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Veröffentlicht am 24.11.2018

Ein mitreißendes Buch, das Jeder mal gelesen haben sollte. Unbedingte Leseempfehlung!

Hanna
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Mit „Hanna - Kriegsjahre einer Krankenschwester“ ist der Autorin Sandra Jungen ein fesselndes Werk über das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte gelungen, das keine/n Leser/in unberührt lassen wird. ...

Mit „Hanna - Kriegsjahre einer Krankenschwester“ ist der Autorin Sandra Jungen ein fesselndes Werk über das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte gelungen, das keine/n Leser/in unberührt lassen wird. Aus vielen Gesprächen mit ihrer Großmutter, auf deren Erinnerungen dieses Buch basiert, hat die Autorin einen bewegenden Zeitzeugenbericht erschaffen, in dem Realität und ein Bruchteil Fiktion mühelos ineinander übergehen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge, frisch examinierte Krankenschwester Hanna, die im Juni 1942 zum Einsatz an die Kriegsfront eingezogen wird und aus deren Perspektive die Erlebnisse erzählt werden. Wohin genau die Reise gehen soll, erfahren Hanna und ihre Kolleginnen erst unterwegs. Bald schon finden die jungen Damen sich in heillos unterbesetzten, behelfsmäßig organisierten Lazaretten wieder, umgeben von teilweise stark traumatisierten und desillusionierten Schwerverletzten. Schnell wird klar: die Darstellung der heimatlichen Propaganda hinsichtlich des Erfolgs der deutschen Truppen und die grausame Realität klaffen weit auseinander. "Im Krieg werden die Menschen zu Bestien." - Diese Aussage von Hannas Großmutter bewahrheitet sich auf erschütternde Weise.

Wer beim Lesen des Titels und der Inhaltsangabe befürchtet, dass dieser Roman hauptsächlich aus detaillierten Beschreibungen schwerer Verletzungen und Krankenhausalltag bestehe, dem kann ich diese Angst nehmen. - Zwar werden einige Szenen dieser Art thematisiert, nehmen allerdings in keiner Weise Überhand. Nichts wird beschönigt, aber auch nichts überdramatisiert. Viel mehr geht es um die menschliche, lebensbejahende Haltung Hannas, die sie im Umgang mit den Verwundeten sowie ihren Kollegen/innen an den Tag legt, obwohl sie zum Teil sogar deren Anfeindungen ausgesetzt ist und dennoch - in permanenter Sorge - weiterhin routiniert arbeiten muss. Schlaf und Nahrung werden zu Luxus, die Lazarette brauchen jede helfende Hand.

Bereits auf der ersten Seite hat mich der angenehm flüssige, authentische Schreibstil, mit dem die Autorin Hannas Gedanken und Emotionen einfühlsam wiedergibt, in den Bann gezogen und ich habe das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen können. Hanna ist eine wunderbare, tiefgründige Hauptfigur, die man gleich ins Herz schließt und am liebsten persönlich kennenlernen möchte. Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr ich mit ihrem Schicksal mitgefiebert habe und wie sehr mich ihre Warmherzigkeit, die sie sich unter den widrigsten Umständen bewahrt hat, berührt hat. Für sie ist Helfen mehr Herzenssache als Dienst am Vaterland. Während andere Krankenschwestern die Medikamente in Gott-ähnlicher Manier nach eigenem Urteil verwalten (das heißt, Medizin nur für die „sinnvollen Fälle“ aufheben und die zu stark geschwächten Soldaten einen qualvollen Tod sterben lassen), wirkt Hanna wie der rettende Engel. Zwar kann auch sie nicht jeden Soldaten am Leben erhalten, doch sie ist sich der Wirkung eines tröstenden Wortes, eines Lächelns, bewusst - freundliche Gesten, die für die Verwundeten und Todgeweihten Balsam für die Seele sind. Im von Luftangriffen verwüsteten München sind Hannas Tage geprägt von zermürbenden Fliegerwarnungen und sie muss am eigenen Leibe erfahren, wie nah Glück und Leid in Zeiten des Krieges beieinander liegen können.

