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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2019

Mitreißend und gefühlvoll

Der letzte erste Kuss
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"Der letzte erste Kuss" erzählt die Liebesgeschichte von Luke und Elle. Die beiden sind schon seit einiger Zeit beste Freunde, die zwar auch gelegentlich miteinander flirten, aber nichts tun würden, um ...

"Der letzte erste Kuss" erzählt die Liebesgeschichte von Luke und Elle. Die beiden sind schon seit einiger Zeit beste Freunde, die zwar auch gelegentlich miteinander flirten, aber nichts tun würden, um ihre enge Freundschaft zu gefährden... doch schon im ersten Band hatte ich den Eindruck, dass zwischen ihnen das Potential für mehr besteht und in diesem Buch ist das Knistern zwischen ihnen dann sehr offensichtlich. Man spürt, wie viel sie einander bedeuten, dass sie sich gut tun und einander eine wichtige Stütze sind, weshalb es sehr leicht ist sich vorzustellen, dass sie ein tolles Paar abgeben könnten. Zugleich versteht man allerdings, wieso sie diese tiefe Verbindung zwischen ihnen nicht damit auf Spiel setzen wollen, dass sie eine romantische Beziehung beginnen. Vor allem Elle will Luke auf keinen Fall als besten Freund verlieren und da sie schon einmal eine ähnliche Erfahrung gemacht hat, war nachvollziehbar, wieso sie nicht sofort bereit war, das Risiko erneut einzugehen.

Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr schön und sie hat es mühelos geschafft, die Emotionen ihrer Figuren greifbar und echt darzustellen. Die Geschichte war unglaublich mitreißend und es gab einige bewegende Szenen, nicht nur im Zusammenhang mit der Romanze, sondern auch in Bezug auf vergangene Erlebnisse und das Familienleben der Protagonisten. Sie sind beide (auf unterschiedliche Art) sehr von ihrer Vergangenheit geprägt worden und es war leicht, mit ihnen zu fühlen, da deutlich wurde, wie verletzlich und verwundbar sie nach wie vor waren. Es war toll, dass die beiden füreinander da waren und sich immer unterstützt haben, egal, was passiert ist - hier hat man wirklich gesehen, wie nahe sie sich stehen und dass die Verbindung zwischen ihnen trotz aller Probleme stark ist. Ebenso war aber nachvollziehbar, dass diese Erfahrungen sie so beeinflusst haben, dass es Auswirkungen auf ihre Beziehung zueinander hatte; dies war realistisch und Iosivoni ist sehr gut mit der komplexen Lage umgegangen. Beim ersten Band hatte ich den großen Konflikt zwischen den Charakteren kritisiert, weil er mir etwas konstruiert vorkam, doch hier war das nicht der Fall.

Das Ende wurde vergleichsweise kurz abgehandelt, was ich ein bisschen schade fand; an sich hat es mir sehr gefallen und es passt gut zu der vorherigen Handlung, aber ich hätte gerne noch mehr erfahren. Ich hoffe deshalb, dass Elle und Luke in "Die letzte erste Nacht" wieder eine größere Rolle spielen werden - da der komplette Freundeskreis in "Der letzte erste Kuss" sehr wichtig war und das Paar aus dem ersten Buch ebenfalls oft vorkam rechne ich damit, dass es in den anderen Bänden ähnlich sein wird. Aus diesem Grund ist das meiner Meinung nach recht knappe Ende dieser Geschichte nur ein kleiner Kritikpunkt und da mir das Buch davon abgesehen wirklich gut gefallen hat, würde ich es mit 4,5 Sternen bewerten.

Veröffentlicht am 01.11.2018

Wendungsreich und spannend

Helden des Olymp 4: Das Haus des Hades
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"Das Haus des Hades" war wieder ein unglaublich fesselndes Buch. Die Lage spitzt sich langsam zu, da die Entscheidungsschlacht gegen Gaia immer näher rückt und die Protagonisten noch einige unmöglich scheinende ...

