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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2018

Spannungsgeladenes Debüt, bitte mehr

Im Fokus
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Dem Autor Carsten Schütte ist mit dem Protagonisten Thorsten Büthe und seinem Team ein sensationeller Kriminalroman gelungen.

Schon das Cover mit dem Objektiv zum Titel " Im Fokus" ist hervoragend gewählt.

Die ...

Dem Autor Carsten Schütte ist mit dem Protagonisten Thorsten Büthe und seinem Team ein sensationeller Kriminalroman gelungen.

Schon das Cover mit dem Objektiv zum Titel " Im Fokus" ist hervoragend gewählt.

Die Story ist klar gegliedert und in einem angenehmen Stil , der sich wunderbar lesen lässt, geschrieben.
Fachbegriffe aus der Ermittlungsarbeit werden im Anhang erklärt. Es ist dem Krimi anzumerken, dass der Autor ein Insider ist.

Das Buch hat einfach alles, was ein guter Kriminalroman braucht:
Einen intelligenten Täter, der erst einmal ein paar Schritte voraus ist.
Gut vorgestellte Charaktere des Teams und nicht zuletzt den Teamleiter Thorsten Büthe mit Ecken und Kanten, der mit seiner Familie sehr symphatisch dargestellt wird.
Der Autor versteht es den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten und im Finale auch noch zu steigern.
Sehr gut hat mir auch die Darstellung unterschiedlicher Dienststellen in verschiedenen Bundesländern gefallen.

Ich wünsche mir auf jeden Fall mehr von Thorsten Büthe und seinem prima Team zu lesen und deshalb gibt es verdiente 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.11.2018

Realistisches Familienszenario

Trügerischer Sommer
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Die Protagonistin Barbara, Ende 40, alleinerziehend mit einem 15 jährigen Sohn wird durch einen Anruf aus ihrem Heimatort aus ihrem gewohnten Leben gerissen. Die Nachricht das ihr Vater im sterben liegt, ...

Die Protagonistin Barbara, Ende 40, alleinerziehend mit einem 15 jährigen Sohn wird durch einen Anruf aus ihrem Heimatort aus ihrem gewohnten Leben gerissen. Die Nachricht das ihr Vater im sterben liegt, lässt sie mit ihrem Sohn an diesen Ort zurückkehren, mit dem sie schon Jahre vorher abgeschlossen zu haben schien.
Mich als Leserin hat dieses Buch sehr nachdenklich gemacht.

Haben wir nicht alle ein wenig Barbara in uns? Wird in Familien nicht meistens zu wenig über die wirklich wichtigen Dinge miteinander gesprochen? Wissen wir genug über unsere Kinder und Nächsten? Wollen wir vor "alten" Freunden nicht auch mehr scheinen als wir sind? Stellen wir uns nicht auch die Frage: Was wäre gewesen wenn...? Kennen wir nicht alle die Zustände in Tiermastbetrieben und die Macht der Besitzer solcher?

Diese ganzen Themen und Fragen weiss die Autorin spannend und geschickt vor dem Hintergrund eines Familiendramas miteinander zu verweben. Verstärkt wird dies durch den sehr klaren und doch eindringlichen Schreibstil der Autorin.

Lange habe ich nicht so einen eindringlichen Roman über das Leben gelesen und darum eine ganz klare Lesempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Spannendes Debüt

Böse Bilder
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Zum Inhalt

Als Plattform seine Taten öfentlich zu machen nutzt der psychopatische Mörder, der sich selbst I_Killer nennt, die sozialen Medien. Er stellt die Fotos seiner Opfer kurz vor und nach der Tat ...

Zum Inhalt

Als Plattform seine Taten öfentlich zu machen nutzt der psychopatische Mörder, der sich selbst I_Killer nennt, die sozialen Medien. Er stellt die Fotos seiner Opfer kurz vor und nach der Tat onine. DCI Dan Fenton schwört vor laufenden Kamers ihn zur Strecke zu bringen. Nun startet der Täter ein perfides Spiel mit Fenton.