Die fundierte Recherche zum historischen Hintergrund macht sich neben der nachvollziehbar strukturierten Reiseroute (die stets über Ort und Datum der Handlung informiert), auch in der Wortwahl der Dialoge bemerkbar: diese enthalten unter Anderem Mundart sowie einige für diese Epoche typische, umgangssprachliche Redensarten, über die ich oft habe schmunzeln müssen. Insgesamt würde ich den Schreibstil als durch und durch stimmig beschreiben; Sandra Jungen findet gekonnt die Balance zwischen Tragik und Leichtigkeit.

Auch einige Tränen habe ich während des Lesens vergossen; die Autorin versteht es meisterhaft, die verschiedensten Emotionen in den Leser/innen hervorzurufen - von Freude bis hin zu Abscheu oder Trauer habe ich alles durchlebt.

Das Cover finde ich sehr passend gewählt; es zeigt den blutbespritzten Kittel einer Krankenschwester, die - eingehüllt in einen Mantel - einsatzbereit ihren Koffer mit Utensilien bereithält. Die kühlen Farben (- bis auf die Blutspritzer und das rote Kreuz ist alles in Grautönen eingefärbt -) verstärken das Gefühl von Kälte und Schrecken.

Im Anhang erhalten die Leser/innen nicht nur eine aufschlussreiche Sammlung an Informationen zum historischen Hintergrund (einschließlich Details zu Hannas Reisestationen sowie zu vorkommenden realen Personen), sondern auch ein Glossar mit den wichtigsten zeitgenössischen Begriffen.

Fazit: Dieses sehr persönliche, aufwühlende Buch ist eine Ode an die Menschlichkeit - es ist das Portrait einer unerschütterlichen jungen Frau und ihrer bewussten Entscheidung, sich ihr Mitgefühl für Andere und ihren Optimismus auch in den schlimmsten Zeiten zu bewahren. Nicht nur Fans von historischen Romanen kann ich Hannas Geschichte wärmstens empfehlen; es ist ein Buch, das Jeder mal gelesen haben sollte. Ich bin auf jeden Fall restlos begeistert und werde es definitiv immer wieder lesen!

Veröffentlicht am 03.11.2018

"Kleine Stadt, große Gefühle"... - Ich.Herz.Redwood.

Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
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Bereits nach wenigen Kapiteln dieses fesselnden Auftaktes der Redwood-Trilogie bestellte ich mir vorsorglich Band 2 und 3...weil ich schon ahnte, dass ich von dem idyllischen und von Natur umgebenen Örtchen ...

Bereits nach wenigen Kapiteln dieses fesselnden Auftaktes der Redwood-Trilogie bestellte ich mir vorsorglich Band 2 und 3...weil ich schon ahnte, dass ich von dem idyllischen und von Natur umgebenen Örtchen Redwood mit seinen liebevoll beschriebenen Einwohnern nicht Abschied nehmen wollen würde.

"Cade, Flynn und Drake O'Grady führen das Vermächtnis ihres Vaters fort und betreiben gemeinsam die Tierarztpraxis ihrer Heimatstadt Redwood. Cade kümmert sich um den Großteil des Tagesgeschäfts, während Drake operiert und Flynn die Farmen der Umgebung betreut. In der Praxis läuft so alles rund. Oder zumindest denkt Cade das. Denn als Avery Stowe den Empfang übernimmt, wird aus dem geordneten Chaos plötzlich echte Ordnung. Allein dafür könnte Cade sie küssen. Und je besser er die alleinerziehende Mutter kennenlernt, desto mehr Gründe findet er, sie küssen zu wollen. Zu dumm, dass Avery gegen seinen Charme immun zu sein scheint. Aber so leicht gibt Cade nicht auf..."

