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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2018

Eine alles in allem schöne Liebesgeschichte

Kein Tag ohne dich
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Es fällt mir sehr schwer, "Kein Tag ohne dich" zu bewerten. Einerseits hat das Buch mich mitgenommen und ich fand es durchaus bewegend, andererseits hatte ich Schwierigkeiten damit, mich wirklich auf die ...

Es fällt mir sehr schwer, "Kein Tag ohne dich" zu bewerten. Einerseits hat das Buch mich mitgenommen und ich fand es durchaus bewegend, andererseits hatte ich Schwierigkeiten damit, mich wirklich auf die Liebesgeschichte einzulassen.

Man hat Hannah und Nolan bereits im ersten Band der Reihe kennen gelernt und dort erfahren, dass sie schon seit sieben Jahren Witwe ist und es nicht schafft, in die Zukunft zu blicken, weshalb ich gespannt auf ihre Geschichte war. Sie war mir sehr sympathisch und ich wollte, dass sie wieder glücklich wird, weshalb dieser Aspekt des Buches mir gut gefallen hat. Ich mochte es zu sehen, wie Hannah sich langsam geöffnet hat und Schritt für Schritt mehr dazu bereit war, sich auf Nolan einzulassen. Sein respektvolles Verhalten und sein Verständnis dafür, dass ihr das nicht immer leicht gefallen ist und es Rückschritte gab, waren toll und ich mochte auch, wie Hannahs Beziehung zu ihrem verstorbenen Ehemann dargestellt wurde; sie spielt für das Buch eine große Rolle, während zugleich deutlich wird, dass für die Protagonistin die Zeit gekommen ist, nach vorne zu schauen. Force ist es meiner Meinung nach gelungen, die Balance zwischen der Wahrung seines Andenkens, der Betonung seiner großen Bedeutung für beide Charaktere und der Entwicklung der Liebesgeschichte zu wahren und das ist klar die Stärke des Buches. In diesem Zusammenhang gibt es einige sehr emotionale Momente, aber trotz der vielen traurigen Szenen ist die Grundstimmung meist hoffnungsvoll.

Mein Problem mit dem Buch ist, dass für mich die großen Gefühle zwischen den Charakteren nicht immer deutlich wurden, obwohl der Fokus darauf lag, wie sie einander näher gekommen sind. Hannah und Nolan passen gut zusammen, doch der Handlungsstrang um ihre Trauer und den langsamen Heilungsprozess konnten mich viel mehr berühren, während die Romanze für mich zwar schön, aber nicht wirklich emotional war. Ich mochte die beiden und fand es toll, dass sie ein neues Glück gefunden haben, doch irgendwie hat es bei mir einfach nicht geklickt und deshalb haben die Szenen der beiden mich weniger bewegt als andere Aspekte des Buches. Gegen Ende hatte ich zudem ein wenig den Eindruck, dass die Handlung in die Länge gezogen wurde, da die eigentliche Geschichte für mich abgeschlossen war, es aber immer noch weiter ging. Das war ein bisschen schade, obwohl es durchaus schöne Momente in den letzten Kapiteln gab. Von diesen Kritikpunkten abgesehen hat das Buch mich allerdings gut unterhalten und da mir die Liebesgeschichte an sich gefallen hat, habe ich noch 3,5 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 14.12.2018

Hat mich ganz gut unterhalten

Das Versprechen
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"Das Versprechen" hat mich ganz gut unterhalten. Die Geschichte ist teilweise kitschig und vorhersehbar und gerade gegen Ende löst sich vielleicht alles etwas zu glatt auf, doch das Buch lässt sich sehr ...

"Das Versprechen" hat mich ganz gut unterhalten. Die Geschichte ist teilweise kitschig und vorhersehbar und gerade gegen Ende löst sich vielleicht alles etwas zu glatt auf, doch das Buch lässt sich sehr gut lesen und die Beschreibungen der Landschaft und des neuen Lebens der Kinder sind Baldacci wirklich gelungen. Man spürt, dass es für die Protagonisten eine Umstellung ist, sie sich aber langsam an die neue Situation gewöhnen und lernen, mit dem Trauma, das sie erlitten haben, umzugehen; es gibt sowohl positive als auch negative Seiten, was mir realistisch und authentisch vorkam, selbst wenn es in den letzten Kapiteln ein paar glückliche Fügungen zu viel gab. Obwohl nach den Ereignissen am Anfang zunächst nicht gerade viel passiert, konnte die Handlung mich weitgehend fesseln und die meisten Charaktere waren recht gut ausgearbeitet; Lou und Oz wirkten manchmal etwas zu erwachsen, doch das kann auf ihre Umstände geschoben werden und hat mich nicht gestört. Ich fand allerdings vor allem Louisa toll und mochte die kleinen Einblicke in ihr Denken und Fühlen.