Schon das Cover hat mich sehr angesprochen und machte mich neugierig auf den Thriller.
Anfangs irritierte mich die Kürze der einzelnen Kapitel, diese Tatsache störte jedoch in keinster Weise den Lesespass.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr packend.

DCI Dan Fanton wird als alleinerziehender Vater sehr gut dargestellt.
Sein Vorgesetzter steht nicht hinter seinem Team und macht aus Fenton ein Bauernopfer. Fenton wird suspendiert und ermittelt auf eigene Faust mit dem Freund des ersten Opfers, der auch gleichzeitig ein Verdächtiger ist. Der Autor schafft es bis zur letzten Seite die Spannung aufrecht zu erhalten.

Das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ***** Sterne.


Veröffentlicht am 31.01.2026

guter Auftaktband

Die weiße Nacht
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Mit "Weiße Nacht" startet die Autorin Anne Stern eine neue historische Kriminal-Reihe, die im Jahr 1946 kurz nach Beendigung des Krieges in Berlin ihren Anfang nimmt.

Der Nachkriegswinter 1946 wird für ...

Mit "Weiße Nacht" startet die Autorin Anne Stern eine neue historische Kriminal-Reihe, die im Jahr 1946 kurz nach Beendigung des Krieges in Berlin ihren Anfang nimmt.

Der Nachkriegswinter 1946 wird für Marie-Louise Faber auf einem ihrer Fotospaziergänge durch das eiskalte und frostige Berlin zu einem Wendepunkt in ihrem Leben. Auf einem ihrer morgendlichen Streifzeuge fotografiert sie eine Leiche. Mit den Ermittlungen betraut wird der Kommissar Alfred König, der zu Kriegszeiten die Gestapo-Haft überstanden hat. Da die Alliierten ihn als unbelastet einstufen, wird er in Berlin eingesetzt, um die Stadt "rein" zu halten. Er wird im Laufe der Vermittlungen auf Lou angewiesen sein, und so kommt ein unterschiedliches , aber interessantes Ermittler-Duo zusammen.

Die Autorin versteht in "Weiße Nacht" genau wie in ihren anderen Büchern ein komplettes, äußerst gut recherchiertes Szenario zu schaffen, welches mich schnell in seinen Bann ziehen konnte. Die Situation der Menschen in diesem kalten Berlin, den Hoffnungen, aber eben auch der tiefen Verletzungen der Bevölkerung werden hervorragend transportiert.
Mit König und Faber hat sie zwei unbelastete Protagonisten aus der Nazi- Zeit geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und gerade deshalb sehr gut harmonieren.

Mir hat der Auftaktband sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf eine Fortsetzung.

Veröffentlicht am 30.01.2026

bedrückend

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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In ihrem 6. Fall bekommen es Kommissarin Alexa Jahn und der österreichische Chefinspektor Bernhard Krammer mit einer Unwetterlage zu tun, die mehr als bedrückend ist. Nach Unmengen von Regen, ...

In ihrem 6. Fall bekommen es Kommissarin Alexa Jahn und der österreichische Chefinspektor Bernhard Krammer mit einer Unwetterlage zu tun, die mehr als bedrückend ist. Nach Unmengen von Regen, kommt es zur Katastrophe und man bekommt den Eindruck, die Dörfer und Orte versinken in einer Sintflut. Es werden immer mehr vermisste Personen gemeldet und die Rettung der in ihren Häusern eingeschlossenen Menschen gestaltet sich aufgrund des immer noch vorherrschenden Unwetters mehr als schwierig.
Als in den Fluten ein Toter gefunden wird, stellt sich schnell heraus, er ist nicht ertrunken, sondern ermordet worden. So kommt es wieder auf ein Zusammentreffen von Alexa und ihrem Vater Bernhardt, und somit zu einer Zusammenarbeit.

Die Schilderungen des Unwetters und die schwierigen Rettungssituationen wurden so lebensnah geschildert, dass ich mich dem Szenario sehr nah fühlte. Äußerst bedrückend.
Der Fall an sich reicht bis weit in die Vergangenheit und die Auflösung hat mir sehr gut gefallen.

Ein gutes Team aus Vater und Tochter.
Eine klare Leseempfehlung von mir für diesen vielschichtigen Krimi.