Ich bin restlos begeistert. Dieses war mein erstes Buch von Kelly Moran und hat mich vollkommen überzeugt...so sehr, dass inzwischen auch bereits Band 2 und 3 ausgelesen sind. Ich wünschte, ich könnte mehr Sterne vergeben, allein schon für den angenehmen, flüssigen Schreibstil - die Seiten flogen nur so dahin, egal wie sehr ich mich bemühte, möglichst langsam zu lesen, weil die erschaffene Wohlfühlatmosphäre SO SCHÖN war. Selten habe ich mich so selbstverständlich in Charaktere hineinversetzen können, waren deren Gedanken und Motive so nachvollziehbar beschrieben, dass alles stimmig erschien im großen Ganzen. Die Autorin brilliert nicht nur in der Beschreibung der Hauptfiguren, auch die Nebencharaktere muss man als Leser/in einfach ins Herz schließen. Dies gilt insbesondere für Cades Brüder (den von Geburt an tauben Flynn und den um seine verstorbene Frau trauernden 'Brummbären' Drake) sowie für Averys autistische Tochter Hailey, welche sich hauptsächlich durch Gesten verständigen kann und nicht spricht. Einfühlsam und realistisch zugleich wird der Alltag mit einem Kind, das besondere Bedürfnisse hat, ein die Geschichte mit eingewoben. Averys Leben mit Hailey wird uns behutsam und schonungslos zugleich vor Augen geführt. Nichts wird beschönigt, aber auch nichts überdramatisiert...die Story gewinnt dadurch sogar an Leichtigkeit und ist alles andere als traurig. Hailey ist so reizend, dass sie die Leser völlig verzaubert.

Der US-Bundesstaat Oregon mit seinen üppigen grünen Wäldern, rauschenden Wasserfällen und zum Entlangspazieren einladenden langen Stränden bildet die perfekte Kulisse für diese gefühlvolle, mitreißende Geschichte. Das Kleinstädtchen Redwood, samt seinem für kleine Gemeinden typischen Tratsch und Klatsch, wirkt wie der perfekte Ort zum Heimkommen, wenn man Kummer vergessen und sein Leben neu gestalten möchte, auch wenn man darauf gefasst sein muss, als "Neuzugang" zunächst einmal Gesprächsthema Nummer 1 zu sein. Da ich Tiere über alles liebe, habe ich es sehr genossen, vom Alltag in der Tierklinik zu lesen. Die drei attraktiven O'Grady Brüder nehmen die Avancen der lokalen Damenwelt mit Humor und gehen alle gänzlich in ihrem Beruf auf.

Fazit: Ein sehr gelungener Start der Redwood-Trilogie. Meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen, man möchte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Authentische Dialoge, sympathische Charaktere und eine Geschichte, die einfach glücklich macht.

Veröffentlicht am 30.07.2026

Gefühlvoller Frauenroman

Der Geschmack von Sommer und Karamell
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"Amrum hatte einen besonderen Zauber, der sich nicht erklären ließ. Es war, als ob die Insel einen empfinge, als würde sie leise sagen: «Du gehörst hierher», auch wenn man es gar nicht wusste."

Mit ihrem ...

"Amrum hatte einen besonderen Zauber, der sich nicht erklären ließ. Es war, als ob die Insel einen empfinge, als würde sie leise sagen: «Du gehörst hierher», auch wenn man es gar nicht wusste."

Mit ihrem aktuellen Werk hat Anne Barns mich erneut dorthin entführt, wo sie uns seit Jahren besonders gut abzuholen weiß: ans Meer - an einen Sehnsuchtsort voller Erinnerungen, Wärme, Emotionen und besonderer Begegnungen.

Schon das wunderschön gestaltete Cover mit seiner edlen Goldprägung macht Lust aufs Lesen … und nach nur wenigen Seiten war ich bereits vollkommen in die berührende Story eingetaucht.

Im Mittelpunkt stehen Ella und ihre Oma Henny, die gemeinsam auf die Insel ihrer Jugend zurückkehrt. Während wir Ella in der Gegenwart begleiten, erfahren wir nach und nach mehr über Hennys Vergangenheit, ihre Erinnerungen, Freundschaften und Geheimnisse. Diese Wechsel zwischen den Zeitebenen stellten jedoch nicht etwa eine Unterbrechung dar, sondern verliehen der Geschichte vielmehr zusätzliche Tiefe.

Anne Barns' Schreibstil ist wie immer ein Genuss: federleicht und durchwegs angenehm zu lesen. Die Autorin versteht es hervorragend, emotionale Themen aufzugreifen, ohne diese schwer wirken zu lassen. Stattdessen entsteht eine wunderbare Mischung aus Wohlfühlatmosphäre, Nachdenklichkeit und Herzensmomenten.