"Das Haus des Hades" war wieder ein unglaublich fesselndes Buch. Die Lage spitzt sich langsam zu, da die Entscheidungsschlacht gegen Gaia immer näher rückt und die Protagonisten noch einige unmöglich scheinende Aufgaben zu erledigen haben, um die Welt zu retten - ganz zu schweigen davon, dass Percy und Annabeth im Tartarus gefangen sind und versuchen müssen, einen Weg nach draußen zu finden, obwohl so gut wie alles in ihrer Umgebung ihnen einen schmerzhaften Tod bescheren möchte. Mir hat sehr gefallen, dass das Grauen und die Entsetzlichkeit dieser Umstände realistisch dargestellt wurden, aber auch, dass es kleine Hoffnungsschimmer gab, sodass nicht alles düster und ausweglos zu sein schien, selbst wenn die beiden in viele furchtbare Situationen geraten sind und zu Entscheidungen getrieben wurden, die sie dauerhaft verändern könnten. Etwas anderes wäre unglaubwürdig gewesen, auch wenn es natürlich nicht schön war zu sehen, was die beiden durchleiden mussten.

Auch die Erlebnisse der anderen Halbgötter waren interessant und obwohl dieses Mal alle sieben ihre eigenen Kapitel bekommen haben, kam mir die Schilderung ausgeglichen und die Geschichte nicht so überladen wie im vorherigen Band vor. Es passiert zwar immer noch sehr viel, den Protagonisten wird einiges zugemutet und sie müssen sich verschiedenen Herausforderungen stellen, doch dieses Mal fügte sich meiner Meinung nach alles besser zusammen. Die Spannung wurde konstant aufrecht erhalten und es war leicht, um die Charaktere zu bangen, da sie gegen schier übermächtige Gegner kämpfen und innere Konflikte austragen müssen. Die Handlung ist wendungsreich, aber zugleich spielt die Entwicklung aller wichtigen Figuren wieder eine große Rolle und im Vergleich zum ersten beziehungsweise zweiten Band haben sich alle stark verändert, was unter diesen Umständen mehr als verständlich ist. Die verschiedenen romantischen Beziehungen wurden ebenfalls gut dargestellt, ohne dass die Bedrohung durch Gaia in den Hintergrund gerückt wäre; die Balance zwischen ruhigen, auf die Personen fokussierten Momenten und den zahlreichen Konflikten und Abenteuern ist Riordan auf jeden Fall gelungen.

Am Ende dieses Buches gibt es keinen direkten Cliffhanger, aber natürlich will man trotzdem unbedingt wissen, wie es weiter geht und ob die Halbgötter es schaffen werden, ihre Mission(en) zu erfüllen. Die Spannung wurde in diesem Band sehr gut aufgebaut und es gibt viel Potential für den Abschluss der Reihe.

Veröffentlicht am 01.11.2018

Spannend und fesselnd

Helden des Olymp 2: Der Sohn des Neptun
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Nach den Enthüllungen am Ende des ersten Bandes konnte ich es kaum erwarten, "Der Sohn des Neptun" zu lesen um zu erfahren, wie es Percy ergangen ist und was er so erlebt hat. Obwohl ich auch die neuen ...

Nach den Enthüllungen am Ende des ersten Bandes konnte ich es kaum erwarten, "Der Sohn des Neptun" zu lesen um zu erfahren, wie es Percy ergangen ist und was er so erlebt hat. Obwohl ich auch die neuen Charaktere mochte und die Kapitel aus der Sicht von Hazel und Frank interessant waren, fand ich es besonders toll, ihn wieder bei seinen Abenteuern zu begleiten. Es war spannend zu sehen, wie er mit seinem Gedächtnisverlust umgegangen ist und sich an seine verbliebenen Erinnerungen geklammert hat; zudem waren seine Interaktionen mit dem römischen Camp und den dort lebenden Halbgöttern faszinierend, vor allem, da es so ganz anders als Camp Half-Blood ist und diese Unterschiede offensichtlich waren. Ich fand es toll, diesen neuen Handlungsort kennen zu lernen und ich mochte, wie das Lager organisiert und in vielerlei Hinsicht an das Antike Rom angelehnt war.