Natürlich gab es auch Probleme und Personen, die unlautere Motive hatten, aber ich muss sagen, dass mir in Bezug auf die Konflikte ein wenig die Spannung gefehlt hat, da die Gegenspieler vergleichsweise eindimensional waren und ich nicht daran gezweifelt habe, wie alles ausgehen würde. Dennoch wurden die einzelnen Situationen angemessen behandelt, das Schicksal der Figuren war mir keineswegs gleichgültig und es gab einige emotionale Momente, die mich bewegen konnten. Man kann sich definitiv in die Kinder hineinversetzen und mit ihnen fühlen, da ihre schwierige Lage eindringlich dargestellt wurde. Zudem mochte ich die Botschaft hinter der Geschichte, auch wenn sie nicht gerade subtil verpackt war. Deshalb gibt es von mir trotz aller Kritik 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.11.2018

Nicht so gut wie Band 1, aber unterhaltsam

Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten
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Als ich gelesen habe, dass es eine Fortsetzung zu "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" geben sollte, war ich zugegebenermaßen sehr skeptisch. Die Geschichte hatte für mich ein ...

Als ich gelesen habe, dass es eine Fortsetzung zu "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" geben sollte, war ich zugegebenermaßen sehr skeptisch. Die Geschichte hatte für mich ein passendes, rundes Ende und das Leben des ungewöhnlichen Protagonisten war bereits ausgiebig beleuchtet worden, sodass ich mir nicht vorstellen konnte, worum es in einem zweiten Band gehen sollte. Letztlich war ich aber neugierig darauf, was der Autor sich hatte einfallen lassen, weshalb ich das Buch gelesen habe - und alles in allen hat es mir gefallen. Allerdings darf man nicht zu sehr über die Zeitleiste nachdenken, da das erste Buch 2005 spielte, der zweite Band sich jedoch mit aktuellen Ereignissen befasst.

Im Vorwort erzählt Jonasson, dass er eigentlich keine Fortsetzung geplant, der Hundertjährige ihn aber nicht losgelassen und die politische Lage ihn so beschäftigt hätte, dass er darüber schreiben und sie quasi durch Karlssons Augen beleuchten wollte. Diese Motivation ist auf jeden Fall ersichtlich; der mittlerweile 101 Jahre alte Protagonist tritt mit verschiedenen wichtigen politischen Figuren in Kontakt, darunter Kim Jong-un, Donald Trump und Angela Merkel, und aktuelle Ereignisse, beispielsweise die deutsche Bundestagswahl, spielen eine große Rolle. Der Autor hat diese Geschehnisse gekonnt mit seiner Geschichte verknüpft und Allan erlebt hier wieder so einiges. Es geht um Atomkonflikte, Rechtsradikale, diplomatische Zwischenfälle, Golfspiel, Spargel und so einiges mehr, wobei der Hauptcharakter und seine Begleiter erneut in fast schon absurde Vorkommnisse und mehr als glückliche Zufälle verwickelt werden. Die Schilderungen der jeweiligen Situationen sind dabei überspitzt, aber es ist fast schon traurig, wie leicht die Erlebnisse des Hundertjährigen sich in die reale Situation einbetten lassen, ohne dass viel abgeändert werden musste. Ich habe in ein paar Rezensionen gelesen, dass das Buch die Leser zu sehr daran erinnert habe, wie viele potentielle Krisenherde es zur Zeit auf der Welt gibt und dem stimme ich zu, doch insgesamt ist es dem Autor gelungen, durch seine Figuren und ihre unglaublichen Erlebnisse einen gewissen Humor einzubringen. Die Darstellungen einiger bekannter Personen waren ebenfalls recht amüsant, obwohl sie teilweise schwarz/weiß gezeichnet wurden.