Die Darstellung von Ellas Freundschaft zu ihrer ehemaligen besten Freundin fand ich richtig genial - so realistisch! Freundschaften können sich ebenso verändern, auseinanderleben oder zerbrechen wie Liebesbeziehungen - ein Thema, das in Büchern oft weniger Aufmerksamkeit erhält und hier sehr feinfühlig, authentisch und nachvollziehbar umgesetzt worden ist. Die damit verbundenen Gefühle - Enttäuschung, Resignation, Unverständnis - wirkten auf mich durchweg glaubwürdig und haben Ella als Figur noch greifbarer gemacht.

Überhaupt mochte ich die zwischenmenschlichen Beziehungen in diesem Roman sehr. Die Verbindung zwischen Ella und ihrer Oma, die enge Familiendynamik mit ihren Geschwistern und ihrer leicht chaotischen Mutter sowie die vielen kleinen Begegnungen auf Amrum vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit, wie man es sich in einem Familienroman nur wünschen kann.

Natürlich darf auch die Romantik nicht fehlen, diese nahm für mich jedoch eher eine Nebenrolle ein. Die Begegnungen mit dem wortkargen Vogelkundler Jonte entwickeln sich angenehm unaufgeregt und fügen sich harmonisch in die Geschichte ein, ohne die anderen Aspekte der Handlung zu überlagern.

Mit ihren traumhaften atmosphärischen Beschreibungen hat Anne Barns in mir definitiv den Wunsch geweckt, diese besondere Insel selbst einmal zu besuchen.

"Amrum schien mir wie ein Ort, den man verlassen konnte, der einen aber nie ganz loslassen würde."

All die kulinarischen Köstlichkeiten haben ihr Übriges dazu beigetragen - Friesenwaffeln, Zimtwaffeln, Kirschkuchen, gebackene Kirschmarmelade oder Scottish Tablet … dieses Buch solltet ihr besser nicht hungrig lesen, hihi. Umso schöner, dass sich - typisch für Barns'sche Werke - einige der Rezepte im Anhang befinden. Besonders die Zimtwaffeln klingen sooooo lecker!

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Klare Empfehlung für Fans von gefühlvollen Frauenromanen mit historischen Elementen, starken Familiengeschichten und einer Prise Meeresluft.

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Veröffentlicht am 28.07.2026

Nicht nur für Hundefreunde ein Genuss

Harold und der Buchhändler
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Bücher? Liebe ich. Hunde? Liebe ich sogar noch mehr. Beides thematisch vereint in einem Buch? Say no more.

Als Hundemama konnte ich einem Roman, der aus der Perspektive eines Hundes erzählt wird, unmöglich ...

Bücher? Liebe ich. Hunde? Liebe ich sogar noch mehr. Beides thematisch vereint in einem Buch? Say no more.

Als Hundemama konnte ich einem Roman, der aus der Perspektive eines Hundes erzählt wird, unmöglich widerstehen - was ich allerdings dennoch nicht erwartet hatte, war das Level an Emotionen … denn gleich zu Beginn stellt die Autorin klar: der knuffelige Vierbeiner nähert sich seinem Lebensende. Diese Info war mir vorab nicht bewusst gewesen - und ganz ehrlich: Ich denke nicht, dass ich mich ansonsten an diesen Read herangewagt hätte.

Ich hatte aufgrund des Klappentextes zwar selbstverständlich keinen quirligen Welpen erwartet - aber eben auch nicht, dass Harold unmittelbar vor seinem Lebensende steht schnief … allein dieser Gedanke ließ mir während der Lektüre, egal wie heiter es mitunter zuging, immer wieder das Herz schwer werden. Gemeinsam mit der unglaublich authentisch dargestellten Trauer um Miguels verstorbene Partnerin Amelia entfaltet eine cute Geschichte, die gleichzeitig schmerzt und dennoch voller Hoffnung steckt. Haltet also definitiv eure Taschentücher griffbereit!

