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Lucienne

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2018

Seine sensible Seite

Seine sensible Seite
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Inhalt:
Die Autorin Austen staunt nicht schlecht, als sie dem Anwalt Alexander begegnet. Aus Schriftwechseln ist er ihr nur als garstiger Sohn ihres literarischen Mentors bekannt, entpuppt sich allerdings ...

Inhalt:
Die Autorin Austen staunt nicht schlecht, als sie dem Anwalt Alexander begegnet. Aus Schriftwechseln ist er ihr nur als garstiger Sohn ihres literarischen Mentors bekannt, entpuppt sich allerdings als richtiges Eye-candy. Alexander fühlt sich ebenfalls von der vierzehn Jahre jüngeren Austen angezogen, der all die väterliche Aufmerksamkeit zuteil wird, nach der er sich als Kind immer gesehnt hat.
Die beiden sollen gemeinsam ein Buch schreiben, doch ist keine Begegnung möglich, ohne dass die Fetzen fliegen. Seine Rollenvorstellungen machen es Alexander schwer, auf die Bedürfnisse der 3rd-Wave-Feministin einzugehen, die nicht minder heftig auf seine Ausbrüche reagiert. Austens Anwesenheit bedeutet Qual und zugleich Glück für den Anzugträger.
Unweigerlich entdeckt er eine sensible Seite an sich, von der er glaubte, sie wäre in den harten Jahren seiner Karriere verloren gegangen …

Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte war für mich etwas holprig da die Erzählperspektiven zwischen den Hauptfiguren hin und her wechseln. Das gefällt mir sonst eigentlich immer recht gut, hätte hier aber Verbesserungspotential. Die Story an sich hat mir sehr gut gefallen und auch die Figuren lernt man gut kennen und schließt sie schnell ins Herz. Es werden viele drastische Entscheidungen getroffen, die man nicht immer nachvollziehen kann aber die die Geschichte zu dem machen was sie ist. Der Schreibstil ist sonst flüssig und die Autorin beschreibt die Situationen detailreich, so dass man sich alles lebhaft vorstellen kann.
Insgesamt gesehen eine gute Geschichte, ein bisschen zu lang gezogen aber schön zu lesen.

Veröffentlicht am 01.11.2018

Liebe - sachlich beschrieben

Lieben!
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Inhalt:
Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden: über die Evolution eines überlebensgroßen Gefühls
Liebe, so meinte Paracelsus, sei das beste aller Heilmittel – aber vieles, was als Liebe ausgegeben ...

Inhalt:
Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden: über die Evolution eines überlebensgroßen Gefühls
Liebe, so meinte Paracelsus, sei das beste aller Heilmittel – aber vieles, was als Liebe ausgegeben wird, kann auch krank machen. Doch was genau ist Liebe? Wodurch unterscheidet sich „echte“ Liebe von Verliebtheit, Leidenschaft, Begehren, Kontrollzwang, Besitzgier und narzisstischen Bedürfnissen? Wie lernen wir „lieben“? Und kann man diese Fähigkeit verlernen? Vergessen? Kann sie zerstört werden? Lieben ist ein Bewusstseinszustand, den man pflegen muss, damit er nicht verkümmert oder verkrüppelt, warnt die Psychoanalytikerin Rotraud A. Perner und zeigt Wege wie auch Irrwege, das eigene Liebespotenzial wachsen zu lassen.

Meine Meinung:
Ich habe von diesem Buch natürlich sachliche Informationen zum Thema lieben erwartet. Ein paar Emotionen hätten aber darin eingearbeitet sein können, diese habe ich stark vermisst.
Der Einstieg ins Buch gelang mir sehr gut aber die sachliche Schreibweise (mit Querverweisen) verlangsamte mein Lesetempo sehr. Ein ständiges Blättern um keine Informationen zu überlesen bleibt nicht aus. Das Wissen in diesem Buch ist sehr umfangreich und gut beschrieben. Die aufwendige Recherche vor der Entstehung des Buches wird auch beim Lesen deutlich. Viele hilfreiche Wegweiser sind enthalten, auf die ich in Zukunft mehr achten werde. Absolute Leseempfehlung für Leute die noch nach der Liebe suchen oder schlechte Erfahrungen gemacht haben und für jeden der sich mit dem Thema Liebe einfach ausführlicher beschäftigen möchte.

Veröffentlicht am 01.11.2018

Ein informatives Buch

Peter Schneider, wie wird eine Ehe schön?
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Inhalt:
Die Autorin Barbara Lukesch, seit 28 Jahren verheiratet, ist sich sicher, dass es eine erlernbare Kunst ist, eine schöne Ehe zu führen. Um diese These festzumachen, kontaktierte sie den Zürcher ...

Inhalt:
Die Autorin Barbara Lukesch, seit 28 Jahren verheiratet, ist sich sicher, dass es eine erlernbare Kunst ist, eine schöne Ehe zu führen. Um diese These festzumachen, kontaktierte sie den Zürcher Psychoanalytiker Peter Schneider. Er, seit dreißig Jahren verheiratet, würde – davon war sie überzeugt – klare Statements abgeben, wie eine Ehe oder eine Partnerschaft gelingen kann. Peter Schneider fand die Idee spannend, sich damit auseinanderzusetzen, was eine Ehe schön machen, aber auch scheitern lassen kann, und so nahmen sich die beiden viel Zeit, um über all das zu reden, was für eine Partnerschaft wichtig ist: Geld, Haushalt, Sexualität, Streit, Gleichberechtigung, Vertrauen, Kinder, Liebe und Respekt, aber auch Empathie, Grosszügigkeit und Humor. Dass ihre Gespräche nun in Buchform vorliegen, ist ein Geschenk, denn Barbara Lukesch ist eine ebenso hartnäckige wie geistreiche Fragerin und Peter Schneider nicht nur ein neugieriger Gesprächspartner, der immer wieder mit originellen Gedanken überrascht, sondern auch ein Fachmann, der seine Ein- und Ansichten einleuchtend und vor allem witzig formuliert. Bei der Lektüre wird schnell klar: Das Buch 'Peter Schneider, wie wird eine Ehe schön?' gehört nicht nur auf den Gabentisch von Frischvermählten, sondern ebenso auf den Nachttisch eines jeden Paares. Sich daraus vorzulesen, ist garantiert ein Genuss.