Die Verkettung der Ereignisse ist natürlich sehr speziell und es wirkt ein wenig unglaubwürdig, dass in so kurzer Zeit so viel passieren kann und die Charaktere international eine so große Rolle spielen, doch man darf die Geschichte nicht zu ernst nehmen und sie hat mich auf jeden Fall unterhalten. Ich muss allerdings sagen, dass ich die zweite Hälfte des Buches nicht so fesselnd fand wie die erste. Es gibt nach wie vor humorvolle Momente und "Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten" lässt sich durchgängig gut lesen, aber es gab meiner Meinung nach leider ein paar Längen. Dies könnte daran liegen, dass die Handlung ausschließlich in der Gegenwart spielt und die Abwechslung fehlt, die im ersten Band durch die Rückblicke in Karlssons bewegte Vergangenheit gegeben war.

Bei der Bewertung schwankte ich zwischen 3 und 3,5 Sternen und schließlich habe ich mich für letzteres entschieden. Der Vorgänger hat mir besser gefallen und mich hat die mangelnde Kontinuität gestört, doch das Buch hat mich trotzdem gut unterhalten und die neuen Abenteuer des Hundertjährigen waren wieder humorvoll und auch interessant.

Veröffentlicht am 31.10.2018

Weitgehend gelungene Fortsetzung mit einer etwas schwächeren dritten Geschichte

Dream Maker - Lust (The Dream Maker 2)
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Es fällt mir schwer, den zweiten Sammelband der "Dream Maker"-Reihe zu bewerten, was vor allem daran liegt, dass ich die drei Geschichten unterschiedlich gut fand. Die erste - "Mailand" - hat mir sehr ...

Es fällt mir schwer, den zweiten Sammelband der "Dream Maker"-Reihe zu bewerten, was vor allem daran liegt, dass ich die drei Geschichten unterschiedlich gut fand. Die erste - "Mailand" - hat mir sehr gefallen und auch "San Francisco" mochte ich weitgehend, doch die dritte der Erzählungen hat mich nicht hundertprozentig überzeugt. Dies lag vor allem daran, dass es mir so vorkam, als würde der Konflikt künstlich in die Länge gezogen werden. Es war verständlich, dass Parker, der in dieser Hinsicht ein gebranntes Kind ist, von den Vorkommnissen verletzt war und seine erste Reaktion war ebenfalls glaubwürdig und realistisch, doch im Laufe der Geschichte fand ich es immer weniger nachvollziehbar, dass er dem klärenden Gespräch weiter aus dem Weg gegangen ist und stattdessen über destruktives Verhalten nachgedacht und sich selbst gequält hat. Die Aussprache hätte ihn verletzen können, ja, doch so hat sein Handeln dafür gesorgt, dass "Montreal" mich nicht richtig packen und begeistern konnte. Hinzu kam auch, dass ich den Auftrag nicht besonders spannend fand, aber dafür muss ich sagen, dass die Ereignisse am Ende auf jeden Fall neugierig darauf machen, was im nächsten Band passieren wird.

Die anderen beiden Erzählungen haben mir, wie bereits erwähnt, gefallen und vor allem die erste war wirklich gut. Die Kunden waren ein bisschen schwierig und die Aufträge interessant sowie in mancher Hinsicht ganz anders als die im vorherigen Buch, was für Abwechslung gesorgt hat. Ich mochte außerdem, wie es bei Parker und Skyler weiter ging und Carlan hat die Entwicklung ihres Verhältnisses überzeugend und zugleich schön dargestellt. Ich fand die Schauspielerin schon in "Sehnsucht" sehr sympathisch und dieser Eindruck hat sich hier nur verstärkt. Ich mochte, dass nicht alles glatt lief, beide Fehler gemacht und sie sich manchmal falsch benommen haben, doch aufgrund der jeweiligen Charakterisierung der beiden und ihrer vergangenen Erfahrungen war das alles zu erwarten und die Autorin hat gut herausgearbeitet, wieso sie zusammen passen und dass sie einander trotz allem glücklich machen können. Es gibt natürlich wieder einige erotische Szenen, doch ich mochte vor allem die liebevollen oder alltäglichen Momente, die von enormer Bedeutung waren.

Ebenfalls gefallen hat mir, dass bekannte Figuren wieder aufgetreten sind und der 'Money Maker' etwas mehr in den Fokus gerückt ist, sodass man mehr über ihn, seine Vergangenheit und seine Zukunftspläne erfahren hat. Das war definitiv interessant und ich fand es schön, dass die Freundschaft der drei Männer wieder eine große Rolle gespielt hat. Ich hoffe, das wird in der Fortsetzung wieder der Fall sein, vor allem, da Royce und Bo beide toll zu sein scheinen und ich ihnen ein privates Glück gönnen würde.