Die neuen Nebencharaktere haben sich gut in die Geschichte eingefügt und es war schön, bereits bekannte Figuren wieder zu treffen. Die Protagonisten waren auch sehr sympathisch; in diesem Band werden die Kapitel wieder aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt und dadurch bekommt man einige Einblicke in ihr Denken und Fühlen. Hazel und Frank sind mir schnell ans Herz gewachsen; sie haben ihre Geheimnisse sowie klare Stärken und Schwächen, fühlen sich auf ihre Art beide ausgegrenzt und anders und in diesem Buch müssen sie über sich hinauswachsen und ihre eigenen Probleme überwinden, wodurch sie sich weiter entwickeln. Percy lernt man hier ebenfalls besser kennen und er verändert sich durch seine Erlebnisse natürlich, was in der Zukunft Konsequenzen für eine Rückkehr in sein bisheriges Leben haben sollte. Die Freundschaft der drei hat mir auch sehr gefallen, ebenso wie die Liebesgeschichte, die mich alles in allem mehr überzeugen konnte als die im ersten Band.

Wie in den vorherigen Büchern erleben die Charaktere einige Abenteuer und dadurch war die Geschichte spannend und fesselnd. Besonders am Ende ist das Erzähltempo ziemlich hoch, weshalb ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte, und es war zufriedenstellend, wie mit den einzelnen Konflikten umgegangen wurde, auch wenn noch einiges offen geblieben ist. Ich fand es ein bisschen gemein, dass "Der Sohn des Neptun" an einer Stelle endete, an der ich unbedingt weiter lesen wollte, aber das war wohl die Absicht des Autors und es hat dafür gesorgt, dass ich mir gleich die Fortsetzung geschnappt habe.

Veröffentlicht am 01.11.2018

Ein guter erster Band

Helden des Olymp 1: Der verschwundene Halbgott
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Da die "Percy Jackson"-Reihe letztes Jahr zu meinen Highlights gehörte, war ich sehr gespannt auf "Helden des Olymp". Der erste Band hat mir gut gefallen, doch es war auf jeden Fall eine Umstellung, dass ...

Da die "Percy Jackson"-Reihe letztes Jahr zu meinen Highlights gehörte, war ich sehr gespannt auf "Helden des Olymp". Der erste Band hat mir gut gefallen, doch es war auf jeden Fall eine Umstellung, dass er abwechselnd aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt wurde, die man hier ganz neu kennen gelernt hat, obwohl Jason, Leo und Piper mir definitiv sympathisch waren. Es war interessant zu sehen, mit welchen individuellen Problemen sie zu kämpfen hatten und ich mochte die Dynamik zwischen ihnen, die dadurch verkompliziert wurde, dass Jason sich nicht an sein vorheriges Leben erinnern konnte und Leo und Piper ebenfalls erkennen mussten, dass mit ihren Erinnerungen etwas nicht stimmt. Dies beeinflusst auch die Liebesgeschichte, die meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig gewesen wäre, aber davon abgesehen ganz schön war. Besonders toll war jedoch das Wiedersehen mit bereits bekannten Figuren und das Rätsel um Percys Verschwinden macht neugierig auf den zweiten Band.

Sehr gut gefallen hat mir, dass hier erstmals die römischen Götter - oder besser gesagt ihre römischen Erscheinungsformen - eine Rolle spielten. Ich mochte, dass die historischen Hintergründe thematisiert wurden und die Verbindung zu der griechischen Mythologie wurde stimmig erklärt; besonders faszinierend war es, dass der Autor in manchen Situationen genauer darauf eingegangen ist, wie die einzelnen Gottheiten sich in beiden Variationen unterscheiden und welche Attribute ihnen jeweils zugewiesen wurden. Da man die griechischen Götter in den vorherigen Büchern bereits 'kennen lernen' konnte, war es interessant zu sehen, wie sie sich in der römischen Mythologie verändert hatten und wie unterschiedlich sie teilweise charakterisiert wurden. Dies war für mich beinahe der interessanteste Aspekt der Geschichte, doch auch die Abenteuer, die die Figuren erleben, waren spannend, gerade durch die Ungewissheit darüber, was Jason passiert ist, und die große potentielle Bedrohung, die zu bekämpfen sehr schwer sein dürfte. Ich muss sagen, dass ich eine Entwicklung am Ende sehr bequem und inkonsequent fand, aber letztlich war das Ergebnis positiv und deshalb ist es nur ein kleiner Kritikpunkt.

