möglichkeiten gestreift und die politische Haltung des Autors kann man auch erahnen.

Die psychische Verfassung einer der Beteiligten spielt eine große Rolle in der Handlung und durch ihre Therapeutin erfährt man, unter welchen Bedingungen die Psychotherapeuten ihre Ausbildung absolvieren. Sehr teuer, kaum Bezahlung, ….

Mir gefällt es, wenn in Romanen gesellschaftskritische oder – relevante Themen verarbeitet werden.

Hoffentlich geht es weiter mit der Geschichte

Veröffentlicht am 19.10.2018

Andreas Baader - Der Superstar des Linken Terrors

Die Akte Baader
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Der Autor erzählt eine mögliche Version vom Wesen und Leben des Andreas Baader, der sich mit 34 Jahren im Gefängnis Stuttgart – Stammheim das Leben genommen hat.

Es liest sich wie eine Mischung aus Krimi ...

Der Autor erzählt eine mögliche Version vom Wesen und Leben des Andreas Baader, der sich mit 34 Jahren im Gefängnis Stuttgart – Stammheim das Leben genommen hat.

Es liest sich wie eine Mischung aus Krimi und Drama. Während des Lesens habe ich mich öfters gefragt, was wäre gewesen, wenn Andreas Baader mit einem Vater aufgewachsen wäre? Warum musste er Gudrun Ensslin treffen? Warum wurde er nach dem Kaufhausanschlag frühzeitig entlassen?

Gerade heute in einer Zeit, in der sich die politischen Ränder wieder mehr mobilisieren, ist dieses Buch hoch aktuell. Wir sollten mehr aus der Geschichte lernen. ….

Veröffentlicht am 14.10.2018

Die Geschichte einer Frau, die die Askese als Weg der persönlichen Freiheit wählt

Stabilitas loci - Der Weg der Wiborada
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Eingemauert in eine Zelle, um Gott näher zu kommen

Schweiz - 10. Jahrhundert - Der Lebensweg der Vuiberat ( Hl. Wiborada), die im Jahre 1047 von Papst Clemens II. heilig gesprochen wurde.


In diesem ...

Eingemauert in eine Zelle, um Gott näher zu kommen

Schweiz - 10. Jahrhundert - Der Lebensweg der Vuiberat ( Hl. Wiborada), die im Jahre 1047 von Papst Clemens II. heilig gesprochen wurde.


In diesem Buch wird die Geschichte einer Frau erzählt, die sich schon als Kind mit der biblischen Martha identifiziert. Sie will dem Herrn dienen.
Doch nicht als Ehefrau oder Nonne, sondern als Einsiedlerin. Erst im Wald, nur zwei enge Vertraute begleiten und versorgen sie, dann eingemauert in eine Zelle beim Kloster Sankt Gallen.

Vuiberat ist keine sympathische Frau. Sie erscheint fanatisch und tief gläubig, kurz darauf überrascht sie mit messerscharfem politischem Verstand.

Der Autorin ist es gelungen, trotz der spärlichen Überlieferungen aus dieser Zeit, eine beeindruckende Version ihres Lebens zu schreiben.