Harolds Erzählperspektive ist natürlich der Knüller für jedes Dog-Parent-Herz. Seine liebevollen, amüsanten Beobachtungen über uns Menschen haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, während seine bedingungslose Loyalität und seine Mission, Miguel zurück ins Leben zu führen, mich ehrlich berührt haben. Zu gerne wüsste ich, was meine zwei Fellbabies wohl über unseren Alltag denken.

Die Lakeside-Buchhandlung mit den zahlreichen liebenswerten Charakteren ist ein absoluter Wohlfühlort. Die Liebe zu Büchern liegt spürbar in der Luft … ebenso die Sorge um die Zukunft des charmant-heimeligen Geschäfts (in dem ich sofort einen gemütlichen Nachmittag verbringen würde … um in Ruhe durch die Regale zu stöbern, mit allen Protas zu plauschen und Harold zu kuscheln.) Gleichzeitig wird Miguels Trauer so feinfühlig und glaubwürdig beschrieben, dass sich seine Hilflosigkeit, sein Rückzug und seine Hoffnungslosigkeit dermaßen realistisch anfühlen, dass man ihn am liebsten in den Arm nehmen würde. Welch ein Glück, dass er Harold hat … und es viele Menschen gibt, denen sein Glück ehrlich am Herzen liegt.

Die unterliegende Message - dass man trotz eines schrecklichen Verlustes irgendwann den Mut finden kann (und 'darf'), sein Herz wieder zu öffnen - fand ich wunderschön.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein ruhiger, sanfter, herzerwärmender, bittersüßer Roman über Trauer & Heilung, Freundschaften & Herzklopfen, Bücherliebe & die Magie von Buchhandlungen … nicht nur für Hundefreunde ein wahrer Lesegenuss.

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Veröffentlicht am 27.07.2026

Schöne NA-Sports-Romance

Holt Hockey - Play to Keep
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Ich glaube, ich bin inzwischen offiziell in meiner Sports-Romance-Ära angekommen. Auch wenn ich selbst sportlich eher auf der Zuschauerbank zuhause bin (und Eislaufen definitiv nicht zu meinen Talenten ...

Ich glaube, ich bin inzwischen offiziell in meiner Sports-Romance-Ära angekommen. Auch wenn ich selbst sportlich eher auf der Zuschauerbank zuhause bin (und Eislaufen definitiv nicht zu meinen Talenten gehört), verschlinge ich Geschichten rund um Eishockey, Basketball, American Football oder auch Formel 1 unglaublich gerne. Tatsächlich hätte ich nach diesem Buch sogar richtig Lust, mal wieder ein Eishockeyspiel live zu besuchen!

Der Auftaktband der Holt-Hockey-Reihe ist eine klassische New-Adult-Sports-Romance mit allem, was das Genre verspricht: stimmungsvolle Sportszenen, College-Setting, ansprechende Tropes (Enemies to Lovers, Forced Proximity & Co.) und natürlich jeder Menge Chemistry.

Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und modern, sodass ich direkt in der Story angekommen bin. Besonders die Szenen rund ums Eishockey haben Spaß gemacht und haben das Sport-Feeling super realistisch transportiert. Conor und Harlow waren sympathische Hauptfiguren, deren Vergangenheit und die ungewöhnliche Verbindung über Landon(s Familie) für zusätzliche Spannung gesorgt haben. Die Dynamik zwischen den beiden entwickelt sich nachvollziehbar und ihre Annäherung war richtig cute. Sie konnten es selbst kaum fassen, dass sie plötzlich kaum mehr ohne einander sein konnten, hihi.

Trotzdem muss ich sagen, dass mich die Geschichte emotional nicht komplett mitreißen konnte. Sie macht im Grunde alles richtig, folgt dabei aber auch sehr den bekannten Mustern des Genres. So gab es für mich wenig Überraschungen oder Momente, die wirklich herausgestochen sind. Vielleicht merke ich inzwischen auch einfach, dass ich langsam ein kleines bisschen aus den klassischen New-Adult-Handlungen herauswachse und mittlerweile etwas mehr Tiefgang oder neue Impulse brauche. We will see.

Nichtsdestotrotz hatte ich ein angenehmes Wohlfühl-Leseerlebnis mit dieser unterhaltsamen Sports Romance und empfehle sie allen NA-Fans gerne weiter.

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