Die Handlung selbst hätte von mir 4 Sterne bekommen, aber da Riordan es geschafft hat, dass ich Hera/Juno sympathisch fand - was alles andere als leicht ist, weil sie nicht gerade unproblematisch handelt - habe ich noch einen halben Stern mehr vergeben.

Veröffentlicht am 01.11.2018

Emotional und aufwühlend

Wie das Feuer zwischen uns
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"Wie das Feuer zwischen uns" erzählt eine Liebesgeschichte, die kompliziert, sehr emotional und aufwühlend ist. Es geht um Alyssa und Logan, die schon jung ihre eigenen Päckchen zu tragen, aber in dem ...

"Wie das Feuer zwischen uns" erzählt eine Liebesgeschichte, die kompliziert, sehr emotional und aufwühlend ist. Es geht um Alyssa und Logan, die schon jung ihre eigenen Päckchen zu tragen, aber in dem anderen Trost gefunden hatten... bevor ihr Glück zerstört wurde. Jahre später treffen sie sich wieder und es ist offensichtlich, dass sie immer noch Gefühle füreinander haben, doch die Situation ist nach wie vor alles andere als einfach und es wäre für beide ein großes Risiko, erneut das Wagnis einer Beziehung einzugehen.

Mir hat sehr gefallen, wie vielschichtig die Protagonisten dargestellt wurden; sie haben, ebenso wie viele der Nebencharaktere, ihre Stärken und Schwächen und es war leicht, mit ihnen zu fühlen und sich in sie hineinzuversetzen. Die Autorin mutet ihnen einiges zu, stellt ihnen Hindernisse in den Weg, treibt sie bis an ihre Grenzen und schickt sie auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Höhen und Tiefen, die die Figuren durchlebt haben, wurden wahnsinnig echt und greifbar geschildert, sodass ich wirklich mit ihnen gelitten habe. Sie machen durchaus Fehler und ich hatte ein paar Probleme damit, wie Logan gelegentlich mit Alyssa umgegangen ist, doch alles in allem fand ich beide sehr sympathisch und man kann ihr Handeln immer verstehen, selbst wenn man sich wünscht, dass alles anders kommen würde. Die Erlebnisse der Charaktere haben mich sehr mitgenommen und es gab einige Szenen, bei denen mir die Tränen gekommen sind, da so viele Schicksalsschläge auf sie einprasseln und sie durchgängig gegen die Umstände und ihre eigenen Dämonen zu kämpfen haben. Ich habe definitiv gehofft, dass sie trotz allem irgendwie ihr Glück finden würden, auch wenn sich alles gegen sie verschworen zu haben schien.

Die Geschichte befasst sich mit einigen ernsten Themen, darunter Drogensucht, und diese wurden sensibel und einfühlsam behandelt. Cherry hat gut und ohne Beschönigungen dargestellt, welche furchtbaren Konsequenzen sich daraus ergeben können und wie schwer es sein kann, den Kreislauf zu durchbrechen und sich ein neues Leben aufzubauen. Dies war realistisch und hat mir deshalb gefallen, doch davon abgesehen gab es auch einige lebensbejahende oder friedliche Augenblicke, was ich ebenfalls gut fand, da es leicht gewesen wäre, ein deprimierendes, trostloses Buch zu schreiben. Dies ist "Wie das Feuer zwischen uns" allerdings auf keinen Fall, ganz im Gegenteil. Die Erzählung ist ohne jeden Zweifel emotional und voller Höhen und Tiefen, aber sie ist zugleich wirklich schön und es war bewundernswert, wie sehr die Figuren um ihr Glück und die Erfüllung ihrer Träume gekämpft haben. Deshalb bekommt das Buch von mir 4,5/5 Sternen.