"Dream Maker - Lust" bekommt von mir 3,5/5 Sternen. Die ersten beiden Geschichten hätte ich mit knappen 4 Sternen bewertet, doch die dritte hat mich leider lange nicht richtig überzeugt und ich fand das Verhalten des Protagonisten nicht immer nachvollziehbar. Trotzdem bin ich sehr gespannt, wie es weiter gehen wird, gerade, da das Ende dieses Buches viel offen lässt.

Veröffentlicht am 15.10.2018

Alles in allem ein sehr bewegendes Buch

Wie die Luft zum Atmen
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Da ich schon viele positive Meinungen über die "Romance Elements"-Bücher gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf den ersten Band der Reihe. Alles in allem hat er mit gut gefallen, allerdings gab es ein ...

Da ich schon viele positive Meinungen über die "Romance Elements"-Bücher gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf den ersten Band der Reihe. Alles in allem hat er mit gut gefallen, allerdings gab es ein paar Aspekte, die mich nicht hundertprozentig überzeugen konnten. Beispielsweise fand ich, dass das Verhältnis von Tristan und Elizabeth sich zu Beginn viel zu schnell entwickelt hat, während der weitere Verlauf mir dann realistisch und stimmig vorkam. Zudem muss ich sagen, dass ich es unangenehm fand zu lesen, aus welcher Motivation sie sich einander zunächst angenähert haben, obwohl es in gewissem Sinne nachvollziehbar war und mir gefallen hat, dass diese Dynamik als ungesund dargestellt wurde. Mit den Nebencharakteren konnte ich ebenfalls nicht viel anfangen und es gab für meinen Geschmack ein paar Zufälle beziehungsweise glückliche Fügungen zu viel, gerade, wenn es um die Verbindung zwischen Elizabeth und Tristan ging. Natürlich könnte man von 'Schicksal' sprechen, doch für mich war es ein wenig zu viel des Guten. Auch die letzten Kapitel fand ich in mancher Hinsicht ein bisschen zu dramatisch.

Trotz dieser Kritikpunkte habe ich "Wie die Luft zum Atmen" gerne gelesen. Ich fand die Geschichte sehr emotional, mitreißend und bewegend und es gab einige Szenen, die mir die Tränen in die Augen getrieben haben. Die Protagonisten haben ein schreckliches Schicksal erlitten und der Schmerz, die Trauer und das Gefühl des alles umfassenden Verlusts waren beinahe greifbar, sodass es leicht war, mit den beiden zu fühlen und sich für sie zu wünschen, dass sie ein neues Glück finden würden. Die komplexe Situation wurde mehr als angemessen thematisiert; die Liebesgeschichte von Tristan und Elizabeth ist sehr von ihrem Leid geprägt und dadurch kann das Buch nicht unbedingt als leichte Kost bezeichnet werden, doch zugleich gibt es schöne, liebevolle Momente, gerade in der zweiten Hälfte. Die Balance ist der Autorin auf jeden Fall gelungen und sie hat die Emotionen ihrer Charaktere so echt geschildert, dass man sich problemlos in sie hineinversetzen konnte. Ich fand bewundernswert, dass sie nicht aufgegeben, sich weiter durchs Leben gekämpft und langsam gelernt haben, den Verlust zu verarbeiten. Es gibt kleine Schritte nach vorne, dann wieder Rückschritte, Hindernisse und Probleme, aber all das ist realistisch und gefühlvoll dargestellt und es werden sowohl düstere als auch helle Seiten beleuchtet, was die Geschichte überzeugender macht. Besonders gut gefallen hat mir das Motiv der Federn, aber es gab noch viele andere Momente, die ich sehr mochte.

"Wie die Luft zum Atmen" bekommt von mir 3,5/5 Sternen. Aufgrund der oben genannten Kritikpunkte habe ich einen halben Stern abgezogen, doch das Buch konnte mich auf jeden Fall bewegen, ich mochte die Protagonisten und die Entwicklung der Liebesgeschichte kam mir realistisch vor. Ich freue mich schon darauf, den zweiten Band zu lesen.