Meine Meinung:
Das Buch ist sehr interessant und informativ geschrieben. Das Interview mit Peter Schneider wurde auch als Interview niedergeschrieben. Seine Ansichten sind nicht so konservativ wie ich erwartet hatte und lassen einen auch manchmal schmunzeln wenn eigene Erfahrungen mit in das Buch einfliessen. Ich hatte sehr viel Freude beim Lesen und kann es nur jedem weiterempfehlen der entweder frisch verheiratet ist (so wie ich) oder bereits bei der ersten Krise im Eheleben angekommen ist.

Veröffentlicht am 30.10.2018

Guter Einstieg

Kurswechsel: Anker der Freundschaft
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Inhalt:
Die außerordentlich schöne, jedoch unkoordinierte Merit Hanson lebt im Augenblick. Sie leidet unter chronischem Geldmangel. Ein kurzfristiges Job-Angebot als Office Girl an Bord der "Wind of Dreams" ...

Inhalt:
Die außerordentlich schöne, jedoch unkoordinierte Merit Hanson lebt im Augenblick. Sie leidet unter chronischem Geldmangel. Ein kurzfristiges Job-Angebot als Office Girl an Bord der "Wind of Dreams" verspricht schnelle Abhilfe und ein Leben voll Glitzer und Glamour, zumindest für zehn Tage. Doch als Schöne unter Schönen verliert sie ihren Sonderstatus und muss sich auf ungewohnte Weise behaupten. Merit nimmt erstmals bewusst ihr Leben in die Hand und schlittert dabei von einer Katastrophe in die nächste.

Meine Meinung:
Ein tolles kleines Buch voller Abwechslung und guten Geschichten. Als ich es das erste Mal in der Hand hielt war ich etwas verwundert, da es sehr dünn und klein ist. Das tut der Geschichte allerdings keinen Abbruch. 1 Stern abgezogen wegen der sehr kleinen Schrift, die abends im Bett bei geringerer Beleuchtung sehr anstrengend zu lesen ist. Der Schreibstil ist flüssig und man kommt sehr gut und schnell in die Geschichte rein. Auch die Charaktere sind sehr gut beschrieben und größtenteils sehr sympathisch.
Die Geschichte von Merit ist sehr amüsant zu lesen und man erlebt so einiges auf dem gemeinsamen Weg mit ihr. Auch das die Sache mit der Liebe nicht immer einfach ist wird gut deutlich. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung des Buches und wie es mit Merit weitergeht.

Veröffentlicht am 27.10.2018

Eine gute Geschichte

Hemingway und ich
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Inhalt:
Eine große Liebe vor der bedrohlichen Kulisse des Zweiten Weltkriegs: Meisterhaft inszeniert Paula McLain die außergewöhnliche Geschichte von Ernest Hemingway und seiner dritten Frau, der berühmten ...

Inhalt:
Eine große Liebe vor der bedrohlichen Kulisse des Zweiten Weltkriegs: Meisterhaft inszeniert Paula McLain die außergewöhnliche Geschichte von Ernest Hemingway und seiner dritten Frau, der berühmten Kriegsreporterin Martha Gellhorn.
Als Martha sich haltlos in den zehn Jahre älteren Ernest verliebt, ist sie gerade achtundzwanzig Jahre alt. An seiner Seite legt sie den Grundstein für ihre Karriere als Autorin. Doch als Ernest immer größere Erfolge feiert, muss Martha sich entscheiden: Möchte sie die Frau eines weltberühmten Mannes sein oder ihren eigenen Weg gehen?

Meine Meinung:
Der Einstieg ins Buch ging für mich recht holperig los. Am Anfang werden sehr viele Informationen über die Handlungszeit, Kriegsaktionen und Figuren reingepackt. Bis man alles aufgenommen hat und wirklich in der Geschichte ankommt dauert es recht lang. Der mittlere Teil hat mir dann sehr gut gefallen. Es wird darauf eingegangen wie Martha und Hemingway sich kennengelernt haben und wie seine zweite Ehe endet. Auch das Verhältnis zu seinen drei Söhnen wird sehr gut beschrieben.
Besonders gelungen fand ich die Beschreibungen wie Martha und Hemingway jeweils an ihren Büchern arbeiten. Der Ablauf und die Gedanken dabei sind gekonnt und detailreich eingeflossen.
Am Ende des Buches musste ich mich stellenweise überwinden weiterzulesen. Es war zwar gut geschrieben aber es folgten wieder so viele Informationen auf kurzer Zeit, dass ich der Story nicht ganz folgen konnte. Auch Martha so unglücklich zu erleben ist beim Lesen nicht immer einfach.
Das Buch ist sehr gut geeignet für alle, die sich für die Kriegszeit, Hemingway und Martha Gellhorn interessieren. Es enthält zahlreiche und anschaulich beschriebene Informationen. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte ein paar tiefere Emotionen vertragen können, war aber auch so schön zu lesen.

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